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Sêlbst

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Sêlbst

Bd. 4, Sp. 46
Sêlbst, ein Nebenwort, welches zur genauen Bestimmung eines persönlichen oder demonstrativen Für- oder Hauptwortes dienet, und von der Person oder Sache, worauf es sich beziehet, die Beyhülfe, Mitwirkung, Vertretung u. s. f. eines jeden andern Individui ausschließet. Es wird am gewöhnlichsten hinter sein Haupt- oder Fürwort gesetzet, kann aber auch zuweilen vor demselben stehen, welcher letztere Stand den Nachdruck erhöhet. 1. Eigentlich. Er muß selbst kommen, selbst muß er kommen, in eigener Person. Wir haben es selbst gethan, ohne andere Mitwirkung. Er ist es selbst. Die Liebe seiner selbst. Sich selbst verkennen, verleugnen. Wer andere loben will, muß selbst lobenswürdig seyn. Böse Neigungen verstärken die Krankheiten des Körpers und sind selbst die gefährlichsten Krankheiten, Gell. Wo ist eine Privat-Thorheit, die nur in dem Bezirke unsrer selbst bliebe, und sich nicht auf irgend eine Weise der Gesellschaft mittheilte? eben ders. Zuweilen schließet es nur eine entferntere Theilnehmung u. s. f. aus. Selbst backen, brauen, durch seine eigenen Leute backen und brauen lassen; und das Brot oder Bier nicht von dem Bäcker und Brauer nehmen. Oft wird es den Haupt- und Fürwörtern nur um des Nachdruckes willen beygefüget. Die Sache ist an und für sich selbst nicht schlecht, für sich allein betrachtet. In[] sich selbst gehen. Wieder zu sich selbst kommen. Daher es denn hier auch wegfallen kann. An und für sich, in sich gehen, wieder zu sich kommen. Diesen Nachdruck zu verstärken, pflegen manche Oberdeutsche Provinzen noch das veraltete selb vorzusetzen, welches bey dem Opitz und andern Schlesischen Dichtern häufig vorkommt, aber auch in einigen andern Oberdeutschen Provinzen üblich ist. Dem die Natur selbselbst nichts abgeschlagen, Opitz. Daß du dir auch selbselbst nicht kannst so ähnlich seyn, Opitz. Es haben ja die Brüder beyde sich Selbselbst auf einen Tag erwürget jämmerlich, Opitz. Oft macht es eine Gradation. Ich komme fast selbst auf die Gedanken, so gar ich; da es sich denn der folgenden figürlichen Bedeutung nähert. Die Inversion, oder die Stellung dieses Wortes vor seinem Haupt- oder Fürworte, oder gar zu Anfang der Rede, läßt sich hier nicht so oft anbringen, als in der folgenden figürlichen Bedeutung. Da dieses Wort allemahl zur nähern Bestimmung eines Haupt- oder Fürwortes gereichet, so müssen diese der Regel nach ausdrücklich da seyn. Aber es gibt auch Fälle, wo sie ohne Tadel verschwiegen werden können. Von selbst, d. i. von sich selbst. Er ergreift von selbst jede Gelegenheit, die sich ihm darbiethet, Gell. Was selbst wächst, von sich selbst. Eine selbst erwählte Demuth, Col. 2, 22. Statt des Reciproci sich selbst gebraucht man im Oberdeutschen häufig ihm selbst; er hat es ihm selbst zu verdanken; welcher Gebrauch aber im Hochdeutschen fremd ist. In eben dieser Mundart pflegt man es auch zur Bestimmung possessiver Fürwörter zu gebrauchen. Sein selbst Haus, für, sein eigenes Haus. Von unserm selbst Vermögen, von unserm eigenen. Dagegen es im Hochdeutschen nur allein persönliche und demonstrative Fürwörter bestimmt. Nur in den Zusammensetzungen daselbst, woselbst, und hierselbst dienet es auch zur ausschließenden Bestimmung der Nebenwörter da, wo, und hier. Die sprichwörtliche R. A. selbst ist der Mann, d. i. was gehörig verrichtet werden soll, muß man selbst thun, ist elliptisch. Selbst ist der Mann, er selbst will alles hohlen, Haged. Sonst kann es in manchen Fällen auch als ein unabänderliches Hauptwort gebraucht werden. Menschen, die nur ihr nichtswürdiges Selbst lieben, Weiße, ihre nichtswürdige eigene Person. 2. Figürlich. (1) Eine Gradation, eine Steigerung des Begriffes zu bezeichnen, für sogar, wo es zugleich allerley Inversionen leidet. Nichts ist natürlicher, und selbst erlaubter. Er kann das Stehlen selbst nicht lassen, er kann selbst das Stehlen nicht lassen selbst das Stehlen kann er nicht lassen. Der Schmerz um ihn ist für mein Herz Selbst noch ein angenehmer Schmez, Gell. Auch selbst der Zorn läßt ihr noch schön, Gell. Auch nicht die Armuth selbst sollte mich abhalten, redlich zu handeln, Dusch. Wahrheit reden, sie selbst zu den Füßen des Thrones reden, ist ein Verbrechen, welches Hofleute nie verzeihen. Selbst der Fluch einer Mutter würde hier kraftlos seyn. Selbst aus seinem Stolze wird einst die ihm und der Welt so nothwendige Tugend der Bescheidenheit erwachsen, wenn er nur will, Gell. Man hüthe sich aber, daß nicht eine falsche Stellung des selbst den Sinn verdunkele, oder doch eine Härte verursache. Was kann ich denn für das, was selbst die Liebe thut. Gellert. Wo es, wegen der vielen einsylbigen Wörter, nicht nur hart klinget, sondern auch sowohl die erste eigentliche, als diese figürliche Bedeutung leidet, folglich zweydeutig ist. (2) Wenn man andeuten will, daß eine Person oder Sache, eine Eigenschaft in einem hohen Grade besitze, so sagt man nach einer gewöhnlichen Vergrößerung, daß sie diese Eigenschaft selbst sey. Er ist die Freundlichkeit selbst. Sie ist die Schönheit selbst. Er war die Tugend, die Bosheit selbst. Das ist ja die Süßigkeit selbst. Wo zugleich keine weitere Inversion statt findet. Er ist ja die Leutseligkeit und Menschenliebe selbst, Gell. Anm. 1. Viele Sprachlehrer geben dieses Wort für ein Pronomen aus, welchen Nahmen es doch so wenig verdienet als eigen, welches die Possessiva bestimmet, und allein, welches die Anwesenheit und Beyhülfe eines andern Individui ausschließet, so wie selbst, das Subject mit Ausschließung eines andern Individui bestimmet. Es ist ein wahres Nebenwort; denn im Deutschen haben wir Nebenwörter, welche nicht allein die Zeitwörter, sondern auch die Nennwörter und Partikeln bestimmen. Anm. 2. Das Stammwort ist selb, welches in selbe, ein biegsames Pronomen war, und noch ist, und sowohl für sich allein, als auch mit allerley adverbischen Endungen als ein unabänderliches Nebenwort gebraucht wurde. Diese Endungen sind -en, -er, -s oder -es, -est, -st, -t; daher dieses Nebenwort bald selben (Nieders. sulven), bald selber, bald selbs, selbest, selbst, (Nieders. sulvest, sulvst,) bald aber auch, wie noch jetzt im Oberd. selbt, selbten, lautet. Sich selbten dem Tode zu entreißen, Gryph. Die Unkunde dieser verschiedenen Endsylben hat manche Wortforscher verleitet, selber und selbst als den Comparativum und Superlativum von selb anzusehen, da doch dieses Wort dem Begriffe nach keiner eigentlichen Comparation fähig ist. Einige gemeine Mundarten hängen diesem durch das adverbische s schon zu einem Nebenworte gebildeten selbst noch eine adverbische Endung an, und machen daraus selbsten, welche Form zwar im Hochdeutschen nicht selten, für die edle Schreibart aber zu gedehnt und kraftlos ist, weil sie mit zwey Sylben nichts mehr sagt, als selbst mit Einer. Da selbst ein von selb abgeleitetes Wort ist, so ist es freylich jünger als dieses, indessen ist es doch schon sehr alt. Der Übersetzer Isidors, vermuthlich der älteste Deutsche Schriftsteller, hat schon selpso, und Ottfried selbaz. Die Schweizer sprechen und schreiben noch jetzt selbs. Da von zwey End-Consonanten, Einer allemahl ein Ableitungslaut ist, so muß man von dem alten selb auch das b trennen, wenn man dessen Abstammung erforschen will. Die alten Schweden sagten wirklich nur sjel für selbst, und noch bey dem Notker ist seles selbige. Unser solch unterscheidet sich von selbe nur in dem Ableitungslaute. Da dieses Wort ursprünglich ein Demonstrativo-Relatives Pronomen ist, so scheinet es überhaupt ein existirendes Ding, ein Indinviduum zu bezeichnen, da es denn mit der Ableitungssylbe -sal, und unserm Seele Eines Stammes seyn würde, S. 1 Sahl. Sogar das Hebr. בפש, bedeutet sowohl Seele, als selbst. Es wird dieses Wort mit vielen Nenn- und besonders Hauptwörtern zusammen gesetzet, etwas zu bezeichnen, das wir an uns selbst verrichten, was sich auf uns selbst beziehet u. s. f. Einige davon sind schon sehr alt, und wurden ehedem mit Selb gemacht, S. dasselbe; andere sind in den neuern Zeiten gemacht worden, eine lange Umschreibung zu vermeiden, und lassen sich noch täglich vermehren. Sie sind von denjenigen wohl zu unterscheiden, welche mit eigen zusammen gesetzet sind, deren Zahl indessen doch so groß nicht ist.[]
8182 Zeichen · 108 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sêlbst

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Sêlbst , ein Nebenwort, welches zur genauen Bestimmung eines persönlichen oder demonstrativen Für- oder Hauptwortes dien…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    selbst

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    selbst auch Großschr (zB GWB B7,94,5 ) sowie Kleinschr bei Subst (zB GWB N7,288 ) 1 selber (alle anderen bzw alles ander…

  3. modern
    Dialekt
    sëlbst

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    sëlbst [salpt Su. Co. Hf. ] (selten) selbst. Sëlbs(t)gebache ne s Brot hausbackenes Brot Co. — Bayer. 2, 263.

  4. Sprichwörter
    Selbst

    Wander (Sprichwörter)

    Selbst 1. Biss dir selbs erlich. – Franck, I, 158 a . 2. Der ihm selbst wohlgefällt, misfällt andern. – Seybold, 312. 3.…

  5. Spezial
    selbst

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    selbst I pron. 1 instës 2 (ohne fremde Hilfe) da su 3 (persönlich) instës, en porsona, personalmënter 4 (ohne fremde Hil…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit selbst

800 Bildungen · 781 Erstglied · 14 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von selbst 2 Komponenten

sel+bst

selbst setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

selbst‑ als Erstglied (30 von 781)

Selbstmord

SHW

Selbst-mord Band 5, Spalte 985-986

selbstabbildung

DWB

selbst·abbildung

selbstabbildung , f. : wir können daher die gedanken unsrer altväter von den dingen in der welt als ein nothwendiges erzeugnisz, als eine se…

Selbstabgeleibte

DRW

Selbstabgeleibte, m. wie Selbstmörder haben ... der centgraf oder andere beampten ... recht und macht, ... sich ... dohin an das ort, do der…

Selbstableibung

DRW

selbst·ableibung

Selbstableibung, f. wie Selbstmord von verzweiflung oder selbstableibung. do sich iemands aus verzweiflung ... selbsten mit willen u. vorsat…

selbstabsonderung

DWB

selbst·absonderung

selbstabsonderung , f : instinct ist das genie im paradiese vor der periode der selbstabsonderung (selbsterkenntnisz). Novalis 3, 126 Meiszn…

Selbstabtödtung

Campe

selbst·abtoedtung

○ Die Selbstabtödtung , Mz . u. die Abtödtung seiner selbst. »— wißt ihr nicht, daß wahre Andacht und Selbstabtödtung zuerst die immer noch …

selbstabtötung

DWB

selbst·abtoetung

selbstabtötung , f. abtötung seiner selbst, askese. Campe, dafür auch selbstabsterbung, s. selbstverleugnung.

selbstacht

DRW

selbst·acht

selbstacht, selbacht, adv. auch in lockerer Vbdg. selbst als der Achte, zu acht, zusammen mit sieben weiteren Personen vgl. selbdritt daz ie…

selbstachtung

DWB

selbst·achtung

selbstachtung , f. , s. Campe : sein ( Fichtes ) erstes bekanntes betragen gegen die ihn schützende regierung war, dasz er einem ihrer ausdr…

selbständig

Pfeifer_etym

selb·staendig

selb Dem.pron. Als selbständiges Wort heute nur noch nach einer mit dem Artikel verschmolzenen Präposition (vgl. zur selben Zeit, im selben …

Selbständiger

DERW

Selbständiger, M., ›wer im wesentlichen frei seine Tätigkeit gestalten und seine Arbeitszeit bestimmen kann (persönliche Freiheit z.B. bei T…

Selbständigkeit

GWB

selbstaendig·keit

Selbständigkeit weit überwiegend ‘Selbstständigkeit’ 1 Eigenständigkeit, Unabhängigkeit, auch Ungebundenheit; zu ‘selbständig’ 1 a mBez auf …

selbstäugicht

DWB

selbst·aeugicht

selbstäugicht , adj. : Parysatis erblaszte und verstummete über dieser nachricht. denn sie glaubte nunmehr: dasz Ada ein selbstäugichter zeu…

Selbstahnen

Campe

selbst·ahnen

○ Das Selbstahnen , — s , o. Mz . das eigene Ahnen; in Gegensatz von dem was Andere ahnen, oder was man Andere ahnen läßt. »— wir sprachen n…

selbstangebinde

DWB

selbst·angebinde

selbstangebinde , n. : das borgen der hosen liesz dem seligen Helf geld zu einem selbst-angebinde, zum ankaufe eines schönen werks. J. Paul …

selbst als Zweitglied (14 von 14)

ALLDASELBST

DWB2

allda·selbst

DWB2 ALLDASELBST adv. DWB2 verstärktes daselbst: DWB2 u1370 reden und sagen allen den, di aldo selbest gegenwertig waren Johann v. Neumarkt …

daselbst

DWB

dasel·bst

daselbst , adv. diese zusammenstellung ist blosz im hochd. im gebrauch, die andern sprachen begnügen sich mit dem einfachen da, das hier nur…

Dortselbst

Campe

dort·selbst

≠ Dortselbst , adv. eine müßige Verlängerung für dort. So auch dortselbsten.

hierselbst

DWB

hier·selbst

hierselbst , adv. verstärkung von hier, wie daselbst, dortselbst als verstärkung von da und dort auftreten ( s. th. 2, 807. 1309), und zwar …

hieselbst

DWB

hiesel·bst

hieselbst , adv. für hierselbst. alhie selbest passional 225, 24 Hahn.

hochselbst

DWB

hoch·selbst

hochselbst , in bezug auf hohe personen statt des einfachen selbst: der graf hochselbst. vgl. höchstselbst.

höchstselbst

GWB

hoechst·selbst

höchstselbst einmal Großschr (rückverweisendes) DemonstrPron, in höfl-förml Nennung, nur bezogen auf CarlAug Beylagen zu dem Berichte .. an …

seinselbst

DWB

sein·selbst

seinselbst , zusammenrückung von sein selbst, s. sein, genitiv 5 und sein, possessiv 10. in verbindung mit eigen: es ist der tolle krieg; de…

selbselbst

DWB

selb·selbst

selbselbst , pron. , verstärkende verdoppelung von selbst, vgl. Grimm gramm. 2, 405. 654. 665. 3, 5 , anm. 6. 648, der dazu die vereinzelten…

unselbst

DWB

unsel·bst

unselbst , m. , ' mensch ohne character und eigenart ' Köster zu Schönaich 396, 8 : ein unselbst, reich an ja, der seine stimme liest, und d…

urselbst

DWB

ursel·bst

urselbst , n., m. , von Bürger gebildet; vgl. zeitschr. f. d. wortf. 14, 7 und unselbst; ur- C 4 c. 1 1) das ureigne, eigentliche, wirkliche…

vonselbst

DWB

von·selbst

vonselbst , adv. ( s. unter 11): diese ... hatten sich, ob man sie gleich nicht eingeladen, vonselbst eingefunden A. U. v. Braunschweig Octa…

woselbst

DWB

woselbst , präpositionalverschmelzung mit der bedeutung eines verstärkten ortsadverbs ( s. DWB wo und DWB daselbst teil 2, sp. 808; vgl. frz…

Ableitungen von selbst (5 von 5)

entselbsten

DWB

entselbsten , das nemliche: wiewol ungewis, welches mehr uns also entselbstet, der schönheitshimmel oder unsere blödsinnigkeit. Birken OL. 9…

unselbst

DWB

unselbst , m. , ' mensch ohne character und eigenart ' Köster zu Schönaich 396, 8 : ein unselbst, reich an ja, der seine stimme liest, und d…

urselbst

DWB

urselbst , n., m. , von Bürger gebildet; vgl. zeitschr. f. d. wortf. 14, 7 und unselbst; ur- C 4 c. 1 1) das ureigne, eigentliche, wirkliche…

verselbsten

DWB

verselbsten , verb. zu selbst gebildet; das individuelle wesen jemandes aufheben, einem andern unterwerfen, mit diesem zu neuer einheit verb…