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Rebe

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
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20 in 18 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Rebe

Bd. 3, Sp. 1511
Rebe 1. Auss den Reben fleusst das Leben. – Lehmann, 878, 20; Simrock, 8173; Eiselein, 520. Lat.: Ex vite vita. (Egeria, 66.) 2. Den Reben und der Geiss wird's nicht leicht zu heiss. – Simrock, 8170; Körte, 4941; Birlinger, 604. 3. Die die Reben pflanzen, sind es nicht, die den Wein trinken. – Altmann V, 130. 4. Die Reben erfordern einen Herrn. – Simrock, 12384. 5. Die schwache Rebe gibt starken Trank. 6. Eine Reb, wenn sie in andern Boden gesetzt wird, so trägt sie jhre natürliche Frucht nicht. – Lehmann, 129, 14. 7. Es tregt offt ein gute reb ein wintertrotte. – Franck, II, 56a; Gruter, I, 39; Petri, II, 301. 8. Es wird wenig aus den Reben, wenn man sie an einen Dornbusch pflanzt. 9. In Reben steckt das Leben. 10. Iner Reb und iner Geiss wird's nie z' heiss. (Luzern.) 11. Jede Rebe will ihren Pfahl, jede Henne ihren Gemahl. 12. Junge Rebe muss verdorren, kommt sie neben alten Knorren. – Simrock, 8172; Eiselein, 520. 13. Man muss den Reben erbrechen, wenn man den ganzen Tag auch nicht mehr als eine Chriesikatte Laub bekommt. 14. Reben führen herein und wieder heraus. 15. Reben können den Bauer ausziehen, aber auch wieder anziehen. – Körte, 4939; Simrock, 8166. 16. Reben lassen einen fallen, bis an den Rhein, aber nie ganz hinein. – Simrock, 8167; Körte, 4940. Ausspruch der Winzer in einer schlechten Weinernte. 17. Reben verfolgen das Leben. – Parömiakon, 2712. Von unmässigem Weingenuss. 18. Setzt man ein junge Reb zum alten Baum, so muss sie verdorren. – Lehmann, 146, 90. 19. Sind die Reben Sanct Georg (23. April, auch Sanct Markus, 25. April) noch blind, so soll sich freu'n Mann, Weib und Kind. – Boebel, 21. 20. Wenn die Reben weinen, so steckt noch Kälte dahinter. 21. Wenn man die Reben nicht beschneidet, so wird ein Wald daraus. – Parömiakon, 2108. 22. Wenn's in Reben hinterschlägt, so hinterschlägt's auch in der Trotte. 23. Wie die Reben, so der Wein. It.: Tal riesce il vino qual è la vite. (Pazzaglia, 410, 13.) 24. Wo die reben nicht beschnitten worden, da macht mann keinen Herbst. – Lehmann, 306, 27. 25. Jo frîli häm mer au Räbe, aber d' Grossmueter trinkt de Wii. – Sutermeister, 21. 26. Jo frîli häm mer a Räbe, aber e Rossbär voll Güeter und e Leiterwage voll Schulde. – Sutermeister, 21. 27. Mönchaltorfer Rebe. (S. Kropf 31.) – Sutermeister, 51.
2303 Zeichen · 84 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    REBEswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    REBE swv. aus dem franz. rêver , engl. to rave . träumen, verwirrt sein, von sinnen sein. machet minne daʒ ich reben? (:…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rēbef.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    rēbe , *° rebbe (Jellinghaus Bauernkom. 16), f. ( Pl. -n *° rēven [Oldecop 206]): 1. Weinrebe , Weinstock, r.n dê grôte …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rêbe

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Rêbe , plur. die -n, sehr häufig auch im männlichen Geschlechte, der Rebe, des -n, plur. die -n. 1. * Übrigens, die …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Rebe

    Goethe-Wörterbuch

    Rebe 1 Weinstock; selten für die Gattung der Weinreben (Vitis); auch mBez auf die Fruchtbarkeit; vereinzelt verallgemein…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rebe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Rebe , s. Weinstock ; wilde Rebe, kanadische Rebe, wilder Wein, s. Quinaria .

  6. modern
    Dialekt
    Rebef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Rebe f. : 1. a. 'einjähriger Trieb des Weinstocks, auch der Weinstock selbst', Reb (rEb), Pl. Rewe (rEwə) [verbr., Chris…

  7. Sprichwörter
    Rebe

    Wander (Sprichwörter)

    Rebe 1. Auss den Reben fleusst das Leben. – Lehmann, 878, 20; Simrock, 8173; Eiselein, 520. Lat. : Ex vite vita. ( Egeri…

  8. Spezial
    Rebe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Re|be f. (-,-n) planta da üa f. , üa (ües) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rebe

348 Bildungen · 303 Erstglied · 43 Zweitglied · 2 Ableitungen

rebe‑ als Erstglied (30 von 303)

Rebenack

SHW

Rebe-nack Band 4, Spalte 1281-1282

rëbeacker

Lexer

rebe·acker

rëbe-acker stm. rebacker, weingarten. Nôe lag und slief ûf einem rebeacker Hb. M. 131. pl. rebecker Ad. 1272 1417 .

rebeba

LmL

rebeba v. LmL rubeba .

Rebebbes

RhWB

reb·ebbes

Rebebbes rəbębəs, Pl. -əsə Kobl-Stdt m.: verächtl. Kahlkopf.

rëbeblat

Lexer

rebe·blat

rëbe-blat , rëben-blat stn. BMZ pampinus Dfg. 408 b . vgl. rëbeloup.

rebebrunne

KöblerMhd

rebe·brunne

rebebrunne , sw. M. nhd. „Rebbrunnen“, Brunnen im Weinberg Q.: Urk (1289) E.: s. rebe, brunne W.: nhd. (ält.) Rebbrunnen, M., Rebbrunnen, DW…

rebecada

LDWB1

rebecada [re·be·cạ·da] f. (-des) Streit m., Streiterei f., Zank m. → strit, stritada, rejia .

rebeché

LDWB1

rebeché [re·be·chę́] I vb.intr. (rebechëia) streiten, zanken, hadern ( → strité) II vb.refl. se rebeché sich häkeln, sich zanken.

Rebeck N

Idiotikon

Rebeck N. Band 6, Spalte 47 Rebeck N. 6,47

rebecum

LmL

rebe·cum

rebecum -i n. Bezeichnung für ein mit dem Bogen gespieltes Saiteninstrument — term for a stringed instrument played with a bow [syn.: marion…

rebecus

LDWB1

rebe·cus

rebecus [re·be·cūs] adj. (-sc, -cosa) zänkisch, streitend, streitsüchtig → zanganus, rejius.

Rebedazblëtz

Idiotikon

Rebedazblëtz Band 5, Spalte 281 Rebedazblëtz 5,281

Rebedazmöckli

Idiotikon

Rebedazmöckli Band 4, Spalte 141 Rebedazmöckli 4,141

rebegarte

KöblerMhd

rebe·garte

rebegarte , sw. M. nhd. Rebgarten, Weinberg Q.: Urk (1284) E.: s. rebe, garte W.: nhd. Rebgarten, M., Rebgarten, DW 14, 333 L.: WMU (rebegar…

rëbehof

Lexer

rebe·hof

rëbe-hof stm. er kam in ein dorf, dô inne er hette einen grôʒen rebehof N. v. B. 162.

rëbeholz

Lexer

rebe·holz

rëbe-holz stn. tribulum Voc. Schr. 3022. vgl. rîbkiule.

rêbêⁱn

MNWB

reb·ein

° rêbêⁱn , n. : Knochen des Rehes, „ Reben i. reknake ” (Voc. Strals. ed. Damme).

Rebeit

MeckWB

reb·eit

Rebeit n. Gebiet, Revier Mi 70 a ; Reut. 4, 457; Pip. Stadt 75; 'n Rebeit, wo Hanning hellschen ... Bescheid wüßt Derb. 2, 236; kumm mi nich…

rebeizen

KöblerMhd

rebeizen , sw. V. Vw.: s. erbeizen

rēbeken

MNWB

rebe·ken

° rēbeken, n. ( Pl. rēbeken ) : Stock einer rankenden Pflanze (Mandeville 46). rebbendregger, rēbekenstücke, rēbenacker

rēbekenstücke

MNWB

° rēbekenstücke , n. : Landstück auf dem Weinreben stehen? (Pomm. Kirchenvis. 2, 197/198).

Rebekka

SHW

Rebekka Band 4, Spalte 1281-1282

rebela

LDWB1

rebela [re·bę·la] f. (-les) Aufständische f. → rebel .

rebelâcie

MNWB

+° rebelâcie , f. : Widersetzlichkeit, Aufsässigkeit (Leloux 1, 253); — lat. rebellatio.

rebelé

LDWB1

reb·ele

rebelé [re·be·lę́] I vb.intr. (rebelëia) rebellieren, meutern, Aufruhr stiften ( → revolté, se lascé sö) II vb.refl. se rebelé rebellieren, …

rebelîn

Lexer

rebe·lin

rebelîn stn. dem. zu rabe, junger rabe Renn. 19579. Wolk. 109. 2,14. Beh. 127,24. Osw. ( Hpt. ) 236. räbelîn Myst. 1. 323,16. räbel Mgb. 176…

rebeliun

LDWB1

rebeliun [re·be·liụŋ] f. (-s) 1 Rebellion f., Aufruhr f., Empörung f., Tumult m., Insurrektion f. 2 Meuterei f., Revolte f. 3 Aufstand m., V…

rebeliute

KöblerMhd

rebe·liute

rebeliute , M. Pl. nhd. „Rebleute“, Weinbauern Q.: DW (1400) E.: s. rebe, liute W.: nhd. Rebleute, M. Pl., Rebleute, DW 14, 336 L.: Lexer 16…

rebe als Zweitglied (30 von 43)

strebe?

KöblerMhd

*strebe? , Adj. Vw.: s. nōt-, wider- E.: s. streben L.: Benecke/Müller/Zarncke II/2, 680a (strebe)

baumrebe

DWB

baum·rebe

baumrebe , f. pflanze, die sich an bäumen rankend aufschlingt und durch die zweige streckt.

begrebe

MWB

beg·rebe

begrebe stF. oder stN. ‘Begräbnis, Beerdigung’ daz swester Agnes von Waldeck disiev zwej mettein puͦch vnd ir micheln salter vnd ein puͦch v…

donnerrebe

DWB

donner·rebe

donnerrebe , f. erdepheu, gunderebe, gunderman, glecoma hederacea. durch einen kranz von dieser pflanze soll man die kühe melken, wenn sie z…

Edelrebe

Wander

edel·rebe

Edelrebe Auch eine Edelrebe trägt einen Wintertroll. – Simrock, 8171.

gedrebe

MWB

ged·rebe

gedrebe stN. auch gedehnt -træbe (s. Wilmanns, HvMelk S. 10). – zu draben swV. oder drap stM. ‘Tumult’ daz sich von dem volke iht hebe / ein…

Gerebe

Wander

ger·ebe

Gerebe Ein dürres G'rebe. ( Rottenburg. ) Von sehr abgemagerten Personen. Gräable = Büschelchen aus dürren Rebzweigen.

getrebe

Lexer

get·rebe

ge-trebe stn. coll. zu drap, trap das traben, tumultus. daʒ sich vome volke iht hebe ein grûsen unde ein getrebe Erlœs. 4273. vgl. auch getr…

grundrebe

DWB

grund·rebe

grundrebe , f. 1) entstellung aus altem gundrebe vgl. ahd. gundereba ahd. gloss. 4, 458, 25, daneben gundelrebe ( s. dort ): hedera terrestr…

gunderëbe

Lexer

gunde·rebe

gunde-rëbe swf. BMZ gundelrebe Gl. ; vgl. gt. gund, ahd. gunt, cunt nhd. geschwür, eiter.

hërzerëbe

Lexer

herze·rebe

hërze-rëbe swf. BMZ arteria Dfg. 51 b . vgl. hirnrëbe u. Schm. 3,5.

hopferebe

MWB

hopfe·rebe

hopferebe swFM. Ranke der Hopfenpflanze (nur als Bestandteil von Personennamen): Cvͦnrat Hoppherebe vnd sin svn Diepolt, vnser bvrger von Ki…

huotestrebe

KöblerMhd

huote·strebe

huotestrebe , st. F. nhd. Gefangenenlager (?), eine Art Gefängnis? Q.: Macc (vor 1332) E.: s. huote, strebe W.: nhd. DW- L.: MWB 2, 1812 (hu…

jochrebe

DWB

joch·rebe

jochrebe , f. reben die an jochen auf den äckern zwischen der saat gezogen werden. Jacobsson 6, 163 a .

kürbizrebe

KöblerMhd

kürbizrebe , sw. M., sw. F. nhd. „Kürbisrebe“, Rainfarn ÜG.: lat. tanacetum Gl Q.: Gl (Ende 12. Jh.) E.: s. kürbiz, rebe W.: nhd. Kürbisrebe…

lagerrebe

DWB

lager·rebe

lagerrebe , f. rebe, welche sobald sie unten an ihrem stock ausschlägt, fortkriecht und sich glatt an der erde streckt. Nemnich.

Lumpenrebe

Wander

lumpen·rebe

Lumpenrebe Lumpenreben geben den besten Wein. – Simrock, 8168; Orakel, 1099.

nōtstrebe

KöblerMhd

nōt·strebe

nōtstrebe , sw. M. nhd. Kampfgenosse, Kampfgefährte Q.: Rol (um 1170) E.: s. nōt (3), strebe W.: nhd. DW- L.: Lexer 153a (nōtstrebe), Hennig…

отребье

RDWB2

отребье [тж. RDWB2 шваль ] Abschaum m , Pack n , Rotte f , Pöbel m , Gesindel n якшаться с отребьем, знаться со всякой швалью - sich mit dem…

schleifrebe

DWB

schleif·rebe

schleifrebe , f. nebenschöszling einer weinrebe Jacobsson 3, 621 a ; senkrebe Nemnich. Kehrein 351 ; nach letzterem scherzhaft auch von einz…

Schóßrêbe

Adelung

schoss·rebe

Die Schóßrêbe , plur. die -n, ein Schoß oder Schößling an dem Weinstocke, eine junge Rebe.

schüzzelkrebe

KöblerMhd

schüzzel·krebe

schüzzelkrebe , sw. M. nhd. Schüsselkorb ÜG.: lat. cartallum Gl Q.: Gl, Wachtelm (14. Jh.) E.: s. schüzzele, krebe (2) W.: nhd. DW- L.: Lexe…

Ableitungen von rebe (2 von 2)

Gerebe

Wander

Gerebe Ein dürres G'rebe. ( Rottenburg. ) Von sehr abgemagerten Personen. Gräable = Büschelchen aus dürren Rebzweigen.

Unrebe

PfWB

Un-rebe f. : 'der Fruchtentwicklung schädlicher Trieb, Geizrebe am Weinstock', Uⁿrewe Pl. [ FR-Grünstdt ]; vgl. Unholz ; Syn. s. Geize 1. —