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Öl

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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18 in 13 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Öl n.

Bd. 5, Sp. 253
Öl, Ole n. : wie schd., Eel (ēl) [verbr. WPf mancherorts VPf, Bertram § 108 Christmann Kaulb 21 Höh 57 Mang 107, 143 Müller Dietschw 26 Schneckenburger 26], Eele (ēlə) [SP-W'see Harths LA-Gommh GH-Freisb Schwegh Weingt Heeger Südostpf. 11], Äil (ęil) [mancherorts SOPf (Umg. Landau), Bertram § 108], (Eil) [LU-Altr (Bertram § 108)], Ejle (eilə) [Heeger Südostpf. 11], Ole (ōlə) [mancherorts SOPf (Heeger Südostpf. 11)], Oule (ǫulə) [LA-Edk Nd'hochstdt Nußd O'hochstdt Venn Heeger Südostpf. 11 PfId. 103]; beim Nebeneinander von Öl und Olig, wird Olig stets als veraltend oder nur noch von Alten gebraucht bezeichnet. Gelegentlich wird das Nebeneinander zur Bedeutungsdifferenzierung genutzt, z. B. Öl 'Salatöl', Olig 'Rapsöl zur Bereitung von Pfannkuchen' [LU-Limbghf], Öl 'Mineralöl', Olig 'aus Leinsamen, Raps, Früchten gewonnenes Öl' [IB-Bliesmg/Bolch ZW-Battw KB-Orb Wilde 36 Krämer Gal 158], vgl. hierzu auch Bertram § 110; Zs. nach Gewinnungsart, Herkunft: Anis-, Baumöl, Brennesselwurzel-, Erd-, Karbol-, Klettenwurzel-, Kohl-, Lein-, Lor-, Magel-, Magelsamen-, Mohn-, Oliven-, Rizinus-, Rosen-, Rüb-, Stein-, Stink-, Wacholderöl, nach Verwendung: Bremen-, Brenn-, Brummser-, Haar-, Lampen-, Licht-, Malefiz-, Maschi- [] nen-, Salat-, Schmieröl; Eel ablesche (ablöschen) 'heißes Öl durch Zugabe eines festen Mittels, (z. B. rohe Kartoffelscheiben) läutern und im Geschmack verbessern' [LU-Neuhf BZ-Dernb]; vgl. abkreischen2, kreischen2. 's Eel is gestee, von dickflüssigem Öl [KU-Bedb]. 's Eel laaft [LU-Alsh]. Die Aerwet esch Peffer am Hummer / Un 's Oule bescht du, Humor! [Rohr 171]. RA.: fett wie Oule [LA-Nußd]; e Keppche wie Eel, nor net flissich [Kaislt]. Er macht e Gesicht wie wanner's heilig Öl verschütt't hätt [Hebel 14]. Volksmed.: Mittel gegen Ohrleiden: E bissi Eel uf Watt mache un ins Ohr stecke [KU-Schmittw/O]. Bei Verbrennungen, Insektenstichen und Schmerzen wird die betreffende Stelle mit Öl eingerieben [RO-Sippf]. Bei Verbrennungen wird Mehl auf die Wunde getan und Öl darauf geschüttet [KU-Herschw/Petth]. Öl von einem Totenlicht gilt als Heilmittel gegen Warzen [BZ-Dernb]. a. 1330: zynß an korn wyn Gelte oley vnd kappen [Lam 1, 112r (NW-Deidh)]. 15. oder 14. Jh: davon er alle jahr giebt ein eimer oli gen Wilgertzwiesen in die kirch [Grimm Weist. V 558 (BZ-Wilgws)]. a. 1465-70: Item 15 lib. oleys ... von eim wingart [Lgb. 115 (NW-Hamb)]. a. 1492: Item fur ein pfund oley dreißig schilling [PfWeist. 11 (FR-Albsh)]. a. 1553: Item soll der meiger fastnacht bringen dem vogt ein schussel mit viesch, XII pfund oleis [PfWeist. 633 (IB-Gersh)]. a. 1541: Ausgab vmb oly [GgHospR]. a. 1568: auch giebt der schultheiz von seinem ampt ein halben aimer ole und der pastor auch ein halben aimer, damit das gotzhaus desto bas beleucht werde [Grimm Weist. V 568 (LA-Gleisw)]. a. 1568: vier cappen und ein halben aimer öle [ebd.]. a. 1621: Item 7 ½ batzen ... darfür Licht vndt Ohly erkaufft worden [WerschwSchR 170]. a. 1629: An olich felt obberurtten (dem oben erwähnten) closter jarlich virtzigein pfund öhl von zweien hoffstatten [PfWeist. 799 (FR-Gr'karlb)]. — Zusammen mit Olig sind die verschiedenen Formen (vgl. mhd. öle, öl, ole, oli, olei Lexer II 152/53) zu verschiedenen vulgärlat. Ausgangsformen zu stellen: olium lat. oleum und *oleium, *olegium < griech.-lat *oleion (Kluge-Mitzka20 522 Müller-Frings GermRom. 346-349). Südhess. IV 1088; Rhein. VI 385 ff.; Lothr. 120; Els. I 30.
3503 Zeichen · 77 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    öl

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    ol , öl s. öle.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    oelM., N.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    oel , M., N. Vw.: s. ȫlie

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Öl

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Das Öl , S. Adelung Öhl .

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Öl

    Goethe-Wörterbuch

    Öl mehrf ‘Oel’, einmal ‘Oehl’ GWB B2,207,3 1 aus Früchten (insbes Oliven) u Samen gewonnenes flüssiges Pflanzenfett a al…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Öl

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Öl , s. Öle .

  6. modern
    Dialekt
    Öln.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Öl , Ole n. : wie schd., Eel (ēl) [verbr. WPf mancherorts VPf, Bertram § 108 Christmann Kaulb 21 Höh 57 Mang 107, 143 Mü…

  7. Sprichwörter
    Oel

    Wander (Sprichwörter)

    Oel 1. Das hat viel Oel gekostet, sagte der Narr, als er hörte, dass man dreihundert Nonnen zu geistlichen Müttern gemac…

  8. Spezial
    Öl

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Öl n. (-[e]s,-e) 1 (Speiseöl) öre (öri) m. , öre da cujiné m. 2 (Schmieröl) öre da unje m. 3 (Heizöl) gasöre m. 4 (Erdöl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit oel

949 Bildungen · 521 Erstglied · 424 Zweitglied · 4 Ableitungen

oel‑ als Erstglied (30 von 521)

Ölabscheider

Meyers

oel·abscheider

Ölabscheider ( Dampfentöler ). Zur Schmierung der Zylinder und der innern, bewegten Teile der Dampfmaschinen wird in den eintretenden Dampfs…

Ölacker

PfWB

oel·acker

Öl-acker m. : FlN, mda. In de Eeleäckeʳ, Pl. [ LA-Gommh ]; vgl. PfWB Oligacker ; hierher auch durch Verschiebung der Wortgrenze Em Meilakkeʳ…

ölähre

DWB

oel·aehre

ölähre , f. ölzweig: der leuchter stehet zwischen den zween olebewmen und den zwo ölehern oder ölzweigen. Luther 4, 264 b .

Oeland

Herder

oel·and

Oeland , 21 M. lange, 1 1 / 2 M. breite schwed. Insel, von dem Festlande durch den Kalmarsund getrennt, hat 40000 E., die Ackerbau, Viehzuch…

ö̂lant

MNWB

oel·ant

ö̂lant (ø- , oe- , * ohe-) , n. , Insel, de ö̂lande de tô Fü̂ne hö̂ren (verbreitet an der Nordsee- und den Ostseeküsten). S. auch eylant, 2 …

ölapfel

DWB

oel·apfel

ölapfel , m. , plur. ölöpfel, oliven Keisersberg menschl. baum 48 . s. auch bei ölschelfern.

ölbach

DWB

oel·bach

ölbach , m. , mhd. olebach, ölbach, ölquelle ( Lexer 2, 153 ): da ich meine trit wusch in butter, und die fels mir ölebeche ( var. öle flüss…

Ölbad

LDWB2

oel·bad

Öl|bad n. (-[e]s, ...bäder) bagn de öre m.

ölbäumen

DWB

oel·baeumen

ölbäumen , adj. vom ölbaume, aus dem holze desselben, oleginus Maaler 311 b : ölbömmin holtz. historienbibel 407 Merzd.; ein estlein ölbaume…

ölbank

DWB

oel·bank

ölbank , f. , clevisch oelybank velabrum, stand für ölverkäufer Dief. 609 a .

ölbau

DWB

oel·bau

ölbau , m. gebildet wie fruchtbau, obstbau: der sechste theil ( des zweiten buches von Virg. georg. ) handelt vom ölbau und andern bäumen. S…

ölbaum

DWB

oel·baum

ölbaum , m. , ahd. oleopaum, oliboum, mhd. ole-, öle-, ölboum, olivenbaum: olea oder oliva haiʒt ain ölpaum. Megenberg 334, 2 ; oleaster hai…

ölbaum

FWB

1. ›Ölbaum‹, gesehen als der Baum, aus dessen Früchten öl 1 geschlagen wird; 2. ›Ölbaum‹, wie er unter Aspekten der zeitgenössischen Religio…

ölbaumholz

DWB

oelbaum·holz

ölbaumholz , n. : er macht auch im chor zween cherubim .. von olebaumholtz. 1 kön. 6, 23 , vgl. 31. 33.

ölbaumkern

DWB

oelbaum·kern

ölbaumkern , m. olivenkern: cegolitus ist ain stain, der geleicht ainem ölpaumkern. Megenberg 443, 3 .

ölbaumknittel

DWB

oelbaum·knittel

ölbaumknittel , m. : da eben jetzo der ölbaumknittel im feuer drohte zu brennen. Voss Od. (1781) 378 , in den späteren ausgaben olivenpfahl.

Ölbe

RhWB

Ölbe = Salamander, Kröte s. Ülbe, Ülme.

Ȫ¹lbeªrg

WWB

oel·bearg

Ȫ¹l-beªrg m. a) Acker mit tonigem Boden. — b) steiler oder schwer zu befahrender Weg ( Kr. Detmold Det Is).

ölbeerbaum

DWB

ölbeerbaum , m. was ölbaum Maaler 311 b .

ölbeere

DWB

oel·beere

ölbeere , f. ( ahd. oli-, olebere, mhd. ölber, md. olber n. Lexer 2, 151 ), was ölbaumbeere Dasyp. (1556) L 1 b . Stieler 1382 : dieweil ich…

oel als Zweitglied (30 von 424)

Ätöl

MeckWB

Wossidia Ätöl n. aus Raps gewonnenes Speiseöl Lu Ludwigslust@Woosmer Woosm ; Döm.

Ɉasminöl

Campe

Das Ɉasminöl , des — es , d. Mz . ungew. ein Öl, welchem man den Geruch des Jasmins mitgetheilt hat.

Ɉohannsöl

Campe

Das Ɉohannsöl , des — es , d. Mz . ungew. s. Campe Ɉohannskraut 1).

Ɉungferöl

Campe

Das Ɉungferöl , des — es, Mz . von mehrern Arten, die — e , das erste und klarste Baumöl, welches beim ersten Drucke der Presse aus den Ölbe…

ABÖL

DWB2

DWB2 ABÖL n. DWB2 ( vgl. abgas): DWB2 1916 aböl Sterzinger dt.-böhm. wb. 1,69 b . 1959 erfassung aller aböle von motorschiffen n. zürch. ztg…

Alantöl

Campe

alant·oel

Das Alantöl , des — es, o. Mz. ein aus der Wurzel des Alantes gewonnenes flüchtiges Öl von durchdringendem, gewürzhaftem Geruche und Geschma…

ALTÖL

DWB2

alt·oel

DWB2 ALTÖL n. DWB2 gebrauchtes öl, abfallöl: DWB2 1951 verwendung von altöl beim rohrgewindeschneiden aktivistenplan Grabow 13. 1987 (sie) s…

Ameisenöl

Campe

ameise·noel

Das Ameisenöl , des — es, o. Mz. ein fettes, wie auch ein flüchtiges Öl, welches aus den Ameisen gezogen werden.

Anisöl

Campe

anis·oel

Das Anisöl , des — es, d. Mz. ungew. das aus den Aniskörnern gepreßte Öl.

anteriöl

LDWB1

anteriöl [an·ter·iȫl] m. (-öi) Bildstock m. , Heiligenbild n. , Marterl n. → LDWB1 ancona, LDWB1 ciüch.

Arseniköl

Campe

arsenik·oel

Das Arseniköl , des — es, o. Mz. in der Scheidekunst, eine dünne gelbliche Flüssigkeit, welche aus der Verbindung des weißen Arseniks mit de…

Baldrianöl

Campe

baldrian·oel

Das Baldrianöl , des — es, o. Mz. ein flüchtiges Öl, welches aus der Baldrianwurzel gezogen wird, von sehr durchdringendem Geruch und ein kr…

Balsamöl

Campe

balsam·oel

Das Balsamöl , des — es, Mz. die — e, balsamisches d. h. wohlriechendes Öl. Frisch.

baumöl

DWB

baum·oel

baumöl , n. olivum, oleum, engl. olive oil, nnl. boomolie, schw. bomolja: es ist kein besser ding darzuo ( für den scorpionsbisz ), dan dasz…

bavaröl

LDWB1

bavaröl [ba·va·röl] m. (-öi) Knebel m.

Behenöl

Campe

behen·oel

Das Behenöl , des — es, o. Mz. das aus Behennüssen gewonnene Öl.

Beifußöl

Campe

beifuss·oel

○ Das Beifußöl , des — es, o. Mz. ein flüchtiges Öl, welches aus den Knospen und Blättern des Beifußes gewonnen wird.

Bërgamattöl

ElsWB

Bërg a mattöl [Parìkmàtêl Ingenh. ] n. Bergamottöl, Haaröl aus der Apotheke.

Bernsteinöl

Campe

bernstein·oel

Das Bernsteinöl , des — es, Mz. von mehrern Arten, die — e, das aus dem Bernsteine gezogene Öl.

Bienenkrautöl

Campe

bienenkraut·oel

○ Das Bienenkrautöl , des — es, o. Mz. ein feines Öl, das aus dem Bienenkraute oder der Honigblume gewonnen wird.

Birkenöl

Campe

birke·noel

Das Birkenöl , des — es, o. Mz. ein feines Öl, das aus der Birkenrinde gewonnen wird; auch Birkenther, Degenöl, Rußöl.

Birkeöl

RhWB

birke·oel

Birke-öl n.: Berkenolech tappen Birkensaft abzapfen Mörs-Neuk . Enem Birkenöl op de ledere Pann gen Schläge mit der Birkenrute Eusk-Billig .

Bomöl

MeckWB

bom·oel

Wossidia Bomöl n. Baumöl, Olivenöl; spielte in der Heilkunde eine große Rolle: ' Bomöhl oleum olivarum officinarum ex confusis oleae europae…

Brandöl

RhWB

brand·oel

Brand-öl RhWBN -əlĭχ MGladb-Rheind n.: Kalkwasser mit Leinöl.

Bremenöl

PfWB

breme·noel

Bremen-öl n. : 'stark riechendes Öl, das die Bremsen (s. PfWB Breme 1 ) fernhalten soll', Bremmeöl (bręməēl) [ BZ-Dierb ], vgl. PfWB Brummse…

Ableitungen von oel (4 von 4)

beölen

DWB

beölen , oleo imbuere, mit öl bestreichen, nnl. beolien. sich beölen, betrinken: im capowein beölt sich mancher. Klam. Schmidt; auch für sic…

Geöle

Campe

Х Das Geöle ,

öle

DWB

öle , s. DWB öl .

verölen

DWB

verölen , verb. mit öl versehen, bestreichen. Heinsius 4, 2, 1331 a .