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traufe

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Wander
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Traufe

Bd. 4, Sp. 1293
Traufe 1. Die Traufe sagte zur Quelle: ich habe Wasser wie du. Die Russen: Die die Kanäle sind, dünken sich meist die Quelle zu sein. (Altmann VI, 504.) 2. Es erbt keine Traufe, wie alt sie sei. – Graf, 85, 134. Von den nachbarlichen Rechten hinsichtlich der Traufe. Das Sprichwort erklärt, dass in Bezug der Traufe keine Verjährung stattfinde, und steht damit im entschiedensten Widerspruch mit einem andern Sprichwort (s. Tropfenfall), das die Verjährung für zulässig erklärt. Nach den Weisthümern ist aber jenes deutsches Recht, während dieses eine römische Abkunft verrathende Rechtsansicht ausspricht. Nach deutschem Recht soll, und dies dürfte der Sinn des obigen Sprichworts sein, über das Recht der Traufe allein der ohne künstliche Zufluss sich ergebende natürliche Abfluss des Wassers entscheiden. »Das Wasser rinne, wohin es Gott und Wind weht«, heisst es bei Richthofen, 505, 6. In Bamberg: Es erbet chein trawff wi alt di ist. (Zöpfl, 332.) 3. Wem die Traufe gehört, dem gehört auch das Regenwasser. – Altmann V, 87. 4. Wer sich unter die Traufe stellt, muss nicht über das Nasswerden klagen. 5. Einen unter die Traufe locken. 6. In der Traufe stehen. »So stand ich in de trüpffe und muss springen lern.« (Hätzlerin, I, 111, 7.) 7. Sich aus der Trauffe machen. – Mathesy, 104b. 8. Sich selbst unter die Traufe stellen.
1339 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Traufe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Traufe , plur. die -n, von dem Zeitworte traufen oder träufen. 1. Eigentlich, das von einem höhern Orte herab träufe…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Traufe

    Goethe-Wörterbuch

    Traufe [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Traufe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Traufe , s. Dach , S. 404.

  4. modern
    Dialekt
    Traufe

    Rheinisches Wb.

    Traufe das Wort, mhd. Lexer troufe , ist als drāf f. Rhfrk, Mosfrk an der Saar (m.), uMos; als -ōf m. Wittl , Bitb , Prü…

  5. Sprichwörter
    Traufe

    Wander (Sprichwörter)

    Traufe 1. Die Traufe sagte zur Quelle: ich habe Wasser wie du. Die Russen: Die die Kanäle sind, dünken sich meist die Qu…

  6. Spezial
    Traufe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Trau|fe f. (-,-n) 1 (Dachrinne) sala de tët f. 2 (Wasser) ega de tët f. , stracëies f.pl. ✒ vom Regen in die Traufe komm…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit traufe

21 Bildungen · 12 Erstglied · 9 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von traufe 2 Komponenten

tra+ufe

traufe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

traufe‑ als Erstglied (12 von 12)

traufeiche

DWB

trauf·eiche

traufeiche , f. 1) zu trauf 3 c, eiche am waldrand: kommet jetz zur traufoich na Buck Bagenga (1892) 190 . Fischer schwäb. 2, 333. 2 ) zu tr…

Traufelbohr

RhWB

traufel·bohr

Traufel-bohr Saarbg-Wehing , Neuw-Datzeroth n.: Bohrwinde an der Traufel 2 a ζ.

Traufel II

RhWB

Traufel II das Wort, ndl. troffel, mnd. trûfel entsprechend, ist allg., u. zwar Rhfrk, Mosfrk drauwel, –ǫu-, –ou- [ Birkf-Idar -ō-; Bitb-Rit…

traufeln

RhWB

trauf·eln

traufeln schw.: 1. a. -ōf- Butter dick auftragen Birkf-Idar ; -uf- Dinsl-Aldenr . — b. -uf-, einen tr., prügeln, hauen Eup-Stdt ; ech häbb d…

traufenartig

DWB

traufen·artig

traufenartig , adj. zu traufe 3 a α : denselben filzhut mit den traufenartigen rändern tägl. rundschau (1901) nr. 378, 1. beil. —

traufenbuthe

DWB

traufenbuthe , f. : das fertige gewölbe ( beim grubenbau ) wird oben mit lettig oder rasen beschlagen und mit einer traufenbuthe (bretterdac…

traufengleich

DWB

traufen·gleich

traufengleich , adj. u. adv., zu traufe 3 a: ein regensturm mit schnee und schlossen zog düster über land und meer, dasz traufengleich die d…

traufe als Zweitglied (9 von 9)

dachtraufe

DWB

dacht·raufe

dachtraufe , f. das vom dach herabtröpfelnde wasser, compluvium. das genus schwankt wie die form traufe und trauf. ahd. dachtrauf, tachtroph…

Regentraufe

GWB

regent·raufe

Regentraufe anhaltendes Niedertröpfeln von Regen-, Wassertropfen; mBez auf die Redensart von der ständigen Wiederholung einer Handlung die M…

schwefeltraufe

DWB

schwefel·traufe

schwefeltraufe , f. , ' eine spielerei, indem man halb schwefel, halb schlacken durch ein loch, wie ein strohhalm dick, in ein mit wasser an…

waldtraufe

DWB

wald·traufe

waldtraufe , f. durch laubholz gebildeter waldrand: rechts den abhang hinauf breiten tannen und eichen ihre laubigen äste aus; vor diesen bä…

wassertraufe

DWB

wasser·traufe

wassertraufe , f. , früher auch -trauf, m. traufwasser: ( wie er ) das dachwerh gancz über dieselb irer bed schidmauer gelegt und den wasser…

winkeltraufe

DWB

winkel·traufe

winkeltraufe , f. , ' eine bleyerne rinne, welche längs durch den winkel herabgehet, den zwey hauptgebäude zusammen machen ' Jacobsson techn…