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mutig

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

mutig

mutig

Mut m. ‘Kühnheit, Unerschrockenheit’, ahd. muot ‘Kraft des Denkens, Seele, Herz, Gemütszustand, Gesinnung, Gefühl, Absicht, Neigung’ (8. Jh.), mhd. muot, asächs. mōd, mnd. mōt, můt, mnl. moet, nl. moed, afries. aengl. mōd, engl. mood ‘Stimmung, Laune’, anord. mōðr ‘Zorn, aufgeregter Sinn’, schwed. mod ‘Mut, Beherztheit’, got. mōþs ‘Zorn’ (germ. *mōþa-). Vielleicht sind vergleichbar griech. mṓsthai (μῶσθαι) ‘streben, trachten, verlangen’, lat. mōs ‘zur Regel gewordener Wille, Sitte, Brauch’ (s. Moral), so daß auf eine Wurzel ie. *mē-, *mō-, *mə- ‘heftigen und kräftigen Willens sein, heftig streben’ zurückgegangen werden kann. Mut bezeichnet ursprünglich die inneren Triebkräfte, Gemütszustände, Erregungen und Empfindungen des Gefühls im Gegensatz zum Verstand. Vom 16. Jh. an setzt sich die verengte Bedeutung ‘kühne und unerschrockene Haltung gegenüber Wagnis und Gefahr’ durch. Dazu mit negierendem un- (s. d.) Unmut m. ‘Ärger, Mißstimmung’, ahd. unmuot n. ‘Betrübnis’ (um 1000), mhd. unmuot m. ‘Mißstimmung, Zorn’, mnd. unmōt n. m., aengl. unmōd n. mutig Adj. ‘tapfer, kühn’, mhd. muotec, muotic ‘beherzt, kühn’, asächs. mōdag ‘zornig, aufgeregt’, aengl. mōdig ‘aufgeregt, mutig’, got. mōdags ‘zornig’. muten Vb. ‘etw. begehren, verlangen, seinen Sinn auf etw. richten’, ahd. muoten (9. Jh.), muotōn (um 1000), mhd. muoten; seit etwa 1800 als Simplex ungebräuchlich. vermuten Vb. ‘annehmen, für wahrscheinlich halten’ (16. Jh.), mnd. vormōden; vermutlich Adj. ‘wahrscheinlich’ (16. Jh.); Vermutung f. ‘Annahme’ (16. Jh.). zumuten Vb. ‘unbilligerweise etw. von jmdm. verlangen’, mhd. zuomuoten; Zumutung f. (15. Jh.). mutmaßen Vb. ‘annehmen, für wahrscheinlich halten’, spätmhd. muotmāʒen ‘abschätzen’, zu spätmhd. muotmāʒe ‘Teilung nach Angemessenheit, Abschätzung’; mutmaßlich Adj. ‘der Annahme gemäß’ (18. Jh.). Mutwille m. ‘Absicht’, ahd. muotwillo ‘eigener freier Entschluß’ (8. Jh.), mhd. muotwille; mutwillig Adj. ‘absichtlich, leichtfertig’, mhd. muotwillec ‘dem eigenen (guten oder bösen) Willen folgend’. Übermut m. ‘Ausgelassenheit, Anmaßung, Überheblichkeit’, ahd. ubarmuot (um 1000), mhd. übermuot ‘stolzer, hochfahrender Sinn’; übermütig Adj. ‘ausgelassen, leichtsinnig, fröhlich’, ahd. ubarmuotīg (8. Jh.), mhd. übermüetec ‘stolz, hochfahrend gesinnt, heldenmütig’.
2292 Zeichen · 95 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    mutigadj. und adv.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    mutig , adj. und adv. animosus, magnanimus, alacer u. ähnl. 1 1) goth. môdags, altnord. môðugr, drückten nach der ostger…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    mutig

    Goethe-Wörterbuch

    mutig als Wesensmerkmal, Charaktereigenschaft, Gesinnung, Handlungsweise a kampfesmutig, heldenmütig, kriegerisch; auch …

  3. modern
    Dialekt
    mutigAdj.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    mutig Adj. : 1. 'feurig, übermütig, draufgängerisch', von Pferden, mudich (mūdiχ) [NW-Elmst SP-Mechth LA-Gommh Don-St. A…

  4. Spezial
    mutig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    mu|tig adj. 1 (tapfer) corajus (-sc, -josa), da coraje, da snait 2 (kühn) ardí (ardis, ardida), che vega, ‹pop› da snait…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mutig

14 Bildungen · 4 Erstglied · 1 Zweitglied · 9 Ableitungen

Ableitung von mutig

mut + -ig

mutig leitet sich vom Lemma mut ab mit Suffix -ig.

mutig‑ als Erstglied (4 von 4)

mutigen

DWB

mut·igen

mutigen , verb. mutig machen: mutigen, animum accendere, fiduciam augere. Stieler 1301 , vergl. anmutigen, ermutigen; sie muthigen sich selb…

mutigkeit

DWB

mutig·keit

mutigkeit , f. die eigenschaft des mutigseins: animositas, mutikait, mutkeit Dief. 35 c ; mutigkeit, animositas, audacia, vulg. kunheit. voc…

mutiglich

DWB

mutig·lich

mutiglich , adv. mit mut: diszmal wollen wir nun alle diese sorgen bei seite setzen und nächstens muthiglich beginnen. Göthe an Schiller 406…

mutigung

DWB

mutig·ung

mutigung , f. animatio, excitatio fortitudinis, irae, spei, gaudii. Stieler 1301 .

mutig als Zweitglied (1 von 1)

wagemutig

DWB

wage·mutig

wagemutig , adj. , von Campe noch nicht aufgeführt: ich wirkte nämlich dahin, dasz Grua, der den prinzen spielte, in den ersten scenen die r…

Ableitungen von mutig (9 von 9)

bemutigen

DWB

bemutigen , animum accendere, ermutigen. Stieler 1301 .

entmutigen

DWB

entmutigen , dasselbe, nnl. ontmoedigen: die entmutigende nachricht, der entmutigende eindruck hiervon.

entmutigung

DWB

entmutigung , f. entmutigung hatte uns ergriffen.

ermutigen

RDWB1

ermutigen вдохновлять / вдохновить (кого-л. на что-л.); внушать / внушить оптимизм устойч. ; вдохнуть в кого-л. мужество устойч. ; ободрять …

Ermutigung

GWB

Ermutigung -th-; auch kombiniert mit ‘Ermunterung, Trost, Stärkung’ (geistig-)seel Stärkung, Aufrichtung gewährt mir .. die Beschauung des n…

mißmutig

Pfeifer_etym

miß- vornehmlich bis ins 18. Jh. (heute nur noch gelegentlich) produktives Präfix zur Bezeichnung des Verschiedenartigen, Abweichenden, Unri…

unmutig

DWB

unmutig , adj. adv. zu unmut u. gth. von mutig. ags. unmôdig, mhd. unmuotic, unmüetic, mnd. unmodich, mnl. onmoede (-moedicheit), nl. onmoed…

unmutigen

DWB

unmutigen , verb. , unmutig machen. vgl. mutigen : welcher durch widerwertigkeit nit wirt geunmOetiget Flavius Vegetius j 4 a (unmutig 1); s…

vermutig

DWB

vermutig , adj. aus vermuteten gründen wissend: darumb ist da kein behelff für den Ludder, so ich vermütig weis, das mein gn. herr hertzog G…