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Brand

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Brand Pl., m., Adj.

Bd. 1, Sp. 1106
Wossidia Brand Pl. Bränd' (brę) m. Brand 1. die verheerende Flamme, Feuersbrunst a. eig.: dat wir all vör den groten Brand in sehr alten Zeiten RoRostock@RibnitzRibn; vör den Hamborger Brand WiWismar@PoelPoel; wi hebben ok mal 'n Brand hatt WaWaren@Groß FlotowGFlot; Krieg un Bränn' sägent Gott mit beid' Hänn', d. h. der hierdurch Geschädigte erhält oft mehr, als er verloren hat StaStargard@StrelitzStrel; in Brand stahn in Flammen stehen: is 'n Larm, as wenn 't ganz Hus in Brand steiht Wa; dat stünn all in Füer un Brand GüGüstrow@KobrowKobr; as de Niestadt in vulle Brand wääst is RoRostock@WarnemündeWarn; in Brand kamen brennen ebda; ein rothaariger Mensch is den Düwel dörch 'n Brand (durch das Höllenfeuer) lopen Wa; ein schnell segelndes Schiff löppt as de Brand RoRostock@WarnemündeWarn; sick in Brand lopen sich heißlaufen: von der Mühle HaHagenow@HoortHoort; Lu; von der am Brett vorbeilaufenden Kegelkugel SchöSchönberg@RehnaRehna; der Langsame löppt sick ok nich in 'n Brand Dass; glöwt de Kierl, dat ick mi sall lopen ut Rand un Band in Brand? Schw; he (der Küster) löppt sick rein den Noors in Brand als Glockenruf RoRostock@LangsdorfLangsd; in Brand hebben angezündet haben: he hett de Pip all wedder in de Brand RoRostock@GresenhorstGres; de Pip möt in de Brand Ribn; Rda. Brand spälen Messerwurfspiel, wenn die Schneide beim Wurf nach oben fällt, rufen die Mitspieler: dat brennt RoRostock@JennewitzJenn; Brandstiftung: 'roef, brand ... und doitslach' (1371) UB. 18, 43. b. das brennende Stück Holz zum Anlegen von Feuer: P. steckt 'n Staken mit Bränd im Nachbarreim SW; hest woll 'n Brand in 'n Noors zur bissenden Kuh Wa; dee hett 't so hild, as wenn he 'n Brand in 'n Noors hett Ro; de Mannslüd' hebben all 'n Brand in 'n Noors, brennt he nich, denn glummt he PaParchim@BurowBur; SchwSchwerin@GottesgabeGott; häufig übertr. vom Streit: een Brand brennt nich SchöSchönberg@DemernDem; HaHagenow@RedefinRed; een Brand allein, dee brennt nich lang' Günth. Hs.; een Brand brennt nich, 't möten ümmer twei sin, un denn möten s' ok 'n bäten blaast warden Wa; wenn twei Bränd' tauhopleggt warden, dee weiten tau brennen LuLudwigslust@LaupinLaup; Rda. up 'n Brennen sitten auf den Bränden, auf Kohlen sitzen, ungeduldig auf etwas warten Nd. Kbl. 51, 10; Schw; Jac. 1, 51; übertr. auf der Pelle sitzen, lästig fallen, häufig mit pers. Dat.: einen up 'n Brennen sitten von lästigem Besuch StaStargard@WoldegkWold; RoRostock@GresenhorstGres; he sitt eenen ümmer up 'n Brennen von einem Kinde, das einem nicht von der Seite weicht Wo. V. 3, 1194; Slus'uhr un David ... seten Axeln up den Brennen as dat Plackfewer Reut. 3, 48; de Bäcker geiht Ehr frilich nah up Schritt un Tritt, Doch wenn hei ehr ok folgen deiht Un ehr ok up den Brennen sitt 5, 359; Seem. Leb. 127; abgewandelt: he steiht mi ümmer up 'n Brennen Schill. Nachl.; auch dee liggt uns ümmer up 'n Brennen RoRostock@DierhagenDierh; dee geiht einen gor nich von 'n Brennen WaWaren@GielowGiel; Wi; Zier. Plaugf. 10; gah mi von 'n Brinnen scher dich weg WaWaren@EldenburgEld; Brand ein angebranntes Stück Weiden- oder Lindenholz, das Holzsäger und Zimmerleute zum Färben der Schnur benutzen, daher anzüglich auf d: de Timmerlüd' hebben ümmer 'n Brand Rausch. c. der Inhalt eines Kalkoder Ziegelofens: 'für jeden Brand Kalk oder Steine' Ferb. Contr. 2, 417; Leng. Reise 231; Arch. Landesk. 13, 96; eines Teerofens: Arch. Landesk. 14, 99; d. übertr. Rausch: dee hett 'n Brand as 'n Hus hoch Schö; de Finnlänner un Sweden sünd süs gaude Lüd', œwer se kœnen nich mit 'n Brand ümgahn sie sind roh, wenn sie betrunken sind Wi Wismar@KirchdorfKirchd; in diesem Sinne häufig personifiziert: dee hett mit Johann Brand snackt SchöSchönberg@WarnowWarn; ... sinen Fründ Brand drapen RoRostock@WarnemündeWarn; ... mit Herr Brand Brüderschaft maakt Klock; Johann Brand kriggt em ok noch dal SchöSchönberg@WarnowWarn; von angebrannten Speisen: dor is Brand mit de Bein in wääst WiWismar@PoelPoel; dor hett Brand mit de Bein in perrt ebda; ... sin Sahl in afräten RoRostock@KlockenhagenKlock; dor hett Johann Brand sin Schauhsahlen in verluren HDamm; Bast; ... Brand int Dur (in de Dör) käken Bast; WiWismar@PoelPoel. 2. Verletzung durch Brand, Brandwunde: de heite Brand Staak in Pld. Heim. 1, 43; RoRostock@KlockenhagenKlock; die Volksmedizin empfiehlt zahlreiche Mittel dagegen, z. B. die Blätter der aloe arborescens (s. Brandbom); die Bezeichnung Brandlok (s. d.) für sempervivum tectorum läßt auf gleichen Gebrauch schließen (vgl. Me. 1, 504); die herrschende Auffassung, daß die Bildung von Brandblasen durch sofortige Berührung mit einem heißen Gegenstand verhindert wird, spiegelt sich in der Stillformel wieder: 'Maria ging über 's Land, Einen Brand trug sie in der Hand, Brand du sollst ausrügen Und nicht einkriegen' Jb. 5, 102; in der magischen Krankheitsbehandlung spielte das Bestreichen mit einer Totenhand eine gewisse Rolle: Wo hoch is de Häben? Wo krus is de Kräft? Wo kolt is de Degen, Wo kolt is de Dodenhand? Damit still ick den Brand Schum. Ged. 63; Hoch is de Heben, Kolt is de Degen, Kolt is de Dodshand, Damit still ich dissen Brand und ähnl. Bartsch 2, 387; Jb. 5, 102; Staak Krankh. 65 ff.; Arch. Landesk. 14, 518; Wo. V. 3, 578; de kolle Brand bezeichnet den Krebs Staak in Pld. Heim. 1, 43; eine Geschwulst Krankh. 294; auch Entzündung von Wunden, Absterben von Körperteilen; Segen gegen diese Krankheitserscheinungen: 'Christus ging übers Land Und fand einen Stab, der war verbrannt, Damit still ich Hilg', Ros' und kalten Brand' Staak Krankh. 68b, öft.; übertr. von schlechten Karten: dee hebben den kollen Brand Gü Güstrow@BützowBütz; eine durch Brandpilze hervorgerufene Getreidekrankheit: Brand Mi 11a; Drev. Acker 293; Land. Ann. 1813, S. 174; Leng. Landw. 2, 179; dat Flass möt weid't warden, süs sleiht de koll Brand dortau HaHagenow@BelschBelsch. 3. in Verbindung mit Adj. wie branddüer, -düchtig (s. d.) verstärkend, indem die eigentliche Bedeutung oft ganz zurücktritt. In FN. wie: im Brande, Brandbarg, -brauk, -dik, -holtsblock, -horst, -koppel, -kul, -müssen, -muur, -slagg, -soll, -stück, -wisch bezeichnet Brand entweder Rodung durch Feuer, oder es bezieht sich auf ehemalige Meilerstätten oder Ziegelbrennereien. Zss.: Af-, Dun-, Flogg-, Füer-, Höllen-, Hunger-, Kugel-, Kuurn-, Schir-, Üder-, Wäuhlbrand. — Mnd. brant m. — Dä. 54a; Me. 1, 503; Schu. 10.
5920 Zeichen · 110 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    brandst. M. (a?) (i?)

    Köbler As. Wörterbuch

    brand , st. M. (a?) (i?) nhd. Brand, brennendes Scheit, brennendes Holzscheit, Feuerbrand ne. fire (N.), torch (N.), pie…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    brandM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    brand , M. Vw.: s. brant

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Brand

    Adelung (1793–1801) · +10 Parallelbelege

    1. Der Brand , des -es, plur. die Brände, von dem Verbo brennen, in dessen beyden Gattungen. 1. Derjenige Zustand, in we…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Brand

    Goethe-Wörterbuch

    Brand Die verhältnismäßig große Zahl von etwa 150 Belegen, davon 2/3 in Bed 1 a (vgl auch die Kompos u brennen 1 a β), s…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Brand

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +9 Parallelbelege

    Brand ist für den einzelnen Theil des thierischen Organismus das, was für den ganzen Organismus der Tod ist — der Ueberg…

  6. modern
    Dialekt
    Brand

    Bayerisches Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    Brand Band 3, Spalte 3,46–52

  7. Sprichwörter
    Brand

    Wander (Sprichwörter)

    Brand 1. A niade 1 hat an Broand ein Oa'sch, brinnt e' nit, so schmöcht 2 e'. ( Innsbruck. ) – Frommann, VI, 39, 69. 1 )…

  8. Spezial
    Brand

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Brand m. (-[e]s, Brände) 1 (Feuer) füch (füc) m. , medefüch m. 2 (Verbrennung) combustiun f. 3 ‹fig› (Leidenschaft) ardu…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brand

837 Bildungen · 723 Erstglied · 110 Zweitglied · 4 Ableitungen

brand‑ als Erstglied (30 von 723)

brand · 50+ Belege

KöblerAfries

brand 50 und häufiger , st. M. (a) nhd. Brand, Brennen, Feuerbrand, Niederbrennung, Brandwunde ne. fire (N.), combustion, burn (N.) Vw.: s. …

Brand(e)leⁿ

Idiotikon

Brand(e)leⁿ Band 5, Spalte 682 Brand(e)leⁿ 5,682

Brand(ërdeⁿ)

Idiotikon

Brand(ërdeⁿ) Band 1, Spalte 437 Brand(ërdeⁿ) 1,437

Brandacker

SHW

Brand-acker Band 1, Spalte 1065-1066

Brandader

SHW

Brand-ader Band 1, Spalte 1065-1066

Brandbinde

SHW

Brand-binde Band 1, Spalte 1065-1066

Brandblase

SHW

Brand-blase Band 1, Spalte 1065-1066

Brandblater

SHW

Brand-blater Band 1, Spalte 1065-1066

Brandbrief

SHW

Brand-brief Band 1, Spalte 1065-1066

brandeln

SHW

brand-eln Band 1, Spalte 1065-1066

Brandgeruch

SHW

Brand-geruch Band 1, Spalte 1065-1066

Brandgiebel

SHW

Brand-giebel Band 1, Spalte 1065-1066

Brandkasse

SHW

Brand-kasse Band 1, Spalte 1065-1066

Brandkiste

SHW

Brand-kiste Band 1, Spalte 1065-1066

Brandkraut

SHW

Brand-kraut Band 1, Spalte 1065-1066

Brandlappen

SHW

Brand-lappen Band 1, Spalte 1065-1066

Brandmal

SHW

Brand-mal Band 1, Spalte 1065-1066

Brandmauer

SHW

Brand-mauer Band 1, Spalte 1065-1066

Brandmauke

SHW

Brand-mauke Band 1, Spalte 1065-1066

Brandplatte

SHW

Brand-platte Band 1, Spalte 1065-1066

Brandplatz

SHW

Brand-platz Band 1, Spalte 1065-1066

Brandreite

SHW

Brand-reite Band 1, Spalte 1065-1066

Brandsalbe

SHW

Brand-salbe Band 1, Spalte 1065-1066

brand als Zweitglied (30 von 110)

abbrand

DWB

abbrand , m. ponderis metalli per purificationem deminutio, in der schmelzhütte, was vom erz beim brennen und ausschmieden am gewicht abgega…

Aufbrand

DRW

auf·brand

Aufbrand des Waldes zur Rodung 1634 BeitrNRh. 9 (1895) 156

Chirsibrand

Idiotikon

Chirsibrand Band 5, Spalte 678 Chirsibrand 5,678 M.

Der(r)brand

Idiotikon

Der(r)brand Band 5, Spalte 681 Der(r)brand 5,681

Eisenbrand

Adelung

eisen·brand

Der Eisenbrand , des -es, plur. die -brände, ein Nahme, der von einigen dem Magnet gegeben werden soll, weil er das Eisen an sich ziehet. Ma…

erdbrand

DWB

erd·brand

erdbrand , m. incendium subterraneum: fein silber, das dem silber im erdbrand abgangen ist. Mathes. 50 b . bildlich, er wollt es durchaus vo…

feuerbrand

DWB

feuer·brand

feuerbrand , m. torris: ich Paris, weil ich war ein richter, gast, fewrbrand, durch gailheit, lust und wut, gehaizet blind, bethörer. Weckhe…

Fërse(n)brand

Idiotikon

Fërse(n)brand Band 5, Spalte 679 Fërse(n)brand 5,679

Fǖrbrand

Idiotikon

Fǖrbrand Band 5, Spalte 679 Fǖrbrand 5,679

Gliederbrand

Adelung

glied·er·brand

Der Gliederbrand , des -es, plur. car. eine Art des Brandes oder vielmehr des Schlages, bey dem Rindviehe, welches vornehmlich die Glieder u…

hausbrand

DWB

haus·brand

hausbrand , m. : bedenkt ihr nicht, wenn eure rechnung voll, dasz nachbars hausbrand euch verzehren soll? Göthe 41, 267 .

Helle(n)brand

Idiotikon

Helle(n)brand Band 5, Spalte 679 Helle(n)brand 5,679

herzbrand

DWB

herz·brand

herzbrand , m. die krankheit des innern oder schwarzen brandes beim rindvieh.

Hildebrand

Adelung

hilde·brand

Hildebrand , ein alter Deutscher Vor- und Zunahme des männlichen Geschlechtes. Die erste Hälfte ist das Longobard. Hilde, Huld, Anmuth, oder…

Ableitungen von brand (4 von 4)

brande

MNWB

bernewîn (brande , brante , brende wîn) , m. , Branntwein.

erbranden

DWB

erbranden , wie branden: ich höre fern das ungeheure meer an seine ufer dumpf erbrandend stoszen. Schiller 498 a .

verbrand

DWB

verbrand , m. von verbrennen gebildet, wie brand von brennen ( s. theil 2, 294), ' dasjenige, was man als ein nahrungsmittel des feuers gebr…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „brand". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/brand/meckwb
MLA
Cotta, Marcel. „brand". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/brand/meckwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „brand". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/brand/meckwb.
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