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mögen

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PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

mögen

Bd. 4, Sp. 1384
mögen unregelm.: 1. Modalverb mit Inf. a. 'Lust haben, wollen, wünschen', mee'e (mēə) [WPf], meeche (mēχə, mēöə) [verbr. SOPf mancherorts VPf vereinzelt südl. WPf, IB-Ensh (Glass 63) Pirmas (Otterstetter 65)], mäiche (męiχə) [vereinzelt SOPf], meeje [Lambert Penns 103], meege (mēgə) [mancherorts VPf vereinzelt NPf, Schandein Bav. IV,2 255], maane (mānə, mnə) [verbr. SWPf westl. WPf mancherorts übrige WPf LA-Venn Schandein Bav. IV,2 255 Schandein Sprachsch. 40 Henn Mda.-Int. 99, 125], määne (mEnə) [KL-Katzw]; Weiteres s. F. Mit dere määⁿcht ich nix se duⁿ han [KU-Kaulb]. Der maan sich nit de Kopp verreiße 'Der will sich nicht den Kopf zerbrechen' [HB-Breitft]. Mäicht wisse, wer do ghaust ghatt hot! [Runck Du un ich 74]. Wer mahn se nit heere: die lejchte Liedcher vom Glick [Kraus Gutsjer 5]. Die Sunn, die mahn net unnergeh' [Schandein Ged. 31]. Drum mahn ich Mad' un' Mädcher âh / Zelebdah (zu Lebtag) nimi hewe! [ebd. 45]. RA.: In demm seiner Haut mecht ich nit stecke [NW-Freinsh, mancherorts]. Do mecht mer aus de Haut fahre [KU-Bedb, mancherorts]. Do mäicht mer grad in d' Luft gäih (gehen) [GH-Leimh, mancherorts]. Alsemol mecht mer mit Knippl ninhaue [ZW-Battw]. Do mecht mer doch gleich die Schwindsucht kriege [LU-Limbghf]. Do mecht mer sich e Bää ausreiße [ZW-Battw]. Einen VR. s. hoch 2 a. a. 1298: Wer es aber, daz Ioh. von sante Albine dyse vorgenannte vestenungen von dem lehenhern nit erwerben mochte [OttbgUrkb. 216]. — b. 'können, in der Lage sein, möglich sein' [vereinzelt]. 's maan seiⁿ wie's will: scheeⁿ iss es doch [KU-Lauteck (Weber 64)]. Do mon's gehn, wie's will [Don-Schowe]. In demm seim Hernkaschde maan's aa aussihⁿ! 'Wie mag es in seinem Kopf aussehen!' [RO-Semb]. Es maan dich aa betriwe 'Es mag dich auch betrüben' [Firmenich III 247]. BR.: Am fuffzehde April, do muß de Guckuck rufe, er maan stecke wo er will [RO-Odh]. a. 1291: daz recht, daz ich vnde mine erben an sime deile des vorgenannt zehenden hatten oder mochten han [OttbgUrkb. 193]. a. 1480: Item ein jglicher armer hait recht jm stickswerde holtz zu lesen vnd wasz er mit dem axse ore (Axtöhr) magk abgeschlagen, da hat der armen recht zu [MHVPf 4/1870 4 (Weist. GH-Hagb)]. a. 1504: ob einer, der nit eyn pharcher sy, eyn scheffen moge syn [PfWeist. 347 (LA-Edh)]. — c. 'sollen, dürfen, die Erlaubnis haben' [vereinzelt]. Ier zwee meechd gee, wan ier wod 'Ihr zwei könnt gehen, wenn ihr wollt' [Buffington Penns Var. 237/44 (mit weiteren Var.)]. 's mag jeder glaawe, was er will [Birmelin Penns Poems 30]. BR.: Vor Johannisdag keiⁿ Gerscht m'r lowe mag [LU-Rh'gönh]. a. 1594: und wollts ettwan ein nachpwr duncken, es giengh ongleich zu in der müllen, der mac ein botten setzen in die mühlen, bis im das seine gemahlen ist [PfWeist. 203 (KB-Bubh)]. — 2. Vollverb. '(etwas oder jemanden) gern haben, wollen' [verbr.]. Meecheneʳ? 'Möchtet ihr?' [IB-Ensh (Glass 63)]. Ich maan net! [KU-Trahw, mancherorts]. Ich mag net! [NW-Haßl Spey]. Das maan ich nit [KU-Theisbgstg]. Den mecht ich net (als Mann) [KL-Bann]. Ich mecht gere eppes [LU-Altr]. Ich maan e Stick Brot [Zweibr (Wilms Alph. 36)]. RA.: Wann ich neimool (neunmal) net meecht - ich muß! [Kaislt]. Hanjob, steh uf, m'r dresche! - Äh, maa net! (mag nicht) — Hanjob, steh uf m'r fresse! - Wo is dann meiⁿ großer Leffel? [KL-Weilb, mancherorts (Var. s. Löffel 1)]. VR.: Den ich gar net mag, / den sehn ich alle Dag. / Den ich gere hätt, / der isch so weit eweg [BZ-Dernb]. — F.: Der Inf. ist in zwei Typen (oft nebeneinander) bezeugt: mee'e, meeche, mäiche, meege sind zu nhd. mögen zu stellen, während das besonders in der WPf bezeugte maane als Rückbildung des Inf. aus den Formen der 1.-3. Pers. des Ind. Präs. gedeutet werden kann. Flexionsformen dieses Typs (Verbr. wie Inf.): Ind. Präs. Sg. 1. ich maan (mān, --), 2. du maansch(t), 3. er maan, Pl. wie unten. Bildung des Ind. Präs. Sg. wie im Schd. ist seltener: 1. mag [vereinzelt VPf, Lambert Penns 103], 2. magscht [ebd.], 3. mag [ebd.]. Pl. 1.-3. mee'e [mancherorts WPf], meeche(n) [verbr. VPf mancherorts WPf]. Konj. Prät. Sg. 1., 3. mecht [mancherorts], mescht [KU-Rothsbg (Mang 147)], meecht (mēχd) [PS-Schindhd KU-Rothsbg (Mang 91) Kaislt Buffington Penns Var. 237/44 Krämer Gal 150], määscht (mEšd) [Henn Mda.-Int. 125], määⁿcht (mEχd) [KU-Kaulb KL-Katzw], mäicht (męiχd) [mancherorts SOPf], 2. mescht, meescht [mancherorts, Krämer Gal 150], Pl. 1.-3. meechde(n) [mancherorts]. Part. Perf. gemeecht [IB-Bliesmg/Bolch]. — Südhess. IV 723 ff.; Rhein. V 1220 ff.; Lothr. 351 manen; Els. I 656/ 57.
4575 Zeichen · 143 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    mȫgenv.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    mȫgen (moygen , mügen) , v. pt. ps. ( Präs. Ind. mach, machst machs macht mochst, Plur. mȫgen -et [mȫcht], Konj. mȫge[n]…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mögen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Mögen , verb. irreg. neutr. Präs. ich mag, du magst, er mag, wir mögen u. s. f. Conjunct. ich möge; Imperf. ich mochte, …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    mögen

    Goethe-Wörterbuch

    mögen Konjunktiv Prät möcht- häufig in der Bed eines Indikativ Präs; 2. PersSg Konjunktiv Präs ‘mögt’ GB2 1 ,112,11 ; me…

  4. modern
    Dialekt
    mögen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    möge n [mǽkə Olti. ; mêkə Ruf. Su. M. ; mêjə Ingersh. Dü. Bf. Str. Lützelstn. Wh. ; Ind. Präs. in Bed. 1: mêk, –, –t Ol…

  5. Sprichwörter
    Mögen

    Wander (Sprichwörter)

    Mögen 1. Ich mag dich, wenn du weit von mir bist. ( Rottenburg. ) 2. Ich mag sie nicht, sprach der Fuchs. – Eiselein, 44…

  6. Spezial
    mögen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    mö|gen (mag, mochte, gemocht) I vb.intr. 1 (wollen, den Wunsch haben) orëi (ó, orü): er mag nicht nach Hause gehen al n’…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit moegen

23 Bildungen · 6 Erstglied · 14 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von moegen 2 Komponenten

mo+gen

moegen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

moegen‑ als Erstglied (6 von 6)

mȫgenhaftich

MNWB

mȫgenhaftich , -aftich , adj. , 1. kräftig, c. G. r. mächtig, sîner lēde, sinne m., — 2. wohlhabend, vermögend, reich.

mȫgenhaftichêⁱt

MNWB

moegenhaftich·eit

° mȫgenhaftichêⁱt , f. , in de m. gēven ‚in possessionem dare' (B. d. Könige 140 nach 3. Reg. 8, 36, sonst besittinge, erve u. a.).

Mögenheit

Campe

moegen·heit

† Die Mögenheit , o. Mz . im N. D. das Vermögen, die Kraft (Holländ. Mogendheid ).

mögenlich

DWB

moegen·lich

mögenlich , adj. mit kraft versehen, kräftig ( vgl. den infinitiv mögen in substantiver geltung oben sp. 2454): so ich und der krank hernach…

mȫgenthêⁱt

MNWB

mȫgenthêⁱt , mȫgen- , f. , Macht, Mächtigkeit, potestas, Herrschaft, Einfluß, spez. weltliche Macht, m. der werlt, nâ m. c. Poss. dem Können…

mȫgentlĩk

MNWB

° mȫgentlĩk , adj. , mächtig (Leyen Doctr. 236).

moegen als Zweitglied (14 von 14)

Aufnahmevermögen

RDWB1

Aufnahmevermögen n восприимчивость; понятливость; сообразительность; способность быстро и адекватно воспринять что-л. mein Aufnahmevermögen …

Durchhaltevermögen

RDWB1

Durchhaltevermögen n (Lakune) стойкость, терпение, выдержка mangelndes Durchhaltevermögen - отсутствие терпения, нетерпение, нехватка выдерж…

Einfühlsvermögen

RDWB1

Einfühlsvermögen n чувствительность; чуткость; отзывчивость; эмпатия; способность встать на место другого человека; способность посочувствов…

Stehvermögen

RDWB1

Stehvermögen n (kein Bezug zu "стоять") выдержка, выносливость

Unvermögen

RDWB1

Unvermögen n das ~, sich zu entschuldigen - неспособность извиниться

Urteilsvermögen

RDWB1

Urteilsvermögen n (kein Bezug zu "состояние" oder "способность") [auch RDWB1 Urteilskraft ] здравый смысл устойч. , трезвый взгляд на вещи у…

Vermögen

RDWB1

Vermögen n состояние (богатство) способность

gemȫgen

MNWB

gem·oegen

° gemȫgen können, imstande sein (Riedel A 19, 215).

übermögen

DWB

ueber·moegen

übermögen , v. , mhd. übermügen; mnd. overmogen. I I. untrennbare verbindung: mehr vermögen als ein anderer, jem. überwältigen. zur form und…

unvermögen

DWB

unver·moegen

unvermögen , n. , mangel des vermögens ( s. vermögen 1) und sein gs.; ohne plural. zu den formen s. vermögen , mögen . nl. onvermogen; schwe…

²unvormȫgen

MNWB

2 unvormȫgen , -vermȫgen , -vermǖgen , adj. : 1. unfähig, schwach, „ Man list ok vör gewis, dat in Araberland ein schöner vagel wahnt, de Fe…

vermögen

DWB

ver·moegen

vermögen , verb. zu stande bringen, kraft haben zu etwas, mhd. vermügen, mnd. vormogen, ahd. farmagan. zusammensetzung mit dem präterito-prä…

Weibervermögen

Wander

weib·er·vermoegen

Weibervermögen Weibervermögen geht über alle Schulden. – Graf, 154, 100. Bei Auflösung der Ehe wird eingebrachtes Gut von des Mannes Nachlas…

Zusammenmögen

Campe

zusammen·moegen

Х Zusammenmögen , v. ntr . unregelm. ( s. Mögen ), mit haben , zusammenzukommen, zusammenzugehen  Neigung haben. D. Zusammenmögen .

Ableitungen von moegen (3 von 3)

gemȫgen

MNWB

° gemȫgen können, imstande sein (Riedel A 19, 215).

unmögen

DWB

unmögen , verb. , nequire Schröer voc. 1789 . unmögend, part.-adj.; mhd. unmügende, mnl. onmogende. vgl. übel-, unvermögend . krafilos, bewu…

vermögen

DWB

vermögen , verb. zu stande bringen, kraft haben zu etwas, mhd. vermügen, mnd. vormogen, ahd. farmagan. zusammensetzung mit dem präterito-prä…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „moegen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/moegen/pfwb
MLA
Cotta, Marcel. „moegen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/moegen/pfwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „moegen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/moegen/pfwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_moegen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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