Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Schacht
Schacht, m.
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henne gheorlouet ghenen raemhoudre ghelt te verliesene vander langhe an die rame henne ware bider mate vanden scachte daer vinders sculdich sijn mede te metene1284 Brügge/CorpMnlTekst. I 854
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van zeuen schachten lands1274 Brügge/CorpMnlTekst. I 267
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daer an Y.Y. 8 want 41 1/2 scachte1343 Beekman,DijkR. II 1411
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den couttere groot ii gemeten vi scachten1403 MnlWB. VII 198
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eyn unsze stucke vnde acker buwlandes ... vnde is dat sulue stuck viff schechte breet1495 Oldenburg/Schiller-Lübben IV 56 Faksimile
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eenen pennynck groote te wetene van elcken viercanten roede ofte schacht erde1563 CoutFrancBruges II 699
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elc annemer ... sal gehouden wesen up zijn bestedinge thebbene zes schuyten, elc ten minsten vant tween schachten zooden16. Jh. MnlWB. VII 198
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wenn man ihm sein schacht ausgezeichnet, die er bauen soll1400 SchemnitzBergr. 165
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einem yeden, der do pegerth seinem schacht sein gerechtikeith aussczuweissen, sollen pergmeister, staiger vnd czween geschworne des rads seines schachtes lehen mit der mass ausswayssen1492 Wenzel,Magy.bány. 279
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so er aber den schacht also tieff sunk, dass er den gang mit dem halben lehen erraichen möchte; so hat alssdann ein solcher schacht gleich also viel rechtniss, als der, der auff dem gangg stundt1492/1512 Wenzel,Magy.bány. 280
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wan er dan den schacht voll fuͤlt mit perg oder laͤst jenn vergeen mit wasser vnd sich des verwegt vnnd mag sein nicht vnnd nymer geniessen1517 MaxBO. Art. 61 Faksimile
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brauchte aber der fuͤndige schacht deß stollns zu wasser und wetter, so soll er auch halb neundtes gebenJoachimsthalBO. 1548 II 102 Faksimile
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die geschwornen sollen in einem jeden schacht, der da fündig ist, die bergfesten besichtigen1548 ZinnbgwO. Art. 7 Faksimile (Abschnittsbeginn)
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dass er die massen an ihrer berg-forderung nicht hindere, damit die züber und kübel im schacht ... können aufgehenNassauBO. 1559 Art. 32
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sunst wird eynem schacht drey reyf zu erkant, und dae van all jeder reyf vyer laettern mit synem umbganck havenAnf. 17. Jh. Kommern/ZBergr. 17 (1876) 353
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da aber vieh in schächte fället und tot bleibet, sollen ... die berggerichte dem nachrichter die heraus- und wegschaffung verstatten1688 MansfeldBergbUB. 209
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schacht ruhet auf zerbrochenen beinen, oder macht sich zum gehen fertig, heißt so viel, als er wird wandelbar, feige oder bruchhaftig1742 Zedler 34 Sp. 694 Faksimile
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entstehen zweifel: ob dieser schacht der wahre ort des fundes sey: so wird der lehnträger, oder ein vorsteher der zeche zur eidlichen bestärkung auf den rundbaum gelassen1794 PreußALR. II 16 § 182
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die schächte haben einen verschiedenen endzweck: sie dienen zum ein- und ausfahren, zum herausfördern der erze und berge, zur wasserhebung, zum wetterzuge, zum einlassen des erforderlichen grubenholzes, der kunstsätze und dergleichen1806 Veith,Bergwb. 395 Faksimile
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vom tag ist kain schacht durchkomen in die vorgenannten lehenoJ. Iglau/Jelinek 170
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[Schöffenspruch:] das an der andirn helfte seynes nackwers mauer mag eyn mananhebin, drey schu zu messen, ab eyner bey der mauer eynen schacht machin adir sencken wilum 1490 RechterWeg II 1011
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ein jeder soll in seiner eigenen holtzlücken tremmen und schachten hauen. welcher also dawieder befunden wird, soll 8 ß königl[iche] brüche geben und an der nachbahrschafft 3 ß straffe erlegen1736 SchleswDorfO. 415