lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

thier

ahd. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
9
Verweise raus
16

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

thier n.

Bd. 21, Sp. 373
thier, tier, n. animal, fera, bestia. goth. dius, ahd. tior tëor tier dier (pl. tior tier und tierer dierer Graff 5, 447), mhd. tier, pl. tier, md. auch wie von einem m. tiere (vereinzelt tierer Dalimil chron. von Böhmen 15, 5), nhd. tier thier, pl. thiere, in der älteren sprache auch tier, thier, daneben tierer, thierer (S. Brant bei Steinhöwel 188. Luther fab. 3 neudr. Schade sat. 3, 112, 3. 113, 4. Amadis 77. 509 K. buch der liebe 216d. Zimm. chron.2 4, 315, 35. Maaler 400d. ganskönig E 7b. S. Bürster 5. Simpl. 1, 50, 7, basl. dier und dierer Seiler 76a); alts. dior, nd. dier; ags. deór, diór, engl. deer; altn. dyr. — goth. dius, dessen s in den übrigen germanischen dialekten in r übergieng, gehört wahrscheinlich zu einer indogermanischen wurzel dhus atmen (altsl. duša geist, seele), wie lat. animal zu anima, bedeutet also wie dieses ursprünglich überhaupt ein atmendes, lebendes wesen (s. Fick3 3, 148. Schade2 940. Kluge4 355a. Feist nr. 128), schränkt sich dann aber ein auf den begriff fera, wildes thier, wild (vgl. unten 3, e und thiergarten). 11) im allgemeinsten sinne 'ein organischer körper, welcher vom planeten frei ist, oder sein eigenes centrum hat, und welcher sich selbstständig bewegen kann, heiszt thier' Oken 1, 9. 4, 15: es ist demnach ein thier ein wesen, das lebt, das wächst, das sich ernährt, das sich beweget, das empfindet, und welches sein geschlecht vermehrt. Brockes 9, 199; wenn ich aufs reich der thiere achtung gebe (s. thierreich). 198; die thiere theilen sich in arten (s. thierart). 237; von tieren im allgemeinen handelt Freidank 136 ff. Megenberg 114 ff.; Didymus sagt, unter allen thieren sei die biene das klügste und kunstreichste. Colerus hausb. 405; die gattungen der sogenannten vollkommenern thiere. Herder id. 1, 85; die thiere edlerer art. 100; geringe, unachtsame thier (frösche, schlangen, heuschrecken u. s. w.) Heyden Plin. 158; schwächere thiere Lessing 1, 108. 152; ein so geringschätziges thier 133; im weitesten sinne auch vom menschen (vgl. 4, b): der mensch .. ein thier der welt. Paracelsus 1, 201; (Jupiter) bracht ein thier hervor, so nie sonst vor erkennet, das man bei uns ietzund hier eine jungfrau nennet. Opitz 2, 146; der mensch ist ein mittelgeschöpf unter den thieren der erde. Herder id. 1, 84; wisset, ... dasz das schönste thier, das die natur hervorgebracht, der mensch sei. Göthe 35, 375. 22) der mensch als vernünftiges thier (geschöpf) im gegensatz zu den unvernünftigen thieren: der mensch ist ein vernünftiges thier, animal rationale Stieler 2280; menschen sind .. vernünftige thiere, aber nicht alle. Logau 2, 5, 14; der mensch, das kluge thier, lief einsam und verirrt. Mühlpforth hochzeitged. 3; vernunftlose thiere. Heyden Plin. vorr.; onvernünftige tier. Frank mor. enc. 79, 28. 138, 11 Götzinger; (die) gleich unvernünfting thieren leben. H. Sachs 16, 476, 26. auch als mittelstufe zwischen engel und thier: was ist der mensch? halb thier halb engel. J. L. Eyer, s. mensch 7. das thier überhaupt im gegensatze zum menschen: weder mensch noch thier. Jona 3, 7; Zeus, vater der thiere und menschen. Lessing 1, 132; thier und menschen schliefen feste. Lichtwer fabeln 1, 21. 33) nähere bestimmung des thieres. 3@aa) thiere der erde, des waldes, feldes, wassers, der luft (vgl. rechtsalterth. 39 f.): diu tier in dem waldeir weide lieʒen stên. Gudr. 389, 1: und gott sprach, die erde bringe erfür lebendige thier. 1 Mos. 1, 24; die thiere, welche sich auf erden enthalten. Heyden Plin. 281; allerlei thier auf dem felde. 1 Mos. 2, 19. 1 Sam. 17, 44; und gott sprach, es errege sich das wasser mit webenden und lebendigen thieren, und mit gevogel, das auf erden unter der feste des himmels fleuget. 1 Mos. 1, 20; aller thier das auf erden kreucht. 28; kriechende thier, schlangen Heyden Plin. 94 ff.; die art von thieren, welche kriechen (s. kriechen 2, a, α). Brockes 2, 241; thierer, die in dem wasser und auf der erden lebend, amphibia Maaler 400d. 3@bb) vierfüszige thiere Forer Gesners thierb., titel. ganskönig F 2a, besonders im gegensatz zu den fliegenden, kriechenden, schwimmenden thieren: dâ wâren tiere und vogele. Rolandsl. 118, 15; eʒ sî vogel oder tier. Parz. 592, 9; vische, würme, vogele, tier hânt ir reht baʒ danne wier. Freidank 5, 13. 10, 13; vögel und thiere machten sich auf, sie kamen zu paaren. Göthe 40, 113; vögel und frösch und thier und mücken begehn sich zu allen augenblicken. 13, 78. 3@cc) nach dem geschlecht männliches, weibliches thier: die beschreibung einer hennen, eines weiblichen thieres. J. E. Schlegel ästhet. und dramaturg. schriften 150, 9 neudr. 3@dd) nach gestalt und eigenschaft: grosz und erschrockenlich thier, bellua Maaler 400c; das camel ist ein ungeformt thier mit zweien groszen höfern auf dem rücken. Heyden Plin. 126; der bär ist ein grosz ungestalt thier. Forer Gesners thierb. 14a; ausz allen vierfüszigen thieren ist das pfärdt das alleredlest, das aller nutzlichest. 132b (vgl. myth.4 546); der fuchs ist ein listig, boszhaftig, fürwitzig und stinkend thier. 55a; es schreibt auch Galenus, dasz der aff ein lächerlich spöttlich thier sei von natur. 1b; es ist kein thier dem menschen so ähnlich alsz der aff, aber wenn er schon das schönste kleid anträgt, so kennt man ihn doch. Lehmann 425, 47; der esel .. ist ein tumbeʒ tier. Freidank 140, 21; welch ein rasches thier ist diesz (rennthier)! Brockes 9, 293; ein geschicktes thier. Lessing 1, 183; gesellige thiere. Göthe die guten frauen 10, 26 neudr.; alle thiere, die in heerden leben. Herder id. 2, 240; jedes thier hält sich zu seines gleichen. Lehmann 326, 1; ja auch giftige thier da stohn, schlangen, drachen, scorpion. ganskönig F 2b; bisz der giftigen thier (s. thierbisz). Tabernaem. 513b. 3@ee) besonders das wilde (böse, reiszende) thier im gegensatze zum gezähmten und heimischen. 3@e@aα) bestia, fera, tier, wildes oder reiszendes tier Dief. 72a. 230b: diu wilden tier dann her für gênt auʒ den wälden und auʒ den hölen. Megenberg 62, 13; der wild eber ist ein starch tier. 121, 9; alsam tier diu wildengekaphet wurden an die übermüeten heldevon den Hiunen man. Nib. 1700, 1; wolv' unde (andere wilde) tier diu freʒʒen mich. Trist. 2510; auch sind menschen in den refiern, die sich vermischen mit wilden tiern. H. Sachs 16, 205, 28; ein reiszend thier. Jes. 35, 9; und sagen, ein böses thier habe in gefressen. 1 Mos. 37, 20; und dieser fürchterliche krieg dort oben, der auch die wilden thiere sanftmuth lehrt, dasz sie sich zahm in ihre gruben bergen, kann unter menschen keinen frieden stiften. Schiller 13, 310 (jungfr. von Orl. 5, 1). im gegensatze zu zahm, heimisch: und ist kain wildeʒ tier, daʒ sô schier haimleich werd und den läuten undertân (als der elephant) Megenberg 134, 16; wildes thier Nürnb. reform. 163b im gegensatz zum heimischen (hausthier) 163a. Frank Germ. chron. (1538) 172a. Reiszner Jerus. 2, 160a, zum zahmen Stieler 2280; alle gezähmten thiere sind ebenfalls wild geworden. Herder id. 1, 81; ein thier, ein heimlich, hemisch thier, viech, pecus Dief. 419b; thier und alles viech (wilde und hausthiere) ps. 148, 10, schon mhd.: eʒ sî vihe oder tier. fundgr. 1, 129, 1; arm leut, so nit thier (kein vieh) haben. walds ovdnung A 3a; von wegen der köhler ist betheidingt, dasz keiner über drei thier nicht haben soll. B 3b; die thier metzgen. F. Platter 161 B.; (Jakob) habe seinem liebsten sohn Joseph den segen der brüst gegeben, das ist der thier, milch und butters uberflusz. Schuppius 736. 3@e@bβ) weidmännisch wildes thier oder thier, das wild: (Diana) der jegerîe wielt und in schirme dô behielt diu wilden tier gemeine. Konrad troj. kr. 24047; thier nennt man auch ein stück wild. Flemming deutscher jäger 111, besonders das weibliche reh-, dam- und elenwild, sobald es gebrunftet hat Kehrein 292: thier oder wild wird das weibliche geschlecht des roth- und tannwildprets genennet. Heppe wohlred. jäger 295; die thiere ziehen die alten hirsche den jungen vor, .. weil sie hitziger und begieriger auf der brunst sind. jagdlust 1, 131; das thier geht acht monate und einige tage hoch beschlagen, das heiszt tragend. 132; von den thieren (hirschen und hinden) im statgraben. Tucher baumeisterbuch 123, 14 ff., mhd. tier die hirschkuh, dann auch das reh: daʒ ich niemer hirʒ noch tier (hinde) gehouwen wil in vier quartier. Tristan 3307; dem hirʒe unde dem tiere. 17107; dô fuor er springende als ein tier. Parz. 64, 19; daʒ ors was sneller denne ein tier. Willeh. 369, 26; diu tier (tigerweibchen) sint gar grimmig und wenn die jäger si beraubt habent irr kindel, sô mügent in etswenn die jäger niht enpfliehen. Megenberg 161, 6; rhein. auch vom weibchen gröszerer zahmer thiere (kuh u. s. w.) gebraucht Kehrein volksspr. in Nassau 1, 404. 3@ff) reitthier: und hub in darnach auf sein thier und führt in an die herberg schier. H. Sachs 15, 351, 26; (ich will) auf das gehudel unter mir leicht wegschauen von meinem thier. Schiller 12, 53 (Wallenst. lager 11). 44) übertragen 4@aa) das grosze, das kleine thier, der grosze, der kleine bär (gestirn): Orion drewet schwach, das grosz' und kleine thier schawt dunkel umb sich her, und blickt kaum halb herfür. Opitz 2, 278. 4@bb) von personen, in verschiedenem, durch ein adjectiv ausgedrücktem sinne gebraucht (vgl. thierchen): ein mensch ist ein gesellig thier. Keisersberg narrensch. 128b; dann ein maler ein wunderbar und seltzams thier ist. Fischart bienenk. (1580) 135a; es ist ein stolzes thier umb einen jungen doctor. unw. doctor 453; wir halbgelehrte thiere aber heut zu tage lernen eines oder das andere, nur dasz wir wieder etwas haben zu vergessen. Schuppius 538 (vgl. schulenthier 711); ein junger prediger dünkt sich ein gewaltig thier zu sein, wenn er in ein ampt kommt. wolgeplagter priester (1691) 97; ein grosz und vornehm thier zu werden. Günther 196; die Creter sind imer lügener, böse thier (goth. ubila unbiarja), und faule beuche. Tit. 1, 12; denn jeder denkt (von einer bösen tochter), du böses thier, der herr beht mich ja für dir (als meinem weibe). Ringwald laut. warh. 309; (es ist) in dieser welt kein schlimmer thier, als einer, der gar leicht vergist, wenn ihm was guts erzeiget ist. 29; was sagstu, giftiges thier? H. Jul. v. Braunschw. 14 Tittm.; sie ist ein böses tier. Stieler 2280; je du garstiges thier! Rädlein 875a; du einfeltigs thier! Zimm. chron.2 4, 226, 28; o leichtes thier (leichtfertige dirne)! Rist poet. lustg. G 5b; baslerisch e wüest dier, grobe weibsperson Seiler 76a; sage mir, du unvernünftiges thier, wenn ... Wieland 11, 87; ich bin ein arbeitseligs tier. N. Manuel Elsli v. 463; ich armes geplagtes thier. Weisze kom. opern 2, 203; du lieber gott! was doch der mensch für ein armes gutes thier ist! Göthe 27, 107; wer dem publikum dient, ist ein armes thier. 2, 252; wir haben dem armen thiere, dem Michaelis, doch unrecht gethan. Schiller an Göthe 140 (2, 1); es (mädchen) ist ein gutherziges thier. Lenz nachl. 59 Weinh. leipzigerisch das gute, das arme thier. Albrecht 222b; kurh. thier oder wibesthier von weibern gebraucht ohne schlimme nebenbedeutung Vilmar 411; nassauisch ein grosz thier, ein vornehmer herr Kehrein 1, 404. 4@cc) zum thiere werden, machen u. s. w.: (verzweiflung) macht mich zur furie, zum thier. Schiller 5, 2, 410 (don Carlos 5, 3); (die juden wurden) durch eine so lange anhaltende dummheit endlich fast bis zum thier herunter gestoszen. 9, 104; man hat den menschen ... zum thier erniedrigen wollen. Herder id. 1, 149; sich zum thiere saufen. Holtei Lammf.2 1, 143. 4@dd) von personificationen: die misgunst, das arge thier, das jedermans gerücht verletzet. Weckherlin 44 Gödeke; das leidenschaftliche thier (die leidenschaften) im menschen tilgen. Klinger 10, 203; ist es denn eine wollust, der fusz des trägen vielbeinigten thieres republik zu sein? Schiller 3, 24 (Fiesko 1, 7). 4@ee) der sog. umlauf oder fingerwurm, auch das böse thier genannt; eine krankheit am schweife des rindviehs, besonders des jungen. Kehrein volksspr. in Nassau 1, 404.
12174 Zeichen · 301 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    thier

    Althochdeutsches Wörterbuch

    thier O F 2,2,21 s. thô u. er.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Thier

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Das Thier , des -es, plur. die -e, Diminut. das Thierchen, Oberd. Thierlein. 1. Im weitesten Verstande, ein jedes lebend…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Thier

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Thier , dasjenige organische Individuum, welches sich besonders durch seine selbständige Bewegungsfähigkeit von Ort zu O…

  4. Sprichwörter
    Thier

    Wander (Sprichwörter)

    Thier 1. Alle Thier' ein Paar sind miteinander, drum auch der Mensch will sein selbander. 2. Alle Thiere folgen der Natu…

Verweisungsnetz

27 Knoten, 22 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 3 Kompositum 21 Sackgasse 3

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit thier

277 Bildungen · 228 Erstglied · 44 Zweitglied · 5 Ableitungen

thier‑ als Erstglied (30 von 228)

thierabgötterei

DWB

thier·abgoetterei

thierabgötterei , f. mit thieren getriebene abgötterei, vgl. thierdienst : Aegyptens thierabgötterei ist längst, o längst vorbei! Herder ged…

Thiérache

Meyers

thier·ache

Thiérache (spr. tjerásch), franz. Landschaft in der ehemaligen Provinz Picardie, jetzt zum Depart. Aisne gehörig, mit der Hauptstadt Guise.

thieranbeter

DWB

thier·anbeter

thieranbeter , m. , thieranbetung f. zoolater, zoolatrie Campe, vgl. thierdiener, -dienst.

Thieranbetung

Campe

thier·anbetung

Die Thieranbetung , o. Mz . die Anbetung, Verehrung der Thiere als göttlicher Wesen; die Thierverehrung (Zoolatrie ); der Thierdienst , woru…

thierarm

DWB

thier·arm

thierarm , adj. arm an thieren: sämmtliche hausthiere der alten welt, die man in die thierarme neue welt eingeführt hat, sind doch zu ihrem …

thierart

DWB

thier·art

thierart , f. genus animalium, bestiarum, vgl. thiergattung , -geschlecht: diese ( gesichts- )winkel haben für jede thierart .. eine charakt…

thierartig

DWB

thier·artig

thierartig , adj. und adv. nach art eines thieres: die ohren ( des orang-utang ) treten thierartig empor. Herder id. 1, 163 .

Thierarzenei

Campe

thier·arzenei

Die Thierarzenei , Mz. — en , eine Arzenei für Thiere, wenn sie krank sind; die Vieharzenei , sofern jene Thiere Hausvieh sind.

Thierarzeneikunde

Campe

thierarzenei·kunde

Die Thierarzeneikunde , o. Mz . die Arzeneikunde auf Thiere angewendet, zur Heilung der Thiere; die Vieharzeneikunde , sofern jene Thiere Ha…

Thierarzeneikunst

Campe

thierarzenei·kunst

Die Thierarzeneikunst , o. Mz . die Arzeneikunst auf Krankheiten der Thiere angewendet, die Krankheiten der Thiere zu heilen; die Vieharzene…

Thierarzeneilehre

Campe

thierarzenei·lehre

Die Thierarzeneilehre , Mz. — n . 1) Eine Arzeneilehre zur Heilung der Krankheiten der Thiere; ohne Mehrzahl. 2) Eine Schrift, welche diese …

Thierarzeneischule

Campe

thierarzenei·schule

Die Thierarzeneischule , Mz. — n , eine Schule oder Anstalt, wo die Thierarzeneikunst gelehret wird; die Vieharzeneikunst , sofern jene Thie…

thierarznei

DWB

thier·arznei

thierarznei , f. arznei für thiere; thierarzneikunde, auf thiere angewandte arzneikunde Matthisson schrift. 2, 286 , ebenso thierarzneikunst…

thierarzt

DWB

thier·arzt

thierarzt , m. arzt für thiere, veterinarius Hebel (1843) 3, 111 . Rückert Hamasa 2, 158 . Auerbach 1, 432 .

thierbändiger

DWB

thier·baendiger

thierbändiger , m. : wie ein thierbändiger in einem käfig einen panther ergreifen und auf die erde schmettern würde. Gutzkow ritter 4 5, 279…

thierbande

DWB

thier·bande

thierbande , f. bande, trupp von ( abgerichteten ) thieren: am andern morgen zog die thierbande weiter. Hauff werke (1869) 4, 181 .

thierbeherrscher

DWB

thier·beherrscher

thierbeherrscher , m. : beide ( ochs und esel ) reden tief gebückt vor des thierbeherrschers ( des löwen ) throne. Pfeffel 1, 26 Hauff.

thierbein

DWB

thier·bein

thierbein , n. bein eines thieres; thierknochen, s. thiergebein .

thierberg

DWB

thier·berg

thierberg , m. ein berggroszes, sehr groszes thier: der elephant und alle ungeheure thierberge. E. v. Kleist 3 2, 144; nun kam auch der thie…

thierbevölkert

DWB

thierbevölkert , partic. von thieren bevölkert: ein thierbevölkertes eiland. J. Paul Levana 3, 44 .

thierbild

DWB

thier·bild

thierbild , n. thiergestalt: die menschenpild an in habent oder tierpild und vogelgestalt. Megenberg 427, 27 ; das bild eines thieres: jetzt…

thierbildung

DWB

thier·bildung

thierbildung , f. : alle formen der thierbildung. Herder id. 1, 155 ; die vierfüszige thierbildung ( vgl. thieresbildung). 145; thiergestalt…

thierbisz

DWB

thierbisz , m. bisz eines ( giftigen ) thieres Tabernaemont. 315 a . 932 a . Freytag ges. werke 20, 470 ( vom jahre 1610).

thier als Zweitglied (30 von 44)

Bisamthier

Adelung

bisam·thier

Das Bisamthier , des -es, plur. die -e, ein vierfüßiges Thier, welches einer Ziege gleicht, lange und starke Haare, aber keine Hörner hat. U…

duselthier

DWB

dusel·thier

duselthier , n. der nicht weisz was er thut, niederd. dusseldier Schambach 52 a . meisznisch dusselthier.

elendthier

DWB

elend·thier

elendsthier , elendthier , n. alces: wimmere nicht wie ein elendsthier. Claudius 4, 69 .

Elenn (Elennthier)

Wander

elen·n·elennthier

Elenn (Elennthier) Elenn (Elennthier). Das Elend am Spiess weissagt grossen Riss. ( Schles. ) Dies Sprichwort hat seine Entstehung in folgen…

feldthier

DWB

feld·thier

feldthier , n. bestia terrae: mein erbe ist wie der sprinklicht vogel, umb den sich die vogel samlen, wolauf und samlent euch alle feldthier…

geltthier

DWB

gelt·thier

geltthier , n. hindin die unfruchtbar ist, s. galtthier und das adj. gelt 2, d.

gemsthier

DWB

gems·thier

gemsthier , n. die weibliche gemse Adelung , Nemnich. im 16 . jahrh. aber wol für gemse überhaupt, in Ruffs Adam und Heva 805 sagt Adam zum …

gethier

DWB

get·hier

gethier , n. , sammelwort zu thier ( th. 11, 373), verhältnismäszig junge bildung, die in der mittelhochdeutschen periode ganz vereinzelt au…

Graththier

Adelung

grath·thier

Das Graththier , des -es, plur. die -e, in der Schweiz, diejenige Art Gemsen, welche röthlich von Farbe sind, und den Grath, d. i. den Gipfe…

hausthier

DWB

haust·hier

hausthier , n. animal mansuetum, domesticum, in den deutschen wörterbüchern vor Adelung nicht aufgeführt: die pferdeweihe, woran auch andere…

Jungthier

Adelung

jung·thier

Das Jungthier , des -es, plur. die -e, bey den Jägern, ein Junges des Roth- und Dammwildbretes weiblichen Geschlechtes, ehe es noch ein Schm…

lastthier

DWB

last·thier

lastthier , n. jumentum. Steinbach 2, 817 ; bildlich: ach, herr Firmin! so wohl wird es mir nicht! ich bin in die stadt gebannt, ein lastthi…

mannthier

DWB

mann·thier

mannthier , n. , ein von Rollenhagen gebildetes, thieren in den mund gelegtes wort: dieweil aber der herr der welt, sein regiment also beste…

Matthier

DRW

matt·hier

Matthier, m. gekürzt aus Matthiergroschen Sachhinweis: Jesse,BrschwMünzen 99 die gosslarsch cleine groschen, die man mathier nennet zu soben…

maulthier

DWB

maul·thier

maulthier , n. 1 1) mulus, der ins deutsche übergegangene lateinische ausdruck ( s. das zweite maul sp. 1795) mit verdeutlichendem beisatze,…

murmelthier

DWB

murmel·thier

murmelthier , n. arctomys marmota. die ahd. form ist muremunto, lepusculus ( Graff 2, 859 aus St. Gallen ) und später murmenti: erinatius (m…

nagethier

DWB

nage·thier

nagethier , n. ein thier aus dem geschlechte der nager ( glires ) Göthe 55, 317 ff.; bildlich vom zweifel: das heilige tau des glaubens ist …

opferthier

DWB

opfer·thier

opferthier , n. zum opfern bestimmtes oder geopfertes thier Rädlein 688 a ( vgl. opfervieh): so schlach gedultige opfertier. historienbibel …

raubthier

DWB

raub·thier

raubthier , n. thier, welches vom raube lebt: dieser adler ist gleichsam der könig unter denen allhiesigen bekannten fliegenden raubthieren.…

rennthier

DWB

renn·thier

rennthier , n. cervus tarandus, ags. hrân, altn. hreinn, schwed. ren, dän. rensdyr; ältere deutsche bezeichnung rein, reiner, renn; bei den …

säugethier

DWB

saeuge·thier

säugethier , n. thier, welches seine jungen säugt; ein, wie es scheint zuerst 1782 von Blumenbach nach Linnés bezeichnung mammale gebildetes…

saumthier

DWB

saum·thier

saumthier , n. thier, das zum lasttragen verwendet wird, lastthier; in Österreich in der form samtier. Adelung : saumthier, als rossz, esel,…

Ableitungen von thier (5 von 5)

gethier

DWB

gethier , n. , sammelwort zu thier ( th. 11, 373), verhältnismäszig junge bildung, die in der mittelhochdeutschen periode ganz vereinzelt au…

unthier

DWB

unthier , n.; mhd. untier; mnd. undêr; mnl. nl. ondier; dän. udyr; schwed. odjur. selten oder scherzend ungethier, -thierz ( s. gethier, get…

urthier

DWB

urthier , n. , thier mit ur- C 4 a und c. a) ein fantasiethier, auch urchammel und ulkthier ( Fischart Garg. 230 ; 231 ndr. ) genannt (ur- C…

verthieren

DWB

verthieren , verb. das wort erscheint vereinzelt schon im 17. jh. ( vgl. 1), ist dann aber erst im 19. jh. nachgewiesen. Campe schlägt im ve…

verthierung

DWB

verthiertheit , verthierung , f. , abstractbildungen zu verthieren. verthierung Campe ; ' übergang in thierischen zustand, verrohung, verwil…