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Zapfen

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
26 in 17 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Zapfen

Bd. 20, Sp. 852
Zapfen, Rotationskörper, die, von entsprechend geformten Hohlkörpern (Lagern, Büchsen) ganz oder teilweise umschlossen, die Drehung von Maschinenteilen um geometrische Achsen vermitteln. Bei Tragzapfen erfolgt der Zapfendruck vorwiegend senkrecht zur Zapfenachse, bei Stützzapfen fällt er hauptsächlich in die Richtung der Zapfenachse. Man bezeichnet einen Tragzapfen als Stirnzapfen (Fig. 1), wenn er nur an einer Seite mit dem Teil, dem er angehört, verbunden ist; als Halszapfen (Fig. 2), wenn er sich zwischen zwei Teilen einer Achse oder Welle befindet, mit der er ein Stück bildet. Gegen Verschieben der Z. im Lager durch axial gerichtete Kräfte schützen die Anläufe a a, bez. Bunde b b. An Stelle der letztern treten mitunter Stellringe (s. Stellring). Der Gabelzapfen ist ein an seinen beiden Enden in einem Maschinenteil (gegabelte Bleuelstange, Kreuzkopf) befestigter Tragzapfen. Die einfachste und bestbewährte Form der Tragzapfen ist die zylindrische. Nur da, wo eine allseitige Beweglichkeit erforderlich ist, wählt man mitunter Kugelform (Kugelzapfen). Sogen. Halbzapfen, von ungefähr der Hälfte eines Zylinders gebildet, gestatten nur eine Drehung (ein Schwingen) um kleine Winkel. Wird der Radius des Halbzapfens sehr klein, nahezu = 0, dann entsteht die Schneide (bei Wagen benutzt). Ein Stützzapfen, der am Ende einer Welle oder Achse angebracht ist und mit seiner ebenen oder gewölbten Stirnfläche, auf die Spurplatte s (Fig. 3) gestützt, den Zapfendruck aufnimmt, heißt Spurzapfen (Fuß- oder Grundzapfen). Zur Aufnahme seitlich einwirkender Kräfte ist auch die Mantelfläche des Spurzapfens vom Lager umschlossen. Kugelige Spurzapfen finden selten Verwendung. Beim Ringzapfen (Fig. 4) durchdringt die Welle die ringförmige Lauffläche l, die einem Wellenbund angehört. Aus der Vereinigung mehrerer Ringzapfen r r (Fig. 5) entsteht der Kammzapfen (hauptsächlich bei den Schraubenwellen der Schraubenschiffe benutzt). Als Trag- und als Stützzapfen findet die Spitze, d. h. ein konischer Z., der sich mit seinem spitzen Ende in eine entsprechende Vertiefung (Spur) legt, bei leichten Wellen Verwendung (bei Drehbänken, Uhren etc.). Man spricht in diesem Falle von Wellen etc., die »in oder zwischen Spitzen laufen«. Die Lauffläche der Z. soll zur Erzielung geringer Reibung in den Lagern möglichst glatt sein. Das Material der Z. ist meist Schmiedeeisen oder Stahl (häufig gehärtet), seltener Gußeisen, Bronze od. dgl. Bestehen die mit Z. zu versehenden Teile nicht aus geeignetem Material, so werden solche eingesetzt. Bei den früher viel verwandten hölzernen Wasserradwellen waren verschiedene Arten der Zapfenbefestigung üblich, wonach die Benennungen Anker-, Blatt- oder Flügel-, Keil-, Kreuzzapfen gebildet sind. Vgl. Lager, S. 45 s. – Über Z. in der Zimmerei s. Holzverband, S. 513.
2817 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    zapfenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    zapfen , zepfen swv. mit zapfen versehen. ein stahel mit spitzen stark gezapfet Mbrg. 4 a . gezepft und genegelt Arch. W…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zapfen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Zapfen , verb. regul. act. vermittelst des Zapfens ausfließen lassen. Ein Nößel Wein zapfen. Im gemeinen Leben wird dies…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zapfen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Zapfen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zapfen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Zapfen , Rotationskörper, die, von entsprechend geformten Hohlkörpern (Lagern, Büchsen) ganz oder teilweise umschlossen,…

  5. modern
    Dialekt
    Zapfen

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Zapfe n [Tsàpfə S. O. U.; Tsàpə W.; Pl. Tsapfə, Tsæpfə Str. ; Demin. Tsapflə O., Tsapfl U. ] m. 1. Zapfen am Fass, der F…

  6. Sprichwörter
    Zapfen

    Wander (Sprichwörter)

    Zapfen 1. Am Zapfen sparen und am Spundloche wieder herauslaufen lassen, das spart nicht. – Simrock, 9634; Körte, 5617; …

  7. Spezial
    Zapfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Zap|fen m. (-s,-) 1 ‹bot› (bei Nadelbäumen) coca (coches) f. , pita (pites) f. 2 (bei der Zirbelkiefer) brode (-di) m. 3…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zapfen

188 Bildungen · 160 Erstglied · 26 Zweitglied · 2 Ableitungen

zapfen‑ als Erstglied (30 von 160)

Zapfenbach

SHW

Zapfen-bach Band 6, Spalte 741-742

Zapfenbank

SHW

Zapfen-bank Band 6, Spalte 741-742

Zapfenloch

SHW

Zapfen-loch Band 6, Spalte 743-744

zapfenabschlager

DWB

-abschlager m. , ( Ulm um 1700 der zapfenwirth ) Fischer 6, 1049 . —

zapfenachse

DWB

zapfen·achse

zapfenachse , f. , achse eines nadelholzzapfens, conus E. A. Rossmässler d. wald 337 . —

Zapfenamt

Campe

zapfen·amt

✱ ✱ Das Zapfenamt , — es, Mz . u. das Amt, Geschäft, den Wein zu zapfen. Oberlin.

zapfenansatzfeile

DWB

-ansatzfeile , f. , feile, mit der der ansatz einer welle bearbeitet wird Prechtl technol. encyclop. 5, 571 . —

zapfenapfel

DWB

zapfen·apfel

-apfel ( auch zapf-), m., eine sorte länglicher äpfel Frisch 1, 30 c ; Campe 5, 812 a ; zapfenöpffel Casp. Schwenckfeld stirp. et fossil. Si…

zapfenartig

DWB

zapfen·artig

-artig , adj. , wie z. ( in verschiedenen bedeutungen ), botan.: Schlechtendal flora v. Deutschland 10, 134 ; Oken allg. naturgesch. 3 II , …

zapfenband

DWB

zapfen·band

-band , n. , gelenkband für eine thür, ein fenster u. s. w., dessen eine hälfte einen zapfen trägt, welcher in der cylindrisch geformten hül…

zapfenbank

DWB

zapfen·bank

-bank , f. , wende- oder zapffbanck, darauff die zoeber unter den zapffen des kahnes stehen Fr. Hondorff saltzwerk zu Halle 34 ; ebda 32 zap…

zapfen als Zweitglied (26 von 26)

abzapfen

DWB

abzapfen , liquorem extrahere, nnl. aftappen: wein, bier, essig abzapfen, das fasz abzapfen; dem siechen das wasser abzapfen; ob ich ihm sei…

anzapfen

Pfeifer_etym

Zapfen m. ‘länglicher, sich verjüngender Holzpflock (Stöpsel) zum Verschließen eines Gefäßes, konisch runder, mit holzigen Schuppen versehen…

auszapfen

DWB

aus·zapfen

auszapfen , expromere, nnl. uittappen: blut auszapfen; wein auszapfen; das fasz auszapfen; wie theuer es ausgezappet solle werden. weisth. 2…

Bleyzapfen

Adelung

bley·zapfen

Der Bleyzapfen , des -s, plur. ut nom. sing. im Bergbaue, ein rundes und auf einer Seite breites Eisen, welches in den Rundbaum gesteckt wir…

Blumenzapfen

Adelung

blumen·zapfen

Der Blumenzapfen , des -s, plur. ut nom. sing. in der Botanik, gewisse Zapfen ähnliche Blumenkelche an manchen Gewächsen, welche den männlic…

einzapfen

DWB

ein·zapfen

einzapfen , nnl. intappen, 1 1) cerevisiam, vinum expromere e dolio. 2 2) trabem injungere: wenn im haus die hauptbalken nicht eingezäpft si…

Eiszapfen

Adelung

eis·zapfen

Der Eiszapfen , des -s, plur. ut nom. sing. wie das vorige, in den anständigern Sprecharten. Die Eiszapfen entstehen aus langsam herunter fa…

grundzapfen

DWB

grund·zapfen

-zapfen , m. , ' zapfen zum wasserablassen am boden des teiches ' Mothes 2, 543 ; so bereits urkundlich grunttappe ( v. j. 1442) urk.- buch …

krummzapfen

DWB

krumm·zapfen

krummzapfen , m. krummer zapfen, ein wichtiges stück am wasserrade, in mühlen und sonst, werbel oder wirbel, s. Krünitz 54, 146 ; bergm. kru…

Laßzapfen

Adelung

lass·zapfen

Der Laßzapfen , des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, ein Zapfen in einem Fasse, den darin befindlichen flüssigen Körper nach Bel…

radzapfen

DWB

rad·zapfen

radzapfen , m. der im mittelpunkt eines rades befestigte zapfen, um welches sich dasselbe bewegt. Adelung.

spundzapfen

DWB

spund·zapfen

spundzapfen , m. ein vor die mündung der kanone gesteckter zapfen oder pfropf, damit der lauf reinlich bleibe, auch mundpfropf, deckelpfropf…

stellzapfen

DWB

stell·zapfen

-zapfen , m. , theil im mechanismus einer kleinuhr: durch die stellscheibe geht der st., welcher mit dem uhrschlüssel herum gedrehet wird Ja…

stuhlzapfen

DWB

stuhl·zapfen

stuhlzapf , stuhlzapfen , m. , seifenclystier, seifenpille, nachtpille, s. stuhl 4 c: balanus stulzapff Pomey (1720) 282 ; Adelung (1780) 4,…

tannzapfen

DWB

tann·zapfen

tannzapfen , m. pinea, tannzapf ( vergl. tannapfel ) voc. 1482 gg 3 a : die danzapfen und haselzapfen. Closener 142, 24 ; knopf, geformt als…

Tropfzapfen

Adelung

tropf·zapfen

Der Tropfzapfen , des -s, plur. ut nom. sing. in den Gradier Häusern, S. Adelung Tropfhahn .

verzapfen

DWB

ver·zapfen

verzapfen , vb. , auch mit umlaut, eine präfixbildung zum denominativen verbum zapfen, zäpfen teil 15, sp. 266. mundartformen: vertappen Men…

Vitriolzapfen

Adelung

vitriol·zapfen

Der Vitriolzapfen , des -s, plur. ut nom. sing. gediegener oder gewachsener Vitriol in kristallinischer und Zapfen ähnlicher Gestalt, welche…

walzzapfen

DWB

walz·zapfen

walzzapfen , m. beim grobschmied ' der eiserne zapfen, um welchen das dünne blech am ende eines grabscheides oder einer mistgabel zu einer t…

Winkelzapfen

Adelung

winkel·zapfen

Der Winkelzapfen , des -s, plur. ut nom. sing. im Bergbaue, der krumm gebogene Zapfen an der Welle des Wendebockes, an einem Feldgestänge.

wīnzapfen

KöblerMhd

wīn·zapfen

wīnzapfen , sw. V. nhd. Wein zapfen Q.: Nbu (1360-1396) E.: s. wīn, zapfen W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (wînzapfen)

ūzzapfen

KöblerMhd

ūzzapfen , sw. V. nhd. auszapfen, abzapfen Hw.: vgl. mnl. ūtetappen, mnd. ūttappen Q.: Secret (1282) E.: s. ūz, zapfen W.: nhd. (ält.) ausza…

Ableitungen von zapfen (2 von 2)

entzapfen

DWB

entzapfen , mittere, detrahere, abzapfen: auch hab ich beiden getrofnen klares blut entzapft. Bürger 223 a .

verzapfen

DWB

verzapfen , vb. , auch mit umlaut, eine präfixbildung zum denominativen verbum zapfen, zäpfen teil 15, sp. 266. mundartformen: vertappen Men…

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APA
Cotta, M. (2026). „zapfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zapfen/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „zapfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zapfen/meyers. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zapfen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zapfen/meyers.
BibTeX
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