lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Tief

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
27 in 20 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
130
Verweise raus
65

Eintrag · Campe (1807–1813)

Tief adj, adv

Bd. 4, Sp. 823a
Tief, — er, — ste, adj. u. adv. 1) Unter einer angenommenen Fläche, z. B. der Wasserfläche, oder unter der Fläche des Gesichtskreises, näher nach dem Mittelpunkte der Erde; zum Unterschiede von niedrig, wenig oder nicht genug über der Wasserfläche erhoben; in Gegensatz von hoch, wie auch von flach, seicht  Ein tief liegendes Land. Ein tiefer Graben, dessen Boden vom Rande weiter, entfernter ist als gewöhnlich. Tief graben. Ein tiefer Fluß, dessen Grund weit unter der Oberfläche des Wassers ist. Sprichw. Stille Wasser sind tief. Eine tiefe Wunde. Ein tiefer Abgrund. Die Pfahlwurzel gehet am tiefsten in die Erde Einen tiefen Grund legen, der weit in die Erde hineingehet, also fest, zuverlässig ist. So auch uneigentlich. »Tief gegründete Rechtschaffenheit.« Meißner. (R.) Eine tiefe Schüssel, in Gegensatz von einer flachen. Ein tiefer Schnee, hoher, vieler Schnee, von dessen Oberfläche der Grund weiter entfernt ist als gewöhnlich. Tiefer Koth, in welchen man tief einsinket. Tiefe Wege , wo viel solcher Koth liegt. So auch mit einem Grundworte, welches in den vierten Fall gesetzt wird, das Maß einer solchen Entfernung zu bestimmen. Der Brunnen auf der Festung Königstein soll 900 Ellen tief sein. Ein Schacht, welcher 100 Lachter tief ist. Tiefe Stollen, im Bergbaue, welche 50 bis 100 Lachter tief sind; zum Unterschiede von den Tag= und Mittelstollen. Ein tiefer Erbstollen, derjenige Stollen, welcher gerade ins Gebirge getrieben ist, und in Ansehung dieser Gegend die größte Teufe einbringen soll. Das Tiefste heißt im Bergbaue die unterste Sohle im ganzen Berggebäude, so weit man in die Teufe kommen kann. Einen Graben 6 Fuß tief machen. Ein Schiff gehet tief, wenn es wegen großer Schwere weit ins Wasser einsinket; es gehet 10 Fuß tief, wenn es von der untern Seite des Kieles an gerechnet und lothrecht gemessen, 10 Fuß tief ins Wasser sinkt. I Schiffbaue heißt ein Schiff tief verbunden, wenn es in der Kuhl oder über dem obersten Deck bis zu seinem Bord oder dem obersten Rande noch eine beträchtliche Höhe hat, etwa 4 bis 6 Fuß; beträgt diese Höhe aber nur halbe Mannshöhe und weniger, so heißt es ein niedrig verbundenes Gebäude. Wenn ein Schiff zwischen Deck eine beträchtliche Höhe hat, etwa 5 bis 5½ Fuß, so sagt man, es sei zwischen Deck tief verbunden; beträgt die Höhe aber weniger, so sagt man es sei nur flach zwischen Deck. I O. D. auch mit dem zweiten Falle. Dreier Ellen tief. Sich tief bücken, sehr weit nach der Erde zu. Eine tiefe Verbeugung. Sich tief erniedrigen, uneigentlich, sich sehr niedrig machen, sich weit unter seine Würde hinabsetzen. »Die zügellose Liebe wird zur Brunst, die den Menschen tief unter das Thier erniedriget.« Gellert. Bei der tiefsten Erniedrigung gleichgültig bleiben. Eine tiefe Demuth zeigen. Tief gebeugt sein, ebenfalls uneigentlich, sehr gebeugt, betrübt  sein. Die tief gebeugte Witwe. Schlummre, schlummre Schwerbeladnes, tief gebeugtes, Edles Haupt! Herder. Häufig gebraucht man tief in weiterer Bedeutung auch von einer Entfernung in einer und derselben Ebene. So sagt man, ein Haus sei 24 Fuß tief, wenn die vordere Seite desselben von der hintern so weit entfernt ist. Ein 24 Ellen tiefes Haus, welches so viele Ellen tief ist. Auch ohne Bestimmung eines Maßes, weit von einem gewissen Punkte in wagerechter Richtung entfernt; in das Inere eines Raumes hinein. Tief in den Wald, in die Höhle hinein gehen. Sie drangen tief in das Gebirge hinein. Tief in See sein, die offene See haben, nach allen Richtungen sehr weit vom Lande entfernt sein. — — Da sieh in tiefester Ferne Plötzlich das siedende Todesmeer in wütendem Aufruhr. Sonnenberg. — — Wie tief in der Feldschlacht Sterbend ein Gottesläugner sich wälzt — Klopstock. — Und sahe ungesehen in die tiefe Versammlung. Ders. 2) Uneigentlich gebraucht man tief in verschiedenen Bedeutungen, wo der Begriff des Dringens nach dem Grunde und in das Inere und der Begriff eines hohen Grades der herrschende ist. (1) Tief in Schulden stecken, viele Schulden haben, nach demselben Bilde, nach welchem man sagt, in Schulden versunken sein; im gemeinen Leben auch nur tief stecken. Tief Athem holen, gleichsam aus den untersten Theilen, vom Grunde der Brusthöhle heraus. Eben so, tief seufzen. Tiefe Seufzer. Als tief erseufzend sie die Worte sprach: Collin. — ein tief geschöpftes Ach Entsteigt der bangen Brust; Bürde. Sich etwas tief ins Gedächtniß prägen, oder tief einprägen, gleichsam recht auf dem Grunde oder im Inern verwahren, um es nicht zu vergessen. So etwas bleibt in tiefem Andenken. Eine tiefe Erkenntniß, welche bis auf den Grund gehet, eine sehr gründliche. Tief denken, im Denken bis auf den ersten Grund zurückgehen, alles ergründen. Ein tief denkender Mann. »Tiefere Denker.« Lavater. Tiefe Betrachtungen anstellen, bei welchen man auf den Grund der Sache zu kommen sucht, sich also mit seinen Gedanken von allem Übrigen entfernt und in die Sache immer weiter eindringt, wobei man also in tiefen Gedanken ist, mit seinen Gedanken so sehr darin verloren, daß man auf das, was außen herum ist, gar nicht achtet. Ein tiefer Sinn, sowol welcher nicht ganz offen da liegt, als auch ein reicher großer Sinn, welcher sich nur dem Forschenden aufschließt. Bloß das erste bezeichnet es, wenn man sagt, der Sinn liegt etwas tief, man muß erst nachdenken, ehe man den Sinn faßt. Tiefe Gelehrsamkeit, gründliche, große. Tief gelehrt sein. Er sah hier nicht tief genug. Wir sahn nicht tief genug, was dieses Herz empfand. Weiße. I höherem Grade verstehet man unter der tiefen Weisheit Gottes, die unergründliche. Ein tiefes Geheimniß, gleichsam ein tief versenktes, welches nicht zu entdecken ist. Der Begriff des Gründlichen, auf den Grund Gehenden, geht oft in den Begriff des ins Inre Dringenden über, oder vereiniget sich mit demselben. Tief in die Augen sehen, forschend hineinsehen, um darin des Andern Empfindung und Gesinnung zu lesen, und gleichsam durch dasselbe ins Herz sehen. Da der Jüngling — — I das tiefste Herz mir schaute, Schiller, d. h. tief in das Herz, in das Inerste des Herzens. Ein tiefer Schmerz, der bis ins Inerste dringt, der stark und lange empfunden wird. Ein tiefes Gefühl, ein lebhaftes starkes Gefühl im Inersten, welches sich daher nicht leicht verlieret. Eine tiefe Verehrung, eine innige. Tief fühlen. Es war ihr tiefstes und geheimstes Leben, Was mich ergriff mit heiliger Gewalt. Schiller. Tief schauernd, bis in das Inerste schauernd. — Tiefschauernd starrt' ich auf. Collin. Tief bewegt, gerührt, bis ins Inerste bewegt, gerührt, sehr bewegt, gerührt. Tief erschüttert sein. Ein tief verwundetes, zerrißnes Herz, ein im Inersten verwundetes, bis ins Inerste zerrissenes. »Tiefverwundet Herz.« Herder. »Tiefzerrissene Herzen.« Tiedge. Tiefes Mitleid fühlen, inniges. Tief in die Nacht hinein aufbleiben, bis weit in die Nacht, bis Mitternacht und nach Mitternacht, wofür man auch sagt, bis in die tiefe Nacht hinein. »Die tiefste Mitternacht ist durch dich helle.« Weiße. Denn tiefe Nacht deckt vor uns her die Tage, Die jeder noch durchwandern wird. Uz. (2) Einen hohen Grad zu bezeichnen, wo es mit der vorigen Bedeutung genau zusammenhängt. Tief beschämt sein, sehr beschämt sein. O, ruft er tiefbeschämt — Bürde. I tiefer Betrübniß, tief betrübt sein. Tief zerrüttet, im höchsten Grade zerrüttet, bis in sein Inerstes zerrüttet. Zum Menschenfeind geworden ob der Tücke Der Menschen, tiefzerrüttet und verstimmt, Bürde. Darmit des Mangels sich erwehrt I seiner tieffsten Armut. H. Sachs. (R.) »Aus tiefer Noth schrei' ich zu dir ,« der Anfang eines alten Kirchenliedes. Eine tiefe Stille, tiefes Stillschweigen; wo man aber nicht sagen kann, tief stillschweigen. Tiefe Verborgenheit. Den hohen tiefverborgnen schleiert Die Nacht in ihr geweihtes Dunkel ein. Tiedge. Ein tiefer Schlaf, ein fester. I tiefsten Schlafe liegen. Schwer und tief ist der Schlummer der Todten, Nimmer erweckt ihn die Stimme der Braut. Schiller. Tief trauern, im höchsten Grade, ganz schwarz oder auf andere Art, welche man für den höchsten Grad der Trauer eingeführt hat. I tiefer Trauer erscheinen. Ein tiefes Dunkel. (3) Von Tönen. Ein tiefer Ton, bei welchem man die Stimme sinken läßt, und bei Tonwerkzeugen, ein diesem gleicher Ton; in Gegensatz von einem hohen. Tief singen. Einen tiefen Baß haben. Ein Tonwerkzeug tiefer stimmen. (4) Von Farben, mit vielem Schwarz vermischt, dunkel; in Gegensatz der hohen. Ein tiefes Blau, ein tiefes Roth  Diese Bedeutung hängt mit der (2) zusammen, welches besonders deutlich wird, wenn man tiefes Schwarz sagt, womit man eine in hohem Grade schwarze Farbe bezeichnet. — I N. D. lautet dies Wort deep.
8618 Zeichen · 141 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TIEFadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    TIEF adj. tief. goth. diups , ahd. tiuf ; Gr. 2,48. Ulfil. wb. 44. Graff 5,387. vgl. touf. tiuf Griesh. pred. 2,92. 93. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tief

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Das Tief , des -es, plur. die -e, ein besonders in der Schiffahrt übliches Wort, den tiefsten Theil oder Ort einer Wasse…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    tief

    Goethe-Wörterbuch

    tief [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tief

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Tief ( das ), eine Fahrrinne in seichten Küstengewässern (so im schleswigschen Wattenmeere, wie Lister-T., Vortrapp-T. u…

  5. modern
    Dialekt
    tief

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    tief Band 3, Spalte 3,1677f.

  6. Sprichwörter
    Tief

    Wander (Sprichwörter)

    Tief 1. Das geht tief genug, sagte der Freier zu seiner Braut, als er eine Nadel in ihre Nadelbüchse steckte. Holl. : Da…

  7. Spezial
    tiefadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    tief , adj низкий , п

Verweisungsnetz

145 Knoten, 154 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 11 Hub 2 Wurzel 2 Kompositum 116 Sackgasse 14

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tief

342 Bildungen · 319 Erstglied · 14 Zweitglied · 9 Ableitungen

tief‑ als Erstglied (30 von 319)

Tief(f)eⁿbächler

Idiotikon

Tief(f)eⁿbächler Band 4, Spalte 956 Tief(f)eⁿbächler 4,956

Tief(f)felch

Idiotikon

Tief(f)felch Band 1, Spalte 801 Tief(f)felch 1,801

tief(f)gründig

Idiotikon

tief(f)gründig Band 2, Spalte 779 tief(f)gründig 2,779

tief(f)sinnig

Idiotikon

tief(f)sinnig Band 7, Spalte 1074 tief(f)sinnig 7,1074

Tiefbutz

SHW

Tief-butz Band 1, Spalte 1515-1516

Tiefgang

SHW

Tief-gang Band 1, Spalte 1515-1516

Tiefgewanne

SHW

Tief-gewanne Band 1, Spalte 1515-1516

Tiefgrubber

SHW

Tief-grubber Band 1, Spalte 1515-1516

tiefkreuzig

SHW

tief-kreuzig Band 1, Spalte 1515-1516

Tiefrück

SHW

Tief-rück Band 1, Spalte 1515-1516

tiefrückig

SHW

tief-rückig Band 1, Spalte 1515-1516

Tiefsinn

SHW

Tief-sinn Band 1, Spalte 1515-1516

tiefsinnig

SHW

tief-sinnig Band 1, Spalte 1517-1518

Tiefung

SHW

Tief-ung Band 1, Spalte 1517-1518

Tiefwein

SHW

Tief-wein Band 1, Spalte 1517-1518

tiefäugig

DWB

tief·aeugig

tiefäugig , adj. tiefliegende augen habend: der zahnlückige, tiefäugige mond. F. Müller 2, 117 .

tiefanbetend

DWB

tiefanbetend , partic. : lasz mich ihn tiefanbetend .. herunter rufen! Klopstock od., krit. ausg. 1, 124 ; mit tiefanbetendem staunen freu i…

tiefauflauernd

GWB

tiefauflauernd [bisher nicht publizierter Wortartikel]

tiefaufsteigend

DWB

tief·aufsteigend

tiefaufsteigend , partic. aus der tiefe aufsteigend: ( sie hört ) ein dumpfes tiefaufsteigend getöse. Klopstock Mess. 7, 269 .

tiefauftönend

DWB

tiefauftönend , partic. ebenda 1, 615 (1748 fern und rauhtönend).

Tiefbahn

Meyers

tief·bahn

Tiefbahn , soviel wie Untergrundbahn, s. Stadtbahnen .

tiefbau

DWB

tief·bau

tiefbau , m. bergmännisch ein mit hilfe künstlicher wasserhaltung angelegter und geführter abbau Veith 55 (tiefbauschacht, ein schacht behuf…

Tiefbauschulen

Meyers

tiefbau·schulen

Tiefbauschulen , besondere Abteilungen der königlich preußischen Baugewerkschulen in Posen, Münster i. W., Kattowitz, Buxtehude, Frankfurt a…

tiefbedacht

DWB

tief·bedacht

tiefbedacht , partic. tief überlegt, überdacht: sein tiefbedachter ausspruch. Kirchhof mil. disc. 265 .

tief als Zweitglied (14 von 14)

antief

BWB

antief Band 3, Spalte 3,1678

chnǖ(w)tief

Idiotikon

chnǖ(w)tief Band 3, Spalte 775 chnǖ(w)tief 3,775 o.

durchtief

KöblerMhd

durch·tief

durchtief , Adj. nhd. sehr tief Q.: Apk (vor 1312) (FB durchtief) E.: s. durch, tief W.: nhd. DW2- L.: Lexer 34b (durchtief), MWB 1, 1440 (d…

hendetief

KöblerMhd

hende·tief

hendetief , Adj. nhd. handtief, händetief Q.: LuM (1437) E.: s. hant, tief W.: nhd. DW- L.: Lexer 86a (hendetief), LexerN 3, 235 (hendetief)

nagelstief

DRW

nagel·stief

nagelstief, adj. mit Vorstufen des Kompositums von Wunden: so tief wie ein Nagel (I) (dh. das Fingerglied mit dem Nagel), als Kriterium für …

Seetief

DRW

see·tief

Seetief, n. (natürliche) Schifffahrtsrinne vgl. Seegat daß 2 jahr hernach, als der durchschnitt [Mühlkanal an der Weichsel] gemacht, unser s…

sieltief

DWB

siel·tief

sieltief , n. , dasselbe wie sielgraben, s. daselbst, sielkanal, fleet; nd. wort, sîldêp Schiller-Lübben 4, 207 a , sieldeep brem. wb. 4, 78…

spërtief

Lexer

sper·tief

spër-tief adj. BMZ die länge eines speeres tief Bit. 907.

vërchtief

Lexer

verch·tief

vërch-tief adj. BMZ bis aufs leben dringend. verchtiefe wunden, todeswunden Nib. Kl. Gudr. Bit. 10565.

vuotief

AWB

vuoz·tief

vuoztief mhd. , adj. , nhd. fußtief. uuoz-dieph: Grdf. Gl 3,377,29 ( Jd ). bis zum Fuß ( zum Knöchel, zur Wade? ) reichend , fußlang: uuozdi…

wīsetief

KöblerMhd

wīs·e·tief

wīsetief , Adj. nhd. gründlich weise Q.: Lei (FB wīsetief), VMos (1130/1140) E.: s. wīse, tief W.: nhd. DW- L.: Lexer 325a (wīsetief), FB 47…

Ableitungen von tief (9 von 9)

ertiefen

DWB

ertiefen , deprimere, vertiefen: je mehr hernach der wind stark in die wellen wehet, je mehr wird deren grösz ertiefet und erhöhet. Werders …

tiefe

DWB

tiefe , f. gegensatz zu höhe, goth. diupei, alts. diupî diopî, ahd. tiufî diufî tiefî und tiufîn, mhd. tiefe tiufe ( s. teufe ) und tiefene …

untief

DWB

untief , adj. adv. ; ags. undéop; engl. undeep; ahd. untiuf, -teof; mnl. ondiepe; nd. ondiep; dän. udyb. I I. mit un IV A. syn. seicht Weiga…

untiefe

DWB

untiefe , f. , gs. zu tiefe ( s. d. ) und dessen steigerung. ahd. untiufî; mnd. undêpe, -deipte, -dupe; mnl. ondiepe; nl. ondiepte; dän. udy…

urtief

DWB

urtief , adj. adv. , tief mit ur- C 4 a: einem urtiefen zug aus der weinflasche Kürnberger siegelringe (1874) 151 ; adv.: u. glühten die aug…

urtiefe

DWB

urtiefe , f. , tiefe mit ur- C 4 a und c: dann sprach T. ... viel von gottes hohem entwurfe ..., aus der u. seines wesens tausendmal tausend…

vertiefe

BMZ

vertiefe swv. vertiefe, senke in die tiefe. in sünden ein vertiefet man Winsb. 66,2. armer sunder, bistu sêre vertûfet Leys. pr. 30,40. swaʒ…

vertiefen

DWB

vertiefen , verb. , analogiebildung im engen anschlusz an das grundwort tief, während daneben eine lautgesetzlich richtig entwickelte form v…

vertiefung

DWB

vertiefung , f. , substantivbildung zu vertiefen in seinen verschiedenen bedeutungen. erst im 18. jh. häufiger; aus dem 16. jh. liegen nur z…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „tief". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/tief/campe?formid=T02052
MLA
Cotta, Marcel. „tief". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/tief/campe?formid=T02052. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „tief". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/tief/campe?formid=T02052.
BibTeX
@misc{lautwandel_tief_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„tief"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/tief/campe?formid=T02052},
  urldate      = {2026-05-18},
}