Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
ducken
ducken
ducken Vb. ‘schnell nach unten beugen, bücken, den Kopf einziehen’, Intensivbildung zu tauchen (s. d.). Nhd. ducken hat sein anlautendes d- aus dem Nd.; vgl. mnd. ducken, mnl. ducken gegenüber mhd. frühnhd. tücken, tucken. Luther verwendet ducken und tücken nebeneinander. Endgültig durchgesetzt hat sich anlautendes d- ebenso wie der Vokal u (gegenüber umgelautetem ü) im 18. Jh. Das u erklärt sich zum Teil aus der im Obd. häufigen Umlautlosigkeit vor ck (daher obd. tucken, s. oben). Darüber hinaus aber ist wohl von zwei Verbalbildungen auszugehen, einem (Umlaut bewirkenden) jan-Verb und einem (notwendig umlautlosen) ōn-Verb, da andernfalls die zahlreichen Formen mit u im Nd. (das die Umlauthemmung vor ck nicht kennt) unerklärbar wären; vgl. Nomina postverbalia 1 (1932) 170 ff. Die Etymologie von ducken (und tauchen) ist ungeklärt; 1, 268 erwägt einen Asatz ie. *dheug-, germ. *dū̌k-, *dukk- ‘tauchen, sich ducken’, den er als Gutturalerweiterung neben die Labialerweiterung ie. *dheub- (s. tief), daneben auch *dheup- ‘tief, hohl’, stellt.