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Taufe

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Taufe

Bd. 2, Sp. 152
Taufe 1. f.: 'Taufakt', Daaf (dāf, df), Dääf (dEf), Taaf, Tääf, s. F. [verbr.]; dafür häufig Kind(s)taufe; e Kind iwwer Daaf hewe 'Taufpate eines Kindes sein' [KU-Kaulb Kreimb PS-Schmalbg Land], iwwer Dääf hewe [KU-Hundh], iwwer Dääf hewwe [GH-Hatzbühl], iwwer die Daaf hewwe [KB-Kerzh], ... hewe [LU-Friesh Alsh], ... häiwe [LU-Altr], iwwer die Dääf hewe [KU-Bedb], aus der Daaf hewe [KU-Obw/T], iwwer Daaf halle [RO-Dielkch Gal-Obl]. RA.: Sie han emol e Kinn mitenanner iwwer die Daaf gehob, scherzh. von entfernter Verwandtschaft [ZW-Battw]. Zs. Nottaufe. Die T. findet bei Katholiken wenige Tage, bei Protestanten zwei bis drei Wochen nach der Geburt statt. Am Taufakt nehmen der Vater, die Paten, die nächsten Verwandten und die Hebamme teil. In HB-O'bexb hat der Pate 5 Mark auf das Bett der Wöchnerin zu legen, dazu je 1 Pfund Kaffee und Zucker. Volksgl.: 's Kind därf unner der Daaf net kreische; schreit es, dann sagt man, die Paten halten es nicht gerne [Pirmas, KB-Kriegsf]. Dem Taufakt schließt sich, bes. beim ersten Kind, ein Taufschmaus an. Mutter und Kind bleiben bis zum Tag der Taufe im Haus [KU-Bedb (1930)]. Vgl. Becker Vk. 208 ff. — 2. m.: 'Taufwasser'. a. 1566-87: Item 1½ gulden 8 Pf. ist aufganen alß mir den dauff han zu pfinsten gesegent. Item 1½ gulden ist aufganen zu osteren alß mir den dauff han gesegent. [SSp., Kirchenrechn. 63 (BZ-Wernbg)]. — 3. scherzhafte Taufhandlung bei der Aufnahme eines Neulings in die Mähdergemeinschaft in NW-Mußb, die von einem älteren Mitglied der Gemeinschaft, dem Dechent (Dekan), vorgenommen wurde, [Lutwitzi 44]. — F.: Die Hauptformen sind im Simpl. wie im Kompos. (vgl. K. 83) dāf/df und dEf; ersteres ist Gebietsform im Hauptteil der NPf sowie im nördl. Teil der VPf mit einem schmalen Ausläufer den Rhein entlang bis GH-Sondh; sodann in einem Gebietsstreifen, der aus der VPf heraus über Kaislt nach Westen, hierauf von KL-Landstl bis Hombg nach Südwesten zieht und sich dann in südl. Richtung trichterförmig öffnet. Die dunkle Qualität (df) ist hauptsächlich im Ostteil der NPf, in der VPf und in der SWPf, die helle (dāf) im Westteil der NPf sowie von Kaislt mit Umgebung westwärts verbreitet. Die Form dEf ist herrschend in einem schmalen Gebiet der NWPf und hauptsächlich in der Südhälfte der Pfalz (ohne Südwesten, vgl. oben). Aus dem Kartenbild wird deutlich, daß dEf als die ursprüngl. pfälzische Form anzusehen ist; dāf/df ist aus dem Rhein-Main-Raum auf den bekannten Verkehrsstraßen (vor allem Frankfurt-Mainz-Kaislt-Saarbrücken) hereingetragen worden. Sonderformen: tāf/tf in KU-Rehw Reiffb Nanzw RO-Dörnb Börrstdt KL-U'sulzb PS-Rodalb Eppbn SP-Dudhf; tEf in KU-Friedhs; dēf in SP-W'see; tauf in LU-Hochd NW-Rödh. — Don Gal Buch haben zumeist df, selten dEf (letzteres z. B. Don-Schowe Gal-Unterwalden Beckersdorf); dEif ist nur für Gal-Sap belegt. Rußl hat in etwa gleicher Häufigkeit dāf und dEf. — Südhess. I 1427/28; Rhein. VIII 1104 ff. ; Saarbr. 209; Els. II 655; Lothr. 77; Bad. I 439.
3008 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    taufest. F., sw. F.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    taufe , st. F., sw. F. nhd. Taufe E.: ahd. toufa* 1, st. F. (ō), Taufe; s. toufen W.: nhd. Taufe, F., Taufe, DW 21, 187

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Taufe

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Taufe , plur. die -n, von dem folgenden Zeitworte taufen, von welchem es doch nur in engerer Bedeutung üblich ist. 1…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Taufe

    Goethe-Wörterbuch

    Taufe [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Taufe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Taufe , lat. baptisma oder baptismus , unter den 7 hl. Sakramenten das erste, durch welches der Mensch in die Kirche Got…

  5. modern
    Dialekt
    Taufe

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Taufe Band 3, Spalte 3,1365–1368

  6. Sprichwörter
    Taufe

    Wander (Sprichwörter)

    Taufe 1. De Döp hört vör de Hochtit. ( Rendsburg. ) 2. Dei binen stoatt bi der Dope, kuemt sileawe nit tohope. ( Westf. …

  7. Spezial
    Taufe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Tau|fe f. (-,-n) 1 bato (bati) m. 2 ‹fig› (Einweihung) bato m. ▬ die Taufe empfangen ciafé le bato; gní batié ; über die…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit taufe

51 Bildungen · 16 Erstglied · 33 Zweitglied · 2 Ableitungen

taufe‑ als Erstglied (16 von 16)

taufeddern

MeckWB

taufeddern ein vollständiges Federkleid bekommen: de Gant feddert all tau Ro Gres ; bildl., vom Gedanken eines Menschen: ihre he richtig tof…

Taufele

RhWB

tauf·ele

Taufele tǫufələ aus dem Judendeutsch Dür-Pier , Jül-Linnich , Aach-Stdt Sg. t. m.: verächtl. der Alte; Schindmähre.

Taufelsraub

Campe

Der Taufelsraub , — es, Mz . u. 1) Ein Raub des Teufels. 2) S. Teufelsflucht .

Taufeltern

PfWB

tauf·eltern

 Tauf-eltern Pl. : ' Taufpaten ', Daafeldere [ Lambert Penns 35]; vgl. Taufgote , -leute , -mutter , -paten , -pfetter , -vater .

Taufema

GWB

Taufema [bisher nicht publizierter Wortartikel]

taufen

FWB

1. ›jn. / etw. in Wasser oder eine andere Flüssigkeit eintauchen‹.; 2. ›jn. rituell in Wasser eintauchen bzw. mit Wasser besprengen‹; im bes…

taufengel

DWB

tauf·engel

taufengel , m. ' in manchen kirchen ein von der decke herabhangender oder auf andere art angebrachter engel, welcher das taufbecken hält, üb…

taufer

FWB

1. ›Person, die den Taufakt vollzieht‹; in den Belegen vor allem als Beiname Johannes des Täufers; 2. ›Wiedertäufer‹

tauferei

DWB

taufe·rei

tauferei , täuferei , f. 1 1) die taufhandlung, das taufen: ( er ) volfürt sin töuffery im wald. trag. Joh. H 2 a . 2 2) das wiedertäuferthu…

Tauferer Tal

LDWB2

Tau|fe|rer Tal nom. propr. n. ‹geog› Val de Türesc f.

Taufers

Meyers

tauf·ers

Taufers , 1) Dorf in Tirol, Bezirksh. Bruneck, s. Tauferer Tal . – 2) Dorf in Tirol, Bezirksh. Schlanders, im Münstertal (s. Münster 7) nahe…

taufessen

DWB

tauf·essen

taufessen , n. convivium lustricum Stieler 2263 , vergl. taufmahl , -schmaus, -suppe, kindtaufessen: bei dem taufessen gingen alle schwarzen…

Taufet(s)

BWB

Taufet(s) Band 3, Spalte 3,1377

taufe als Zweitglied (30 von 33)

Abtaufe

BWB

Abtaufe Band 3, Spalte 3,1368

Aftertaufe

DRW

after·taufe

Aftertaufe taufähnliche Weihehandlung, Wasserweihe 1734 Fuhrmann,Öst. IV 259

feuertaufe

DWB

feuer·taufe

feuertaufe , f. baptisma ignis, nach Matth. 3, 10 ; dasz über sie würde ausgegossen die feuertaufe des heiligen geistes. Messias; dem neugeb…

glockentaufe

DWB

glocken·taufe

glockentaufe , f. , seit dem 16. jh. bezeugt, benedizione della campana Jagemann dtsch-ital. wb. (1791) 497 a ; ' in der römischen kirche di…

Jähtaufe

BWB

Jähtaufe Band 3, Spalte 3,1369

kindertaufe

DWB

kinder·taufe

kindertaufe , f. 1 1) das sacrament der taufe wie es an den kindern vollzogen wird, im gegensatz bes. zur taufe der wiedertäufer und jetzt u…

kindtaufe

DWB

kind·taufe

kindtaufe , f. die taufe eines neugebornen kindes samt der sie begleitenden häuslichen festlichkeit. 1 1) die formen. kindtaufe ist md., vol…

nothtaufe

DWB

noth·taufe

nothtaufe , f. baptismus a laicis in casu necessitatis administratus Stieler 2263 ( vgl. gachtaufe, jähtaufe): wenn sich so geschwinde not b…

sprengeltaufe

DWB

sprengel·taufe

sprengeltaufe , f. mittelst weihsprengel ( s. oben sprengel 1) vorgenommene taufe einer gröszeren menschenmenge, im gegensatz zu der taufe d…

Ableitungen von taufe (2 von 2)

Vertaufe

RhWBN

Ver-taufe f.: Nottaufe, auch Trier-Ld .