steil,
adj. ,
adv. form und verbreitung. ahd. steigal,
mhd. steigel, steil,
mnd., mndl., ndl. steil,
ags. stǽgel,
dän.-norw. stejl.
die zugrunde liegende zweisilbige form, von stîgan
abzuleiten, wie ahd. ezzal
zu ezzan, sprâchal
zu sprechan,
das mit st.
gleichbedeutende stehhal
zu stechan
gehört (
vgl. Wilmanns
2 dtsche gramm. 2, 429),
ist schon spätmhd., bzw. frühnhd. zusammengezegen worden: clivus steyl
neben der glosse eyn steghele Diefenbach
nov. gl. 97
a.
so besonders dann in quellen des 17.
jh.s (
z. b. bei D. v.
d. Werder, A. U. v. Braunschweig, Lohenstein, A, Olearius, Ziegler, Hoffmannswaldau, G. Neumark.
vgl. aber anderseits steigel
contr. steil Stieler 2138; steigelauf Neumark
fortgepfl. lustw. (1657) 2, 295),
und wenn auch steigel
gelegentlich noch im 18.
jh. begegnet (
vgl. Kramer 2, 948
c; Frisch 2, 328
c; Dähnert 459
b; Adelung 4, 334,
der steggel
für die Osnabrücker gegend nachweist, und steigl
Mansons seebuch 32, steiglung 53),
so ist doch seit dieser zeit der sieg der einsilbigen form entschieden. ebenfalls erst im späteren 18.
jh. ist st.
als wort der gewählten rede allgemein geworden Heyne 3, 785.
noch Adelung 4, 334
spricht es dem '
gemeinen leben'
zu, während '
in der anständigeren schreibart jähe üblich ist.'
vorher sind literaturbelege immerhin selten. — '
wahrscheinlich ist st.
vom westlichen Niederdeutschland ausgegangen' Kluge (1910) 441,
doch beachte den ältesten beleg in steikelero steti
in abrupto loco bei Graff 6, 626
in oberdeutscher formung. das eigentlich süddeutsche wort für st.
war in alter zeit steckal, stehhal (Graff 6, 663),
mhd. steckel, stechel (
mhd. wb. 2, 2, 625),
welches bair.-österr., els., hess. u. thüring. in anlehnung an stîgen (?)
die nebenform stickel
entwickelte (
s. d.).
bedeutung und gebrauch. eine definition bei Eberhard: '
die anhöhe ... die st.
genannt wird, so fern sie schwer zu ersteigen ist'
vers. e. allg. teutschen synon. 4, 163.
ähnl. Heinsius: 'st.
fast gerade in die höhe sich erstreckend, in seiner richtung sich der senkrechten linie nähernd, mit der grundfläche also beinah einen rechten winkel bildend, im gegensatze von schräg, lehnig' 4, 773
a.
doch wird das masz der schrägung, die erforderlich ist, um etwas als st.
zu bezeichnen, auch anders angegeben: sie (
die neigung eines abhanges bis 30°) ist dann schon beträchtlich, und der abhang wird st. genannt Oken
allg. naturgesch. (1893
ff.) 1, 544.
gelegentlich unterscheidet dabei die sprache begriffe wie ganz st.,
d. h. dann also '
senkrecht'
oder richtiger steilrecht (
s. d.)
und halb st.
vgl. A. U. v. Braunschweig
Octavia (1677) 3, 871; Krünitz 24, 35.
etwas unbestimmt glossiert st.
bei Diefenbach
nov. gl. 6
a; 97
a; 127
b die lat. wörter acclivus und clivus, während declivis dem deutschen neder steyl
entspricht. verwässerung der eigentlichen bedeutung des wortes gelegentlich im dialekt: »ja, der Giiskopf, das ist freilich etwas anderes! der ist hoch (
d. i. st.)«. (
worte eines Algäuers) H. v. Barth
Kalkalpen 196.
von Gueinz
dtsche rechtschr. 71
als synonymon zu jähe
bezeichnet, während Eberhard
zwischen jäh
und st.
unterscheidet, insofern bei jener ausdrucksweise der beobachter oben auf der höhe steht und bei dieser von unten zur höhe hinaufschaut. vers. e. allg. teutschen synon. 4, 163; 6, 72.
vgl. auch Sanders
wb. dtsch. synonymen (1861) 679. II.
das adj. st. I@AA.
von concreten begriffen. I@A@11)
für die ganze bedeutungsentwicklung des wortes scheint das gelände den ausgangspunct hergegeben zu haben. I@A@1@aa)
in eigentlicher verwendung. I@A@1@a@aα)
von naturgebilden. I@A@1@a@a@aaaa)
der gebirgslandschaft. am allgemeinsten in substantivischer form des adj.: alle flächen (
waren) grün, nirgends etwas steiles, unfruchtbares und ungepflügtes zu sehen Göthe 25, 63
W.; ich ... kam so ins
steile, dasz ich weder zurück noch vor mir konnte Heinse
an Jacobi in Gleim
briefw. 1, 448
Körte; je mehr das steile und starre in das zerissene übergeht Fr. Th. Vischer
ästhetik 2, 67.
ähnl., wenn st.
als prädicatsnomen zum subject es
gehört: hinunter, hinunter, wos steil ist und wos schmal, mit französischem plunder vom berg in das thal Brentano 2, 31; zum gehen war es zu st. Fontane
ges. w. 1, 1, 249; auch spazieren können sie gehen ..., auch in die höhe, wo es aber etwas st. wird Steub
drei sommer in Tirol (1846) 38.
in der überzahl der fälle bezieht sich st.
aber unmittelbar auf substantivbegriffe: steile gegenden Göthe 23, 124
W. ähnl. IV 41, 244
W.; die steilste stelle W. H. Riehl
arbeit 291; sie sprachen (
davon) ..., wie st. die gelände und wie darum dies bergland spärlich bewohnt sei G. Freytag
ahnen 1, 157; an den steilen orten H. v. Barth
Kalkalpen 409.
ebenso von anhöhen: die anhöhen haben mir zu st. geschienen Klopstock
br. 177
L.; an steilen anhöhen Nicolai
reise 1, 8; Fr. L. Jahn 2, 24
E.; Ebner - Eschenbach
ges. schr. 4, 68.
häufig ist der nahverwandte ausdruck steile höhe: er singt, wie meer und gluth und luft und erd entstanden; ... und hier und dort ein thier auf steilen höhen rennt Ramler
einl. (1758) 1, 403; auf steiler höhe, am nakten felsen, lieg ich und flehe Göthe 5, 14
W.; wie der wandrer auf der steilen hOeh die blicke wendet von des abgrunds nacht Beer
s. w. 190
v. Schenk; von der steilen höhe flogen jetzt dichter die speere G. Freytag
ahnen 1, 197; Ranke
s. w. 2, 156.
ggs. steile tiefe: von einem pferde ..., ... mit welchem er in eine steile tiefe hinuntergesetzt hatte J. E. Schlegel
w. 3, 512.
in anderen fällen nähert sich steile höhe
mehr oder weniger dem abgezogenen gebrauche (
vgl.st. I, B); setzen wir nun die steile höhe des landes ... hinzu: so wird uns die verschiedenheit beider welttheile noch auffallender Herder 13, 44
S. mit süddeutscher vertauschung der begriffe '
höhe'
und '
tiefe': jetzo auf den schroffsten zinken hängt sie, auf dem höchsten grat, ...
unter sich die steile höhe, hinter sich des feindes nähe Schiller 9, 403
G. in bestimmterer ausdrucksweise. ganze gebirge: der steilen Alpen ewig eis vergröszert deines zuges preis Gottsched
ged. (1751) 20; die steilen gebürge Haller
Usong (1771) 157; Göthe IV 31, 252
W.; die weite see und ein steiles unübersteigliches felsengebirge Fr. Schlegel
s. w. 6, 164.
berge: die steilen riesenberge sind von Cyclopen leer Lohenstein
Arminius (1689
ff.) 2, 1307
b; hier zeigt ein steiler berg die mauergleichen spitzen Haller
ged. (1882) 35; am steilen berge, der nun vor ihm stehet, glaubt er die spuren eines wegs zu sehen Göthe 16, 172
W.; ein steiler, öder berg Brentano 4, 103; Tieck
schr. (1828
ff.) 11, 14; Heine
w. 1, 294
E.; Mörike
w. (1905) 1, 181; K. O. Müller
br. 276.
von einzelnen bergen: was wohnen strenge musen am steilen Helikon Rückert
w. (1867
ff.) 1, 472.
felsen: ein steiler, stickeler fels,
rocca dirupata, scoscesa Kramer 2, 948
c; viereckt war er (
der felsen) und glatt, und so steil anzuschauen, als wann mit meiszeln ihn man hette scharf behauen D. v.
d. Werder
ras. Roland (1636)
ges. 4.
str. 13.
ähnl. Lohenstein
Arminius (1689
ff.) 1, 7
b; Ziegler
asiat. Banise (1689) 16; Hoffmannswaldau
ged. (1697
ff.) 2, 178; 6, 283; bald hatt ihm ein heller bach, der auf glatten kieseln eilet, bald ein schroff und steiler fels ... eine sanfte lust ertheilet Brockes
ird. vergn. (1721
ff.) 4, 338; ein heer zieht an (
am wolkenhimmel), doch triumphirt es nicht, da es die macht am steilen felsen bricht Göthe 3, 98
W.; am fusze eines der steilsten und frchterlichsten felsen Solger
nachgel. schr. 1, 46; auf einem steilen schwarzen felsen J. G. Forster
s. schr. 1, 36; auf einem steilen, aber niedrigen felsen Moltke
ges. schr. 1, 108.
hügel: eilt mit glcklich khnen flgeln nach des Pindus steilen hgeln, dichter! eilt dem Pindar nach! Cronegk
schr. (1771) 2, 271; ein steiler felsenhügel G. Freytag
ahnen 1, 161; an niedrigen, aber steilen hügeln vorbei Fontane
ges. w. 1, 2, 6.
mannigfach auch von einzelnen theilen eines gebirges, bzw. eines berges: eine hohe und steigl bergsecke
Mansons seebuch 32; eine steile urgebirgsschlucht Göthe 24, 355
W.; bis endlich zu der wandrer schrecken der wagen, wohlgerüttelt und zerschellt, auf eines berges steilem gipfelt hält Schiller 9, 20
G. ähnl. G. Keller
ges. w. 1, 155; Geibel
w. 1, 9; die steilsten abgründe J. G. Forster
s. schr. 2, 60; ich ... kletterte jede steile seite hinan Bettine
Günderode 1, 71; ort der steilen bergseite W. v. Humboldt 4, 92
ak. ausg.: an der steilen seite eines fast senkrechten felsens Moltke
ges. schr. 1, 118. ein berghirt hing in todsgefahr am steilen firnenrand G. Keller
ges. w. 10, 136; von steilen halden 6, 65; die steilen kuppen Ganghofer
schlosz Hubertus 1, 72
ges. w. volksausg.; ein firnfeld kommt; es ist so st., dasz man es ... berühren kann Th. Wundt
Matterhorn (1916) 74.
in metaphorischer ausdrucksweise: die steilen zinnen des Olymp Bürger
w. 319
Bohtz, häupter der felsengebirge J. H. Vosz
Odüszee 106
Bernays, gebirgskamm Göthe 25, 110
W., mauern (
der felsen) H. v. Barth
Kalkalpen 13, felstreppe C.
F. Meyer
Jürg Jenatsch 25, bergzinnen Ganghofer
schlosz Hubertus 1, 63
ges. w. volksausg. bes. gern gebraucht die sprache die wendungen steiler abhang
und steile wand. abhang: wo in wäldern, auf der flur, wie im steilen berggehänge, sonnenauf- und niedergänge preisen gott und die natur Göthe 3, 123
W. ähnl. steiler abhang 10, 255
W.; 33, 59
W.; Laube
ges. schr. 2, 22, felsenabhang Laistner
nebelsagen 109, hang Th. Wundt
Matterhorn (1916) 14.
entsprechend felswand: der berge wachsend eis, der felsen steile wände sind selbst zum nutzen da und tränken das gelände Haller
ged. (1882) 34; Rückert
w. (1867
ff.) 2, 43; strömt von der hohen steilen felswand der reine strahl Göthe 2, 56
W.; ähnl. Ritter
erdkunde 1, 83; Niebuhr
röm. gesch. 2, 275; brüder Grimm
dtsche sagen 1, 215; seitenwand Seidel
wintermärchen 100. I@A@1@a@a@bbbb)
flusz- und seelandschaft. ufer und küste: die steilen ufer J. D. Heilmann
pelop. krieg (1760) 472; zwischen zwey felsigen ufern, einem steileren stark bebuschten, einem flächeren der vegetation weniger unterworfenen Göthe IV 35, 302
W.; auch sprach man ... von der residenz, der steilen küste und dem lande 18, 377
W.; der wald steigt an den steilen ufern bis zum meere herab Chamisso
w. (1836) 2, 137; es ergosz sich ... zwischen steilen ... borden ein bach in den see C.
F. Meyer
Jürg Jenatsch 87; im torfe steiler fluszufer Nehring
tundren u. steppen (1890) 41.
inseln: das felsenufer einer steilen insel Göthe 49, 104
W.; eine kleine, steile insel J. G. Forster
s. schr. 2, 6; eine schmale felseninsel ... st. und pflanzenlos Platen
w. 2, 271
Wolff-Schweizer. klippen: endlich verliere das crystall ... nicht seinen werth, dasz es aus den steilesten klippen gehauen wrde Lohenstein
Arminius (1689
ff.) 1, 341
b; den steilen felsenklippen Musäus
volksmärchen 1, 6
H.; Jung-Stilling 1, 362; maler Müller
w. (1811) 1, 25; Mommsen
röm. gesch. 1, 121.
auch allgemeiner und determinierter: steile klippenzüge Droysen
Alexander 466; dort am steilen klippenhange, wo der wildbach niederschäumt Lenau
s. w. 22
Barthel. I@A@1@a@bβ)
wege u. ähnl.: welchen berg die Frantzosen mit eingelegter besatzung wegen des steiglen zugangs leichtlich schuotzten Klee
berümter leute leben (1589) 1, 387; wer lacht nicht, wenn er sieht, wie jener kühne thor sich unruhvoll bemüth, bis auf den höchsten fels auf steiler bahn zu klettern Gottsched
d. neueste a. d. anmuth. gel. 1, 261; der steile gebirgsweg Göthe 24, 3
W.; ich will den steilen pfad hinab den kommenden entgegen 11, 44
W.; steile fuszpfade 21, 136
W.; Hölderlin
ges. dicht. 2, 83
L.; den steilen burgweg Brentano
Godwi (1801
ff.) 1, 32; durch die ... steilen engpAesse Ciliciens Raumer
gesch. d. Hohenstaufen (1823
ff.) 2, 116; den steilen seitenweg Holtei
erz. schr. 4, 78; sonst hätt ich mich gefürchtet, als so steil pfadlosen weg betrat des thieres fusz A. v. Droste-H.
w. 2, 95.
ähnl. vom bergpfad Gaudy
w. 13, 117, reitweg G. Freytag
ahnen 1, 160, fuszpfad 1, 178; die steilen, schlecht gepflasterten gassen der bergstadt G. Keller
ges. w. 2, 134; als sie die steile Römergasse hinunterschritten C.
F. Meyer
Jürg Jenatsch 16. I@A@1@a@gγ)
gebäude u. ähnl. zunächst von bauten und ganzen gebäudecomplexen auf schroff ansteigenden höhen: einer steilen bergfestung Th. Abbt
verm. w. 6, 1, 23; die steile burg K. O. Müller
Dorier 1, 36; und immer, immer näher sich die glimmerblanken riffe klemmen: steil, zackenreich, ein riesenschlosz A. v. Droste-H.
w. 2, 63.
metaphorisch: wo die städte ... so steile felsennester sind, wie in den tagen der Pelasger Justi
Winckelmann 2, 1, 120.
weiterhin von siedlungen und bauten, die schroff in die höhe ragen und so an sich den eindruck des steilen machen: steile brücke K. O. Müller
br. 272; die steilen giebelhäuser der alten Oderstadt Treitschke
hist. u. pol. aufs. 1, 98; eine ... festung mit ... steilen, hölzernen häusern Justi
Winckelmann 1, 253; die steile vorstadt H. Hesse
jugend 77.
entsprechend von theilen eines gebäudes: diese steilen wände, diese hohen fenster Göthe 24, 65
W.; das kirchendach war ein sehr steiles pultdach O. Ludwig
ges. schr. 1, 187.
in übertragung auf verwandte dinge: einen garten mit gezirkelten blumenbeeten und hohen steilen laubwänden Storm
w. (1897
ff.) 1, 27; stufen. steile sonnensäulen. hohe abendfeuer lohen. tief am felsen rauscht die stadt W. v. Scholz
spiegel 124.
bes. häufig wird st.
in diesem zusammenhange von treppen stufen u. ähnl. gebraucht: nachdem sie kaum noch einen schritt, vom nahen tode fern gewesen, als sie auf steiler treppe glitt D. W. Triller
poet. betr. (1750
ff.) 6, 290; steile treppe
scala ripida Jagemann 2, 1157; Göthe 23, 41
W.; dasz man auf steilen treppen im hinuntersteigen die frauenzimmer vorausgehn ... lassen müsze Knigge
umg. mit menschen 1, 94; es führt eine treppe hinab ..., aber sie ist st. und ausgebröckelt Storm
w. (1897
ff.) 2, 231; sie merkten wohl, dasz sie (
die staffeln) st. und schlecht seyen zum halsbrechen L. Aurbacher
volksbüchl. 188; die steile stiege G. Freytag
ges. w. 9, 15; C. Viebig
d. schlafende heer 2, 383; steile leiter Ganghofer
schlosz Hubertus 1, 65
ges. w. volksausg. —
selten von hochliegenden aufenthaltsorten der thiere: oft ist ein mewenei geraubt im steilen nest, ein halb verzehrter fisch, vom giergen wasserraben erbeutet, alles, was das glück ihn finden läszt Wieland
Oberon 7, 86. I@A@1@bb)
bildliche verwendungen des wortes st.
zeigen wieder die meisten der unter 1
zusammengestellten begriffe, so jedoch, dasz sich hier mehr als unter 1
mit der eigentlichen bedeutung von st.
die des '
schwer zu erreichenden, schwer zu überwindenden'
mischt. I@A@1@b@aα)
naturgebilde der landschaft. auch hier der allgemeinste gebrauch von st.
in substantivischer form (
vgl. unter a, α,
aa, sp. 1949): alle menschen, die imagination haben, gehen ins steile Göthe
gespräche 3, 125
B. determinierter: glück zu deinem steilen reiche führt ein weg durch finstre sträuche Uz
s. poet. w. (1772) 1, 38 (
var.); und (
sie) ritten ber feinde fort bis auf des sieges steilsten ort Mastalier
ged. (1774) 46, 4.
gern wird so der ausdruck steile höhe
gebraucht: reines herzens, das seyn! es ist die letzte, steilste höhe von dem, was weis ersannen, weisre thaten Klopstock
oden 1, 115
M.-P.; fürs erste stellte Deutschlands verfassung selbst die nation auf eine steile höhe Herder 24, 378
S.; steile höhen besucht die ernste forschende weisheit Göthe 4, 119
W.; drum wird auf steilsten höhen des ruhmes kranz gereicht E.
M. Arndt 5, 315
R.-M.; auf den steilen höhen der gesellschaft K. Bücher
2 arbeit u. rhythmus 355 (
vgl. dazu die verse der kaiserhymne: nicht rosz noch reisige sichern die steile höh, wo fürsten stehn).
mehr in abgezogenem sinne: das drama des Shakespeare führte eine umfangreiche handlung ... zu steiler höhe empor G. Freytag
ges. w. 14, 170.
ggs. tiefe: sind sie schon erschöpft, die steilen tiefen, wo, noch nicht vom forscher ausgespäht, all die wunder unsres gottes schliefen, schwerekraft, elekter und magnet? C. A. Overbeck
verm. ged. 95.
noch eingeengtere begriffe von naturgebilden der landschaft scheinen in bildlicher verwendung seltener zu sein: die schöne Rezia erblaszt bei diesem wort, ihr ängstlich auge scheint zu fragen und zu bitten 'warum verziehn? warum am steilen bord des untergangs verziehn?' Wieland
Oberon 5, 51; zu der tugend steilem hügel leitet sie (
die freude) des dulders bahn Schiller 4, 3
G. I@A@1@b@bβ)
wege u. ähnl. häufig erscheint weg
und pfad.
ohne weitere bestimmung: man steigt der wahren ehr entgegen nur stufenweis, auf steilen wegen Haller
ged. (1882) 17; musen, den steilsten pfad führt mich zum Pindus hinauf Herder 27, 321
S.; einen eigenen weg zum handeln, einen oft viel steileren und entsagungsvolleren Meinecke
Boyen 1, 82.
mit genitivbestimmungen: der tugend pfad ist anfangs steil Gellert
s. schr. 2, 90;
ebenso ist st.: der weg der wahrheit Nicolai
Seb. Nothanker 2, 85,
der pfad der tugend Klinger
w. 7, 33, der freiheit ... pfad Hoffmann v. Fallersleben
ges. schr. 1, 66.
mit präpositionalen attributen: der weg zur ewigkeit, glaubt er (
d. gelehrte) aus vorurtheil, sey ihm allein gebahnt und allen andern steil Schwabe
belust. 4, 362.
ähnl. vom weg zur wahrheit Schiller 9, 104
G., vom dornenweg zum himmel
Shakespeare 3, 166.
in gehobener sprache gern auch der ausdruck steile bahn: wer die steile sternenbahn gieng dir helden kühn voran zu der gottheit size? Schiller 1, 242
G.; muthig! auf der steilsten bahn. trau dem glücke! Matthison
schr. (1825) 1, 242; auf der steilen pilgerbahn A. Hartmann
volksschausp. (1880) 352; von der steilen bahn zum höchsten gipfel des nachruhmes Holtei
erz. schr. 5, 40.
andere synonyma sind selten: führet mich den steilen, kühnen gang des haines, die bahn der unsterblichkeit hinauf Klopstock
oden 1, 201
M.-P. gelegentlich wird steiler weg
auch unmittelbar umschreibung für '
schwer': ich weisz wohl, dasz es ein steiler weg ist, sich euren gesinnungen zu widersetzen Fr. Schlegel
s. w. 4, 193. I@A@1@b@gγ)
bauten u. ähnl. in dichterischer verwendung: noch einmal schenke mir, o muse! deine gunst, und führe mich durch dicker wälder nacht, ... durch manchen steilen, dunklen schacht Zachariä
poet. schr. 2, 182; du wähnst, es füge sich sogleich, hier stehen wir vor steilern stufen greifst in ein fremdestes bereich Göthe 15, 1, 69 (
Faust 6194)
W.; gerne durchschaun sie mit ihm (
Sömmerring) das herrliche körpergebilde, doch zur zinne hinauf werden die treppen zu steil Hölderlin
ges. dicht. 1, 154
L.; und zu den steilen himmelsthoren gieb muth und licht dem pilgerlauf E.
M. Arndt 5, 40
R.-M.; deines himmels ehrne mauern sind zu steil für dein gelüst Strachwitz
ged. (1850) 235; nach der wahrheit steilen burgen
F. W. Weber
Dreizehnlinden (1907) 243. I@A@22)
mehr oder weniger stark von der anschauung der landschaft und damit wohl von der ursprünglichen bedeutung des wortes entfernt sich st.,
wenn es von lebenden organismen oder ihren theilen gebraucht wird. I@A@2@aa)
noch zum vorhergehenden hinüberdeuten mag der jetzt wohl veraltete begriff steile pflanze.
vgl. dazu: wie sonst ein steiles rohr den schwachen nacken neigt, wenn die bewegte luft den stolzen gipfel beugt und ihn zu erden drückt: so schlug diesz wort mich nieder Gottsched
ged. (1751) 1, 419; mit ihren steilen ästen Mastalier
ged. (1774) 27, 1. I@A@2@bb)
bereits für sich stehen wendungen, in denen sich st.
auf den thierischen bzw. menschlichen körper bezieht: ein steiles
d. h. in die höhe stehendes ohr Campe 4, 618 (
vgl. steilohr sp. 1960); das wegen der ... steilen stirne ziemlich hochgestellte ... auge hat eine ... schwarzbraune iris Naumann
naturgesch. d. vögel 7, 193; da sah sie ... den ... kopf einer schlange flach und dreieckig auf steilem halse Ric. Huch
d. letzte sommer 69; ein kleiner, alter mann, ganz gerade und st. Frenssen
Jörn Uhl (1902) 96; steile schultern Albr. Bernoulli
Fehrbellin (1908) 65; auf dem steilen, hellen nacken H. Hesse
jugend 77; ihren (
der ziege) steilen rücken Federer
d. letzte stündlein d. papstes 24.
allg. von der körperhaltung: sie fand die schwester ..., st. wie eine kerze, am offenen fenster stehen E. Hadina
madame Lucifer (1929) 33.
mitunter betont st.
in solchem zusammenhange neben seiner linearen bedeutung auch charaktereigenschaften wie innere kraft, entschlossenheit, kühnheit und den affect verhaltener erregung: eherner sinn ist hinter der steilen stirne befestigt Göthe 37, 356
W. gern so bei Frenssen
Jörn Uhl: das kurzgeschorene steile haar, hellblond, stieg rund um die stirn in starker hebung auf 11.
ähnl. 19; er wurde immer steiler und stand zuletzt gerade auf 317; steil und gerade wie ein eschenstamm 198; sie schauten staunend an dem steilen geraden manne hinauf Zahn
helden d. allt. 201 (
vgl. auch das adv. st.). st.
bildlich verwendet im sinne von '
gefahrdrohend, furchtbar': zoch selbst die tyranney die steilen hörner ein Lohenstein
Sophonisbe 1, 333. I@A@33)
wieder ganz den sinn des einfach senkrechten oder doch stark geneigten zeigen endlich allerlei concrete verwendungsarten besonderer begriffe: den steilen simshobel (
so genannt wegen der '
steileren stellung des eisens') Prechtl
technol. encycl. 7, 491; eine steile flamme H. Hesse
Peter Camenzind 39; in steilen, widerhaarigen buchstaben Storm (1877) 7, 29; nicht jeder gehet ganz hinauf, die siebzig klafter, hoch und steil Brunner
erz. u. schr. 1, 129; eine steilere form Peschel
völkerkunde 23; die form der mündung ist durch das steile profil ... abweichend A. Furtwängler
vasenbeschr. (1885) 361.
überhaupt ganz allg. von linien: in weniger steilen und weniger eingeknickten, sondern mehr gebogenen, wellenfOermigen linien Sömmerring
menschl. körper 7, 448; in steiler, kecker linie trat ein felsiger bergrücken aus dem gehügel des ufers vor Scheffel
ges. w. (1907) 1, 170.
metaphorisch: der Apennin steigt von keiner seite in steiler kette empor Mommsen
2 röm. gesch. 1, 5.
auch von hoher krümmung einer gebogenen linie: vom himmelsbogen glüh und steil die sonne schosz den goldnen pfeil A. v. Droste-H.
w. 2, 170. I@BB.
wie in der bisherigen betrachtung des wortes st.
bereits gelegentlich abgezogene begriffe gestreift wurden (
vgl. z. b. steile höhe
und steile tiefe I, A, 1,
a, α),
so weist eine reihe von ausdrücken, in denen sich st.
mit an sich abgezogenen wörtern verbindet, wieder nach dem concreten gebrauche hinüber. besonders ist das der fall, wenn der mit st.
verbundene begriff in den bereich des landschaftlichen zurückführt: híer bricht sodann des gottes ganze kraft hervor, der tag und stunden regelnd alles volk beherrscht, von dieser felsenküsten steilem anbeginn das jahr bestimmt der breiten, ausgedehnten welt Göthe 41, 1, 2, 33
W.; wäre diese gebirgsart nicht zu st. ..., so wäre es eins der schönsten länder III 1, 313
W.; so haben die alpenspitzen in der ferne ein kahles, steiles aussehen Jean Paul 1, 157
H.; an einem steilen abgange des quadersandsteingebirges H. Steffens
was ich erlebte 8, 6; der ziemlich steile abfall jener höhe Mommsen
röm. gesch. 2, 28; das steile gefäll der unteren bergstufen H. v. Barth
Kalkalpen 227; eisenbahnen mit auszergewöhnlich steilen neigungen Meyer
gr. conv.-lex. (1902
ff.) 2, 660; die steile, fast unüberwindliche gebirgsplastik Wimmer
gesch. d. dtsch. bodens 6; die gasse ..., die sich in steilem anstiege zum weg nach dem mattental fortsetzte Zahn
Albin Indergand (1919) 43; diese ... wildnis, unter welcher in steiler verkürzung die eisenbahnzüge wegfahren H. Hesse
jugend 19.
zu solchen eigenthümlich schillernden verwendungen des wortes st.
gehören weiterhin auch als st.
bezeichnete körperbewegungen: doch ach! du eilst, du fliegst, ... und heiszt dein armes volk in ungeheuren wettern, mit steilem gemsenschritt, zu seiner schlachtbank klettern Amthor
bei Weichmann
poesie d. Niedersachsen 1, 46; das gestein des Haagengebirges ist steilem steigen etwas günstiger H. v. Barth
Kalkalpen 123; mit einer steilen flucht quittierte der hirsch den empfang der tödlichen kugel Ganghofer
schlosz Hubertus 1, 229
ges. w. volksausg. auf die aufwärtsbewegung eines flugzeuges übertragen: der steilste anstieg ist nicht der schnellste Fuchs-Hopf
aerodynamik (1922) 261. I@CC.
abgezogene begriffe. sobald st.
zu einem ausgesprochen abgezogenen begriffe namentlich des seelischen lebens tritt, nimmt seine bedeutung besondere färbungen an. I@C@11) st. '
schwer zu erfassen, zu bewältigen, zu erringen',
ebenso wie auch st.
in verbindung mit bildhaft gebrauchten ausdrücken aus dem gebiete des landschaftlichen geländes nach dieser richtung hin nuanciert erscheint; vgl. st. I, A, 1,
b. in plastisch-bildlicher form: wahrlich! wahrlich solchen streitern um die freiheit, um das heil, stellt der himmel selbst die leitern, und dann ist kein sieg zu steil Brentano 2, 35; der eigensinn einer frau ist auf eine ganz wunderliche art befestigt. der graben ist hinter dem walle, und hat man die steilsten einwendungen erstiegen ... entdeckt man erst, dasz das schwerste noch zu tun sey Börne
ges. schr. 6, 6.
verblaszter: sein geist konnte die groszen, steilen ideen vor ihm nicht bewegen und nicht vereinigen Jean Paul 1, 249
H.; hier beginnen die schwierigkeiten der steilen aufgabe Gervinus
gesch. des 19.
jh.s 1, VII. I@C@22) st. '
schwer zu ertragen': du theurer bruder! der durchs steilste leben kraftvoll, ein wandrer ohne stab, gegangen! Kerner
bilderb. 418; o wandle durch das steile leben dem tiefen wiesenbache nach. und deines herzens starkes streben regiere ruhig und gemach W. Müller
ged. 287
H.; mein leben ist nicht diese steile stunde, darin du mich so eilen siehst R.
M. Rilke
stundenbuch (1912) 12;
ähnl. steile liebe (
überschrift eines gedichtes) Arnim
u. Brentano
wunderhorn (1806
ff.) 3, 108.
vgl. dazu in etwas anderem zuzammenhange die stelle bei Herder: wunderbarer weise ist dies Rom der steile, fürchterliche übergang zur ganzen cultur Europas worden 14, 152
S. gelegentlich scheint auch in der schriftsprache von hier aus die im altdän., mnd., überhaupt wohl im westnd. gebiete übliche bedeutung st. =
trotzig, stolz, verwegen (Schiller-Lübben 4, 378; Falk-Torp 1156)
in das wort eingedrungen zu sein: das freundchen, dessen warme gönner ihr seid, mit seinem muth so steil, ist wie ein tänzer auf dem seil Immermann 13, 90
B. vgl. auch Arnim
u. Brentano
wunderhorn (1806
ff.) 3, 95. IIII.
das adv. st.,
selten, mundartlich, in der form steile (
vgl. steile '
oft'
für steide,
sp. 1778).
die verwendungsarten des adv. st.
entsprechen den adjectivischen functionen des wortes. II@11)
von wendungen aus dem bereiche des geländes. II@1@aa)
naturgebilde der landschaft. in allgemeinster form beim subjectsbegriff es (
vgl.st. I, A, 1,
a, α): wenn es st. bergan ging Schleiermacher I 5, 610; von Cimabue zu Giotto geht es st. in die höhe Herman Grimm
Michelang. 1, 17.
in bestimmterer form: der könig spricht es und wirft von der höh der klippe, die schroff und steil hinaus hängt in die unendliche see, den becher in der Charybde geheul Schiller 9, 221
G.; die anhöhe ging st. Gutzkow
ritter v. geiste (1850
ff.) 1, 128; die insel ..., deren küsten st. emporragen H. Steffens
was ich erlebte 1, 350; einmal gehts über wänden, die rückwärts an st. aufspringenden kämmen enden Steub
drei sommer in Tirol (1846) 31; st. hintereinander geschobene terraszen Justi
Winckelmann 1, 25; graszboden, der steiler und immer steiler sich hebt H. v. Barth
Kalkalpen 293; der mittlere zacken (
der Watzmannkinder) ... ist ein schroffer, thurmartig steil fundamentierter zahn 18; von bergen mit wald und häusern st. eingerahmt Bismarck
br. an s. braut u. gattin 365; den st. aus der meerflut aufragenden granitturm des zuckerhuts (
des felsens in der bucht von Rio de Janeiro) v.
d. Steinen
naturvölker Zentralbrasiliens (1894) 1.
in bildlicher verwendung gewinnt st.
ähnlich wie das adj. (
vgl.st. I, A, 1,
b)
den sinn des '
schwer zu bewältigenden': da die wirkliche welt gar zu st. vor den gesinnungen des jünglings (
Schiller) dalag, ward er auf die dichtung und das reich der ideale zurückgewiesen Gervinus
gesch. d. dtsch. dicht. 5, 130. II@1@bb)
wege u. ähnl.: der weg geht sehr st. den berg hinan Krünitz 171, 230; Gutzkow
ritter v. geiste (1850
ff.) 1, 126; doch steiler sinkt der pfad A. v. Droste-H.
w. 2, 63; er (
der weg) ... stieg bis zur erreichung der wasserscheide st. hinan Ebner-Eschenbach
ges. schr. 4, 64; der weg ... führt st. den berghang hinab Th. Wundt
Matterhorn (1916) 68. an der hauptstrasze, die st. am gebirge hinab nach dem hafen führte Mommsen
röm. gesch. 5, 328. II@1@cc)
sonstiges: die fenster des groszen saals gehen st. herab aufs wasser Göthe 8, 46
W.; die stütze steht zu st., sie musz mehr gelehnt werden Krünitz 171, 230; an einem pfahlwerk ..., an dessen st. abfallender wasserseite die schiffe liegen Fontane
ges. w. 4, 76; ob die garben ordentlich st. gesetzt seien v. Polenz
Grabenhäger 1, 39; wo einst süsze frauen schritten, in dem schattigen serail, nun in schwarzer priester mitte ragt der scheiterhaufe steil
F. Dahn
ged. (1898) 1, 188; unsere ... stadt mit braunen dächern, über denen still und st. der ... herdrauch in die lüfte stieg H. Hesse
jugend 25. II@22)
wendungen, die sich auf lebende organismen beziehen. zunächst in der bedeutung des einfach '
aufrechten, aufwärts gerichteten'
von der haltung des menschlichen und thierischen körpers und seiner theile: die harnröhre liegt beim kinde in ihrem beckentheile steiler Sömmerring
menschl. körper 5, 348; sein haar war kurz geschoren und stand st. auf Frenssen
Jörn Uhl (1902) 96; da sie sich gerade und st. hielt
brüder 3; st. aufrecht sasz er vor dem steinernen tisch L. Hesekiel
Nürnberger tand 2, 55.
vom menschlichen körper gebraucht, deutet st.
auch als adv. (
vgl.st. I, B, 2,
b)
auf den charakter des menschen hin: sie trug ihre hohe gestalt und den feinen, dunkelblonden kopf so st. und nobel wie nie H. Hesse
Gertrud 274.
ebenso von bewegungen des körpers. auch hier gelegentlich mit einem seitenblick auf den charakter: wie du ... so st. hinansprengst mit den füszen wie mit dem geist Bettine
Günderode 1, 280.
ähnl. wohl: wie ein hase aus seinem lager springt, nein, steil, geradeaus, ohne kniebeuge, wie ein pfahl: so fliegt ... T. aus der erde heraus Frenssen
Jörn Uhl (1902) 65.
ohne diesen nebensinn: nun ging es st. den berg hinab Göthe 24, 62
W.; der alte H. B., ... der mit seinen siebzig jahren noch so st. ging wie in seiner jugend Frenssen
Hilligenlei (1905) 4.
ähnl. Jörn Uhl (1902) 45; 46.
von der aufwärtsbewegung im flugzeug: der anstellwinkel, mit welchem man am steilsten steigen kann, ist stets gröszer als der anstellwinkel des flachsten gleitfluges Fuchs-Hopf
aerodynamik (1922) 261.
entsprechend vom thierischen körper: denn aus lüften fiel ein greif ihr auf den nacken steil herab Tieck
schr. (1828
ff.) 1, 116; glänzende eidechsen schlüpften st. die mauer hinan Gaudy
w. 13, 27; er risz in die zügel, dasz die braunen sich st. in die höhe bäumten Storm
w. (1897
ff.) 3, 85. II@33)
sonstiges. von himmelskörpern: und das dunkel weicht, die sonne hebt am horizont sich steiler Platen 1, 37
R.