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Schürze

mhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Schürze

Bd. 7, Sp. 1928
Schürze das Wort ist Rhfrk, Mosfrk (mit Ausn. der mosfrk. Saar, wo šīərdĭχ) (doch šīərts n. Saarl verbr., Merz-Haustdt; f. Mettlach Rappw Stdt, Saarbg-Kanzem Kastel Taben Wehing u. Bitb westl. Kyll, wo šīərdəl) lrhn. bis einschl. Malm (širkəl), Monsch, Schleid, Aden, rrhn. bis einschl. Neuw, Altk, Waldbr, Siegld, u. zwar Rhfrk, Mosfrk šīə(r)ts, –ēə-, Pl. -tsə(n); –ȳə- im nicht entrundenden Geb. von NDaun, Schleid, Malm (u. -ī-), Aden, kurköln. Neuw; šȳə(r)tsə Altk im O. u. an der Sieg, wie auch Waldbr, Wippf-Hürholz; -ø- Waldbr-Hahn Wildbg; šīrtsə Siegld; šęrts, –Eă- Saarbr-Scheidterbg, Ottw, Saarl-Diefflen; -ęă- uNahe; -Eă- Simm-Riegenr Stdt; šęăts um Neuw-Heddesd Stdt, Kobl-Horchh Vallendar; šōăts, –ǫă-, Pl. -ēă-, –ęă- Nahe (selten -ī-) u. Simm-Neuerk (m.) Schlierschd (n.) Rohrb; -ūă- f. Bernk-Allenb Crummenau Malborn Rhaunen, Zell-Lautzenhsn Lötzbeuren u. selten im anschliessenden Mosfrk -ūə- m. Saarl-Berus Wadgassen, Merz-Büschf, Trier-Braunshsn Reinsf Primst (n.), Wittl-OÖffl (f.), Kobl-Kaltenengers; -ō- f. Daun-Stdt; -ē-, Pl. -a- Kreuzn-Waldalgesh; -ū-, Pl. -a- Saarbr-Herrensohr; -ō- u. šytsəl Neuw-Ohlenbg; von Waldbr mit šȳərtsə, –ø- geht šøtsə, -ȳə- noch nach Gummb (das alt šø(r)təldūk hat; dies auch nfrk. Wippf, Lennep), auch šørtsə, –ȳ- Wermelsk; šørts Mettm-Diepensiepen [šørts Gummb-Dümmlinghsn Hesselb]; šȳə(r)ts für Zierschürze im rip. Schürzel-Geb. jüngst Eusk-Billig, Bo-Brenig Lengsd, Köln-Knapsack, Bergh-Angelsd Mödr, Dür-Schophv, Jül-Merzenhsn Stdt, Aach-Inden u. aus SNfrk, Klevld hineingehend Erk-Wegbg, Kemp-Dülken SHubert Süchteln; šyrtskə Geld-Herong Stdt (-ø-); šørts Mörs-Marienbaum OMörmter; -ø-, –- Klev-Donsbrüggen Goch Rindern (m.) NMörmter Üdem Warbeyen Wissel, Rees-Emmerich Krudenbg Milling Wesel, Ruhrort, Dinsl-Bucholtwelmen Hiesf; -ūə- Erk-Elmpt Merbeck; -ō- Kref-Lank; -ūə-, Pl. -tsən, Demin. šȳərtsχən Sol [Ohligs auch šȳrtəl u. Schǫtəldō:k; Stdt auch šȳrtsə]. Das NBerg in Lennep, Barm, Elbf, Mettm hat šǫtə (Mettm-Haan Velbert šǫt, –ȳă- u. šǫtəldūk); MülhRuhr šøătə, Pl. -tən; Duisb, Ess šøtə u. Rees-Bergerfurth Brünen Hamminkeln Ringenbg š(r)t u. hier u. da in Mörs, Geld; Pl. -tsə(n), –tən, Demin. šīərtsχə(n), –ȳə- usf., šǫtšən [urkdl. schorczn 1464; blawen wöllen lichten schört, einen syden schörzelt Kemp-Dülken 1667] f. [m. u. n. u. f. Wend; m. Kreuzn-Bretzenh Hennw Schlossböckelh; n. Saarbr-SNikolaus Karlsbrunn; f., m. Ahrw-Neuenahr]: 1. wie nhd.; blo (leinen), gedruckte (schamoə), wirke Sch.; man unterscheidet die Sch.en in Arbeits- u. Kleider- u. Ziersch.en, je nachdem sie, aus grobem Leinen, Sackleinen, nur vorn den untern Körper bedecken u. die Kleidung davor schützen oder den ganzen Körper einhüllen, oder, aus besserm weissen oder bunten Leinen, zum Schmucke dienen; s. die Zs. Arm-, Armloche-, Bändel-, Blusen-, Bord-, Britteln-, Brust-, Draə- (Träger)-, Futter-, Galgen-, Halb-, Hälpen-, Haltern-, Handwerks-, Hängeln-, Haus-, Kittel-, Kleider-, Kraut- (Gras-), Krautduchs-, Küchen-, Lappen-, Latzen-, Leibchens-, Leinen-, Mantel-, Mauen-, Prinzess-, Sack-, Schlappen-, Schlupp-Sonndags-, Spann-, Spedel-, Vorbinds-, Werkeldags-, Werkstatts-, Wirk-, Ziersch., linnə Sch. weissleinene Schürze zum Kornschneiden, Dreschen, Kartoffelausmachen, zur Haubergsarbeit; ehedem trugen die Frauen im allgemeinen als Arbeitsschürze ən blə Sch., die aber oft zum Schmuck wissə Bännəln weissleinene Bänder hatte; ausser den Leibbändern haben die Arbeitsschürzen gewöhnlich zwei Arschbännəln, welche den langen Rock und die Schürze beim Bücken vor dem Aufstossen auf die Erde bewahren; Sackschiərzə ärmelfreie, auf dem Rücken geschlossene Kinderschürze aus leichtem Stoff; s. auch Bunnes(sch.) aus Sackleinen; Schmutzkittel für Kinder; Vortuch (s. u. bei Schürztuch); scherzh. Bauchlappen. RA.: Jong Mädcher un al Sch.ən blive üverall hange Sülzt. He löppt jeder Schotte no ist hinter den Mädchen her Elbf, Allg. Dat (Mädchen) bengt (bindet) de Sch. huh es ist schwanger Waldbr-Hahn, — hät en decke Sch. Waldbr-Wildbg, — e neie Sch. an Kobl-Vallendar. Ümmes an de Schösten hangen sich jmd. aufdrängen oder verbindl. machen, oft in unlauterer oder eigennütziger Absicht MülhRuhr, Allg.; de Kenner hänken äm emmer an der Sch. Mosfrk, Allg. He hängt an sin Modersch Sch. ist ein Muttersöhnchen Barm. De hot norre (nur) of en schi Sch. gekuckt nur auf ein schönes Äussere, nicht auf das Vermögen seiner Braut Koch-Eller. Sie het en Flecken en der Sch. ist unehelich geschwängert Elbf. Die Fra kann meh in (mit) der Sch. fortdrahn (eraus-), as de Mann mir em Erewan (Ernte-) infehrt Simm, Allg.; en koppelig Frau ka mih en er Sch. aus dem Haus drohn, äs de Man met vier Perden erbei ka fohren Prüm-Mürlenb; wat de Mann op de Schuffkär no Hus brengt, kann de Fr. en der Sch. erutdragen NBerg. Unner de Sch. ka mer e Haus fortdrohn Koch-Eller. Die driət (trägt) wat unger der Sch. sie ist schwanger Waldbr; se hot ebbes Neies unner der Sch. Kobl-Vallendar; dat Mädchen hot ebbes inner der Sch. hembrocht Bitb-Dudeld. A.: Blau, bl., Sch. B.: Dicke, d. Fürze! Altk-Betzd. — 2. übertr. a. sachl. α. die die Därme des Schlachttieres umhüllende Haut, Zwerchfell Zell-Raversbeuren (Scherzche), Trier-Osbg, Bitb-Mötsch, Schleid-Dreiborn, Altk-Dickend. — β. in der Wend.: Et Haus hot ön nei Sch. kriet eine neue Fassade Trier-Stdt. — b. persönl. verächtl. en huhnasege Sch. eingebildetes, hoffärtiges Weib Aden-Engeln.
5470 Zeichen · 130 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schürzeswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    schürze swv. schürze, ziehe ( das kleid ) in die höhe zusammen. succingere gl. Mone 4,236. der dâ vor dem reien trat sô …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schürze

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Schürze , plur. die -n, Diminut. das Schürzchen, Oberd. Schürzlein. 1) * Von schürzen, knüpfen, ist die Schürze eine…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schürze

    Goethe-Wörterbuch

    Schürze ohne Umlaut 39,414 (normalisiert 39,37,26 ); apokopiert 38,64 Vs 277 1 um die Taille gebundenes, vor dem Körper …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schürze

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schürze ( Wasserzeichen ), in der Jägersprache die langen, herabhängenden Haare an dem weiblichen Gliede des Elch-, Rot-…

  5. modern
    Dialekt
    Schürze

    Rheinisches Wb.

    Schürze das Wort ist Rhfrk, Mosfrk (mit Ausn. der mosfrk. Saar, wo šīərdĭχ ) (doch šīərts n. Saarl verbr., Merz-Haustdt …

  6. Sprichwörter
    Schürze

    Wander (Sprichwörter)

    Schürze 1. Die Schürze ist länger als der Rock, das Mädchen ist von Jüterbogk. ( Thüringen. ) 2. 'S lichte (leicht) asse…

  7. Spezial
    Schürze

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schür|ze f. (-,-n) 1 (Schurz) gormel (-má) m. , ciaz (ciac) m. 2 (Kittel) chitl (-i) m. , camesc m. 3 ‹fig, umor› (weibl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schuerze

30 Bildungen · 26 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schuerze 2 Komponenten

schu+erze

schuerze setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schuerze‑ als Erstglied (26 von 26)

schürzelîn

Lexer

schurz·elin

schürzelîn stn. kleiner schurz. Lûpolt ne mochte nicht geleisten wan ein bôse schurzelîn, daʒ want her umbe den lîf sîn Roth. R. 2447 ;

schürzenamt

DWB

schuerzen·amt

schürzenamt , n. amt, wozu einer durch eine schürze ( vgl. daselbst 2), eine frau, die er heiratet oder die ihn begünstigt, gekommen ist ( v…

Schürzenbändel

RhWB

schuerzen·baendel

Schürzen-bändel (s. S.) Allg. [urkdl. schurtzenbendell Neuw-Dierd 1651] m.: 1. wie nhd. RA.: De Sch. werd em (dem Mädchen) ze eng es ist une…

Schürzenball

RhWB

schuerzen·ball

Schürzen-ball Altk m.: Sch. spille ein Ballsp., wobei der Ball mit der Schürze aufzufangen ist.

schürzenband

DWB

schuerzen·band

schürzenband , n. , band, womit die schürze vorgebunden wird. Campe : Lorle stand da mit zitterndem atem; sie wand das festangezogene schürz…

Schürzende

RhWB

schuer·zende

Schürz-ende šȳərtsę·n., –ę·n.tχə Ahr, Siebengeb. n.: Rebsetzling, noch nicht stark genug, um im dritten Jahr auf drei Augen zurückgeschnitte…

Schürzenfett

RhWB

schuerzen·fett

Schürzen-fett Trier-Osbg n.: das Netz, das um sämtliche Gedärme des Schlachttieres liegt u. sie einhüllt.

Schürzenfreier

RhWB

schuerzen·freier

Schürzen-freier Wittl , Bernk , Koch , Kobl , Prüm-Waxw , Ahrw-Remag m.: verächtl. Mädchenjäger, der den Mädchen auffällig nachstellt.

schürzenfreund

DWB

schuerzen·freund

schürzenfreund , m. : er ist en schürzefreund, ein freund des schönen geschlechts. Wander 4, 393 ( vgl. schürze 2). ähnlich auch schürzenjäg…

Schürzenjäger

Pfeifer_etym

schuerzen·jaeger

Schurz m. ‘kurzes, um die Hüften getragenes Kleidungsstück, kurze Schürze für Männer’, spätmhd. schurz ‘Kleidungsstück, das nur den Vorderte…

schürzenpfarrei

DWB

schuerzen·pfarrei

schürzenpfarrei , f. , die man der heirat mit der tochter oder witwe des vorgängers verdankt, vgl. schürze 2 und schürzenamt: sogen. 'schürz…

schürzenrand

DWB

schuerzen·rand

schürzenrand , m. : ohne die hände, die an den schürzenrändern zerrten, zu erheben, sank sie an seine brust. Anzengruber 3 2, 272.

schürzensaum

DWB

schuerzen·saum

schürzensaum , m. : das weib ( sasz da ) mit dem schürzensaume spielend. Anzengruber 3 1, 216.

schürzenstipendium

DWB

schuerzen·stipendium

schürzenstipendium , n. geldunterstützung, die man von einer frau empfängt, s. Kluge studentensprache 124 a ; von Campe umgedeutscht in schü…

schürzentuch

DWB

schuerzen·tuch

schürzentuch , n. tuch, stoff zu schürzen: mnd. schorteldôk tuch, das als schürze dient, frauenschürze: linteum, subuncula, ein lappe, ein u…

schürzenvermögen

DWB

schuerzen·vermoegen

schürzenvermögen , n. : 'wem gehört die chaluppe?' — 'der tochter. ja, der tochter. ich habe sie ihr zur aussteuer geschenkt.' — 'ein schürz…

schürzenzins

DWB

schuerzen·zins

schürzenzins , m. : ( leibeigene ) müssen folgen den launenwinken ihrer herrn, und sich fügen nach dieser willen zu einer dirne, und ihnen l…

schürzenzipfel

DWB

schuerzen·zipfel

schürzenzipfel , m. : sie .. griff mit der linken einen schürzenzipfel auf und wischte damit über den feuchten brustfleck. Anzengruber 3 2, …

schuerze als Zweitglied (4 von 4)

Panzerschürze

Adelung

panzer·schuerze

Die Panzerschürze , plur. die -n, oder der Panzerschurz, des -es, plur. die -e, ein von Draht geflochtener oder aus drähternen Maschen zusam…

tändelschürze

DWB

tändelschürze , f. eine nur zum putz dienende, kleine zierliche schürze, gesellschaftsschürze, demin. tändelschürzgen Rädlein 867 a : eine t…