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Unglück

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
13 in 12 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Unglück

Bd. 2, Sp. 1282
Un-glück Pl. -kər: 1. wie nhd.; et es en O. gescheht (geschehen); en O. es gäng (bald) gescheht; wat en O.; dat geven O.ər Zurechtweisung bei fahrlässigem Handeln Rip, Allg.; det U. sollste kren! Fluch Westerw. RA.: En Hand wie en O. breite, plumpe H. Trier; en Nös (Nase) as en O. Rees; en Stöck wie en O. recht grosses Stück, bes. von einem Kuchen Wesel; kreissen (schreien) as en O. Rees; he sütt (sieht) us wie hondert Jahr O. Jül-Linnich. Et O. küt üver Nach Köln-Stdt. Ein O. kömmt seilen (selten) allein Sol, Allg., mit der Forts. bald ömmer sin er mihr beien (beieinander) Geld-Aldekerk. Ein O. brängt et ander Rip. Wenn et O. kimmt, kimmt et met Hofe (Haufen); et ganz Haus is voll un steht ach (auch) noch e Wan (Wagen) voll vor de Der (Türe) Simm-Horn. Ein Ouglöck drift et aindert, schlöppt (schläft) lis (leise) kommt schneller, als man denkt Eup. En O. hät bret (breite) Föss Rip, Nfrk, mit der Fots. sät de Gas (Gans), du troət (trat) se ene Gröne (junge G.) kapot Kref-Osterath, — sat de Frau, do kom ene Kapuziner en't Hus Köln-Stdt. En O. küt ze Peərd on vergeiht ze Foss Ahrw. En O. sett (sitzt) in en klein Hückske (Ecke) Klevld, — sitt op en kleinen Platz Ess, — op en klein Plätzke Klev, Rees, — stieht op er klinen Platzen Remschd. O., Näl (Fingernägel) un Hor wassen (wachsen) durch et ganze Johr Köln-Stdt. U. em Spill, Glöck en der Lieb Köln-Stdt. Et es kein U. esu gruss, of et hät e Glöck em Schuss (Schoss) ebd. (s. weitere Belege zum Gegensatz von U. u. Glück bei Glück). En O. es gen (kein) Frommess (Fraumensch), ongersch (anders) wüəren er noch miəhr wie nu Kemp, Geld, Klevld. O.ə sin schwere Kanste (Möglichkeiten) Klev, Rees. Et es en grot O. gebört (geschehen)! darauf die scherzh. Antw.: Jo, Frau Zippers hät et Hemd geschört (zerrissen) Emmerich. En O. in de Stall es en O. öwerall Mörs-Rheinbg. O. mat de Fraən (Frauen) a Gleck mat de Peərt get e reiche Man Bitb. De Kerl hät twelf (12) Handwerkers on dertihn (13) O.ər Mörs, Wer O. han soll (wem et O. well), de fällt op der Röggen on zerbrich de Nas Dür, Köln, Schleid, — fällt e ge Gras en tebreckt de N. Eup; as gej O. söllt häbbe, dann breck gej de Nös in de Papp (Brei) Emmerich, — dann köj (könnt ihr) de Finger in de P. breke Klev. Rees, — de brecht ene F. e jen Spinat (of e jene Risbrei) Aach, Monsch, — en der Täsch Köln, — en der Westenteisch Schleid, — en de Fott (Arsch) Kref, — en der Nas Köln, — tebreckt e Bein e ge Bett Eup, — erseift in der Rotznas Kreuzn, — fersüff en em Fengerhot voll Wasser Köln, — den trifft de Still, wenn en de Hammer net trifft Goar-Alken. Wenn den Ärmen (de Beddelmann) O. häbbe sall, verlüst (verliert) he 't Brot ut de Korf (ut den Sack) Kref, Allg.; wer O. soll hawe, de fillt in de Grawe, stolpert em Gras, fillt uf de Rigge un verbricht doch die Nas Rhfrk; wenn et O. sin sall, fällt de Katt (Katze) van de Stuhl on breckt de Stert Geld. — Weə em O. es, deə kimmt ach (auch) net meh aus dem O. Bernk-Hilschd. Mer kimmt noch frih genug in sei U. in den Ehestand Simm-Horn, Allg. Em O. liəhrt mer sin Fröng (Freund) kenne MGladb, Allg. We sich öwer anner Lüds U. freut, dem steiht et eigene för de Dör MülhRuhr, Rees, — dem steht et sint on blöəht Heinsb. Wer kann för en U., wenn et Hus voll üs! Meiderich, — as et hele Hüs dervan voll es! Klev, — wu de Welt voll es! Merz, Saarbg, — wenn der Wingk (Wind) enen ömblös! MülhRh. Nett (nehmt) et üvel (set net kodd (böse)), et es für en O. gescheht (geschehen)! eine Art Entschuldigung Rip. — Volksgl. Wenn en Has morges twars (quer) öwer de Weg löpp, dann gef et dages O. (u. ähnl. Vorbedeutungen) Rees, Allg. — 2. übertr. en Höfchen (Häufchen) O. vor Kummer oder Schmerz unglücklich Aussehender Rip, Allg.
3755 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unglück

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Unglück , des -es, plur. car. der Gegensatz von Glück, in dessen sämmtlichen Bedeutungen es gleichfalls üblich ist. …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Unglück

    Goethe-Wörterbuch

    Unglück [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Unglück

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Unglück [Ùklìk, –klek allg.; Pl. –ər] n. Unglück, Unglücksfall. Mir hei gen doch scho n eppis Unglücker gha bt dis Jo h…

  4. Sprichwörter
    Unglück

    Wander (Sprichwörter)

    Unglück 1. Allein vnglück vnd armut ist vor den Neidhard gut. – Gruter, III, 4; Lehmann, II, 33, 21; Simrock, 7478. 2. A…

  5. Spezial
    Unglück

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Un|glück n. (-[e]s,-e) 1 (Unheil) desfortüna (-nes) f. , desgrazia (-ies) f. 2 dejantöra (-res) f. 3 (Missgeschick) desg…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unglueck

502 Bildungen · 498 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von unglueck

un- + glueck

unglueck leitet sich vom Lemma glueck ab mit Präfix un-.

unglueck‑ als Erstglied (30 von 498)

Unglückahnend

Campe

◬ Unglückahnend , adj . u. adv . ein Unglück ahnend. Ein Wellenschlag erschreckt ihr unglückahnend Ohr. Wieland.

unglückbar

DWB

unglueck·bar

unglückbar , adj. , aus unglückbarkeit, f. (ungelückperkait) Keisersberg granatapfel G 6 b , volk. mensch F 4 zu erschlieszen. —

unglückbringend

DWB

-bringend Herder 24, 549 , Göthe 48, 105, 24 W., Schiller 5, 188 , Mommsen röm. gesch. 1, 168 ,

unglückdeutend

DWB

-deutend , part. - adj. Stolberg 15, 176 , A. W. Schlegel Shakespeare 8, 257 ,

Unglückdrohend

Campe

unglueck·drohend

◬ Unglückdrohend , adj . u. adv . mit einem Unglücke drohend. Wie, wird denn keiner des Orkans gewahr, Der unglückdrohend schon am fernsten …

unglücken

DWB

ung·luecken

unglücken , verb. , nicht glücken ( s. d. ). unpersönlich mhd. ungelücken, mnd. ungelucken. improsperari unglucken gemma g. (1508) m 3 b ; v…

unglückfernend

DWB

-fernend , part.-adj. , ἀλεξίκακος Stolberg 15, 65 ,

unglückhaft

DWB

unglueck·haft

unglückhaft , adj. adv. , gth. von glückhaft ( s. d. ). mhd. unglückhaft. Staub-Tobler 2, 624 . im 18. jh. veraltet und durch jüngeres unglü…

Unglückhaftig

Wander

unglueck·haftig

Unglückhaftig 1. Der kann sich nit vor vnglückhafft schützen, der niemals versucht, was das glück ist. – Lehmann, 833, 73. 2. Niemand ist vn…

unglückig

DWB

ung·lueckig

unglückig , adj. , gth. v. glückig. mhd. ungelückec; mnd. un(ge)luckich; mnl. ongeluckich; nl. ongelukkig, -lijk: Keisersberg pater noster H…

unglücklich

DWB

unglueck·lich

unglücklich , adj. adv. , das gth. von glücklich, wird erst im 15. jh. bezeugt ( daraufhin ist mhd. ungelücklich Lexer 2, 1846 angesetzt ) ;…

Unglücklicher

Wander

Unglücklicher 1. Den Unglücklichen soll man nicht schelten. Lat. : Crudelis est in re adversa, objurgatio. ( Philippi, I, 99. ) 2. Der Unglü…

unglücklichkeit

DWB

ungluecklich·keit

unglücklichkeit , f. , gth. der glücklichkeit. unglucklichkeit infortunium Diefenbach gl. 297 c ; vgl. unglücksame, f. selten: das landgraff…

unglueck als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von unglueck (3 von 3)

unglücke

Lexer

un-glücke , un-gnâde s. ungelücke, ungenâde.

verunglücken

DWB

verunglücken , v. , seit dem 17. jahrh. belegt und gebucht ( Schöpper d 8 c , Schottel 648 ), älter im nd.: Schiller-Lübben 5, 480 . mundart…

verunglückung

DWB

verunglückung , f. , s. verunglücken B 2 c. —