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ofenloch

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ofenloch n.

Bd. 13, Sp. 1161
ofenloch, n. 11) das mundloch des ofens (oft zugleich als rauchloch bei den ländlichen back- und stubenöfen), furnus Dief. 253c, praefurnium Dasyp. (1556) L 2b. Maaler 311c. Stieler 1102: vor dem ovenloch ich und der Ebser heten rat. Wolkenstein 8, 2, 1; (der teufel) fur zum ofenloch hinausz. H. Sachs 5, 123, 17; da worden sie erleucht, ja wie ein finsters ofenloch, wann das feuer auszlischt. J. Nas examen (1581) 23; die augen vor schwärtze klärer zwitzern als der rusz vor meines knans ofenloch. Simplic. 1, 227, 6; wenn eine magd zu einem neuen herrn ziehet, soll sie stracks bei dem anzuge ins ofenloch gucken. rockenphil. 124 (1, 98); der arme man steht wie ein klotz mit aufgespertem rachen gleich wie ein ofenloch. Rachel 1, 250; obscen: die köchin hebt sich auf und sagt: 'da sihe nur in das ofenloch (später in den arsch)!' Lindener schwankb. 88 Lichtenstein. 22) die stelle unter oder hinter dem ofen als lagerstätte der hunde (vergl.ofen 4, f): denn wenn du pfeifst, so springt der hund jedwedes mal aus seinem ofenloch und denkt es gelte ihm. H. v. Kleist 1, 56 H.; hier, mein söhnchen, nimm diese echte Cremoneserin; auf ihr kannst zu zeigen, was für hunde du verstehst hinter dem ofenloche hervorzulocken. Holtei vagab.5 1, 33. 33) mit einer fallthür versehene öffnung, durch die die ofenwärme aus der wohnstube in das darüber liegende gemach geleitet wird: sie stieg durchs ofenloch in die untere stube hinab. Gotthelf erz. 1, 56. vergl. Staub-Tobler 1, 109. 44) eine berghöhle (im Salzburgischen) Schm.2 1, 44. vgl.ofen 6.
1572 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ōfenlóch

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Ōfenlóch , des -es, plur. die -l—cher, die Mündung des Ofens, die Öffnung, durch welche derselbe geheitzet wird; zuw…

  2. modern
    Dialekt
    Ofenloch

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Ofe n loch n. Öffnung in der Küche, durch welche der Ofen der Stube geheizt wird allg. — Schweiz. 3, 1022.

  3. Spezial
    Ofenloch

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ofen|loch n. (-[e]s, ...löcher) bocia de furn f. , bocora de furn f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ofenloch

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von ofenloch 2 Komponenten

ofen+loch

ofenloch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ofenloch‑ als Erstglied (2 von 2)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ofenloch". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ofenloch/dwb?formid=O00929
MLA
Cotta, Marcel. „ofenloch". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ofenloch/dwb?formid=O00929. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ofenloch". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ofenloch/dwb?formid=O00929.
BibTeX
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