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Taufen

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Taufen

Bd. 4, Sp. 543
Taufen, verb. regul. act. 1. * Eigentlich, in das Wasser tauchen, wo es mit tauchen gleich bedeutend und von demselben nur im Endlaute verschieden ist. Eine hölzerne Feuerkugel in Pech und Harz getauft, Fronsb. Kessel, das Feuerwerk darein zu taufen, eben ders. Naeman taufte sich im Jordan sieben Mahl, 2 Kön. 5. 14; wo es für baden stehet. Der Strymon, In den der Kranche Heer die krummen Federn täuft, Opitz. Im Hochdeutschen ist es in dieser Bedeutung veraltet, wo man es, 2. nur im engern Verstande gebraucht, auf eine gottesdienstliche[] Art in das Wasser tauchen. (a) Im engsten Verstande, auf eine sacramentliche Art mit Wasser reinigen und dadurch in die Gemeinschaft Gottes und der Kirche aufnehmen. Ein Kind, einen Erwachsenen taufen. Taufen lassen, sein Kind zur Taufe befördern. Im gemeinen Leben auch mit der vierten Endung des Nahmens, welchen man in der Taufe erhält. Er ist Hans getauft. Daher es zuweilen einen Nahmen geben bedeutet. Man tauf ihn, wie man will, ich heiß ihn Benjamin, Rost. In der Deutschen Bibel bedeutet es figürlich zuweilen im reichen Maße mittheilen. Mit dem heil. Geiste getauft werden, Apost. 1, 5. (b) In weiterm Verstande, auf eine feyerliche Art mit Wasser reinigen, und dadurch einweihen, besonders, wenn dabey zugleich ein Nahme ertheilt wird. In der Römischen Kirche tauft man noch die Glocken. Ehedem taufte man daselbst auch Schiffe, Kanonen u. s. f. Der Wirth tauft den Wein, wenn er Wasser darunter mischet; ein im gemeinen Leben üblicher Scherz. So auch das Taufen. Anm. In der engern Bedeutung bey dem Ulphilas daupgan, bey dem Ottfried doutan, im Nieders. döpen, im Schwed. döpa, im Angels. depan, dyppan, im Engl. to dive, im Wend. dupu, im Poln. topic. Es ist ein altes Wort, welches von tauchen nur im Endlaute verschieden ist, indem die älteste Art der Taufe ein wahres Eintauchen oder Baden war; daher auch Ottfried noch badan für taufen gebraucht. Im Ital. tuffare, im Griech. ητειν, und im Hebr. מבע, gleichfalls eintauchen, woraus das hohe Alter dieses Wortes erhellet. Das Nieders. stippen, tunken, ist ein doppeltes Intensivum davon.
2097 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Taufen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Taufen , verb. regul. act. 1. * Eigentlich, in das Wasser tauchen, wo es mit tauchen gleich bedeutend und von demselben …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    taufen

    Goethe-Wörterbuch

    taufen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    taufen

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    taufen Band 3, Spalte 3,1374f.

  4. Sprichwörter
    Taufen

    Wander (Sprichwörter)

    Taufen 1. Christlich getauft sein macht keinen Christen, sondern christlich thun. – Opel, 394. Die Russen: Taufen macht …

  5. Spezial
    taufen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    tau|fen vb.tr. 1 (die Taufe geben) batié (-iëia) 2 (benennen) batié (-iëia), dé l’inom, tlamé (tlama).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit taufen

14 Bildungen · 1 Erstglied · 13 Zweitglied · 0 Ableitungen

taufen‑ als Erstglied (1 von 1)

taufengel

DWB

tauf·engel

taufengel , m. ' in manchen kirchen ein von der decke herabhangender oder auf andere art angebrachter engel, welcher das taufbecken hält, üb…

taufen als Zweitglied (13 von 13)

Nach=taufen

Campe

nacht·aufen

Nach=taufen , v. intrs . u. trs . 1) Nach eines Beispiele, Art taufen. 2) Hinten nach, nach Andern taufen, wie auch, nochmahls taufen. Auch …

umtaufen

DWB

umtaufen , auch umtäufen ( s. teil 11, 1, 188), vb., trennbar, noch einmal taufen: dasz er ( der groszfürst ) seine religion verwerffen, sic…