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Würde

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Campe
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11 in 11 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Würde Die

Bd. 5, Sp. 790b
Die Würde, Mz. — n. 1) Ein Vorzug einer Person oder eines Dinges, besonders ein innerer Vorzug. Einen in seinen Würden lassen, seine Vorzüge nicht antasten, sie ihm nicht absprechen. 2) Ein merklicher äußerer Vorzug in der bürgerlichen Gesellschaft, besonders sofern er mit einem Amte verbunden ist. Einen mit einer Würde bekleiden, einem eine Würde ertheilen. Eine gelehrte Würde ertheilen (graduiren, einen gradum geben), z. B. zum Doctor nennen, es sei nun zum wirklichen oder zum bloßen getitelten. Zu hohen Würden gelangen. Seiner Würden verlustig erklärt werden. Etwas unter seiner Würde achten. Seiner Würde etwas vergeben. Geistliche Würden. Die fürstliche, königliche, kaiserliche Würde; wofür Würdigkeit ungut ist. S. d. — er verläßt die Würde des Zepters, Voß, d. h. er legt die Würde des Zepters, die Regirung nieder. Und alle die Wähler, die Sieben, Wie der Sterne Chor um die Sonne sich stellt, Umstanden geschäftig dem Herrscher der Welt (den Kaiser) Die Würde des Amtes zu üben, Schiller, d. h. die Verrichtungen ihres Amtes, wodurch sie Vorzüge vor Andern hatten, auszuüben. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung (1) ○ I der Buchstabenrechnung, die Würde oder, wenn man so sagen will, der Vorzug einer mehrmahl genommenen oder vermehrten Größe vor einer nur einmahl genommenenen (Dignität) Bürja, welche Würde durch eine Zahl bezeichnet wird, die anzeigt wie viel Mahl eine Größe genommen oder vermehrt worden sei, und die oben rechter Hand an den Buchstaben geschrieben wird, von Bürja Würdeanzeiger und Wurzelanzeiger genannt; kürzer aber Würdezeiger oder Würdezahl und Wurzelzeiger mit Sturz zu nennen, (Exponent). So ist z. B. in a2 † 2 ab, die Zahl 2 oben neben a der Würdezeiger oder die Würdezahl, welche anzeigt daß a in der zweiten Würde (Dignität) stehe, d. h. daß die dadurch bezeichnete Größe zweimahl genommen oder vermehrt worden sei. (2) Eine mit einer, doch nur geistlichen Würde bekleidete Person; in den zusammengesetzten Titeln, Ew. Ehrwürden, Wohlehrwürden, Hochehrwürden, Hochwürden  3) Der Ausdruck der Würde, sowol des innern Vorzuges, als auch äußerer Vorzüge in der bürgerlichen Gesellschaft, im Äußern, im Benehmen, im Sprechen. Ernst und Würde herrschten in seinem Betragen. Mit feierlicher Würde sprechen (mit Pathos). Würde spricht aus den ernsten Mienen. Uneigentlich auch von der Schreibart. Die Würde in der Schreibart, der Ausdruck des Gefühles der eignen Würde, oder der Würde des Gegenstandes, von welchem oder über welchen man schreibt.
2504 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Würde

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Würde , plur. die -n. 1. Ein jeder Vorzug eines Dinges oder einer Person. Ich will ihn in seinen Würden lassen, will…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Würde

    Goethe-Wörterbuch

    Würde [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Würde

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Würde (abgeleitet von wert ) ist die ästhetisch anziehende, in Haltung, Benehmen und Sprache sich kundgebende äußere Ers…

  4. modern
    Dialekt
    Würde

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Würde Lehnw. selten f.: 1. wø·r.t, Pl. -dən nach dem Nhd. Trier-Stdt . RA.: No Büərd kennt Wüərd WEif o. O. — 2. wiərdə,…

  5. Sprichwörter
    Würde

    Wander (Sprichwörter)

    Würde 1. Anderer Würde ist dem Neidischen eine Bürde. – Parömiakon, 61. 2. Auf die Würde kommt die Bürde. Lat. : Fructus…

  6. Spezial
    Würde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wür|de f. (-,-n) 1 dignité f. 2 (Hoheit, Adel) maesté f. ▬ er hält es für unter seiner Würde al ti sá massa stlet (da pü…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wuerde

53 Bildungen · 47 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

wuerde‑ als Erstglied (30 von 47)

würdebewuszt

DWB

-bewuszt G. Falke ges. dicht. (1912) 2, 116 ,

würdegefühl

DWB

wuerde·gefuehl

würdegefühl , n. entspr. würde D seit der zweiten hälfte des 18. jhs. ' gefühl, bewusztsein menschlicher oder persönlicher würde '. zu würde…

würdehaus

DWB

wuerde·haus

-haus : wirde hus ( ehrenhaus? ) Johann v. Würzburg Wilhelm v. Österreich 16 987 R.,

würdekrone

DWB

wuerde·krone

-krone : würdenkrone ( von grauen haaren ) Dannhawer cat.-milch (1657) 5, 1136 ,

würdelos

DWB

wuerd·elos

würdelos , adj. vor der mitte des 18. jhs. und auszerhalb von 2 nur in spontanem gelegenheitsgebrauch. 1 1) ' ruhmlos, ohne ehre ', zu würde…

würdelosigkeit

DWB

wuerde·losigkeit

würdelosigkeit , f. zu würdelos 2 a: eine einigkeit in der schwäche, in der würdelosigkeit und in der mattheit, die ist kein vortheil Lassal…

würdename

DWB

wuerde·name

-name D. Fr. Strausz ges. schr. (1876) 3, 283 ; würdennahme Adelung lehrgebäude (1782) 2, 290 ,

würdenträger

DWB

wuerden·traeger

würdenträger , m. , eine zeitlang gelegentlich auch würdeträger: Arnim s. w. (1852) 2, 355 ; Görres ges. schr. (1854) 4, 47 ; H. Heine s. w.…

würdenträgerin

DWB

wuerden·traegerin

würdenträgerin , f. , inhaberin einer gesellschaftlichen würde. zu würdenträger 1: so viel scheint klar, dasz diese person als würdenträgeri…

würdereich

DWB

wuerde·reich

würdereich , adj. neben würdevoll ( s. d. ) kaum gebräuchlich, gelegentliche spontanbildung. 1) zu würde A 2, ' ruhmreich ': beliben ( sterb…

würderer

DWB

wuerd·erer

würderer , m. , taxator, zu würdern, vb., mnd. werderer ( Köln 1507) bei Diefenbach gl. 328 a ; 574 b . würderer bei Bruns volksw. d. pr. Sa…

wuerde als Zweitglied (5 von 5)

Churwürde

Adelung

chur·wuerde

Die Churwürde , plur. inus. die Würde eines Churfürsten, die churfürstliche Würde. Mit der Churwürde bekleidet werden.

ehrwürde

DWB

ehr·wuerde

ehrwürde , f. dignitas, reverentia: der leichnam s. Thomae wirt zuo Marparia aufgehebt mit groszer eerwürde. Frank weltb. 192 b . häufig als…

Êrzwürde

Adelung

erz·wuerde

Die Êrzwürde , plur. die -n, von 2 Erz, die vornehmste Würde ihrer Art; doch nur in denjenigen Fällen, wo diejenigen, welche solche Würden b…

menschenwürde

DWB

menschen·wuerde

menschenwürde , f. sittliche und geistige würde des menschen: er hatte die behauptung seiner menschenwürde dem leben vorgezogen. Schlosser w…

Ableitungen von wuerde (1 von 1)

unwürde

DWB

unwürde , f. , mangel der würde ( s. d. ) und ihr gs., theilweise selbständig entwickelt. ahd. unwirdi; mhd. unwirde; as. unwirthi; mnd. unw…