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rebe

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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20 in 18 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

rebe f.

Bd. 14, Sp. 323
rebe, f. und m. ranke des weinstocks; weinstock selbst; ranke überhaupt. 11) das wort ist ein nur hochdeutsches; ahd. reba, fem., mhd. rebe, fem. und masc., in niederdeutsches sprachgebiet als wînrave (Schiller-Lübben 5, 732b) eingedrungen, wo sich sonst auch mit der verbreitung des wein- und hopfenbaues vom Rheine und von den Niederlanden her ranke (sp. 104) eingebürgert hat. die allgemeine bedeutung von rebe mag wol schosz, lote (th. 6, 1204) sein und das wort zu dem oben unter rebben aufgeführten verbum mhd. reben sich bewegen, rühren, gehören, zu dem weitere vergleiche fehlen; ahd. aber sehen wir einfaches reba, repa (ebenso häufig wie die zusammensetzung wînreba, wînrepa) durchaus nur auf den weinstock bezogen, so dasz in den weinbauenden gegenden des alemannischen, bairischen und ostfränkischen gebiets, aus denen die ahd. belege des wortes stammen, dasselbe jedenfalls ein frühes winzerwort war, wie es ein solches dort bis heute ausschlieszlich geblieben ist. dieser uralten sonderbeziehung gegenüber kommt die allgemeine bedeutung ranke (unten 8) erst später und im ganzen nicht häufig am einfachen worte vor. das geschlecht ist, wie bei ranke, zwischen masc. und fem. schwankend; alemannisch gilt das letztere, bairisch neben dem fem. das masc. Schm. 2, 5 Fromm.; die est an ainem weinreben. Megenberg 24, 28; der Oberöstreicher Hohberg braucht rebe nur weiblich: da nur die blosze reben ohne wurzel eingelegt wird. 1, 335a u. ö. in der schriftsprache seit dem 18. jh. hat sich das frühere schwanken im geschlecht (wie es auch bei Luther statt hatte, belege unten) zu gunsten des fem. völlig verloren. 22) rebe, schosz, zweig, ranke eines weinstocks: racemus, rebe, winerebe Dief. 482b; reb am winstock, palmes, dicitur ramus vitis. voc. inc. theut. r 2b; mir hat getreumet, das ein weinstock fur mir were, der hatte drei reben. 1 Mos. 40, 10; und sie schnitten daselbs eine reben ab mit einer weindrauben. 4 Mos. 13, 24; und es wuchs und ward ausgebreiter weinstock, und nidriges stammes, denn seine reben bogen sich zu jm, und seine wurzeln waren unter jm, und war also ein weinstock, der reben kreig und zweige. Hes. 17, 6; wann man einmal weinstöcke von guter art hat, kan man hernach jährlich von den besten und trächtigsten etliche reben (die man beizeiten deszwegen musz stehen und nicht abnehmen lassen) unabgeschnitten, zur erden in eine darzu bereitete gruben abbeugen, mit erden zufüllen, und 2 oder 3 augen oben heraus ragen lassen. Hohberg 1, 335b; dasz man (die weinstöcke) heuer im wachsenden, und das folgende jahr im abnehmenden schneidet, und so fortan; also wird der wurzel und stammen so wol, als den reben, einmal ums andere geholfen. 338a. 33) rebe, in der bibelsprache bildlich verwendet: was hab ich jtzt gethan, das ewer that gleich sei? ist nicht ein rebe Ephraim besser, denn die ganze weinernd Abi Eser? richt. 8, 2; der weinstock zu Sibma ist verderbt, die hern unter den heiden haben seine edle reben zuschlagen. Jes. 16, 8; ich mus uber dich Jaeser, du weinstock zu Sibma weinen, denn deine reben sind uber das meer gefaren. Jer. 48, 32; deine (Israels) mutter war, wie ein weinstock, gleich wie du, am wasser gepflanzt, und jre frucht und reben wuchsen von dem groszen wasser, das seine reben so stark wurden, das sie zu herrn scepter gut waren, und ward hoch unter den reben. und da man sahe, das er so hoch und viel reben hatte, ward er im grim zu boden gerissen. Hes. 19, 10—12; und ist ein fewr ausgangen von jren starken reben, das verzeret jre frucht, das in jr kein starker reben mehr ist, zu eines herrn scepter. 14; ich bin ein rechter weinstock, und mein vater ein weingartner. einen jglichen reben an mir, der nicht frucht bringet, wird er wegnemen. Joh. 15, 2; gleich wie der rebe kan keine frucht bringen von jm selber, er bleibe denn am weinstock, also auch jr nicht, jr bleibet denn an mir. 4. 44) rebe, der ganze weinstock mit seinen zweigen selbst: eine rebe heiszet zwar eigentlich ein zweig von einem weinstock, insgemein aber wird es von dem ganzen gewächse gesagt. öcon. lex. 2638; ahd. vitem repun Steinmeyer-Sievers 2, 628, 58; psithia, diu repa 631, 66; lagaeos repa 67; bumaste repa 632, 4; mhd. nhd. vitis reb voc. opt. 41, 181; rebe vitis Dasyp.; die räb oder räben, weinräb, vitis. Maaler 322d; ungewärkte räb, vitis inculta, räben allenthalben gern wachsende, miscellae vites. ebenda; bei den winzern: zweiäugig reb, bigemmis, dreiäugig rebe, trigemmis, eingelegte rebe, propago, propages, reb die mit den wurzlen gesetzt wird, viviradix. Dasyp.; reben understützen, pedare vites, reben schneiden, putare vites, reben einlegen, propagare vites, reben erbrechen, defrontare vites, pampinare, entwerfen den reben und bäumen, ablaqueare vites vel arbores. ebenda; (im mai) die reben zum andernmal rüren, und mit der nächsten erden fütern und beschütten, damit sie die hitz nicht verletzet. Sebiz feldb. 55; reben zu impfen. ebenda; gute reben zu pflanzen. 508; reben beschneiden. 510; inn dem man aber die reben umbhacket und umbrühret. 515; die dritt arbeit soll sein das reben einlegen oder das reben biegen. 516; die reben ... stecken und sie anbinden lassen. ebenda; die reben entlauben. 517; wie man die reben zweigen soll. ebenda; wie man die reben peltzt. Hohberg 1, 339; es solle keiner ... ohne bewilligung meiner gn. herren keine reben ausstocken. Basler rechtsqu. 1, 1053 (v. 1770); und auszerhalb der gewerklichen sprache: er wird sein füllen an den weinstock binden, und seiner eselin son an den edlen reben. 1 Mos. 49, 11; mein lieber hat einen weinberg ... und er hat jn verzeunet, und mit steinhaufen verwaret, und edle reben darein gesenkt. Jes. 5, 2; die rebe mit dem stabe, an dem sie rankt: allein, der gefräszige krieg vom zähnebleckenden hunger und rasenden horden begleitet, verheeret oft arbeit und hoffnung ... reiszt stab und rebe zu boden, entzündet dörfer und wälder zur lust. Chr. E. v. Kleist 204; ein land voll korn und reben, äuszerst gesegnet: doch herrlich sehn sie unter sich ergossen das weite land voll kornes und voll reben. Uhland ged. 129; die dichtung begleitet das wachsthum der rebe von der pflanzung an: der rebe lag versteckt, weil ihn des winzers hand mit erde zugedeckt. Birken Guelfis 29; Lyäus kam und pflanzte süsze reben. Uz 1, 102; du (gott) bists, der zwischen rauhen bergen erfrischend wasser quellen läszt, und sonnenreichen höhen reben, bäumen ihre frucht gegeben. 325; durch sprossen und blühen und den gefahrdrohenden sommer hindurch: swâ diu rebe sich blüemet, dâ fliuhet daʒ gewürme dan; des wînes blüete mac eʒ niht gedræhen noch gelîden. K. v. Würzburg 396, 243 Bartsch; zu schauen, ob nicht bald der rebe knospen hegt, und der granatenbaum die neuen früchten trägt. J. G. Albinus Salom. gartenland (1652) Ca; schützt (ihr götter) Amors frohes reich, schützt unsre frohen reben, dasz lieb und wein zugleich stets iedes herz beleben. Uz 1, 28; der erdkreis drohte zu vergehen: denn, ach! die rebe stund betrübt. 60; wenn die reben wieder blühen, rühret sich der wein im fasse. Göthe 1, 64; ists, wo am Rhein die rebe blüht? Arndt ged. 210; auch die rebe weint, die blühende, draus der wein, der purpurglühende, in des reifen herbstes tagen, kraft und freude gebend, quillt. Uhland ged. xiv; des herbstes goldner sonnenstaub umwebt der reben üppig laub. 320; bis zur ernte und ihrem ertrage: ohne frucht der viel beaugten reben. A. Scultetus bei Lessing 8, 281; mit öpfeln wart ich dein, und trauben von den besten reben. S. Dach in den ged. des Königsberger dichterkreises s. 131; du schenkest uns das mark der reben, den greis und jüngling zu erfreun. Uz 1, 60; ich werde mit den geliebten nun nicht mehr das gewächs der frohen rebe genieszen. Klopstock 3, 224 (Mess. 4, 1117); und singt ihr und ihrem erzeugnisse preis: ich lob die edlen reben, die geben uns gut wein. Gödeke u. Tittmann liederb. s. 136; wasser und rebens gaben gut arzeneie haben. 139; soll ich stets die trunknen reben, soll ich nur den gott erheben, der aus holden augen blitzt? Uz 1, 162; am Rhein, am Rhein, da wachsen unsre reben: gesegnet sei der Rhein! Claudius in Wackernagels leseb. 2 (1876), 957; es grün und blüh ohn unterlasz der süsze strauch der rebe! Arndt ged. 84; auch die schönheit des weinstocks, sein schattengebendes laub, sein leichtes ranken wird gepriesen: ein baum worunter sein ahnherr drei alter durchlebte, beschattet ein haus von reben umkrochen. Chr. E. v. Kleist 207; das bild der anmuth, die hausfrau, in jener laube von reben, pflanzt stauden und blumen auf leinwand, die freude lächelt aus ihr. 213; traulich rankt sich die reb empor an dem niedrigen fenster. Schiller hist.-krit. ausg. 11, 85; sind sie nicht unser, diese saaten? diese ulmen, mit reben umsponnen, sind sie nicht kinder unsrer sonnen? braut von Mess. v. 198. 55) rebe, im sprichwort und sprichwörtlichen wendungen: reben können einen bauer ausziehen, aber auch wieder an. Simrock sprichw. 442; lumpenreben geben den besten wein. auch eine edelrebe trägt einen wintertroll. junge rebe zum alten baum gesetzt, musz verdorren. ebenda; reben lassen einen fallen bis an den Rhein, aber nie ganz hinein. ebenda; zu Johannis aus den reben gahn und die reben blühen lahn. ebenda; den reben und der geisz wird es nie zu heisz. ebenda; aus den reben fleuszt leben. ebenda; disteln liest man von den reben, thränen mischen unsern trank, dornen pflastern uns den gang. Günther 109, bilder des miszgeschicks auf erden; sonnenschein behält sein licht, edle rebe altet nicht. Arndt ged. 179; in vergleichen: wann dein augen voll wassers sind, und tropfen wie die newen reben. Grobian. N 2b (v. 3273); sie (die verlaszne braut) gleichet einer welken traube, bei der kein saft mehr wird erkennt, alsz die vom reben ist getrennt. S. Dach in den ged. des Königsberger dichterkreises 149; als bild inniger umschlingung: an ihnen (vorzüglichen menschen), wie die rebe am ulmenbaum, wie epheu an der mauer, rankt er sich hinauf, auge und sinn zu erquicken. Göthe 6, 55; gleichwie das epphew grün den baum jung oder alt, gleichwie die liebend-gaile reben, den pfal und auch sich selbs umgeben: so lieb und halt mich hoch, wie ich dich lieb und halt. Weckherlin 770; wie um ihren stab die rebe brünstig ihre arme strickt, wie der epheu sein gewebe an der ulme busen drückt, .. dürft ich so dich rund empfangen! dürftest du, geliebte, mich! Bürger 38b; des fürsten und des volkes rechte sind verwoben, wie sich ulm und reb umschlingen. Uhland ged. 102; menschen werden reben genannt: ach, mîner wunne ein bernder rebe! minnes. 2, 364a Hagen; namentlich die hausfrau (nach ps. 128, 3: dein weib wird sein wie ein fruchtbar weinstock umb dein haus herumb): grüszet mir ewer liebe rebe, meine schwegerin, Hanna Rühlin, mit jren drauben. Luther 3, 138a; dein weib, die deines herzens und hauses cron und ehr, wird deines keuschen scherzens auch andren eine lehr, indem sie, wie ein reben, so liebreich und fruchtreich, ernewern wirt dein leben mit frewd und frucht zugleich. Weckherlin 286; dein geliebtes weib wird eben umb dein reiches hausz her sein wie ein stock mit fruchtbarn reben (vgl. oben 2). S. Dach in den ged. des Königsberger dichterkreises 278; der mann wird einem baume gleich, an ästen schön, an zweigen reich, das weib gleich einem reben, der seine träublein trägt und nährt und sich je mehr und mehr vermehrt mit früchten, die da leben. P. Gerhard 303, 33; ein alter mensch ein dürrer reben: zum mägdlein da der alte sprach: mein liebes herzchen, was vermag von blumen ich zu geben? mein gärtchen starret schon von eis, auch ists vom schnee des alters weis, bin selbst ein dürrer reben. Stolberg 2, 324; wilde rebe, der wilde weinstock: uuildiu reba labrusca Graff 2, 353, im bilde: ich war ein wilder reben, du hast mich gut gemacht. P. Gerhard 111, 17. 66) rebe, in einzelnen wendungen statt der traube genannt: darumb schenk ein den edlen saft von reben! Gödeke u. Tittmann liederb. s. 144; ist weisz und rot beineben von rotem traubenschaum, den er erpreszt von reben mit schwerem kelterbaum. Spee trutzn. 36, 87 Balke; schau, die körnel ab den reben flieszen, waidlich aufgetrennt! 194, 295; mich berauschten Cyperns reben. Uz 1, 72; und ihr, genährt vom fett der länder, schwindet und siecht beim saft der besten reben ab. Mastalier gedichte (1782) s. 169; klagen ertränkt er im golde der reben. Schiller eine leichenfantasie; bringt mir blut der edlen reben, bringt mir wein! Arndt ged. 323; ein andrer preszt die reben. Uhland ged. 58; ich (Bacchus) bin die fülle schaffender natur, die sich besonders in dem edeln blut der rebe reich und göttlich offenbart. 315; und selbst statt des weins: im kühlen keller sitz ich hier auf einem fasz voll reben. K. Müchler, vgl. Hoffmann volksthüml. lieder nr. 549; der gott der reben, des weins, Bacchus: ewig musz ich also leben, ewig! denn beim gott der reben! ewig soll mich lieb und wein, ewig wein und lieb erfreun! Lessing 1, 65, vgl. rebengott. 77) der plur. reben für rebland, weinberg: und zu sant Johans tag ze sunngihten sollen alle buwe volbracht sin in den reben, und soll man die reben schetzen und schowen. weisth. 4, 508 (Schwarzwald, 15. jahrh.); dʒ zuon reben oder weingart gehört, vineaticus, vinearius, vinealis Dasyp.; es solle keiner, ohne es dem nachbar des tags vorher angezeigt zu haben, in seinen reben herbsten. Basler rechtsqu. 1, 1053 (v. 1770); erzählte ihm, was er für einen streit habe mit seinem schwager, wegen einem stück reben im untern berg. Hebel 2, 242; acker, wisen unde reben si (die milde) mêret ouch. Konrad v. Würzburg 377, 24, 8 Bartsch; schweiz. inn de räbe, im weinberg Seiler 232a. 88) rebe, an die bedeutung 2 angeschlossen, von den schossen oder ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf zoch, .. bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen, mit fleschen und mit blettern bhangen. B. Waldis Esop 2, 28, 7; es ist der hopfenbau .. wie er diese reben den weinreben anzunähern versteht. Göthe 45, 235; wer des trankes froh genieszt, preise unsre reben, die alljährlich — wie ihr wiszt, uns den hopfen geben. Anton Fürnstein ebenda 241. 99) rebe, in den namen von rankengewächsen; vgl. gundelrebe (schon ahd. gundereba), waldrebe, jungfernrebe; periploga graeca, die indianische rebe. Nemnich 4, 912. 1010) in den vorausgehenden und den folgenden zusammensetzungen gehören die mit reb- vorzugsweise der oberdeutschen, besonders alemannischen, die mit reben-, die indes hier ebenfalls vorkommen, vorwiegend dichterischer sprache an.
14657 Zeichen · 240 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    REBEswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    REBE swv. aus dem franz. rêver , engl. to rave . träumen, verwirrt sein, von sinnen sein. machet minne daʒ ich reben? (:…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rēbef.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    rēbe , *° rebbe (Jellinghaus Bauernkom. 16), f. ( Pl. -n *° rēven [Oldecop 206]): 1. Weinrebe , Weinstock, r.n dê grôte …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rêbe

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Rêbe , plur. die -n, sehr häufig auch im männlichen Geschlechte, der Rebe, des -n, plur. die -n. 1. * Übrigens, die …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Rebe

    Goethe-Wörterbuch

    Rebe 1 Weinstock; selten für die Gattung der Weinreben (Vitis); auch mBez auf die Fruchtbarkeit; vereinzelt verallgemein…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rebe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Rebe , s. Weinstock ; wilde Rebe, kanadische Rebe, wilder Wein, s. Quinaria .

  6. modern
    Dialekt
    Rebef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Rebe f. : 1. a. 'einjähriger Trieb des Weinstocks, auch der Weinstock selbst', Reb (rEb), Pl. Rewe (rEwə) [verbr., Chris…

  7. Sprichwörter
    Rebe

    Wander (Sprichwörter)

    Rebe 1. Auss den Reben fleusst das Leben. – Lehmann, 878, 20; Simrock, 8173; Eiselein, 520. Lat. : Ex vite vita. ( Egeri…

  8. Spezial
    Rebe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Re|be f. (-,-n) planta da üa f. , üa (ües) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rebe

348 Bildungen · 303 Erstglied · 43 Zweitglied · 2 Ableitungen

rebe‑ als Erstglied (30 von 303)

Rebenack

SHW

Rebe-nack Band 4, Spalte 1281-1282

rëbeacker

Lexer

rebe·acker

rëbe-acker stm. rebacker, weingarten. Nôe lag und slief ûf einem rebeacker Hb. M. 131. pl. rebecker Ad. 1272 1417 .

rebeba

LmL

rebeba v. LmL rubeba .

Rebebbes

RhWB

reb·ebbes

Rebebbes rəbębəs, Pl. -əsə Kobl-Stdt m.: verächtl. Kahlkopf.

rëbeblat

Lexer

rebe·blat

rëbe-blat , rëben-blat stn. BMZ pampinus Dfg. 408 b . vgl. rëbeloup.

rebebrunne

KöblerMhd

rebe·brunne

rebebrunne , sw. M. nhd. „Rebbrunnen“, Brunnen im Weinberg Q.: Urk (1289) E.: s. rebe, brunne W.: nhd. (ält.) Rebbrunnen, M., Rebbrunnen, DW…

rebecada

LDWB1

rebecada [re·be·cạ·da] f. (-des) Streit m., Streiterei f., Zank m. → strit, stritada, rejia .

rebeché

LDWB1

rebeché [re·be·chę́] I vb.intr. (rebechëia) streiten, zanken, hadern ( → strité) II vb.refl. se rebeché sich häkeln, sich zanken.

Rebeck N

Idiotikon

Rebeck N. Band 6, Spalte 47 Rebeck N. 6,47

rebecum

LmL

rebe·cum

rebecum -i n. Bezeichnung für ein mit dem Bogen gespieltes Saiteninstrument — term for a stringed instrument played with a bow [syn.: marion…

rebecus

LDWB1

rebe·cus

rebecus [re·be·cūs] adj. (-sc, -cosa) zänkisch, streitend, streitsüchtig → zanganus, rejius.

Rebedazblëtz

Idiotikon

Rebedazblëtz Band 5, Spalte 281 Rebedazblëtz 5,281

Rebedazmöckli

Idiotikon

Rebedazmöckli Band 4, Spalte 141 Rebedazmöckli 4,141

rebegarte

KöblerMhd

rebe·garte

rebegarte , sw. M. nhd. Rebgarten, Weinberg Q.: Urk (1284) E.: s. rebe, garte W.: nhd. Rebgarten, M., Rebgarten, DW 14, 333 L.: WMU (rebegar…

rëbehof

Lexer

rebe·hof

rëbe-hof stm. er kam in ein dorf, dô inne er hette einen grôʒen rebehof N. v. B. 162.

rëbeholz

Lexer

rebe·holz

rëbe-holz stn. tribulum Voc. Schr. 3022. vgl. rîbkiule.

rêbêⁱn

MNWB

reb·ein

° rêbêⁱn , n. : Knochen des Rehes, „ Reben i. reknake ” (Voc. Strals. ed. Damme).

Rebeit

MeckWB

reb·eit

Rebeit n. Gebiet, Revier Mi 70 a ; Reut. 4, 457; Pip. Stadt 75; 'n Rebeit, wo Hanning hellschen ... Bescheid wüßt Derb. 2, 236; kumm mi nich…

rebeizen

KöblerMhd

rebeizen , sw. V. Vw.: s. erbeizen

rēbeken

MNWB

rebe·ken

° rēbeken, n. ( Pl. rēbeken ) : Stock einer rankenden Pflanze (Mandeville 46). rebbendregger, rēbekenstücke, rēbenacker

rēbekenstücke

MNWB

° rēbekenstücke , n. : Landstück auf dem Weinreben stehen? (Pomm. Kirchenvis. 2, 197/198).

Rebekka

SHW

Rebekka Band 4, Spalte 1281-1282

rebela

LDWB1

rebela [re·bę·la] f. (-les) Aufständische f. → rebel .

rebelâcie

MNWB

+° rebelâcie , f. : Widersetzlichkeit, Aufsässigkeit (Leloux 1, 253); — lat. rebellatio.

rebelé

LDWB1

reb·ele

rebelé [re·be·lę́] I vb.intr. (rebelëia) rebellieren, meutern, Aufruhr stiften ( → revolté, se lascé sö) II vb.refl. se rebelé rebellieren, …

rebelîn

Lexer

rebe·lin

rebelîn stn. dem. zu rabe, junger rabe Renn. 19579. Wolk. 109. 2,14. Beh. 127,24. Osw. ( Hpt. ) 236. räbelîn Myst. 1. 323,16. räbel Mgb. 176…

rebeliun

LDWB1

rebeliun [re·be·liụŋ] f. (-s) 1 Rebellion f., Aufruhr f., Empörung f., Tumult m., Insurrektion f. 2 Meuterei f., Revolte f. 3 Aufstand m., V…

rebeliute

KöblerMhd

rebe·liute

rebeliute , M. Pl. nhd. „Rebleute“, Weinbauern Q.: DW (1400) E.: s. rebe, liute W.: nhd. Rebleute, M. Pl., Rebleute, DW 14, 336 L.: Lexer 16…

rebe als Zweitglied (30 von 43)

strebe?

KöblerMhd

*strebe? , Adj. Vw.: s. nōt-, wider- E.: s. streben L.: Benecke/Müller/Zarncke II/2, 680a (strebe)

baumrebe

DWB

baum·rebe

baumrebe , f. pflanze, die sich an bäumen rankend aufschlingt und durch die zweige streckt.

begrebe

MWB

beg·rebe

begrebe stF. oder stN. ‘Begräbnis, Beerdigung’ daz swester Agnes von Waldeck disiev zwej mettein puͦch vnd ir micheln salter vnd ein puͦch v…

donnerrebe

DWB

donner·rebe

donnerrebe , f. erdepheu, gunderebe, gunderman, glecoma hederacea. durch einen kranz von dieser pflanze soll man die kühe melken, wenn sie z…

Edelrebe

Wander

edel·rebe

Edelrebe Auch eine Edelrebe trägt einen Wintertroll. – Simrock, 8171.

gedrebe

MWB

ged·rebe

gedrebe stN. auch gedehnt -træbe (s. Wilmanns, HvMelk S. 10). – zu draben swV. oder drap stM. ‘Tumult’ daz sich von dem volke iht hebe / ein…

Gerebe

Wander

ger·ebe

Gerebe Ein dürres G'rebe. ( Rottenburg. ) Von sehr abgemagerten Personen. Gräable = Büschelchen aus dürren Rebzweigen.

getrebe

Lexer

get·rebe

ge-trebe stn. coll. zu drap, trap das traben, tumultus. daʒ sich vome volke iht hebe ein grûsen unde ein getrebe Erlœs. 4273. vgl. auch getr…

grundrebe

DWB

grund·rebe

grundrebe , f. 1) entstellung aus altem gundrebe vgl. ahd. gundereba ahd. gloss. 4, 458, 25, daneben gundelrebe ( s. dort ): hedera terrestr…

gunderëbe

Lexer

gunde·rebe

gunde-rëbe swf. BMZ gundelrebe Gl. ; vgl. gt. gund, ahd. gunt, cunt nhd. geschwür, eiter.

hërzerëbe

Lexer

herze·rebe

hërze-rëbe swf. BMZ arteria Dfg. 51 b . vgl. hirnrëbe u. Schm. 3,5.

hopferebe

MWB

hopfe·rebe

hopferebe swFM. Ranke der Hopfenpflanze (nur als Bestandteil von Personennamen): Cvͦnrat Hoppherebe vnd sin svn Diepolt, vnser bvrger von Ki…

huotestrebe

KöblerMhd

huote·strebe

huotestrebe , st. F. nhd. Gefangenenlager (?), eine Art Gefängnis? Q.: Macc (vor 1332) E.: s. huote, strebe W.: nhd. DW- L.: MWB 2, 1812 (hu…

jochrebe

DWB

joch·rebe

jochrebe , f. reben die an jochen auf den äckern zwischen der saat gezogen werden. Jacobsson 6, 163 a .

kürbizrebe

KöblerMhd

kürbizrebe , sw. M., sw. F. nhd. „Kürbisrebe“, Rainfarn ÜG.: lat. tanacetum Gl Q.: Gl (Ende 12. Jh.) E.: s. kürbiz, rebe W.: nhd. Kürbisrebe…

lagerrebe

DWB

lager·rebe

lagerrebe , f. rebe, welche sobald sie unten an ihrem stock ausschlägt, fortkriecht und sich glatt an der erde streckt. Nemnich.

Lumpenrebe

Wander

lumpen·rebe

Lumpenrebe Lumpenreben geben den besten Wein. – Simrock, 8168; Orakel, 1099.

nōtstrebe

KöblerMhd

nōt·strebe

nōtstrebe , sw. M. nhd. Kampfgenosse, Kampfgefährte Q.: Rol (um 1170) E.: s. nōt (3), strebe W.: nhd. DW- L.: Lexer 153a (nōtstrebe), Hennig…

отребье

RDWB2

отребье [тж. RDWB2 шваль ] Abschaum m , Pack n , Rotte f , Pöbel m , Gesindel n якшаться с отребьем, знаться со всякой швалью - sich mit dem…

schleifrebe

DWB

schleif·rebe

schleifrebe , f. nebenschöszling einer weinrebe Jacobsson 3, 621 a ; senkrebe Nemnich. Kehrein 351 ; nach letzterem scherzhaft auch von einz…

Schóßrêbe

Adelung

schoss·rebe

Die Schóßrêbe , plur. die -n, ein Schoß oder Schößling an dem Weinstocke, eine junge Rebe.

schüzzelkrebe

KöblerMhd

schüzzel·krebe

schüzzelkrebe , sw. M. nhd. Schüsselkorb ÜG.: lat. cartallum Gl Q.: Gl, Wachtelm (14. Jh.) E.: s. schüzzele, krebe (2) W.: nhd. DW- L.: Lexe…

Ableitungen von rebe (2 von 2)

Gerebe

Wander

Gerebe Ein dürres G'rebe. ( Rottenburg. ) Von sehr abgemagerten Personen. Gräable = Büschelchen aus dürren Rebzweigen.

Unrebe

PfWB

Un-rebe f. : 'der Fruchtentwicklung schädlicher Trieb, Geizrebe am Weinstock', Uⁿrewe Pl. [ FR-Grünstdt ]; vgl. Unholz ; Syn. s. Geize 1. —