lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Mögen

mnd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
14 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
55
Verweise raus
39

Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Mögen

Bd. 3, Sp. 690
Mögen 1. Ich mag dich, wenn du weit von mir bist. (Rottenburg.) 2. Ich mag sie nicht, sprach der Fuchs. – Eiselein, 442. Nämlich die Traube, die er nicht erreichen konnte. Wenn jemand etwas venschmäht, was er nicht bekommen kann. 3. Ick mag se nich, söä de Voss, doa satt de Katt met de Worscht up'm Bôm.Schlingmann, 1406. 4. Wadd den ânen (der eine) nödd mag, öss dem ann'ren en gud Sâch. (Trier.) – Laven, 193, 117; für Eifel: Schmitz, 196, 187. 5. Was andere nicht mögen, will ich auch nicht haben. Span.: Lo que no quieres para tí, no lo quieras para mí. (Cahier, 3675.) 6. Was ich nicht mag, hab' ich (wird mir) alle Tag, wo ich gern bin, darf ich nicht hin. – Eiselein, 492; Simrock, 3447; Braun, 7, 2466. Lat.: Transvolat in medio posita et fugientia captat. (Horaz.) (Binder I, 1754; II, 3342.) 7. Wat de eine nich mag, is der andere gaud Frass. – Schambach, II, 113. In Süderdithmarschen: Wat de ên nich mag, is den annern siin beste Kost. 8. Wat de êne nich mag, dat werd de annere nich satt, un so kümmt et altohaupe up. (Waldeck.) – Curtze, 329, 180. So wird alles aufgezehrt. 9. Wat der eine nit en mâg, geit dem andern durch der Krâg (Hals). (Köln.) – Weyden, II, 5. 10. Wat öck nich mach, dat dräggt de Schlag; wat öck begehr, dat kömt nich her. – Frischbier2, 2646. Drückt unter anderm die Anschauung heirathslustiger Mädchen aus, denen die erscheinenden Bewerber nicht zusagen und die zusagenden nicht erscheinen. 11. Wenn du nicht magst, wat ik bît (beisse), segt de Mûs, so frät, wat ik schît. – Hoefer, 775; Kern, 785. 12. Wer bass mag, thut den andern in sack. – Franck, Zeytbuch, I, VIa. 13. Wer do mag, der füg. – Hofmann, 38, 157. 14. Wer et mag, der mag et, un wer et nich mag, de mag et ja wull nich maegen. (Holst.) 15. Wer mich nicht mag, den mag ich auch nicht. Die Aegypter sagen: Wer dich gern hat, den habe du gern; und, wer dich wegwünscht, den wünsche noch weiter weg. (Burckhardt, 642.) 16. Wer mocht das nicht, sagt der Apt von Posen. – Agricola I, 160; Franck, II, 119a; Tappius, 190a; Lehmann, II, 849, 297; Nas, 30a u. 201a; Hoefer, 3. Ich würde es auch annehmen, wenn mir es so gut käme. Oder: Unter solchen Umständen würde ich wol dasselbe gethan haben. (S. Abt 19.) Lat.: Est bonus is ludus, cum virgine ludere nudus. (Binder II, 974; Gartner, 116.) – Qui possum ab hoc epulo abesse? (Tappius, 190a.) 17. Wer nicht mag, wie er wil, der muss thun, wie er kan. – Petri, II, 742. 18. Wer't mach, de mach't; wer't nich mach, de mach't wol nich mögen.Frischbier2, 2647. 19. Wie wir mögen, nit wie wir wollen. – Hauer, Liij. 20. A mag's a nischt. (Landeshut in Schlesien.) Es trifft ihn keine Schuld dabei. 21. Dui möcht i net, und wenn ma mer se uf em Präsentirteller dorher brächt. (Ulm.) 22. Er mag auch alles, was auf der umgekehrten Bank liegt. (Oberösterreich.) Verächtlich für: er nimmt mit den schlechtesten Genüssen fürlieb. Ob nicht auch in der Bedeutung von Bank 34? 23. Na, mach et all, Mutter. – Frischbier2, 2648. Wenn man etwas, das man ungern ausführt, thun muss. [Zusätze und Ergänzungen] 24. Den i net mog, den sieh ich olle Tog, und der mich erfreut – mei Schotz, der is weit! – Egerbote, 1877. 25. Wat de Een nich mag, dat is den Andern sîn best Kost. – Wochenblatt für Schlesw.-Holst., II, 101. 26. Aussi möcht' i. Kaiser Franz wählte zu seinem Sommeraufenthalte gern das Schloss Persenbeug an der Donau. Daselbst machte der Kaiser häufig Wasserfahrten, wobei er einen kräftigen Burschen Namens Hans als Ruderer hatte. Eines Tages sagte der Kaiser während einer Ueberfahrt zu Hans: »Wenn du einmal ein Anliegen hast, so komm' nur zu mir nach Wien und lass' dich melden, nachher werd'n mir's schon machen« (dieser letzte Ausdruck war dem Kaiser zur Angewohnheit geworden). Der Bursche bedankte sich recht schön, und als er wirklich im nächsten Winter ein dringliches Anliegen hatte, fuhr er nach Wien und wollte seinen hohen Gönner beim Worte nehmen. Aber es dauerte eine geraume Weile, bis er an die Reihe kam, und die ganze Situation, der kaiserliche Glanz, machte auf den Naturburschen einen so beängstigenden Eindruck, dass ihm die Rede versagte, als er endlich vor dem gütigen Monarchen stand. Der Kaiser, seinen Zustand bemerkend, wollte ihn liebreich ermuntern und sagte deshalb freundlich: »No, Hanns, red'; was möch'st denn eigentlich?« – »Aussi möcht' i'!« war die Antwort, und spornstreichs rannte Hans nach Mariahilf zur »Kälberfuhr«, mit welcher er so gleich in die Heimat zurückkehrte. Seitdem ist das »Aussi möcht' i!« zu einem der volksthümlichsten Sprichworte Wiens geworden. (Volksblatt für Stadt und Land, Wien 1875, Nr. 26.)
4656 Zeichen · 114 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    mȫgenv.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    mȫgen (moygen , mügen) , v. pt. ps. ( Präs. Ind. mach, machst machs macht mochst, Plur. mȫgen -et [mȫcht], Konj. mȫge[n]…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mögen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Mögen , verb. irreg. neutr. Präs. ich mag, du magst, er mag, wir mögen u. s. f. Conjunct. ich möge; Imperf. ich mochte, …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    mögen

    Goethe-Wörterbuch

    mögen Konjunktiv Prät möcht- häufig in der Bed eines Indikativ Präs; 2. PersSg Konjunktiv Präs ‘mögt’ GB2 1 ,112,11 ; me…

  4. modern
    Dialekt
    mögen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    möge n [mǽkə Olti. ; mêkə Ruf. Su. M. ; mêjə Ingersh. Dü. Bf. Str. Lützelstn. Wh. ; Ind. Präs. in Bed. 1: mêk, –, –t Ol…

  5. Sprichwörter
    Mögen

    Wander (Sprichwörter)

    Mögen 1. Ich mag dich, wenn du weit von mir bist. ( Rottenburg. ) 2. Ich mag sie nicht, sprach der Fuchs. – Eiselein, 44…

  6. Spezial
    mögen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    mö|gen (mag, mochte, gemocht) I vb.intr. 1 (wollen, den Wunsch haben) orëi (ó, orü): er mag nicht nach Hause gehen al n’…

Verweisungsnetz

85 Knoten, 76 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 6 Hub 1 Kompositum 71 Sackgasse 7

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit moegen

23 Bildungen · 6 Erstglied · 14 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von moegen 2 Komponenten

mo+gen

moegen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

moegen‑ als Erstglied (6 von 6)

mȫgenhaftich

MNWB

mȫgenhaftich , -aftich , adj. , 1. kräftig, c. G. r. mächtig, sîner lēde, sinne m., — 2. wohlhabend, vermögend, reich.

mȫgenhaftichêⁱt

MNWB

moegenhaftich·eit

° mȫgenhaftichêⁱt , f. , in de m. gēven ‚in possessionem dare' (B. d. Könige 140 nach 3. Reg. 8, 36, sonst besittinge, erve u. a.).

Mögenheit

Campe

moegen·heit

† Die Mögenheit , o. Mz . im N. D. das Vermögen, die Kraft (Holländ. Mogendheid ).

mögenlich

DWB

moegen·lich

mögenlich , adj. mit kraft versehen, kräftig ( vgl. den infinitiv mögen in substantiver geltung oben sp. 2454): so ich und der krank hernach…

mȫgenthêⁱt

MNWB

mȫgenthêⁱt , mȫgen- , f. , Macht, Mächtigkeit, potestas, Herrschaft, Einfluß, spez. weltliche Macht, m. der werlt, nâ m. c. Poss. dem Können…

mȫgentlĩk

MNWB

° mȫgentlĩk , adj. , mächtig (Leyen Doctr. 236).

moegen als Zweitglied (14 von 14)

Aufnahmevermögen

RDWB1

Aufnahmevermögen n восприимчивость; понятливость; сообразительность; способность быстро и адекватно воспринять что-л. mein Aufnahmevermögen …

Durchhaltevermögen

RDWB1

Durchhaltevermögen n (Lakune) стойкость, терпение, выдержка mangelndes Durchhaltevermögen - отсутствие терпения, нетерпение, нехватка выдерж…

Einfühlsvermögen

RDWB1

Einfühlsvermögen n чувствительность; чуткость; отзывчивость; эмпатия; способность встать на место другого человека; способность посочувствов…

Stehvermögen

RDWB1

Stehvermögen n (kein Bezug zu "стоять") выдержка, выносливость

Unvermögen

RDWB1

Unvermögen n das ~, sich zu entschuldigen - неспособность извиниться

Urteilsvermögen

RDWB1

Urteilsvermögen n (kein Bezug zu "состояние" oder "способность") [auch RDWB1 Urteilskraft ] здравый смысл устойч. , трезвый взгляд на вещи у…

Vermögen

RDWB1

Vermögen n состояние (богатство) способность

gemȫgen

MNWB

gem·oegen

° gemȫgen können, imstande sein (Riedel A 19, 215).

übermögen

DWB

ueber·moegen

übermögen , v. , mhd. übermügen; mnd. overmogen. I I. untrennbare verbindung: mehr vermögen als ein anderer, jem. überwältigen. zur form und…

unvermögen

DWB

unver·moegen

unvermögen , n. , mangel des vermögens ( s. vermögen 1) und sein gs.; ohne plural. zu den formen s. vermögen , mögen . nl. onvermogen; schwe…

²unvormȫgen

MNWB

2 unvormȫgen , -vermȫgen , -vermǖgen , adj. : 1. unfähig, schwach, „ Man list ok vör gewis, dat in Araberland ein schöner vagel wahnt, de Fe…

vermögen

DWB

ver·moegen

vermögen , verb. zu stande bringen, kraft haben zu etwas, mhd. vermügen, mnd. vormogen, ahd. farmagan. zusammensetzung mit dem präterito-prä…

Weibervermögen

Wander

weib·er·vermoegen

Weibervermögen Weibervermögen geht über alle Schulden. – Graf, 154, 100. Bei Auflösung der Ehe wird eingebrachtes Gut von des Mannes Nachlas…

Zusammenmögen

Campe

zusammen·moegen

Х Zusammenmögen , v. ntr . unregelm. ( s. Mögen ), mit haben , zusammenzukommen, zusammenzugehen  Neigung haben. D. Zusammenmögen .

Ableitungen von moegen (3 von 3)

gemȫgen

MNWB

° gemȫgen können, imstande sein (Riedel A 19, 215).

unmögen

DWB

unmögen , verb. , nequire Schröer voc. 1789 . unmögend, part.-adj.; mhd. unmügende, mnl. onmogende. vgl. übel-, unvermögend . krafilos, bewu…

vermögen

DWB

vermögen , verb. zu stande bringen, kraft haben zu etwas, mhd. vermügen, mnd. vormogen, ahd. farmagan. zusammensetzung mit dem präterito-prä…