Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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umtaufen, auch umtäufen (s. teil 11, 1, 188), vb., trennbar, noch einmal taufen: dasz er (der groszfürst) seine religion verwerffen, sich lassen umbtäuffen und die reussische annehmen solte P. Petreius historien und bericht von Muszkom (1620) 273; (die arianische ketzerin) hat sich ... erkühnen wollen, etliche catholische leute umzutauffen Francisci schau- und ehrenplatz (1684) 6; ob man auch die ketzer, wenn sie recht glauben würden, wieder umtaufen müste J. M. v. Loen die einzige wahre religion (1750) 2, 109; meist allgemeiner, 'einen neuen namen geben, umbenennen': sie (die welt) hat die tugend ümgetauft und nennet sie itzt laster Schirmer singende rosen (1554) m 1a; das sie (die deutschen cavaliere) eine ehrliche teutsche jungfraw mit den zweifelhaften französischen namen der damen ümmetauffen Rist rettung (1642) f 1b; so mögen sie ... ihre nahmen und thaten mit einem schönen eussern glantz bementeln und dieselben umteufen und verendern Reinicke fuchs (1650) 389; könig Jacob von Engellandt und Schottlandt (hat) die gantze insul mit einem namen Groszbritannien wieder umbgetauffet Danckwerth Schleswig und Holstein (1652) 128a; ich durfte nur den corporal in den grafen umtaufen (in einem brief, um ihn an eine andre adresse zu schicken) Bode Yoricks empfindsame reise (1768) 1, 126; da hat mein guter Zelter ... mein lied umgetauft Göthe gespräche 6, 260; einrichtungen der fremden verwaltung blieben bestehen oder werden nur umgetauft Immermann 18, 82 Boxb.; (die universitäten) sogar in hochschulen umtaufen A. Ruge aus früherer zeit (1862) 2, 3; 1862 wurden sämmtliche gleichnamige straszen und gassen Wiens umgetauft S. Brunner erzähl. und schr. (1864) 1, 131; gelegentlich noch weiter gefaszt, wie 'umwandeln': jungfern uns fast halb umbtauffen jungfern seyn uns also nütz (weil wir ihretwegen fechten tanzen ... lernen) Voigtländer oden und lieder (1642) 69; die nachkommen eines getauften juden (lassen sich) gar leicht auf geistesarbeit und gewerbe umtaufen W. Riehl deutsche arbeit 63, etwa wie 'umstellen'. —
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschumtaufen
Grimm (DWB, 1854–1961)
umtaufen , auch umtäufen ( s. teil 11, 1, 188), vb., trennbar, noch einmal taufen: dasz er ( der groszfürst ) seine reli…
- 18./19. Jh.
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Kompositum 1
Sackgasse 5
Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit umtaufen
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Cotta, M. (2026). „umtaufen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/umtaufen/dwb?formid=U04269
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Cotta, Marcel. „umtaufen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/umtaufen/dwb?formid=U04269. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „umtaufen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/umtaufen/dwb?formid=U04269.
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