Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Traufe f.
Traufe f.
Traufe f. ‘untere Kante des Daches (mit der Dachrinne), aus der Dachrinne abfließendes Regenwasser’. Der nur im Dt. begegnende a-Stamm ahd. trouf m. n. (um 900), mhd. trouf m. n. ‘das Tröpfeln, das Herabtropfen des Wassers vom Dach, Ort des Tropfenfalls, Dachrand, -rinne’ und der gleichbed. jō-Stamm mhd. trouf(e) f. sind ablautende Bildungen zu dem unter triefen (s. d.) behandelten Verb. Redensartlich vom Regen in die Traufe kommen (17. Jh.), anfangs auch aus der Traufe in den Schlagregen kommen (17. Jh.), aus der Traufe in den Platzregen kommen (18. Jh.) ‘aus einer unangenehmen Lage in eine noch schlimmere geraten’; vgl. mhd. in die troufe kommen. – Dachtraufe f. ‘Dachrand, von dem das Regenwasser abtropft, Dachrinne’, mhd. dachtroufe; vgl. ahd. thahtrouf m. (Hs. 12. Jh.), mhd. dachtrouf m. n.