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zapfen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zapfen m.

Bd. 31, Sp. 258
zapfen, m. , form: die ältere nominativform zapfe heute noch volkssprachlich im nichtapokopierenden Mitteldeutschland, litterarisch stets bei Luther und bis ins 18. jh. gebräuchlich; die durch e-abfall entstandene form zapf, in Oberdeutschland seit der mitte des 16. jhs. nachweisbar, bedingt gelegentlich starke formen, so einen dat. zapf Baggesen poet. werke 3, 212, einen pl. zäpfe Steinbach 2, 1071; der pl. zäpfen heute in der bair. mda. aus der seit ende des 15. jhs. bezeugten nominativform zapfen (ältester beleg bei Braunschweig chirurg. (1497) 70a ergiebt sich für den gen. die neue endung -ens, welche seit dem letzten drittel des 16. jhs. auftritt. kaum noch begegnet umlaut (oder altes ë? vgl. österr. mdaa.) als fortsetzung des ahd. zepfo, mhd. zepfe, so zAepffen pl. Dannhawer catechismusmilch 2, 35. ein gemeingermanisches wort: ahd. zapho, ags. tæppa, mnd. tappe, md. zappe, altn. zufällig nur als verbum tappa belegt; vom ahd. aus als zaffo ins ital., von der unverschobenen form aus als frz. tape, tapon, span. tapon entlehnt. zu einer germ., im idg. unbezeugten wurzel tab-, tapp- (aus tabn), deren bedeutung tappen, tasten, zupfen, sich eilig bewegen ist. bedeutung: germ. tappan- ist in magischer benennung, wie sie bei geräthenamen häufig ist (beispiele bei Wilmanns 2 § 152, 1), ursprüngliches nomen agentis mit der bedeutung 'zupfer', 'zieher' (nach jetziger sprachauffassung passivisch als 'der gezogene' zu empfinden) und name des holzpflocks, womit die Germanen das ausfluszloch ihrer holzgefäsze öffneten (diese etymologie schon bei Eberhard-Maasz synonymik3 6, 231). zur gleichen wurzel gehört zappeln zappeln, zäpfeln refl. sich eilen, streiten, putzen, md. tappen zupfen, tappen tappen. auch zopf und zipf, zipfel stehen nahe. die j-bildung germ. *tappjan-, ahd. zepfo, mhd. zepfe besitzt die eingeschränkte, bereits abgeleitete bedeutung traube, rispe, ähre. die lat. wbb. übersetzen das den Romanen fremde geräth etymologisch richtig mit duciculum, ducibulus, dulcitrum Diefenbach n. gl. 142a, 192a, asciculus ein zapffen, daran etwas herumbleufft Corvinus 102, wogegen epistomium, obturaculum, obturamentum Maaler 512b, Frischlinus nom. 302, Calepinus 487b, dict. nominum verborumque v. 1620, 57b, Steinbach 2, 1071, Frisch 2, 464b den vorgang des verstopfens, zustoszens benennen; obthuramentum, womit man etwas zustosst, ein zapff Corvinus 426, ebenso Frisius 900a. s. auch Steinmeyer 3, 156, 49 f., 214, 24; 645, 2. für den holzpflock zur verbindung von holztheilen tritt zapfen erst als ersatz des ursprünglichen ausdrucks döbel, dübel (th. 2, 1198) auf, s. M. Heyne d. altd. handw. 14. 11) der zapfen eines fasses, einer tonne oder anderer gefäsze und von röhren, ein kegelförmiger holzpflock, der gelockert wurde, so dasz die flüssigkeit an ihm herumflieszen konnte. die alten fässer hatten nur eine obere öffnung zum zu- und abfüllen M. Heyne hausaltertümer 2, 365; erst später wird ein kleineres loch für den unteren theil des faszbodens angebracht, um mittels eines besonderen längeren zapfens, des laszzapfens (laszzapff Dasypodius germ.-lat. (1537) G g g 8a), wein zu entnehmen; bald aber wird ein hölzernes leitungsrohr mit einer drehbaren vorrichtung zum öffnen und verschlieszen, wofür der name pipe aus mlat. pipa wasserrohr und das wort han (s.hahn th. IV 2, 164, 8) aufkommt, eingeführt, ebda 366. die wbb. haben hierfür auch den griech. ausdruck clepsydra (clepsydra han vel bipp Diefenb. 127a (von 1429), nov. gl. 96b), auch emissarium Diefenb. 200c; mit amicinum mundstück eines weinschlauchs wiedergegeben Diefenb. 30b, nov. gl. 20. 1@aa) eigentlich als voller nach unten verjüngter runder holzstöpsel vom bier- oder häufiger, weil in Süddeutschland der weingenusz überwiegt, vom weinfasz; der z. wird gewöhnlich herausgezogen: zohe ein zapffen usz einem fasz und liesz im (sich) den wein usz J. Pauli schimpf u. ernst 227 lit. ver.; zuckten haimlich die zapfen von den fassen Knebel chron. v. Kaisheim 449 lit. ver.; den zapfen ziehen dolium epistomio aperire Stieler 2599; noch bei Gaudy s. w. 13, 83 ; übertragen: es ist ein mann, mit dem sich gut reden läszt, und ich habe die zapfen meiner gefäse, wie er angeklopft hat, gar freundlich ausgezogen und mir auch dagegen von dem seinigen reichen lassen Göthe IV 4, 89 W.; ausgezogen auch: saufft sich voller weins und verleurt den zapfen zum fasz J. Frey gartenges. 10 lit. ver.; nur gelockert: drehte den zapf und spund G. Freytag ges. w. 1, 281; gewaltsam abgeschlagen bei Montanus schwankb. 12 lit. ver.; übertragen: mit der ohrfeige hatte ... der melker dem mädi den zapfen aus dem redefasz geschlagen und heraus sprudelte eine zornesflut Gotthelf ges. schr. 3, 189; von innen ausgestoszen wird der z.: der junge most vergOert im hausz und stOeszt dem fasz den zapfen aus Zend. a Zendoriis teutsche winternächte 342; übertragen (auch von innen!): Christus stoszet dem fasse den boden, zcappen und reyffen aus Luther 29, 130 W.; Görres ges. br. 3, 175; beschrieben im allgem. haush.-lex. 3, 784; Chomel öc. u. phys. lex. 8, 2383; s. Adelung2 4, 1653, Campe 5, 812b; Diefenb. s. v. broca 82a. 1@bb) verschlusz anderer holzgefäsze wie tonnen, zuber, bottiche, welche oben offen sind und meist nur im boden eine abfluszöffnung besitzen: eine jede (bütte soll) ... ein zapffenloch haben, darein ein hültzern zapffen ... gesteckt kan werden L. Ercker beschreib. all. mineral. ertzt 127b; das ander ende band ich an den zapffen eines bauch-zubers Grimmelshausen Simplic. 131 ndr.; von einer feuerspritze Göthe IV 10, 58 W.; von hölzernen waschgefäszen und bottichen für die bierbrauerei und essigfabrikation u. a. S. Fr. Hermbstädt grdr. d. technologie 232. 400. 405. 439. 449 f. 476; von der salzsiederei: durch ausziehung zweyer in solchen kahne ... steckenden langen höltzernen zapffen die sole ... laufen lassen Fr. Hondorff das saltzwerk zu Halle 30; von der gieszerei: stoszt den zapfen aus! Schiller 11, 310 G. 1@cc) verschlusz von röhren: den zapfen der prunnrœren öffen Lexer 3, 1030; an der flöte: J. J. Quantz anweis. die flöte zu spielen 27; häufig verschlusz des teichgerinnes, durch welches dieser abgelassen wird, während die fluter die wasserhöhe selbsttätig regeln: der grOeste unkosten so auff die weier gehet, ist die unterhaltung der grAeber und wassertAemme, sampt seinen zapffen Sebiz feldbau 466; teichzapfen pila Stieler 2599; von gefaszten quellen bei Göthe IV 23, 10 W.; ebda III 3, 234; bildlich: und alledem willst du den zapfen vorstecken und das glück an der quelle verstopfen? G. Keller ges. w. 6, 283. — eine neuere vorrichtung, striegel, beschrieben bei J. Weisbach lehrb. d. ingenieur- u. maschinenmechanik 335; dafür oberbair. topf (th. XI1, 819); auch verschlusz einer zapfschleuse: tappe Lübben-Walther 399a. 1@dd) mit senkrechtem, drehbarem sperrstöpsel, der in der längsrichtung der röhre durchbohrt ist, versehene abfluszröhre, auch hahn oder krahn genannt, jetzt meist aus metall: der wîn ûz dem zapfen klinget Graff diut. 1, 316; zwo schnaussen odder rörlin ... wie an eim fasz der zapffe Luther 23, 565 W.; ebda 33, 436; der zapff ist klein und laufft gemach (als entschuldigung für das späte erscheinen des zapfers) Wickram 6, 144 lit. ver.; als zufluszvorrichtung: ain grosser mössiner zapf oder han, dardurch der sauerpronn in die deychel gelait wurde schwäb. 1553 bei Fischer 6, 1047. 1@ee) stöpsel auf flaschen und krügen; die belege meist bildlich gemeint: es ist ein rechter zapff für die fleschen (um zwei zu einander passende personen zu bezeichnen) S. Franck sprüchw. (1541) 1, 47a. 2, 10a; er war eben ein zapff fr dise flasch, dann faul eyer und stinkend butter gehOeren zusamen Fischart geschichtklitt. 69 ndr.; ders. pod. trostb. 78 H.; sonst noch oft bezeugt; A. Schellhorn sprichw. 68; Wander 5, 500; er ist ein rechter zapf auf diesen essigkrug aus Nas citiert bei Wander 5, 500; aber disem essigkrug haben die vermeinten evangelosen disen zapffen erdacht Joh. Nas antipapist. eins u. hund. 4, 355b; verschlusz eines irdenen destillierkruges Thurneyszer alchym. 18. 1@ff) alt mit bezug auf das verzapfen von getränken aus dem fasz: in berhusen, dar ber veyle is to deme tappen, dar de rode steket (als zeichen des ausschankes) Gosl. stat. 50, 31 bei Schiller-Lübben 4, 511a; laszt uns vor dem zapffen ligen bisz an liechten tag Moscherosch gesichte (1650) 2, 213; und wuchs disz jar so vil weins, dasz man das nachgeend jar zu dem zapffen feil fandt ein masz umb ein helbling so vil man wol S. Franck Germ. chron. (1539) 348b; meum est propositum in taberna mori, verdeutscht: ich will einst, bei ja und nein! vor dem zapfen sterben Bürger s. w. 50 Bohtz; die wirth ... und die andern, so allein unter dem zapffen den wein und bier ausschencken H. Guarinonius grewel 846; verziest sollten werden alle in fässern oder vom zapfen verbrauchten getränke handb. d. staatswiss.3 1, 22b; zum rinnenden zapfen nennt das volk in Österreich das unweit Wien gelegene stift Klosterneuburg, weil es viele weinberge besitzt J. Kell wanderungen in Österr. 42; das mensch, so vorm zapffen sitzen solte (um zu zapfen) Grimmelshausen 2, 417 Keller; der tanz dauert so lange, bis der zapfen fliegt (d. h. so lange bier vorhanden ist ...) F. M. Böhme gesch. d. tanzes 166; es war gut bier, aber der zapff ist ab, d. h. das fasz ist leer A. Gartner dicteria proverb. 49b. 93b; dagegen tap to! Doornkaat-Koolman 3, 393b vom ende des ausschanks (s. zapfenstreich); wein beim zapfen schenken in kleinen portionen verkaufen Stalder 2, 465; ebenso Fischer 6, 1047; vor'n tappen sitten von der magd, welche das bier bey kleinigkeiten auszapfet brem. wb. 5, 24; das fasz gehet am zapfen es wird ausgeschenkt Adelung2 4, 1653, Campe 5, 812b, vgl.fasz, das zu zapfen gehet dolium apertum Stieler 2599; unser leben ist gleich dem weine, der lange zu zapffen geht, wird endlich sauer G. Treuer deutsch. Dädalus 1, 78; das saur scherbier am zapffen Fischart binenkorb (1588) 223a (s. zapfenbier); mit bezug auf das schankrecht: ez sol auch chein litgaebe chainen zaphen haben des wins den er geliche git wan einen Augsb. stat. 194 bei Fischer 6, 1047; und das m. g. f. und herr einen zapfen ufgerichtet und gemeiner staidt einen gemeinen zapfen renischen wein ... zu schenken aus genaden wollen zulassen (1557) qu. z. rechtsgesch. d. stadt Marburg 1, 421; den tappen hawwen Bauer-Collitz wald. 103a; als nominativ dafür zapf noch jetzt üblich: obd. zapf ausschank (der zapf einer restauration ist zu verpachten) H. Paul wörterb.2 671a; den zâp brengt em vill ân (ein) seine schankwirtschaft geht gut lux. wb. 497; zapff heysset auch bey etlichen ein wirtshausz Duez germ.-gall.-lat. (1642) 2, 468a; voc. v. 1663 bei Schöpf tirol. id. 825. 22) seit ahd. zeit in umgelauteter form (doch weisen österr. mdaa. auf altes ë) für den blüthen- oder fruchtständer von pflanzen, ahd. zepho vel gebroz cithisis, zepphe citicum, frumentum vel genus fruticis Graff 5, 640, mhd. zepfe traube, rispe, ähre Lexer 3, 1060, zepfe vel gebroz, cithisis Diefenb. 124b, noch im bairischen: zepfen m. (von der tanne, dann traube, rispe, ähre) Schmeller 2, 1143, vgl. Fischer 6, 1125; sonst ohne umlaut: conus ein dannzapff Calepinus 333b; conus ... pro fructu pini, ein zapff oder zirbelnusz Corvinus 533; dannzapfen strobilus seu conus pineus Stieler 2599; am häufigsten von dem fruchtträger der tanne u. a. nadelbäume: wann man auch zapffen von kienholtz umb die bäum herumstecket, so verderben alle würm darvon M. Herr feldbau 138a; vom füchtenbaum ... die zapffen soll man mit keynem eisen auffprechen Sebiz feldbau 267; aus welchen gleichen je ein zirbel oder zapfe wächst Tabernämontanus kräuterb. 1373; von der tanne H. F. v. Fleming vollk. teutsch. jäger 394; W. Hauff s. w. 4, 329; Freiligrath 1, 114 und überhaupt allgemein; die fichte war in der Schweiz wie im Bodenseegebiet sicher vorhanden, was durch die zapfen und samen bezeugt wird Hoops waldbäume 87; ebenfalls von fichten Rosegger schrift. 1, 82; zirbelfichten ..., deren essbare mandeln in den pinienartigen zapfen aber selten reif werden Ritter erdkunde 2, 1035; von kiefern: die zapffen oder zicken von vorchenen baumen forstordnung Oberpfalz 1565 in Schwappach handb. d. forst- u. jagdgesch. 1, 415 anm. 18; D. F. Strausz schr. 6, 127; Freiligrath 6, 29; von cypressen Göthe III 1, 204 W.; von araucaria ders. IV 35, 273 W.; von arven Brehm thierleb. 1, 599 Pech.-L.; von lärchen allg. dtsche bibl. 3, 176; zapfe: heisset auch die schuppige frucht des tangelholtzes, nemlich der kiefern, tannen und fichten allg. haush.-lex. 3, 784; Chomel öc. u. phys. lex. 8, 2383; bilden die samenständer (der nadelhölzer) holzige zapfen oder scheinbeeren Schlechtendal flora v. Deutschl. 2, 4; in der mundart: Fischer 6, 1048, Seiler Basl. 323b; im niederdeutschen diese bedeutung unbekannt; auch für den blüthenstand des haselstrauchs Birlinger wb. z. volkstüml. 95 (schon mhd. haselzapfe); vom walnuszbaum: solcher baum bekommt im anfang des frühlings oder lentzen lange zAeszlichte zapffen Hohberg georg. cur. aucta 348a; für den maiskolben G. Chr. Lichtenberg briefe 3, 2; Schmeller 2, 1142, Martin-Lienh. 2, 910b. 33) infolge der ähnlichkeit der gestalt auf herabhängende oder herausstehende gebilde übertragen. 3@aa) sehr verbreiteter name für das zäpfchen, die uvula, im munde des menschen (nd. dafür hûke f.), uofür aber meistens das diminutiv (s. d.) gebräuchlich ist: uvula ... der zopf (!) oder zäpfflein im halse Corvinus 1021; sie verlor durch ihre unersättlichkeit (im liebesgenusz) beynahe den zapfen d. Leipziger avanturieur 1, 188; Chr. Reuter Schelmuffsky 95 ndr.; der zappen ist mir gefallen Chr. Weise niederl. bauer V 6 (zs. f. d. wortf. 2, 35); die alte ... frau ... 'hob die zapfen' Gutzkow ges. werke 1, 99; Campe 5, 812b; lux. wb. 497a; Hönig 206b; Hentrich Eichsfeld 3; seltener für den adamsapfel: Martin-Lienh. 2, 911a. 3@bb) für andere anatomische gebilde; für das männliche glied: zfasznacht leicht er mir sein zapffen (obscön) Keller erz. 186 lit. ver.; vgl. und legen einen hültzern zapfen (eines fingers dick und lang, so hinten zu ende geschnitten mit zweyen runten kügelein, nach der gestalt eines männlichen gliedes) daselbst nieder Chph. Arnold wahrhaft. beschreib. (1672) 329; Follmann lothr. 553a; Unger-Khull 641a; vgl. den personennamen Wackerzapf, der wie Wackernagel obscön gemeint war; dazu zapfen lues venerea Schmeller 2, 1142 ? von sonstigen fleischigen oder knöchernen gebilden: der körper oder ... die fortsetzung des zapfens des hinterhauptsstücks ist am dicksten und stöszt ans riechbein Sömmerring vom baue des menschl. körpers 2, 46; auch 5, 716 u. 7, 184; in den nasenlöchern der seeadler J. A. Naumann naturgesch. d. vögel 1, 225; an der zapfenqualle Oken allgem. naturgesch. 5, 209; für den grundstock des gehörns der säbelantilope Brehm thierleben 3, 372 Pech.-L. 3@cc) eiszapfen: stiria Calepinus 1384a; ihr zapffen, die im fall, gefroren werden wie crystall G. Treuer dtsch. Dädalus 1, 436; doch denke, ... dass, wie ein zapffen eiss zu einer ofen-krücke sich dieses carmen auch zu deinem abschied schicke J. Chr. Günther ged. 419; wenn eis am dach in zapfen hängt Herder 25, 55 S.; die langen eisgen zapfen O. Ludwig ges. schr. 1, 47; die zapfen (von eis) hol der teufel! den zapfen (zum schenken) lob ich mir Freiligrath ges. dicht. 1, 71; noch ungefroren: von seiner (des Rheins) nasen und bart flieszen vil wasserzapfen lang und klar R. Weckherlin 1, 100 lit. ver. 3@dd) mineralogische gebilde von langer kegelförmiger gestalt: wie der zapff von dem salpeter Paracelsus chir. (1618) 85; L. Fronsperger kriegsbuch 1, 155a; zu Goszlar findet man gantze selbgetroffne zapffen an den farten, damit man schwertzet und ferbet Joh. Mathesius Sarepta 123a; basaltausbrüche ... hat man mehrmals in schmalen zapfen endigen sehen A. v. Humboldt kosmos 1, 270; an der lava Göthe III 1, 333 W.; die hangenden gebilde in tropfsteingrotten II 10, 40 W.; ich war in einem dunstigen gemach, langsame tropfen glitten von den wänden; ... was mögen diese langen zapfen sollen? Droste-Hülshoff werke 2, 101; Hirschfeld gartenk. 3, 85; danach benannt: stark gefärbtes glas wird auch in form von stangen, zapfen genannt, in vorrat gehalten, um nach bedarf durch zusatz desselben bestimmte farbentöne in der glasmasse ... zu bilden O. Leneček gewerbl. materialienkunde 314. 3@ee) einjährige triebe der weinreben, die man auf 2—5 augen schneidet, während die gerten lang gelassen werden Martin-Lienh. 2, 910a; Fischer 6, 1048; Krünitz 241, 22; kurze zapfen, schöne trauben Wander sprichw.-lex. 5, 500. — auch die pflanze prunella vulgaris, die als z. oder mundfäulkraut bezeichnet wird C. A. Fechner erkl. volksth. pflanz. 10; österr. Pritzel-Jessen 69b. 3@ff) die tropfenartigen zierate am gesims und fries der dorischen tempel, lat. guttae: Chomel öc. u. phys. lex. 8, 2383; auch: eine ... herme, versehen mit zapfen und einem untersatz Ed. Gerhard akad. abh. 2, 568. 44) der ursprünglich hölzerne pflock, durch welchen holztheile in geräthen miteinander fest verbunden werden, an die stelle des ausdrucks döbel, dübel (s. vorn u. th. 2, 1198) getreten; darum diwel-z. Follmann 553a; beschrieben bei Kregenow-Samel gerätkunde 2, O. Leneček gewerbl. materialienkunde 445; vgl. Campe 5, 812a; zween zapffen sol ein bret haben, das eins an das ander müge gesetzt werden Luther 2. Mos. 26, 17; ebenso Zürcher bibel von 1531 a. a. o.; ein zapfen in dem bret. der aufrecht auf dem bret stat ... von dennen holtz H. Braunschweig chir. (1497) 70a; an das überbliebene theil des bodens wird ein bretlein hinden mit zweyen zapffen ... bereitet J. C. Aitinger jagd- u. weidbüchlein 194; holzpflöcke zwischen quadern C. Ritter erdk. 1, 708; spöttisch vom zimmermann: grosse löcher, kleine zapfen Fischer 6, 1047; broca Diefenb. 82a; broche Duez nomencl. 93; troces (statt proceres, 461b) balk-zappe Diefenb. 598c; hölzerne balkenzapfen paxilli Stieler 2599; jetzt aus dem holz an der berührungsfläche herausgeschnitten; ferner zur loseren verbindung, zum aufliegen oder zum drehen, am ende eines körpers angebracht und in ein loch oder lager des anderen körpers hineingepaszt, aus holz oder metall: auff das die laden mit der püchssen leychtlich zu bewegen sey, sol sie ... unden in der mitt einen runden eysznen starcken zapffen haben A. Dürer underricht F 2a; an wellen, uhrrädern: item 4 m. ane 1 ferto vor 15 zappen zu den wellen (an einer mühle) d. Marienburger treszlerbuch 11 Joachim; ebda 118; beschrieben bei Poppe encyklop. d. ges. maschinenwesens 5, 589; Krünitz 241, 20; Beil technol. wb. 1, 666; F. Th. v. Schubert verm. schr. 4, 331; Chomel 8, 2383; vgl. Campe 5, 812b; Fischer 6, 1047; zu beiden seiten am hinterende des geschützrohres, womit dieses in der lafette liegt, schildzapfen: die pfannen (der lafette), worein die zapfen (des rohrs) kommen v. Fleming vollk. teutsch. sold. 61; auch an büchsen und gewehren: als diser künig Jacob belagert das schloss, ... sprang auss einer grossen büchsen ein höltzerner zapffen Münster cosm. 118; die frei hervorstehenden vorsprünge an gegenständen: es waren unten an jedes (brett) zween zapfen gemacht und unter den zapfen füsse von silber gegossen Bodmer Noah 14; statt des ... pfeilers machte man eine (figur) von holz ..., welche auf einen zapfen gestellt wurde Vieth encyklop. d. leibesübungen 1, 271; ähnlich A. Furtwängler beschreib. d. vasen Berliner museen 154; die ... seitenbretter sind durch bewegliche zapfen mit zwei pfosten verbunden Göthe II 5, 1, 78 W.; die zapfen, an denen man die steine transportirt, sind an den stufen des tempels nicht weggehauen ders. 31, 153 W.; dieser zapfen war an einem stückchen leder befestigt H. Seidel Leberecht Hühnchen 145; vgl. C. Hennenberger preusz. landtaffel 11 ; ebenso allgem. haush.-lex. 1, 204a; morgensternartig mit zapfen besetzt Ratzel völkerk. 2, 44; vom drehbaren zapfen des wunderpferdes in 1001 nacht G. Chr. Lichtenberg verm. schr. 2, 383; une cheville, ein zapff, ein höltzerner nagel Duez nomencl. 77; vgl.zapfenbrett; auf bergwercken ist es das unterste ausgehauene ende der schachtstempel Chomel öc. u. phys. lex. 8, 2383; Minerophilus bergwerckslex. 772; schon bei G. Junghans gräublein ertz (1680) F i i j b; die kapitelle ... haben ... sichtbar zu machen, dasz die säulen das gebälk tragen und nicht wie zapfen hineingesteckt ... sind A. Schopenhauer w. 2, 484 Gris.; bildlich vom verfall der Straszburger hochschule der ghbel oben auch will nicht mehr auffrecht bleiben; die rgel lassen nach, die zapffen faulen ab Rompler v. Löwenhalt erst. gebüsch s. reimgetichte 99. 55) verschiedenes: 5@aa) suppositorium, stuhlzäpflein, pfropf zur beförderung des stuhls (meist als dimin., s. d.); für offene wunden: tappen van heyden (heede, werg) Gothaer arzneibuch 96 Norrbom; in die nase: nimm ... das wisz von eim ey und schlage das under einander und mach dorusz zapffen mit baumwollen, und stosz die in die naszen Gersdorff wundarzn. (1517) 30a, vgl. Martin-Lienh. 2, 911a (schlisszäpfel). pessarium: hirtzen marg ... in seyden eyngewicklet, gerüstet wie ein zapff, und in die scham der weyber gethon, sol wunderbarlich ir zeyt hAerfür bringen Forer Gesners thierbuch 82a; das saugläppchen der säuglinge, der schnuller: Birlinger wb. z. volkstüm. 82; s. Martin-Lienh. 2, 911a (nullen-). 5@bb) durch den begriff des zupfens aus einer masse entsteht der sinn handvoll, bündel, schütte stroh, wisch (schwed. tapp), das büschel wolle (schwed. tapp, frühnhd. zappe f. zotte Götze gloss.2 234a, zappen m. klumpen mist, haar [Rhön] Schmeller 2, 1142, grobe wolle N. Frischlinus nomencl. 63); vgl. e und zopf II 2, th. XVI, 79. 5@cc) nach der gestalt: eine art fastnachtsküchlein, teigklöszchen Martin-Lienh. 2, 910b; Follmann 553b; papiertüte mit zuckerstaub Martin-Lienh. 2, 911b; Krünitz 241, 22. 5@dd) übertragen: das monatliche oder vierteljährliche gehalt eines beamten Seiler Basl. 323b. 5@ee) die wurzelverwandtschaft mit zopf ersichtlich aus folg. angaben: z. ... bedeutet etwas das steiff anstehet, und ist eben das wort zopf erklärt Diedr. v. Stade in den erläuter- u. erklärung 176 zu 2. Moses 26, 17; ein baum ..., von seinem stamm bis in den zapf ist nie ein kegel allg. d. bibl. 88, 14; dithmars. tapp zopf brem. wb. 5, 24; vgl.zapfen ende eines (schacht-)stempels (ob. 4). 5@ff) ebenso mit zipfel zusammengehörig: zäppen zipfel z. b. an einem halstuch Kehrein 1, 451; Schmidt westerw. 336; zâp handzipfel lux. wb. 497; zapfen zacken am haubenband Fischer 6, 1048. 5@gg) nd. he krigt sinen (richtigen) tappen (af) er fällt dabei herein, bekommt seinen denkzettel (Woeste 268a, Mi meckl. 92a, Fr. Reuter 2, 39 [Wismar 1885] u. ö.), vgl. meckl. de kann ok kenen gahn laten, he gifft jeden sinen tappen mit und enen tappen anhängen zu ostfrs. tap schlag, klaps, mengl. tappen leicht schlagen; dagegen nd. taps tölpel, ungeschickter kerl zu nd. tappen ungeschickt u. vorsichtig auftreten, tappe pfote u. mnd. tapen tappen. diese bedeutung hat auch das hd. z., vgl. frühnhd. baurenzapfe bauernlümmel; heinz, es frantzosischen zapfen in Leyptzig! he, ihr ...! J. J. Schwabe volleingeschancktes tintenfässl 15; zappen einfältiger mensch Unger-Kh. 641a, Follmann 553, wogegen z. dicker knirps von zapfen ausgeht; auch als personenname Zapf, Zapp, Zepp u. ä. häufig (Kehrein 3, 113, Fischer 6, 1048); in der soldatensprache zapf feldwebel O. Mauszer 15. 66) übertragen aus dem gebrauche von nr. 1 a für trunkenbold reich bezeugt, eigentlich 'vollgesogen wie der zapfen des fasses', daher meist mit voll; im nominativ stets in der kurzform; (meist nur obd.) belege vom 16. bis anfang d. 18. jhs.: der kerner ist ein voller zapff, füllt sich im wirthshauss wie ein krapff H. Sachs 9, 14 lit. ver. u. öft.; es ist ein huffen voller zapffen, die nüt dan alles unglück schaffen schweiz. schauspiele 2, 203 Bächtold; durch Selim ein vollen zapffen Fischart discours F III b; S. Franck trunkenheit F 4 b; A. H. Bucholtz Herkuliskus 5; ein voller z. ligt stets im luder und wirtshauss H. Guarinonius grewel 15; Seb. Münster cosm. 236; lasz mich ongfitzt, du voller zapf N. Frischlin dtsche dicht. 125 lit. ver.; voller zapff, der allem wollust, frässerey und büberey ergäben ist, asotus Maaler 512b; ein voller zapf redet die wahrheit in vino veritas Dentzler 1, 866a; md.: die vollen zappen theatr. diab. 1, 252b; Ringwaldt d. laut. wahrh. 66; jüngster beleg (-pf) bei P. F. Sperling Nicodemus quaerens (1719) 2, 475; seltener mit unflectiertem adj.: der vol zapff Wickram 3, 107 lit. ver.; Fischart geschichtklitt. 88 ndr.; bekommen toll voll zapfen zu männern J. Herold christ. ee inst. 169a; voll zapfen nom. pl. ebda 169b; vollzapf Stieler 2599; auch Adel., Campe. dann auch den vollen viehischen zapffen H. Guarinonius grewel 106 und ohne voll, wobei der sinn aus dem zusammenhang hervorgeht: so macht der zappf dann glunck glunck glunck Seb. Brant narrensch. 78 Z.; den bezechten zapfen Harsdörfer frauenz.-gesprechsp. 2, 94; er muss ein zapff oder toller esel bleiben Paracelsus op. (1616) 2, 463; Adelung 4, 1653; Campe 5, 812b; Fischer 6, 1048 (auch wein-, bierzapfen); vgl. voll wie e zapfen Martin-Lienh. 2, 910b; übertragen: zapfen rausch Schöpf tirol. id. 825; Unger-Khull 641a. 77) redensarten, sprichwörter und bräuche: zu nr. 1 ae: ein grosser z. passt für kein kleines loch Wander 5, 500; zu nr. 1 f: wo der feile z. steht, da hat jeder gleiches recht im wirthshaus gilt hausfriede ebda; das bier und der wein folget dem z. J. Agricola sprichw. F IVb, öfters; wirte und huren bezahlt man vor dem z. d. h. vor dem zapfenstreich Seiler dtsche sprichwörterkunde 376; am z. sparen und am spundloch wieder herauslaufen lassen Wander 5, 500, allgemein; de suge is mit dem tappen weggelopen 'er hat banqueroutiret. die rda. soll daher kommen, dasz jemand das zapfloch mit einer wurzel zugestopft, die ein schwein weggefressen, worauf das bier ausgelaufen' Strodtmann id. Osn. 242; das bier war guott, het uns die sau den zapffen nit zuckt S. Franck sprüchw. (1541) 2, 192b; und wo es lang also würdt bleiben, so kündt wir nit lang wirtschaft dreiben, die saw würt uns den zapffn hintragen H. Sachs 14, 291 lit. ver.; vgl. A. a S. Clara Judas 1, 225; modern: die sau hat den z. gefressen vom wirth, dems bier ausgegangen Fischer 5, 1047; men môt den tappen tôslan der sache ein ende machen, sich vertragen Strodtmann id. Osn. 242 (vgl. nd. taptô unter zapfenstreich sp. 272); man musz den z. abhawen ebenso Chph. Lehmann exil. melanch. 195; den z. abschlagen das trinken abgewöhnen Schmid schwäb. 541; der wein war gut, aber der zapf ist ab Chph. Lehmann exil. melanch. 196; dazu zappen ab! d. i. aus, zu ende! H. Meyer d. richt. Berliner7 154b; dagegen zappen duster! ebenso u. ebda, neu- u. altmärk. tappen duster aus tappend d., vgl.he tappt in düstern Doornk.-K. 3, 394a. den z. geben die gäste am letzten tage mit brot, wurst u. hering tractieren M. Spiesz aberglaube d. sächs. Obererzgeb. (1862) 54; wenn alles leer, wird d. z. auf den hut gesteckt Mantzel Bütz. ruhestund. 13, 51; Nic. Gryse leienbib. 2 R 4a. 88) diminutiv. 8@aa) zäpfchen, ursprünglich md., jetzt schriftsprachliche form. 8@a@aα) zu allen bedeutungen bildbar, doch nicht für alle bezeugt: z. flaschenstöpsel G. Keller ges. werke 10, 173; von den blüthen- und fruchtständen an bäumen: die weiblichen (blüthen) ..., die sich nach der befruchtung in grüne z. verwandeln H. Zschokke schr. 11, 40; purpurne z. P. Rosegger schr. 10, 58; braune z. A. Stifter s. werke 5, 1, 218; z. minor conus Steinbach 2, 1071; von anatomischen gebilden: eine nath, sutura, wo die knochenränder ... mit ... vorspringenden z. wechselseitig in einander greifen v. Sömmerring menschl. körper 2, 23; stäbchen oder z., die aus dem käse zum kosten herausgestochen werden G. Keller ges. w. 2, 235. 8@a@bβ) vornehmlich für das zäpfchen im halse, die uvula: dat tzepchin in dem halsz angina Diefenb.-W. 910; zäpfgen allg. haush.-lex. 3, 780; mit einer sprache, welche ein weggefaultes z. verrieth Bahrdt gesch. s. leb. 1, 220; epiglottis das z. J. Kinderling reinigk. d. dtsch. spr. 171; (ich) wollte aufschreien — es war mir aber just, als wäre mir das zäpfchen umgefallen Gaudy s. w. 2, 147; v. Sömmerring menschl. körp. 5, 28; von thieren: J. A. Naumann naturgesch. d. vögel 52, 616; Oken allg. naturgesch. 4, 59; einem das z. aufziehen ihm seinen standpunkt klarmachen (ostpreusz.) Wander 5, 499; Adelung 4, 1653, Campe 5, 812b; lux. 497a; zäppchen u. zäppel Follmann 553a. — in zusammensetzungen: -heber der das z. hebende muskel Campe 5, 812a; -muskel v. Sömmerring menschl. körper 2, XIX;
28965 Zeichen · 826 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    zapfenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    zapfen , zepfen swv. mit zapfen versehen. ein stahel mit spitzen stark gezapfet Mbrg. 4 a . gezepft und genegelt Arch. W…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zapfen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Zapfen , verb. regul. act. vermittelst des Zapfens ausfließen lassen. Ein Nößel Wein zapfen. Im gemeinen Leben wird dies…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zapfen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Zapfen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zapfen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Zapfen , Rotationskörper, die, von entsprechend geformten Hohlkörpern (Lagern, Büchsen) ganz oder teilweise umschlossen,…

  5. modern
    Dialekt
    Zapfen

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Zapfe n [Tsàpfə S. O. U.; Tsàpə W.; Pl. Tsapfə, Tsæpfə Str. ; Demin. Tsapflə O., Tsapfl U. ] m. 1. Zapfen am Fass, der F…

  6. Sprichwörter
    Zapfen

    Wander (Sprichwörter)

    Zapfen 1. Am Zapfen sparen und am Spundloche wieder herauslaufen lassen, das spart nicht. – Simrock, 9634; Körte, 5617; …

  7. Spezial
    Zapfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Zap|fen m. (-s,-) 1 ‹bot› (bei Nadelbäumen) coca (coches) f. , pita (pites) f. 2 (bei der Zirbelkiefer) brode (-di) m. 3…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zapfen

188 Bildungen · 160 Erstglied · 26 Zweitglied · 2 Ableitungen

zapfen‑ als Erstglied (30 von 160)

Zapfenbach

SHW

Zapfen-bach Band 6, Spalte 741-742

Zapfenbank

SHW

Zapfen-bank Band 6, Spalte 741-742

Zapfenloch

SHW

Zapfen-loch Band 6, Spalte 743-744

zapfenabschlager

DWB

-abschlager m. , ( Ulm um 1700 der zapfenwirth ) Fischer 6, 1049 . —

zapfenachse

DWB

zapfen·achse

zapfenachse , f. , achse eines nadelholzzapfens, conus E. A. Rossmässler d. wald 337 . —

Zapfenamt

Campe

zapfen·amt

✱ ✱ Das Zapfenamt , — es, Mz . u. das Amt, Geschäft, den Wein zu zapfen. Oberlin.

zapfenansatzfeile

DWB

-ansatzfeile , f. , feile, mit der der ansatz einer welle bearbeitet wird Prechtl technol. encyclop. 5, 571 . —

zapfenapfel

DWB

zapfen·apfel

-apfel ( auch zapf-), m., eine sorte länglicher äpfel Frisch 1, 30 c ; Campe 5, 812 a ; zapfenöpffel Casp. Schwenckfeld stirp. et fossil. Si…

zapfenartig

DWB

zapfen·artig

-artig , adj. , wie z. ( in verschiedenen bedeutungen ), botan.: Schlechtendal flora v. Deutschland 10, 134 ; Oken allg. naturgesch. 3 II , …

zapfenband

DWB

zapfen·band

-band , n. , gelenkband für eine thür, ein fenster u. s. w., dessen eine hälfte einen zapfen trägt, welcher in der cylindrisch geformten hül…

zapfenbank

DWB

zapfen·bank

-bank , f. , wende- oder zapffbanck, darauff die zoeber unter den zapffen des kahnes stehen Fr. Hondorff saltzwerk zu Halle 34 ; ebda 32 zap…

zapfen als Zweitglied (26 von 26)

abzapfen

DWB

abzapfen , liquorem extrahere, nnl. aftappen: wein, bier, essig abzapfen, das fasz abzapfen; dem siechen das wasser abzapfen; ob ich ihm sei…

anzapfen

Pfeifer_etym

Zapfen m. ‘länglicher, sich verjüngender Holzpflock (Stöpsel) zum Verschließen eines Gefäßes, konisch runder, mit holzigen Schuppen versehen…

auszapfen

DWB

aus·zapfen

auszapfen , expromere, nnl. uittappen: blut auszapfen; wein auszapfen; das fasz auszapfen; wie theuer es ausgezappet solle werden. weisth. 2…

Bleyzapfen

Adelung

bley·zapfen

Der Bleyzapfen , des -s, plur. ut nom. sing. im Bergbaue, ein rundes und auf einer Seite breites Eisen, welches in den Rundbaum gesteckt wir…

Blumenzapfen

Adelung

blumen·zapfen

Der Blumenzapfen , des -s, plur. ut nom. sing. in der Botanik, gewisse Zapfen ähnliche Blumenkelche an manchen Gewächsen, welche den männlic…

einzapfen

DWB

ein·zapfen

einzapfen , nnl. intappen, 1 1) cerevisiam, vinum expromere e dolio. 2 2) trabem injungere: wenn im haus die hauptbalken nicht eingezäpft si…

Eiszapfen

Adelung

eis·zapfen

Der Eiszapfen , des -s, plur. ut nom. sing. wie das vorige, in den anständigern Sprecharten. Die Eiszapfen entstehen aus langsam herunter fa…

grundzapfen

DWB

grund·zapfen

-zapfen , m. , ' zapfen zum wasserablassen am boden des teiches ' Mothes 2, 543 ; so bereits urkundlich grunttappe ( v. j. 1442) urk.- buch …

krummzapfen

DWB

krumm·zapfen

krummzapfen , m. krummer zapfen, ein wichtiges stück am wasserrade, in mühlen und sonst, werbel oder wirbel, s. Krünitz 54, 146 ; bergm. kru…

Laßzapfen

Adelung

lass·zapfen

Der Laßzapfen , des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, ein Zapfen in einem Fasse, den darin befindlichen flüssigen Körper nach Bel…

radzapfen

DWB

rad·zapfen

radzapfen , m. der im mittelpunkt eines rades befestigte zapfen, um welches sich dasselbe bewegt. Adelung.

spundzapfen

DWB

spund·zapfen

spundzapfen , m. ein vor die mündung der kanone gesteckter zapfen oder pfropf, damit der lauf reinlich bleibe, auch mundpfropf, deckelpfropf…

stellzapfen

DWB

stell·zapfen

-zapfen , m. , theil im mechanismus einer kleinuhr: durch die stellscheibe geht der st., welcher mit dem uhrschlüssel herum gedrehet wird Ja…

stuhlzapfen

DWB

stuhl·zapfen

stuhlzapf , stuhlzapfen , m. , seifenclystier, seifenpille, nachtpille, s. stuhl 4 c: balanus stulzapff Pomey (1720) 282 ; Adelung (1780) 4,…

tannzapfen

DWB

tann·zapfen

tannzapfen , m. pinea, tannzapf ( vergl. tannapfel ) voc. 1482 gg 3 a : die danzapfen und haselzapfen. Closener 142, 24 ; knopf, geformt als…

Tropfzapfen

Adelung

tropf·zapfen

Der Tropfzapfen , des -s, plur. ut nom. sing. in den Gradier Häusern, S. Adelung Tropfhahn .

verzapfen

DWB

ver·zapfen

verzapfen , vb. , auch mit umlaut, eine präfixbildung zum denominativen verbum zapfen, zäpfen teil 15, sp. 266. mundartformen: vertappen Men…

Vitriolzapfen

Adelung

vitriol·zapfen

Der Vitriolzapfen , des -s, plur. ut nom. sing. gediegener oder gewachsener Vitriol in kristallinischer und Zapfen ähnlicher Gestalt, welche…

walzzapfen

DWB

walz·zapfen

walzzapfen , m. beim grobschmied ' der eiserne zapfen, um welchen das dünne blech am ende eines grabscheides oder einer mistgabel zu einer t…

Winkelzapfen

Adelung

winkel·zapfen

Der Winkelzapfen , des -s, plur. ut nom. sing. im Bergbaue, der krumm gebogene Zapfen an der Welle des Wendebockes, an einem Feldgestänge.

wīnzapfen

KöblerMhd

wīn·zapfen

wīnzapfen , sw. V. nhd. Wein zapfen Q.: Nbu (1360-1396) E.: s. wīn, zapfen W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (wînzapfen)

ūzzapfen

KöblerMhd

ūzzapfen , sw. V. nhd. auszapfen, abzapfen Hw.: vgl. mnl. ūtetappen, mnd. ūttappen Q.: Secret (1282) E.: s. ūz, zapfen W.: nhd. (ält.) ausza…

Ableitungen von zapfen (2 von 2)

entzapfen

DWB

entzapfen , mittere, detrahere, abzapfen: auch hab ich beiden getrofnen klares blut entzapft. Bürger 223 a .

verzapfen

DWB

verzapfen , vb. , auch mit umlaut, eine präfixbildung zum denominativen verbum zapfen, zäpfen teil 15, sp. 266. mundartformen: vertappen Men…

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APA
Cotta, M. (2026). „zapfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zapfen/dwb?formid=Z01081
MLA
Cotta, Marcel. „zapfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zapfen/dwb?formid=Z01081. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zapfen". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zapfen/dwb?formid=Z01081.
BibTeX
@misc{lautwandel_zapfen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„zapfen"},
  year         = {2026},
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  urldate      = {2026-05-14},
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