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tief

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Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

tief

tief, adj., adv., tiefe, adv.

I weit nach unten oder in das Innere von etw. hineinreichend; auch: hoch (zB. von Schnee); von Wunden auch: schwer (iU. zu seicht)
  • al schat under der erde begraven deper den ein pluch ga, die hort to der koningliken gewalt
    1224/35 (Hs. 1369) SspLR. I 35 § 1 Textarchiv: SspLR. I 35
  • an des lantrichters vrlop mac man wol graben in die erde als tief als ein man mit ainer stangen geshiezen mac die erde also daz er deheinen shamel mache
    nach 1280 Schwsp.(Langform M) LR. Art. 130
  • swer seinen mag toͤtet ane shulde, ... vͤber den shol man also richten: man shol im machen einen lidereinen sac vnd shol in daz wazzer senken, do ez aller tieffest sei, vnd laze in wazzer ligen einen halben tac
    nach 1280 Schwsp.(Langform M) LR. Art. 328
  • were ovch, das ... dve wunde alse tief ist, das si gat an das erste tumen gelech, das ist der bluod slag
    1290 RheinfeldenStR. 18 Faksimile
  • alle weruar mot ma leia eweneker al to tha riuchta tia; delfma diapera, sa resze ma tha liudem ene merc [alle Warfstellen soll man eben (und gleich hoch wie die Nachbarstellen) ganz bis zur rechtmäßigen Grenze anlegen; gräbt man (an einer Grenze) tiefer, so soll man dem Volke eine Mark ... zahlen]
    Ende 13. Jh. BrokmerR. 92 Textarchiv: BrokmerR. 92
  • dar twie lude hor erve tho zamene lichende hebben, wil die ene dar stienwerck lechen ..., so sal die andere met hem die mure lechen; ... seght hi, dat hys niet en vermagh, ... so magh die andere tymmeren also hoghe ende also diepe alse hi wil
    1325/1400 ZutphenRbr. 64 Faksimile
  • das er [Totengräber] ain yeglich grab siben mannes schuche tief graben sol
    1344 EßlingenUB. I 395 Faksimile
  • choͤment gêst in das aigen und wellent des gotshauses laͤut anmuetwillen, wie sich denn die aigner werent, slachent si teuf oder seicht, darumb sein si im nichts phlichtig
    1371 NÖsterr./ÖW. IX 573 Faksimile
  • das der ban der herren von st. Alban ... gat ... so tieff in den Rin als einer mit einem stechross und einem ritspiess in den Rin geritten und gereichen mag
    1383 Burckhardt,Hofr. 143 Faksimile
  • dat wij ... dat water ... willen rumen vnde dupen laten ... also ruͤm vnde deep, dat men dar ladene schepe inne voren moghe
    1390 LübUB. IV 571 Faksimile
  • den puchsenzcugk ... haben wir mußen da laßen, wann das kot ßo tieff geweßen ist, vnd hett man vier hunderd roß an ain wagen gespant, so hetten sie es nicht zcihen mugen
    1464 FRAustr. 44 S. 591
  • nach rechte eyn igliche kampfbare wunde alßo zcujrkennen ist, ... das sie nagels tieff vnnd gelides langt sey
    1498 Neumann,MagdebW. 189 Faksimile
  • von der wißwäßry, so ist unser recht, das ein jeder das wasser mag leiten in das sin, eines pflůgs túf
    1509 ZürichOffn. I 340 Faksimile
  • das hinfüro, in stetten vnd doͤrffern vnsers fürstenthumbs, sich kein junger balbierer oder bader, er seie jung oder allt, meister oder knecht, der wundartzney vndernemen vnd die uͤben woͤlle, er ... wisse auch vnderschidlich zů heilen, vnd gůten vnderschid im heilen zů haben, in haupt, hirn vnd beinschrettigen wunden, tieff oder flach, wunden
    1552 WürtNLO. 50r Volltext (und Faksimile)
  • deßgleichen soll auch fürpas niemand edl oder vnedl, die hasen in grossen vnnd tieffen schneen mer fahen, sonder menigklichen auch verpoten sein vnnd bleiben
    BairLO. 1553 IV 23, 2 Volltext (und Faksimile)
  • ward einer gewundet so deep als een nagel am finger deep und so lang als ein lidt, scal de schuldige verdammet werden
    vor 1558 (Übs.) SchwerinStR. 281 Faksimile
  • ein yeder hat macht in sein aigne maur, die jme allain zugehoͤrig ist, poͤgen, behelter, oder andere loͤcher nach seiner noturft vnd gelegenheit zustellen. doch das er damit nit zu tief fare, daraus dem nachpaurn, durch prunst oder durch prüch, schaden eruolgen moͤcht
    NürnbRef. 1564 XXVI 7 Volltext (und Faksimile)
  • es soll niemandt heimliche gemaͤcher ... also nahe bey seines nachbawrn pfuͤtz machen ... daß er nicht 8 schuh weit platz zwischen beyden ligen lasse, vnd darzu eine gegenmauer ... bauwe, als tieffe derselben cloac, gruben vnnd traͤuff fundamenter seindt
    1599 LothrLbr. XIV 12 Volltext (und Faksimile)
  • [lohn der todtengraͤber:] von einem besondern eygenen vnd sechs schuh dieffem grab, einer alten leicht mehr nicht als sechs schilling
    1628 StraßbPolO. 95 Volltext und Faksimile
  • die feuer-mauern auch, so an alten mauern auffgebauet werden, sollen weder zu tieff in dieselben eingebrochen, noch also bloß angeflicket ... werden
    BreslauBauO. 1668 S. 12
  • sauberkeit auff denen gaͤssen und in denen haͤusern, hoͤfen und wincklen: ... wo etwo ... tieffe stinckende lacken sich befinden, sollen dieselbe alsobald außgefuͤllet ... werden
    1680 CAustr. I 537 Faksimile
  • hat der küster darauf zu sehen, daß die kuhlen [gräber] tief genug gegraben werden
    1748/49 ZWestf. 151/152 (2001/02) 357
  • die torffachten sollen alle jahr zur rechter zeit die heydtorffschifften richtig und gleichl[ich] in schifften eintheilen. wann es dann richtig geloßet, soll ein jeder mit dem, was ihm durch das loß zugefallen, begnügen laßen und wo schlecht feld nur ein sode tief graben
    1752 SchleswDorfO. 205
  • wen jemand im sommer ein pferd oder beest, schaaff oder schweine stirbet, daß er es tief unter die erden bringe und begraben
    1758 SchleswDorfO. 210
  • [von den grenzen der landstücke:] jeder landinteressent [soll] seine landstücke entweder durch steine oder pfähle oder auch durch länglicht tief gegrabene löcher beständig bemerckbar halten
    1802 SchleswDorfO. 546
II von einem Schiff: tiefgängig; tief gehen einen (bestimmten) Tiefgang besitzen; tief laden so schwer mit Fracht beladen, dass der Tiefgang sich (zu stark) vergrößert
  • in allen ... hauen, dar de schepe geladen werden, schall de stadt offte de olderman des kopmanns thoseen unde warnement laten, dat de schepe nicht tho depe geladen werden
    nach 1282 RevalStR. I 99 Faksimile
  • en schal me nyn schip buwen, dat deper ga, denne sos elen deep
    1412 HanseRez. VI 68 Faksimile
  • in allen havene, daer schepe gheladen werden, schal de stadt dar vorwaeren laten und des ghelikes de oldermann des coepmanns dar des behoef is, dat de [schepe] to depe nycht gheladen werden
    1447 FlandrCop9 S. 15
  • voort dat een scip quame ... dat alsoe deep genghe dat id hijr nicht up komen en mochte unde wonne men dan lichte scepe wat dat costede dat solde dat scip alleene betalen
    1537 FlandrCop9 S. 29
  • es sollen auch alle einkommende ... schiffer unseren piloten ..., wie tief das schiff geladen gehet und ob es ainen hangenden oder geraden kiel hat ... anzusagen schuldig seyn
    1674 BrandenbZollRegl. IV
III tief gelegen; morastig, überschwemmt
  • wast heet, cout, nat ofte diep
    1460/80 (Hs.) Reinaert II 2392
  • were dan das der weg ausserhalb des dorfs zu teuf wurde, so mag ain gefaster wagen die laiß schaiden
    16. Jh. NÖsterr./ÖW. IX 197 [hierher?] Faksimile
  • tieffe wießen sol einer den andern (so miteinand[er] anstoß hat) außzugraben befugt sein. wer nicht erscheinet, sol geben brüch 6 ß.
    1714 SchleswDorfO. 50
IV erheblich, beträchtlich; weitreichend, tiefgreifend, schwerwiegend; stark, heftig; auch verstärkend: viel
  • soͤlich strenng hart vnd vnzimmlich fu̍rnemen ... wider all abscheid, xv jaͤrig friden vnd vnuerschulter sach vnns hoch, tieff vnd sere befroͤmbdet
    1467 CartMulhouse III 74
  • dat ze id so depe nicht vorschriven wolden
    1469 HanseRez.² VI 152
  • wenn zeh syn to deep in schulde gekamen, dat ze zo geringlick daruth nicht kamen moghen
    1499 HanseRez.³ IV 255
  • dat ... buten-henzessche ostwert in den steden al umme soe vele willen hebben und in de neeringhe soe depe ghestadet werden
    1506 HanseRez.³ V 230
  • des gripet her H. al to depe in den kraem
    1515 HanseRez.³ VI 689
  • dath one de selschop, so se tho Bergen in Norwegen hebben, gelicke dep gelde und fulle masschup syn tho wynne und vorlust
    1519 Bergenfahrer 202
  • dat in dem dele de vader nicht deper in de ghuder tasten mochte den kynderen tho uorfange
    vor 1579 LangenbeckGl.(Eichler) J 18 Cod. A 6
  • ob ein kauffman 3 oder 4 stuck gehn W. oder O. zu fuhrenn begehrt unndt die weg tieffes wetters halben zu fahrenn umb dopffele belohnung, so fer der kauffman ein fur pferdt stellet, zu fuhren schuldig sein unndt dem kauffman umb dopffele belohnung gehn W. oder O. solchenn wein liefern
    1583 RheingauLändlRQ. 385
  • weil aber die leydige spielsucht bey vielen dieff eingewurtzelt, ... [ist] auff die vnerlaubte spiel vnd spieler, genawe auffsicht ... nehmen zulassen
    1628 StraßbPolO. 83 Volltext und Faksimile
  • das muͤnz- und postrecht schlaͤgt ... sehr tief in die policey und das commerciale ein, und ist ... ein ... unstrittiges majestaͤtsrecht
    1770 Kreittmayr,StaatsR. 33 Faksimile
  • da die teutschen ... ihrer nachkommenschaft einen grenzenlosen haß und die tiefste verachtung aller fremden einpflanzten, um zu verhuͤthen, daß sie durch einen naͤhern umgang mit ihnen nicht ihre sitten annehmen ... moͤchten
    1785 Fischer,KamPolR. I 408 Faksimile
  • doch soll dem richter erlaubt seyn, ... wo nach dem inhalte der akten der widerwille so heftig und tief eingewurzelt ist, daß zu einer aussöhnung ... keine hoffnung mehr übrig bleibt, eine solche unglückliche ehe zu trennen
    1794 PreußALR. II 1 § 718 a
V gründlich, ausführlich; umfassend, erschöpfend; in Kleidervorschriften: tiefe Trauer (iU. zur halben Trauer)
bdv.: tieflich
  • bete man georne be ðam þe seo dæde sy Christe ⁊ cyninge, swa hit gebyrige; oððe þa dæde wrece swiðe deope þe cyning sy on ðeode [jener Mann büße eifrig gemäß dem, wie die Tat ist, Christ und dem König, wie es gebührt, oder räche die Tat sehr tief, der König im Volke ist]
    1002/08 Liebermann,AgsG. EGu 12
  • dat wi uppe de sake also depe nicht ghedacht hadden
    1392 HanseRez. IV 109 Faksimile
  • dat sodan gelt H.S. tobehorede, des he sik tuges bereep, de doch so deepe nicht en tugeden, alse H.S. sik des hadde beropen
    1448 LübRatsurt. I 14
  • dy sach ueraidigt wart uil tieff
    1462/66 Beheim,Wiener 235, 29 Faksimile
  • wann als bald die nichtigkeyt des vrtheyls bewisen kan werden, so soll mit der execution verzogen vnd stillgehalten werden, sunst wo solchs ein tieffere erforschung bedarff, als dann solchs vnangesehen, wirt zů der execution des vrtheyls geschritten vnd fortgefaren
    1550 Gobler,Rsp. 160r Volltext (und Faksimile)
  • nicht nur unterscheidet sich jede trauer, und wieder tiefe oder halbe trauer, von der uͤbrigen tracht
    1765 Pütter,JurPraxis I 215 Faksimile
VI weniger bedeutend, nachgeordnet
  • teilent sy für recht, daß der vurgenannte hobesbannherrn alle gebodt, hoch und dieff, in dem vurgenannten hobe [habe]
    1360 Kirch,WelferdingenUrk. 14
VII tief (ins/zu Recht) kommen (gerichtlich) weiter- bzw. vorankommen
  • sind so depe myd en in de sake ghekomen, wo ze bii sulken worden willen bliven
    1436 HanseRez.² II 20 Faksimile
  • wij [en konen] juw noch nicht scriven, wente de zake noch so depe to rechte nicht is gekomen
    1464 LübRatsurt. I 57
  • is id so depe int recht gekamen, dat de tuge im rechte to tugende unde ere eyde to donde overbodich syn gewesen
    1495 LübRatsurt. I 374

Tief, n., m.?

I Wassergraben, Kanal; Fluss; ua. als Grundstücksgrenze
  • [dat] nyemant oeuer diepen tasten en sall
    1368 Nijhoff,Ged. II 222 Faksimile
  • op eenen diep, ther hyeth Nyla [auf einem Strom, der Nil heißt]
    1464 (Hs.) WesterlauwersR. I 566 Textarchiv: WesterlauwersR. I 566
  • die hogheste bant is: wen eyn tow om syn hals slaghen wort, vnde sijn handen worden bonden ouerrugge ... de mynste: we leth wort ouer deepp vnde sloeten bynnen hues vnde hoeff
    Anf. 16. Jh. OstfriesRQ. 79
  • dat mag ok de landvaget mit todat der vornemesten vam adel umme der armot und gemeinen bestens willen alle deepe rien und pütten edder gemeine stege ... utbeteren und buwen
    vor 1531 RügenLR. Kap. 100 § 3 Textarchiv: RügenLR. Kap. 100
II Fahrwasser, Fahrrinne; Hafeneinfahrt; auch der Hafen selbst
  • dat gi ... nemande ute juwen deepen zeghelen laten, eer dat gi tidinge hebben, wo dat sik desse dachvard zlyte
    1393 HanseRez. IV 139 Faksimile
  • scal de herre homeister ... unse edder unser erven boden und ghud leyden an sinen depen, steden und grenitzen
    1399 CDPruss. V 151 Faksimile
  • eyn paelgelt upgesettet ... umme to holdende de bolwercke unde dat deep
    1494 HanseRez.³ III 245
  • daß auf beyder theile unkosten ein siehl und tieff angerichtet, durchgeleitet und unterhalten werden soll
    1576 Brenneysen,OstfriesHist. I 260 [hierher?]
  • dan I.L. leicht uhrsach nhemen könte, unß undt unsern landtt undtt leutte anzufallen, sonderlich aber nach denn tieffen zu trachten
    1605 ActaBrandenb. I 445
  • auf den hafens sollen den einkommenden schiffen zur nachricht des sommers die seetonnen und des winters die bollen im tief behoͤrig ausgeleget [werden]
    1728 PreußStrandungsO. II 4
  • damit nun das ein- und ausbringen der schiffe so viel sicherer geschehe, sollen die piloten ... auf das tief und dessen veraͤnderung sorgfaͤltig acht geben
    1728 PreußStrandungsO. II 13

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TIEFadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    TIEF adj. tief. goth. diups , ahd. tiuf ; Gr. 2,48. Ulfil. wb. 44. Graff 5,387. vgl. touf. tiuf Griesh. pred. 2,92. 93. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tief

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Das Tief , des -es, plur. die -e, ein besonders in der Schiffahrt übliches Wort, den tiefsten Theil oder Ort einer Wasse…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    tief

    Goethe-Wörterbuch

    tief [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tief

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Tief ( das ), eine Fahrrinne in seichten Küstengewässern (so im schleswigschen Wattenmeere, wie Lister-T., Vortrapp-T. u…

  5. modern
    Dialekt
    tief

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    tief Band 3, Spalte 3,1677f.

  6. Sprichwörter
    Tief

    Wander (Sprichwörter)

    Tief 1. Das geht tief genug, sagte der Freier zu seiner Braut, als er eine Nadel in ihre Nadelbüchse steckte. Holl. : Da…

  7. Spezial
    tiefadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    tief , adj низкий , п

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tief

342 Bildungen · 319 Erstglied · 14 Zweitglied · 9 Ableitungen

tief‑ als Erstglied (30 von 319)

Tief(f)eⁿbächler

Idiotikon

Tief(f)eⁿbächler Band 4, Spalte 956 Tief(f)eⁿbächler 4,956

Tief(f)felch

Idiotikon

Tief(f)felch Band 1, Spalte 801 Tief(f)felch 1,801

tief(f)gründig

Idiotikon

tief(f)gründig Band 2, Spalte 779 tief(f)gründig 2,779

tief(f)sinnig

Idiotikon

tief(f)sinnig Band 7, Spalte 1074 tief(f)sinnig 7,1074

Tiefbutz

SHW

Tief-butz Band 1, Spalte 1515-1516

Tiefgang

SHW

Tief-gang Band 1, Spalte 1515-1516

Tiefgewanne

SHW

Tief-gewanne Band 1, Spalte 1515-1516

Tiefgrubber

SHW

Tief-grubber Band 1, Spalte 1515-1516

tiefkreuzig

SHW

tief-kreuzig Band 1, Spalte 1515-1516

Tiefrück

SHW

Tief-rück Band 1, Spalte 1515-1516

tiefrückig

SHW

tief-rückig Band 1, Spalte 1515-1516

Tiefsinn

SHW

Tief-sinn Band 1, Spalte 1515-1516

tiefsinnig

SHW

tief-sinnig Band 1, Spalte 1517-1518

Tiefung

SHW

Tief-ung Band 1, Spalte 1517-1518

Tiefwein

SHW

Tief-wein Band 1, Spalte 1517-1518

tiefäugig

DWB

tief·aeugig

tiefäugig , adj. tiefliegende augen habend: der zahnlückige, tiefäugige mond. F. Müller 2, 117 .

tiefanbetend

DWB

tiefanbetend , partic. : lasz mich ihn tiefanbetend .. herunter rufen! Klopstock od., krit. ausg. 1, 124 ; mit tiefanbetendem staunen freu i…

tiefauflauernd

GWB

tiefauflauernd [bisher nicht publizierter Wortartikel]

tiefaufsteigend

DWB

tief·aufsteigend

tiefaufsteigend , partic. aus der tiefe aufsteigend: ( sie hört ) ein dumpfes tiefaufsteigend getöse. Klopstock Mess. 7, 269 .

tiefauftönend

DWB

tiefauftönend , partic. ebenda 1, 615 (1748 fern und rauhtönend).

Tiefbahn

Meyers

tief·bahn

Tiefbahn , soviel wie Untergrundbahn, s. Stadtbahnen .

tiefbau

DWB

tief·bau

tiefbau , m. bergmännisch ein mit hilfe künstlicher wasserhaltung angelegter und geführter abbau Veith 55 (tiefbauschacht, ein schacht behuf…

Tiefbauschulen

Meyers

tiefbau·schulen

Tiefbauschulen , besondere Abteilungen der königlich preußischen Baugewerkschulen in Posen, Münster i. W., Kattowitz, Buxtehude, Frankfurt a…

tiefbedacht

DWB

tief·bedacht

tiefbedacht , partic. tief überlegt, überdacht: sein tiefbedachter ausspruch. Kirchhof mil. disc. 265 .

tief als Zweitglied (14 von 14)

antief

BWB

antief Band 3, Spalte 3,1678

chnǖ(w)tief

Idiotikon

chnǖ(w)tief Band 3, Spalte 775 chnǖ(w)tief 3,775 o.

durchtief

KöblerMhd

durch·tief

durchtief , Adj. nhd. sehr tief Q.: Apk (vor 1312) (FB durchtief) E.: s. durch, tief W.: nhd. DW2- L.: Lexer 34b (durchtief), MWB 1, 1440 (d…

hendetief

KöblerMhd

hende·tief

hendetief , Adj. nhd. handtief, händetief Q.: LuM (1437) E.: s. hant, tief W.: nhd. DW- L.: Lexer 86a (hendetief), LexerN 3, 235 (hendetief)

nagelstief

DRW

nagel·stief

nagelstief, adj. mit Vorstufen des Kompositums von Wunden: so tief wie ein Nagel (I) (dh. das Fingerglied mit dem Nagel), als Kriterium für …

Seetief

DRW

see·tief

Seetief, n. (natürliche) Schifffahrtsrinne vgl. Seegat daß 2 jahr hernach, als der durchschnitt [Mühlkanal an der Weichsel] gemacht, unser s…

sieltief

DWB

siel·tief

sieltief , n. , dasselbe wie sielgraben, s. daselbst, sielkanal, fleet; nd. wort, sîldêp Schiller-Lübben 4, 207 a , sieldeep brem. wb. 4, 78…

spërtief

Lexer

sper·tief

spër-tief adj. BMZ die länge eines speeres tief Bit. 907.

vërchtief

Lexer

verch·tief

vërch-tief adj. BMZ bis aufs leben dringend. verchtiefe wunden, todeswunden Nib. Kl. Gudr. Bit. 10565.

vuotief

AWB

vuoz·tief

vuoztief mhd. , adj. , nhd. fußtief. uuoz-dieph: Grdf. Gl 3,377,29 ( Jd ). bis zum Fuß ( zum Knöchel, zur Wade? ) reichend , fußlang: uuozdi…

wīsetief

KöblerMhd

wīs·e·tief

wīsetief , Adj. nhd. gründlich weise Q.: Lei (FB wīsetief), VMos (1130/1140) E.: s. wīse, tief W.: nhd. DW- L.: Lexer 325a (wīsetief), FB 47…

Ableitungen von tief (9 von 9)

ertiefen

DWB

ertiefen , deprimere, vertiefen: je mehr hernach der wind stark in die wellen wehet, je mehr wird deren grösz ertiefet und erhöhet. Werders …

tiefe

DWB

tiefe , f. gegensatz zu höhe, goth. diupei, alts. diupî diopî, ahd. tiufî diufî tiefî und tiufîn, mhd. tiefe tiufe ( s. teufe ) und tiefene …

untief

DWB

untief , adj. adv. ; ags. undéop; engl. undeep; ahd. untiuf, -teof; mnl. ondiepe; nd. ondiep; dän. udyb. I I. mit un IV A. syn. seicht Weiga…

untiefe

DWB

untiefe , f. , gs. zu tiefe ( s. d. ) und dessen steigerung. ahd. untiufî; mnd. undêpe, -deipte, -dupe; mnl. ondiepe; nl. ondiepte; dän. udy…

urtief

DWB

urtief , adj. adv. , tief mit ur- C 4 a: einem urtiefen zug aus der weinflasche Kürnberger siegelringe (1874) 151 ; adv.: u. glühten die aug…

urtiefe

DWB

urtiefe , f. , tiefe mit ur- C 4 a und c: dann sprach T. ... viel von gottes hohem entwurfe ..., aus der u. seines wesens tausendmal tausend…

vertiefe

BMZ

vertiefe swv. vertiefe, senke in die tiefe. in sünden ein vertiefet man Winsb. 66,2. armer sunder, bistu sêre vertûfet Leys. pr. 30,40. swaʒ…

vertiefen

DWB

vertiefen , verb. , analogiebildung im engen anschlusz an das grundwort tief, während daneben eine lautgesetzlich richtig entwickelte form v…

vertiefung

DWB

vertiefung , f. , substantivbildung zu vertiefen in seinen verschiedenen bedeutungen. erst im 18. jh. häufiger; aus dem 16. jh. liegen nur z…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „tief". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/tief/drw?formid=tief
MLA
Cotta, Marcel. „tief". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/tief/drw?formid=tief. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „tief". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/tief/drw?formid=tief.
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