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Stall

mnd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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22 in 16 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Stall Pl.

Bd. 6, Sp. 748
Wossidia Stall Pl. Ställ, vereinzelt Ställen RoRostock@AlthagenAHag m. Stall 1. ursprüngl. allgem. 'Standort'; hiervon zeugen noch die Zss. Upstall Viehsteh- und -lagerplatz und Notstall ein bes. Gestell (Bd. 5, 135). 2. geschlossener Raum zum Aufenthalt für Vieh a. zu Sache und Bezeichnung: innerhalb des niedersächsischen Bauernhauses waren Ställe zu Seiten der Grotdäl, die von dieser ursprünglich nur durch eine niedrige Wand abgetrennt waren, so daß das Vieh mit dem Kopf in die Diele schaute; später wurde die Wand bis zur vollen Ständerhöhe hochgezogen und das Vieh derart in den Stall gestellt, daß es in Längsrichtung zur Diele stand; vgl. Däl1 1 (Bd. 2, 222), Hus 2 a (Bd. 3, 899 f.); Baumg. Hallenhäuser in Meckl. 153 f.; 'im Hause uf beiden abseiten ställe' (1620) Baumg.-Bentz. Ribn. 176. Ställe als selbständige Gebäude waren in SO-Mecklenburg, im Bereich der fränkischen Hausform, üblich, vgl. Buerhus (Bd. 2, 97); doch auch neben dem niedersächsischen Haus fanden sich auf Vollbauernhöfen bei größerem Viehstapel zusätzliche selbständige Ställe: Baumg.-Bentz. Ribn. 177; über Stallgebäude mit Speicherböden 168. Die Abb. eines Schafstalles s. bei Schapstall (Bd. 5, 1273). Wie in diesem Falle werden die Ställe häufig nach ihrer Bestimmung für die verschiedenen Haustiere näher bezeichnet; so liegt meist auf einer Seite der Grotdäl der Pierd'stall (Bd. 5, 397), auf der andern der Kauhstall (Bd. 4, 196); vgl. die Grundrisse bei Baumg. Hallenhäuser in Meckl.; geläufig sind auch die Zss. Hauhner- und Swinstall; vgl. ferner Bullen-, Fahlen-, Farken-, Gaus'-, Hamel-, Hingsten-, Hunn'-, Kalwer-, Kunen-, Legger-, Sœgen-, Zägenstall. Zum Teil handelt es sich nur um Abbuchtungen und Anbauten an anderen Räumen des Hauses, vgl. für die Unterbringung von Schweinen und Kleinvieh auch Kaben 1 (Bd. 4, 3); in einem Teil der Zss. spiegelt sich eine bei verstärkter Viehhaltung erfolgte Spezialisierung der Ställe wider. Auf fürstliche Hofhaltungen beschränkt war der Begriff Marstall (Bd. 4, 1125). Ställe, die nach ihrer besonderen Verwendung benannt werden, ohne im Bestimmungswort auf eine Tierart hinzuweisen, sind Bu-, Dwang-, Kaff-, Mäst-, Pann-, Ridstall; nach der Lage im Haus ist benannt der Vörstall. Der Stall, bes. der Kuhstall, wurde zuweilen auch als Raum für verschiedene ländliche Arbeiten, die in der Regel auf der Grotdäl vor sich gingen, benutzt: das Räpeln des Flachses geschah in 'n Stall, Kauhstall Ma, Ro, Sta; desgl. das Schwingen des Flachses Gü, Ma, Pa, Schw, Wa, Wi, Sta. b. Sprachl.; Rdaa.: dee Schinner (altes, schlechtes Pferd, vgl. Schinner 3, Bd. 6, 82) höllt sick lang' an 'n Stall ist kaum zu verkaufen (Händlerspr.) Ro; teihn Mark kemen an 'n Stall beim Verkauf eines Schafbocks als Trinkgeld für die Schäfer Ro; bildl.: 'n Stall vull Kinner hebben viele Kinder RoRostock@RibnitzRibn; HaHagenow@RedefinRed; Sta Stargard@SchönbeckSchönb; Zurückweisung der Anrede 'du': wi stammen doch nich ut eenen Stall HaHagenow@BelschBelsch; 'Etlike ... kOennen in nenem engem Stalle stan' (nicht beschränkt leben) Gry. Lb. 2, F 2b; Sprww.: wenn de Kauh dot is, ward de Stall bätert RoRostock@RibnitzRibn; wenn de Schad' schehn is, ... GüGüstrow@GülzowGülz; sonn' Veih sonn' Stall, seggt de Düwel un jöggt sin Ollsch den Noors vull Hummeln Ma; vgl. Hummel (Bd. 3, 845); sprw. Bauernregeln über das Ende des Weidegangs und das Einstallen der Kühe s. bei Gallen (Bd. 3, 26). Übertr.: Stall das Loch (Kul, Kätel) im Kulsœg'- spiel Wo. Sa.; Stall im Theater von Sta Stargard@NeustrelitzNStrel ein abgetrennter Raum zwischen Orchester und erster Bankreihe des Parketts, der für die zur Hofgesellschaft gehörigen Mitglieder des hohen Adels reserviert war Nig. Kuhv. 164, gleich Hamelstall (Bd. 3, 415). c. Zss.; in eig. Bedeutung s. ob. a; bildl. und übertr.: Bücksen-, Buck-, Heu-, Lus'-, Möl-, Pröl-, Röwer-, Sœlstall. FN.: Stallbarg, '-eichen', '-eichentannen', -städ', '-wiese'. — Mnd. stal. — Br. Wb. 4, 989; Dä. 457a; Kü. 3, 259; Me. 4, 804.
3858 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stallm.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    pāgenstal (-stall) , m. : Pferdestall, ênen p. dãrinne 25 pāgen inne hûsen und stân mȫgen (Werd. Urb. A 388; vgl. Nd. St…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Stall

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    1. Der Stall , des -es, plur. car. von stallen, den Urin lassen, der Urin eines Pferdes, oder vielmehr das Stallen, das …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stall

    Goethe-Wörterbuch

    Stall [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stall

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Stall , Unterkunftsraum für die Haustiere. Der Viehstall muß so angelegt sein, daß den Tieren reine, gesunde Luft, Licht…

  5. modern
    Dialekt
    Stall

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Stall [ʿStàl allg.; Pl. ʿStal fast allg., ʿStæl Str. W. ; Demin. ʿStalələ, ʿStælələ] m. 1. Stall. ‘Der Parre gehért uf d…

  6. Sprichwörter
    Stall

    Wander (Sprichwörter)

    Stall 1. Es hilfft nicht, dass man den Stall schleust, wenns Vieh herauss ist. – Lehmann, II, 128, 135. 2. Es ist im Sta…

  7. Spezial
    Stall

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stall m. (-s, Ställe) 1 (Gebäude zum Unterbringen von Vieh) stala (-les) f. 2 (Rennstall) scuderia (-ies) f. 3 ‹fig› (sc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stall

673 Bildungen · 530 Erstglied · 136 Zweitglied · 7 Ableitungen

stall‑ als Erstglied (30 von 530)

Stall(s)tor

Idiotikon

Stall(s)tor Band 13, Spalte 1288 Stall(s)tor 13,1288

Stall(s)tür(eⁿ)

Idiotikon

Stall(s)tür(eⁿ) Band 13, Spalte 1404 Stall(s)tür(eⁿ) 13,1404

Stallarbeit

SHW

Stall-arbeit Band 5, Spalte 1287-1288

Stallbaum

SHW

Stall-baum Band 5, Spalte 1287-1288

Stallbesem

SHW

Stall-besem Band 5, Spalte 1287-1288

Stallbesen

SHW

Stall-besen Band 5, Spalte 1287-1288

stallblind

SHW

stall-blind Band 5, Spalte 1287-1288

Stallbock

SHW

Stall-bock Band 5, Spalte 1287-1288

Stallbodem

SHW

Stall-bodem Band 5, Spalte 1287-1288

Stallboden

SHW

Stall-boden Band 5, Spalte 1287-1288

Stallboz

SHW

Stall-boz Band 5, Spalte 1287-1288

Stallbube

SHW

Stall-bube Band 5, Spalte 1287-1288

Stallbutz

SHW

Stall-butz Band 5, Spalte 1287-1288

Stalldach

SHW

Stall-dach Band 5, Spalte 1287-1288

Stalldung

SHW

Stall-dung Band 5, Spalte 1287-1288

Stalldunst

SHW

Stall-dunst Band 5, Spalte 1287-1288

Stalleimer

SHW

Stall-eimer Band 5, Spalte 1287-1288

Stallfloß

SHW

Stall-floß Band 5, Spalte 1287-1288

stallfromm

SHW

stall-fromm Band 5, Spalte 1287-1288

Stallgabel

SHW

Stall-gabel Band 5, Spalte 1287-1288

Stallgang

SHW

Stall-gang Band 5, Spalte 1287-1288

Stallgasse

SHW

Stall-gasse Band 5, Spalte 1287-1288

Stallgeld

SHW

Stall-geld Band 5, Spalte 1289-1290

Stallhafen

SHW

Stall-hafen Band 5, Spalte 1289-1290

stall als Zweitglied (30 von 136)

Kristall

RDWB1

Kristall m кристалл хрусталь med. кристаллик (в глазу)

Abstall

Idiotikon

Abstall Band 11, Spalte 14 Abstall 11,14

Afterstall

DRW

after·stall

Afterstall rückständige Schuld 1400 Fruin,KlSteden II 188 Faksimile 1445 Fruin,Dordrecht I 285 [und öfter] Faksimile afterstall aus-, rückst…

anstall

DWB

anst·all

anstall , m. statio, induciae. ein anstal oder fride, der auf gewisse zeit bestimpt ist. Dasypodius 58 c ; da verlor er ( Karl 8, am 6 juli …

Augiasstall

Wander

augias·stall

Augiasstall 1. Einen Augiasstall kann man mit keinem Federkiel säubern. Eine Heerde von 3000 Ochsen liefern in einigen Jahren schon ein Häuf…

B(e)legstall

Idiotikon

B(e)legstall Band 11, Spalte 22 B(e)legstall 11,22

bergkrystall

DWB

berg·krystall

bergkrystall , m. crystallus montana: die wollust darf ihn nicht aus bergkrystallen tränken, die schmeichler kriechen nicht um seinen speise…

bockstall

DWB

bock·stall

bockstall , m. weidmännisch, hauptjagen, wobei das wild auf den lauf zum abschieszen ausgetrieben wird.

bremstall

DWB

brem·stall

bremstall , n. gehölz dem vieh zum schutz gegen bremsen. Schm. 1, 258 . s. bremgarte .

burgstall

DWB

burg·stall

burgstall , m. und n. locus arcis, belegenheit der burg, burghügel, auch burg selbst: vil guot was der burcstal, sô was er zwelf huoben wît.…

bênstall

KöblerAfries

bênstall , N. nhd. Anwachsen der Haut am Knochen ne. connection of skin and bone E.: s. bên, stall (2) L.: Hh 6b

Bërgstall

Idiotikon

Bërgstall Band 11, Spalte 28 Bërgstall 11,28

Bëse(n)stall

Idiotikon

Bëse(n)stall Band 11, Spalte 31 Bëse(n)stall 11,31

Bëttlerstall

Idiotikon

Bëttlerstall Band 11, Spalte 31 Bëttlerstall 11,31

Bīstall

Idiotikon

Bīstall Band 11, Spalte 26 Bīstall 11,26

Chalberstall

Idiotikon

Chalberstall Band 11, Spalte 22 Chalberstall 11,22

Cherze(n)stall

Idiotikon

Cherze(n)stall Band 11, Spalte 22 Cherze(n)stall 11,22

Cherzstall

Idiotikon

Cherzstall Band 11, Spalte 22 Cherzstall 11,22

Chrystall

Adelung

Chrystall , S. Adelung Krystall .

Chuestall

Idiotikon

Chuestall Band 11, Spalte 20 Chuestall -üe- 11,20

Chupferstall

Idiotikon

Chupferstall Band 11, Spalte 22 Chupferstall 11,22

Chün(g)elistall

Idiotikon

Chün(g)elistall Band 11, Spalte 22 Chün(g)elistall 11,22

Ableitungen von stall (7 von 7)

bestallen

DWB

bestallen , instituere, denominare, mit einer stelle begaben, musz aus dem häufigen subst. bestallung gefolgert werden und scheint durch ein…

bestallung

DWB

bestallung , f. institutio, denominatio, auctoramentum, auf die anstellung eines dieners und beamten eingeschränkt, während bestellung weite…

Gestalle

Campe

Gestalle , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

gestallen

KöblerMhd

gestallen , sw. V. nhd. in den Stall bringen Q.: Flore, Wh (um 1210) E.: s. ge, stal W.: nhd. DW- L.: Benecke/Müller/Zarncke II/2, 559a (ges…

gestallung

DWB

gestallung , f. bestallung, anstellung eines beamten: dieselben ( ketzer ) würde herr pfleger dem landsfürsten vermig ( vermöge ) seiner gst…

stalle

DWB

stalle , f. , s. stal .

verstallen

DWB

verstallen , den harn zurückhalten, s. das. überstallen ' die zeit zum harnen übersehen, über diese zeit hinaus das pferd gehen lassen '. Hö…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stall". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stall/meckwb?formid=S08738
MLA
Cotta, Marcel. „stall". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stall/meckwb?formid=S08738. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stall". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stall/meckwb?formid=S08738.
BibTeX
@misc{lautwandel_stall_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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