Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schachtelhalm m.
Schachtelhalm m.
Schachtelhalm m. Der Name der binsenähnlichen, blütenlosen, wegen der tiefgehenden, schwer auszurottenden Wurzel als gefürchtetes Unkraut geltenden Pflanze geht wohl auf den charakteristischen Stengel oder Stiel zurück, der wie ein Schaft in einer Tülle steckend erscheint, so daß das erste Glied als nd. Form (mit nd. -cht für hd. -ft, s. Schacht) von nhd. Schaft (s. d.) angesehen werden kann. Ahd. scafthouwi, scafthewi (11. Jh.), mhd. schafthöuwe, schaftelhawe, nhd. Saftheu, Schafthau (16. Jh.); vgl. auch frühnhd. schaftel ‘Binse’. Danach Schachtelheu, Schachtelhalm (bezeugt seit 18. Jh., doch wohl älter), auch Schafthalm. Heute wird Schachtelhalm wegen seiner ineinandergeschobenen („geschachtelten“) Stengelglieder als zu Schachtel (s. d.) gehörig empfunden.