auf-machen: 1. etwas (sich) a., in die Höhe bringen, aufrichten, oben festmachen, in bestimmten Verb. a.
sech de Hor opm. (met dem Opkammb) die Haare aufstechen, frisieren Rip, SNfrk verbr.;
dem han se gehüreg der Steətz (Sterz)
opgemät ihm einen Verweis erteilt Rheinb-Meckenh (
s. Sterz);
de Ling (Leine)
opm. die Karrenleine, die über die Heukarre geschlungen wird, in einem vielfältigen Ringe zusammennehmen u. das Ende in der Mitte drum binden Gummb;
Stöcke opm. Webstücke rollen MGladb.
Die m. er diesen Ovend noch enen op sie gehen zum Tanzboden Kemp-SPeter.
Do es her wer am opm. am prahlen Monsch-Witzerath.
Der Scheffe hot ufgemach (angedeutet),
dann un d. däht geliwwert were Hunsr.
Von lauder Of- on Drommache es et kabud gang ebd. — b. Kleidungsstücke a., nicht mehr brauchbare Teile aussondern, Zerknittertes wieder hoch bringen, Falten herausbringen, die Vorstellung des ‘Wiederhochbringens’ ist vorherrschend;
enen Hot, en Kled, en Matratz, en Beld opm.; wenn ech dat Kled op neuts (von neuem)
opgemach han, ös et widder schün Rip, Nfrk. — Eine Ware a., schön herrichten u. ausstellen oder verpacken;
got opgemäck es holf verkoch (verkauft) Kemp-Waldniel. —
De Botter opm. den Butterkloss mit allerhand Figuren verzieren Rees-Elten Stdt. — Mit persönl. Obj.,
enen (sek) opm. herausputzen Heinsb-Bocket, Mörs-Birten, Klev-Kranenbg. — c. Gras, Heu, Flachs (Hanf) a., mit dem Rechen zusammenharken u. auf Haufen (Hausten) setzen;
geh, mach dat Hei of, et get e Gewidder! Mosfrk, Ottw-Hirzw;
det Koarn opm. den Roggen zu
Riddern binden u. aufstellen Siegld, ONeuw;
de Bösche opm. Schanzen binden u. aufstapeln Siegld. —
d. et Bett ofm. das gedroschene Getreidebett schütteln u. zu Bauschen binden Altk-NFischb, Daun-Esch, May-Trimbs, Bo-Wesseling, Saarl-Differten;
mir han sechs Quarten ofgemach soviel mit der Maschine gedroschen Saarl-Berus;
et moss opgemach werde das gedroschene Getreide rein gemacht werden Daun-Bernd Strohn. — e. Kartoffeln a., zwischen ihnen mit einer Hacke Furchen ziehen u. Erde um sie aufhäufen Sol, Bernk-Haag; ein Feld a., beackern Bitb-Betting. —
f. Getreide a., aufs Sieb, auf die Wanne bringen u. von der Spreu reinigen;
mir han got ofgemacht Kobl-Kettig, Erk-Doveren, Heinsb-Karken. — g. gegorenen Teig a., aus der Mulde ausheben, auf den Wirktisch bringen u. zu Broten formen;
hät de Deg genog gedrevve, dann wiərd (e) opgemät Eusk-Dirmerzh, Siegld, Mettm-Velbert Wülfr, Mörs-Birten, Klev, Rees-Bislich. — h.
Band opm. Seidenband mit der Maschine zur Puppe aufdrehen
[]Kref. — i. ein Spiel a., aufs Tapet bringen, in der Wend.:
dat as en opgemajcht Spiel abgekartete Sache Bitb-Mettend. — k. etwas a., draufmachen, verschwenden;
de mäckt alles op, — sin Kleder op nutzt sie ab SNfrk, Klevld, Sol. — l.Geld a., sparen u. zinstragend anlegen Neuw-Asb. —
m. sich a. α. zu einem Gange, einer Reise aufbrechen, bes. bei grossen Reisen, bei Eile, dringenden Angelegenheiten, aus einer Gesellschaft spät nach Hause gehen;
ech moss mech morge fröh bei Dag opm., wann ech de Res gedohn han well; mer han genog gekallt (geredet),
jetzt hesch et sech opm. Rip, Allg. — β.
et Wer (Wetter)
mät sech op heitert sich auf Bergh, Rip. — 2. etwas a. ‘Gebundenes, Geschlossenes, Verknüpftes, Geflochtenes, Verwirrtes öffnen, neben’ auftun (ohne viele Anstrengung), das gewöhnliche Wort für ‘öffnen (mit einer gewissen Kraftanstrengung)’, das der MA. fehlt, das Resultat wird durch
opgebracht bezeichnet Allg. bis zur nfrk.
op/oəpen- L. (
s. offen). RA.:
Do machen se in Kölle noch ken Finster für op das ist nichts Besonderes MülhRh.
Mach de Dir of, däss de Melch net fortläft! wenn die Milch überkocht Birkf.
Mach kä Hinnerdirche of! keine Ausreden Hunsr.
De hot de Kappesbit (Bütte mit Sauerkraut)
ofgemach er hat gefurzt Bernk.
Mach de Mul doch op! sprich doch Rip, Allg.;
die micht et Maul nor of, vor se schänne Hunsr.
Mak de Ohren beter op! höre besser zu Nfrk. — In bestimmten Verb.
De Er (Erde)
ofm. auflockern um junge Pflanzen herum Siegld;
ofgemach Land gerodet Birkf;
de Bahn opm. den Schnee wegschaufeln Jül-Tetz;
en Schlidd opm. Eisbahn anlegen Malm-Vith;
de Gass opm. die liegenden Getreidegarben so bei Seite legen, dass der Erntewagen dazwischen stehen kann Bergh-Hüchelhv;
de Wiese gen ofgemacht zur Weide freigegeben Mosfrk;
de Wei (Weide)
wird för et Vieh opgemäck SNfrk;
en Geschäf opm., en neu Wirtschaf opm. eröffnen Rip, Allg.