ofen,
m. ein gemeingermanisches wort mit ursprünglich gutturalem wurzelconsonanten: goth. aúhns,
altn. ogn, ôn,
schwed. ugn;
mit übergang in den labial: altn. ofn,
ags. ofen, ofn
mit starker, und ofa
mit schwacher flexion, mnl. oven, aven;
ahd. ovan, ofan, ovin,
mhd. oven,
spätmhd. ofen, offen;
nhd. ofen (offen Pauli 104
Öst. Tucher
baumeisterb. 103, 30
ff. Eyering 1, 238
u. s. w.; of Alberus
dict. a 1
b. Stieler 1382
neben ofen. Steinbach 2, 151. Schmid
schwäb. wb. 413,
vergl. bachof
theil 1, 1068),
pl. öfen;
den richtigen unumgelauteten plur. ofen
hat noch Luther
z. b. Sir. 43, 4 (
darnach auch bei Brockes 1, 527), Stieler (
und öfen);
auch Steinbach
setzt den pl. ofen (
neben öfe
von of)
an. —
urverwandt ist sanskr. ukhâ
topf, lat. auxilla
töpfchen, griech. mit übergang in den labial ἰπνός,
ofen zum backen und rösten (
aus uknos =
goth. aúhns),
so dasz als ursprüngliche bedeutung wol '
topf'
und als ursprüngliche verwendung die des kochens und backens anzunehmen ist. vergl. Curtius
3 661
f. Fick
3 3, 32. Kluge
wb. 244
a. 11)
goth. wird mit aúhns
an der einzigen stelle, wo es vorkommt, das griech. κλίβανος übersetzt, ein irdenes oder eisernes geschirr, worin man im feuer oder mit herumgelegten kohlen brot buk, später auch für ἰπνός (
backofen)
gebraucht: jah þandê þata havi haiþjôs himma daga visandô jah gistradagis in auhn galagiþ (
εἰς κλίβανον βαλλόμενον) guþ sva vasjiþ.
Matth. 6, 30 =
ahd. gras .. thaʒ hiutu ist inti morgane in ovan wirdit gisentit (
in clibanum mittitur).
Tat. 38, 5,
wofür prägnanter fiures ovan (
caminus ignis) 76, 5. 77, 4. Notker
ps. 21, 5. 36, 28.
vgl.feuerofen (
th. 3, 1579), glühofen,
mhd. der glûgende oven
kaiserchron. 294, 16
Diemer. 22)
der verwendung nach steht obenan der ofen
zum kochen, braten, backen (
vergl.herd-, koch-, brat-, backofen):
mhd. brôt in den oven tuon
fragm. 14
c, stôʒen Krolewitz
vater unser 3070;
nhd. do man die wurst im ofen brät (
obscen).
fastn. sp. 262, 23; zehen weiber sollen euer brot in einem ofen backen.
2 Mos. 26, 26; alles speisopfer, das im ofen .. gebacken ist.
3 Mos. 7, 9; das brot in den ofen schiben. Albertinus
turnierplatz 60, in den offen schieszen Eyering 1, 648. 791; nit fern davon stund vor eim hausz ein ofen, da man genommen ausz denselben tag das brot. Sandrub 49, 16; wir huben in aller stille das brod aus dem ofen.
Simplic. 1, 359, 25; öfen zum backen waren auch selten. Göthe 30, 58;
sprichwörtlich: in kalten öfen backt man kein brot. Simrock 413. —
der ofen
d. h. der herd lebt in märchen und kinderspielen noch fort als stätte des uralten feuerkultus und als wohnsitz der hausgeister, daher heiszt es vor dem ofen knien, den ofen anbeten, dem ofen sein leid klagen, beichten
u. s. w. myth.4 523. Simrock
myth.5 453. Staub-Tobler 1, 111; lebe wol du lieber ofen, .. es war dir alles so vertraut worden. Schiller 2, 174 (
räuber, schausp. 5, 1);
auch der rechtssymbolische brauch wein hinter den ofen zu schütten (Birlinger
volksth. 2, 457 15.
jh.)
führt auf ein dem ofen
dargebrachtes opfer zurück. —
vom backofen, dessen älteste form ein mit einem runden oder ovalen thönernen gewölbe überspannter herd war, sind auch hergenommen die verhüllenden ausdrücke: der ofen fällt ein, ist eingefallen (
schles. der backofen ist eingefallen Weinhold 66
a)
u. s. w., die schwangere ist am gebären, hat geboren; drei kinder aus éinem ofen,
von einer mutter (das ist dein bruder! das ist verdollmetscht; er ist aus eben dem ofen geschossen worden, aus dem du geschossen bist. Schiller 2, 26.
räub., schausp. 1, 1),
s. Schm.
2 1, 44. Staub-Tobler 1, 110
f. 33)
der ofen
zum brennen, glühen oder schmelzen (
s.brenn-, flamm-, frisch-, glas-, glüh-, hoch-, kalk-, schmelz-, ziegelofen):
mhd. in dem oven sam der ziegel eitet sich.
Mariengrüsze 398; er wolde zu eime lûtern golde in deme ovene werden.
passional 163, 35
K.; nhd. auch steen die öfen (
kalköfen) weit einer von dem andern. Tucher
baumeisterb. 89, 10; ein ofen kalckes,
soviel kalk auf einmal gebrannt wird. 90, 26. 91, 9; ein ofen do man stein in bacht. Murmelius 117; alle ir ertz .. ist im ofen zu silberschaum worden.
Hesek. 22, 18; ein man wird durch den mund des lobers bewert, wie das silber im tigel und das gold im ofen.
spr. Sal. 27, 21; wie messing, das im ofen glühet.
offenb. 1, 15; das ärtzt wirt aintweders im ofen oder auszerthalb dessen geschmelzt. Bechius
Agricola 294; gleich wie das gold durchs feuer geht und in dem ofen wol besteht. P. Gerhard 228
Göd.; die mässen sie da machen bei sechzehn centen schwer, sie müssen gar viel machen, der ofen steht selten leer. Abele
gerichtshändel (1655) 52; weil nun die hämmer auf dem ambosz 'rum springen, die blasbälg dort in dem ofen (
esse) auch singen. Erlach
volksbl. 1, 500 (17.
jh.); den ofen beschicken, anlassen, auslassen, ausstoszen
u. dgl. Chemnitzer bergm. wb. 375
a ff.; platz ... um meine öfen aufzustellen und arbeiten von erde und erz zu machen. Göthe 35, 151. 162; (glühen) wie geschmolzen erz im ofen. 16, 259; da ritt in seines zornes wut der graf ins nahe holz, wo ihm in hoher öfen glut die eisenstufe schmolz (
s. hochofen). Schiller 11, 250; kochend wie aus ofens rachen glühn die lüfte. 311; und sie strichen die ziegel und brannten den thon, hoch schlugen aus bauchigen öfen die lohn. Geibel
neue ged. (1883) 52;
bildlich: da ich sie aus Egyptenland fret, aus dem eisern ofen.
Jer. 11, 4,
vgl. 5 Mos. 4, 20; ich wil dich leutern, aber nicht wie silber, sondern ich wil dich auserwelet haben im ofen des elendes.
Jes. 48, 10; macht ihnen gleich kein elends-ofen heisz. Günther 642,
vgl. 137;
botan. der glühende ofen,
buccinum rufum (
die rote sturmhaube)
und turbo chrysostomus (
goldmund) Nemnich 1, 704. 2, 1505. 44)
der ofen
zum heizen, zum erwärmen eines gemaches, stubenofen. '
schon auf dem baurisz von St. Gallen von 820
sind öfen gezeichnet; sie stehn in einer zimmerecke und je zwei in benachbarten zimmern münden in denselben schornstein. die öfen waren theils aus backsteinen, theils aus kacheln gebaut, an denen sich schon im 13.
und 14.
jahrh., noch mehr aber beim übergang des mittelalters in die renaissanceperiode die töpferkunst sehr hübsch bewährt hat'. Weinhold
d. d. frauen2 2, 89
f., vgl. Lübke
alte öfen in der Schweiz 2.
aufl. 1865.
die groszen aus ziegeln gemauerten stubenöfen, wie sie namentlich in gebirgsgegenden noch vorkommen, werden zugleich als backöfen gebraucht. im einzelnen ist hervorzuheben: 4@aa)
der ofen als bauwerk: als es ein lüstig ding ist zuo sehen eine hübsche fraw und ein hübschen offen in einer stuben. Pauli 104
Öst.; der grn offen .. von kachelen. Tucher
baumeisterbuch 103, 30 (
s.kachelofen); wiltu einen ofen machen oder kleiben, so nimb laim darzu, der im alten monden gegraben worden ist. Colerus 3, 323
a; eiserner, töpferner ofen Stieler 1383; öfen von steinernen platten zusammengesetzt. Göthe 16, 297; der ofen war von weiszem porzellan, mit messingnen bändern umgeben. Börne 2, 181; in einer ecke ragte der rundliche ofen mit seiner vielbegehrten bank. Freytag
ahnen 3, 5. — den ofen nieder-, einschlagen,
einreiszen: welher nit hofstetdienst geben hat des nechsten erichtag nach sant Mertens tag, ... so sol man im desselbigen erichtags vor mittem tag die stubenthür niderwerfen, richt er dann noch nit, so slecht man im nach mittem tag den ofen nider.
östr. weisth. 6, 513, 38 (15.
jh.),
vgl. 175, 23; andere schlugen ofen und fenster ein.
Simplic. 1, 48, 15. 4@bb) kalter ofen,
sprichwörtlich: in ein kalten ofen blasen, müh und arbeit verlieren mit einem ze reden. Maaler 311
c. Staub-Tobler 109; denn was im der vatter rieth, das war alles, als einer inn ein kalten ofen bliesz. Pauli
schimpf 139
a; dies ist ein eingeheitzter muth. ist der ofen kalt, ist alles kalt. Hippel 1, 254; ein kalter ofen macht keine stube warm. Wander 3, 1115. 4@cc) den ofen heizen, (das) feuer in den ofen machen, geheizter, warmer, heiszer, brennender, rauchender ofen;
mhd. eines vürsten tohter ... den oven muoste heiʒenmit ir wîʒen hant.
Gudrun 1008, 2;
nhd. zu Meintz wolt eins thuomherren magt morgens fr im winter das feuer inn den ofen machen. Frey
gartenges. 47
a; sie (
sonne) machets heiszer denn viel ofen.
Sir. 43, 4,
vgl. Brockes 1, 527; die öfen .., damit wir uns wärmen. Luther 5, 468
b; der ofen wärmt die stube, thut solches unbereut. Logau 2, 2, 35; so bald uns nun ein wenig der warme offen zu passe komen war.
Schelmufsky 50
neudruck; der ofen sei nicht kalt. Günther 529; der ofen ward geheizt; die kacheln wurden heisz. Stoppe
neue fabeln 1, 32; dasz camin und ofen brannte. Hermes
Soph. (1776) 6, 167; er muszte sich des morgens selbst feuer in den ofen machen. Stilling
jüngl. (1780) 50; der ofen glühte, aber das zimmer ward nicht warm. Seume
spaziergang 60; den gästen erregte jedoch ein groszer, aus vielen ritzen rauchender ofen die ärgste pein. Göthe 24, 251; das feuer im ofen brennt hell und knistert. Tieck 13, 329; vom warmen ofen kann sie doch kein frost vertreiben. Rückert
brahm. 15, 15;
bildlich und sprichwörtlich: mhd. swer sich mit ir (
minne) reiʒet, sînes herzen oven er heiʒet; von sô getâner hitze wirt maneger unwitze.
Renner 11741;
nhd. an groszen öfen ist sich gut zu wärmen, sie bedörfen aber vil holtz. Frank
sprichw. 2, 206
a; man heitzt den ofen, der einen wermt. Lehmann
floril. 143, 50; zum kleinen offen darf man wenig holtz. 427, 4; ein böses gewissen ist ein ofen, der immer raucht. Hippel 1, 217;
übertragen: ein unterirdisches feuer haucht aus unzerstörbaren öfen die bildende wärme. Wieland
Herm. 4, 236
neudruck. 4@dd) an, bei, auf dem (warmen) ofen sitzen, liegen; sich zum, auf den ofen setzen; beim, um den ofen stehn
u. s. w., auf der ofenbank,
dem ofentritt,
der ofenbrücke
sitzen, liegen: mhd. bî dem, ûf den oven sitzen (Lexer 2, 194); daʒ (
küssen) wart im under den arm gelegt ûf einen oven warm, da er vil sanfte erbeit, unz daʒ eʒʒen wart bereit.
meier Helmbrecht 856; so blîb dahaim und sitz zuo dem offen uff den stain. Wackernagel
altd. leseb.2 899, 2;
nhd. sitzen bym ofen ist syn fuog. Brant
narrensch. 97, 12; zum ofen ich mich schmucke, da brint ain klaines feur. Uhland
volksl. 721 (
vom j. 1525); es seind ir sonst so viel um den ofen gestanden, die sich gewärmet haben. Agricola
sprichw. nr. 266; sie in die stuben geht, thut sich zum ofen setzen. Ayrer 3084, 18; ausruhn .. am wärmenden ofen im winter. Voss
ged. 2, 280; hier sasz ein alter mann am ofen. Stilling
wand. (1780) 8; ich ... sitze am warmen ofen und friere von innen heraus. Göthe
an Schiller 276 (3, 42); es wird immer kälter, man mag gar nicht von dem ofen weg. ja es ist die gröszte lust sich oben drauf zu setzen, welches in diesen gegenden (
der Schweiz), wo die öfen von steinernen platten zusammengesetzt sind, gar wohl angeht.
werke 16, 297; auf dem ofen hatten wir oft zusammen gesessen. Gotthelf
schulm. (1859) 2, 263; auf dem ofen erhob sich schlaftrunken der bruder.
geld u. geist (1859) 215;
sprichwörtlich: ich hette mich auch gerne gewärmet, aber ich kondte nicht zum ofen kommen. Agricola
sprichw. nr. 266;
obscen: wol auf mit deinem jungen weib, du alter fauler man, und der heur zuo disem jar nimmer auf den ofen gesteigen kan! Uhland
volksl. 181. 4@ee)
die meisten redewendungen knüpfen sich an die stelle hinter dem ofen,
die sog. hölle (
theil 4
2, 1748),
als schlupfwinkel oder als platz für träge, faule, stubenhocker und geringschätzig behandelte leute: dasz du nit falscherei nachgangest und understandest die leut hinder den ofen ze führen (
zu überlisten, betrügen). Keisersberg
evang. (1517) 121
b; also ist Zimbern iezunder zum zwaiten mal hünder den offen gefuert worden.
Zimm. chron. 4, 74, 35;
schweiz. einen hinder-em ofen verchaufe,
ihm an gescheidheit überlegen sein. Staub-Tobler 1, 110. — hinter dem ofen sitzen, liegen
u. s. w.: die regiment wollen nicht auf dem polster ligen und rugen (
ruhen), oder hinder dem ofen sitzen wie ein faulfressiger, schlefferiger rüdde. Luther 6, 162
b; der ander lag noch hinder dem ofen in der hell und mocht vor faulkeit nit aufston. Wickram
rollw. 30, 26
K.; geh hindtern ofen in die höll. H. Sachs 5, 123, 5; ich verbarg mich hindter den ofen. 4, 386, 9; diser leib, so hinder dem ofen .. zartlich auferzogen. Fischart
ehz. 598
Sch.; hinder dem ofen sitzen müssen (
geringschätzig behandelt werden).
wegkürzer 85
b; als wann man unsern herrn gott hintern ofen setze und thue, als wann an ihme nicht viel gelegen sei. Schuppius 368; hinderm ofen sitzen und sehen die biren und öpfel schwitzen. Albertinus
narrenhatz 259,
vgl. Schelmufsky 5
neudr.; da sie (
im alter) besser hindern ofen taugten, äpfel zu braten, als im feld vorm feind zu ligen.
Simplic. 1, 106, 11; dasz du hinter deines vaters ofen nicht aufgewachsen seiest, sondern dasz ich dich geschleppet hab von einem ort zum andern. Schuppius 264; hinter den ofen retiriren, hinter dem ofen hocken. Abr. a S. Clara
Judas 4, 335; die ... wackere kerls hinterm ofen sein. Leibnitz 1, 156; der alte groszvater muszte endlich hinter dem ofen im eck essen. Stilling
jüngl. (1780) 9; wir saszen auf einem schämel hinter dem ofen. Göthe 24, 125; sie trieben den Türken von den gränzen des reichs, indesz ihr hinter dem ofen saszt. 42, 412; andere hocken zu haus und brüten hinter dem ofen. 40, 260; da wir wohl hinterm ofen saszen, Borsdorfer äpfel weidlich fraszen. 3, 42
H.; so was läszt sich nicht hinterm ofen erlangen und nicht aus büchern zusammendrehn! Körner 248
a;
sprichwörtlich: hinderm ofen ist es warm (
zur bezeichnung einer kahlen ausrede). Murner
narrenbeschw. 11, 119. 82, 48. 92, 124; es suchet keiner kein hinder dem ofen .. er sei dann zuvor darhinder .. gewesen. Frank
sprichw. 2, 8
a. Mathesius
Sir. 1, 53
b. Philander 1, 137. Denzler 216
b; wer alle gefahr will erwiegen, der bleibt hinterm ofen liegen. Lehmann 226, 8; hinter dem ofen ist gut kriegen. Simrock
sprichw. 413. 4@ff)
was ofenloch 2,
in der sprichwörtlichen redensart keinen hund aus dem ofen locken können,
s. th. 4
2, 1912
f. und dazu noch: daher es denn komt, dasz oft einer, so nicht recht ein hund auszm ofen lateinisch locken köndte, den roten hut eins kardinalis uberkommet. Kirchhof
wendunm. 388
a; sie können ja mit ihren eignen erfindungen keinen hund ausz dem ofen locken.
Simplic. calend. 86
c; was heiszt endlich das, ein mittelmäsziger kopf kann gut spielen und auszerdem keinen hund aus dem ofen lokken? Klinger
an Heinse (1777)
bei Rieger 416; mit aller kunst .. man keinen hund aus dem ofen lockt. Tieck 13, 278.
seltener den hund vom ofen locken. Bürger 2, 62.
vgl. ofenkriecher. 4@gg)
metaphorisch kann ofen
auch für stube, haushaltung gebraucht werden, da die alte einrichtung der häuser nur den éinen ofen der wohnstube kennt, s. Staub-Tobler 1, 109. 55) ofen
zum ausbrüten (
s.brütofen): was mir am allerseltzamsten vorkam war dieses, dasz die einwohner .. in darzu gemachten öfen viel hundert junge hüner ausbrüteten.
Simpl. 1, 941, 7; weiszt du nicht .., mit dem ofen, der dazu (
seidenzucht) musz gebaut werden, wie macht man das? Lenz 2, 125. 66)
die bair. östr. gebirgsmundart kennt ofen
auch in der übertragenen bedeutung felsenhöhle, durchklüftetes felsstück, plur. die öfen,
wild durcheinander liegende felstrümmer Schm.
2 1, 44. Schöpf 480 (
vgl.ofenloch 4): der purchfried .. hebt sich an an der Dobrsch und get auf über die langen öfen.
östr. weisth. 6, 508, 24 (14.
jh.); derselb purgfridt hebt an an Meesenhausz in offenn und geht von offenn auf den graben
u. s. w. 233, 3
ff. (16.
jh.);
bergmännisch der ofen, offen
s. v. a. strecke Veith 355.