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Linde

ae. bis spez. · 26 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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58 in 26 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Linde

Bd. 12, Sp. 566
Linde, 1) Samuel Gottlieb, poln. Sprachforscher, geb. 1771 in Thorn, gest. 8. Aug. 1847 in Warschau, studierte in Leipzig Philologie unter Ernesti, wurde 1791 daselbst Lektor der polnischen Sprache, darauf Bibliothekar des Grafen Ossolinski in Wien und kam 1803 als Rektor des Lyzeums und Oberbibliothekar nach Warschau, wo er sein berühmtes großes »Wörterbuch der polnischen Sprache« (Warsch. 1807–14, 6 Bde.; neue Aufl., Leuth. 1854–60) herausgab. Nachdem er während der Revolution von 1831 als Deputierter von Praga und Mitglied des Reichstags einen sehr gefahrvollen Posten bekleidet hatte, wurde er 1833 bei der Reorganisation des polnischen Schulwesens wieder zum Direktor des Gymnasiums in Warschau sowie zum Vorstande des gesamten Schulwesens im Gouvernement Masowien ernannt, gab indessen schon nach fünf Jahren seine Ämter auf. Er veröffentlichte noch (in polnischer Sprache): »Grundsätze der Wortforschung, angewandt auf die polnische Sprache« (Warsch. 1806) und »Über das litauische Statut« (das. 1816); ferner: »Geschichtlicher Grundriß der Literatur der slawischen Völkerstämme« (Bd. 1, das. 1825) u. a. 2) Anton van der, Schriftsteller, geb. 14. Nov. 1833 in Haarlem, gest. 13. Aug. 1897 in Wiesbaden, wirkte 1859–61 als reformierter Prediger in Amsterdam und wurde 1876 zum Oberbibliothekar der Landesbibliothek in Wiesbaden ernannt. Außer zahlreichen bibliographischen Monographien (über David Joris, Balth. Bekker, Spinoza, »Die Nassauer Brunnenliteratur«, Wiesb. 1883, u. a.) und einem mit dem Russen M. Obolenski in französischer Sprache veröffentlichten Urkundenwerk über den falschen Demetrius (»Histoire de la guerre de Moscovie 1601–1610« par Isaac Massa de Haarlem, Brüssel 1866, 2 Bde.) schrieb er: »De Haarlemsche Costerlegende« (Haag 1870), worin er die Ansprüche seiner Vaterstadt auf die Erfindung der Buchdruckerkunst widerlegte; »Gutenberg. Geschichte und Erdichtung« (Stuttg. 1878); »Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst« (Berl. 1886, 3 Bde.); »Kaspar Hauser. Eine neugeschichtliche Legende« (Wiesbad. 1887, 2 Bde.); »Antoinette Bourignon, das Licht der Welt« (Leiden 1895) u. a. Von seinen Beiträgen zur Schachliteratur, die teils in holländischer, teils in deutscher Sprache geschrieben sind, heben wir hervor: »Schachstudien« (Utrecht 1868); »Das Schachspiel des 16. Jahrhunderts« (Berl. 1873); »Geschichte und Literatur des Schachspiels« (das. 1874, 2 Bde.); »Die Kirchenväter der Schachgemeinde« (Übersetzung aller Schachwerke von 1495 bis 1795, Utrecht 1875); »Lehrbuch des Schachspiels« (das. 1876) und »Die Elemente des Schachspiels« (das. 1877, beide in holländ. Sprache) und »Quellenstudien zur Geschichte des Schachspiels« (Berl. 1881). 3) Karl Paul Gottfried, Ingenieur, geb. 11. Juni 1842 zu Berndorf in Oberfranken, studierte seit 1861 am Polytechnikum in Zürich, arbeitete seit 1864 bei Borsig in Berlin, dann bei Krauß in München und wurde 1868 außerordentlicher, 1872 ordentlicher Professor der theoretischen Maschinenlehre an der Technischen Hochschule in München. Er beschäftigte sich mit der Theorie der Kälteerzeugung durch Maschinen, konstruierte eine sehr brauchbare Eismaschine und übernahm 1879 die Direktion einer Gesellschaft zum Bau seiner Eismaschine in Wiesbaden. Seit 1890 lebt er wieder in München und errichtete daselbst eine Versuchsstation für Kältemaschinen. 1895 gelangte er zu einer einfachen Methode der Verflüssigung von atmosphärischer Luft und andern Gasen und stellte durch fraktionierte Verdampfung der flüssigen Luft ein sehr sauerstoffreiches Gas (Lindeluft) dar. Er schrieb: »Sauerstoffgewinnung mittels fraktionierter Verdampfung flüssiger Luft« (Berl 1902). 4) Wilhelm, preuß. General, geb. 7. Aug. 1848 in Borby bei Eckernförde als Pfarrerssohn, besuchte das Realgymnasium in Rendsburg, trat 1. April 1866 in das Schlesische Feldartillerieregiment Nr. 6, nahm am Feldzug teil und wurde Ende 1867 Offizier. Nach dem deutsch-französischen Kriege besuchte L. 1872–75 die Kriegsakademie, ward im April 1878 Hauptmann in i Generalstab, gehörte dem Großen Generalstab, 1880–81 dem des 4. Korps und 1882–1885 dem der 31. Division an, wurde 1885 Kompaniechef im 91. Regiment, 1886 Major im Generalstab der 22. Division und bald in dem des 11. Korps, 1889 Bataillonskommandeur im 114. Regiment, 1891 Oberstleutnant im 46. Regiment, 1892 Chef des Generalstabs des Gouverneurs von Metz und 1893 Abteilungschef im Großen Generalstab. 1896 wurde er Kommandeur des 36. Regiments, 1897 Generalmajor und Kommandeur der 14. Infanteriebrigade in Halberstadt, 1900 Generalleutnant und Kommandeur der 4. Division in Bromberg und 1904 kommandierender General des 11. Korps in Kassel.
4663 Zeichen · 76 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    lindesw. F. (n)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    linde , sw. F. (n) nhd. Lindenschild Hw.: s. lind E.: s. lind L.: Hh 203

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    linde

    Althochdeutsches Wörterbuch

    linde Gl 3,399,27 s. ? lînede mhd.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    lindeadv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +24 Parallelbelege

    linde adv. schlaff. linde elliu unseriu lit bieten ze helfe u. trôst den armen ( vorher trâclîche) altd. bl. 2, 37. vgl.…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    lindeAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    linde , Adj. nhd. „linde“, gelinde, weich, sanft, freundlich, gütig, gnädig Vw.: s. ge- Hw.: vgl. mhd. linde (1), mnl. l…

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Linde

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Linde , adj. et adv. S. Adelung Gelinde .

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Linde

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 Linde ‘Fritz L.’, Figurenname 13 2 ,218 NachspIffland, Hagestolzen [Peucer/G] uö(ebd) Robert Charlier R.C.

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Linde

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Linde (tilia) , Pflanzengattung aus der Familie der Tiliaceen, einer der schönsten Bäume der gemäßigten Zone, der eigent…

  8. modern
    Dialekt
    Linde

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Linde [Lìnta Hi. ] f. Bast des Hanfes.

  9. Sprichwörter
    Linde

    Wander (Sprichwörter)

    Linde 1. Auf eine krumme (gebückte) Linde steigen alle Geissen. 2. Die Linde duftet und fordert keinen Dank. ( Wend. Lau…

  10. Spezial
    Linde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Lin|de (Tilia sp.) f. (-,-n) ‹bot› linda (-des) f. ▬ Winter-Linde (Tilia cordata) ‹bot› linda da d’invern f. ; Sommer-Li…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit linde

216 Bildungen · 181 Erstglied · 31 Zweitglied · 4 Ableitungen

linde‑ als Erstglied (30 von 181)

Linde(n)

Idiotikon

Linde(n) Band 3, Spalte 1319 Linde(n) 3,1319

Linde(n)bir(eⁿ)

Idiotikon

Linde(n)bir(eⁿ) Band 4, Spalte 1490 Linde(n)bir(eⁿ) 4,1490

Linde(n)stuel N

Idiotikon

Linde(n)stuel N. Band 11, Spalte 309 Linde(n)stuel N. 11,309

lindecheit

Lexer

lindec-heit stf. BMZ weichheit, schlaffheit Bihteb. Berth. Kl. 456, milde Br. 23 b .

lindeclīche

KöblerMhd

lindeclīche , Adv. Vw.: s. lindiclīche*

lindehe

KöblerMhd

lind·ehe

lindehe , st. N. nhd. „Lindecht“, Lindenplatz E.: s. linde (1) W.: nhd. DW- L.: Lexer 127c, LexerN 3, 300 (lindehe)

lindelein

DWB

linde·lein

lindelein , n. kleine linde; linde in kosender rede: so traur, du feines lindelein, und traur das jar allein! hat mir mein brauns maidlein v…

lindelinc

Lexer

linde·linc

lindelinc stm. lindeling reclinatorium, reclinatio Voc. 1482. vgl. line, linebërge.

lindelîche

MWB

lindelîche Adv. auch -lîchen. ‘sanft’ (s.a. lindiclîche ): di wurze [...] tribet also sere sam scamonea [Purgierwinde (?)] . vnde tut daz li…

lindelīche

KöblerMhd

lindelīche , Adv. Vw.: s. lindlīch

Lindeman

Meyers

lind·eman

Lindeman , Moritz , geographischer Schriftsteller, geb. 27. März 1823 in Dresden, wirkte 1848–78 in Bremen als Stenograph der Bremischen Bür…

Lindemann

Meyers

linde·mann

Lindemann , Ferdinand , Mathematiker, geb. 12. April 1852 in Hannover, studierte in Göttingen, Erlangen, wo er 1873 promovierte, in München,…

Lindemann-Frommel

Meyers

Lindemann-Frommel , Karl , Lithograph und Maler, geb. 19. Aug. 1819 zu Markirch im Elsaß, gest. 16. Mai 1891 in Rom, bildete sich bei Rottma…

Lindemayr, Maurus

DWBQVZ

--- Maurus Lindermayr's ( ! ) dichtungen in ob der ennsischer volksmundart. von verehrern seiner muse gesammelt. Linz 1822 . / Lindermayr di…

linden

FWB

1. ›etw. weich machen; (refl:) in seiner Schärfe zurückgehen (vom Wetter)‹; vgl. lind (Adj.) 1a.; 2. ›etw. mildern, mindern, besänftigen‹

Lindenbaum

SHW

Linden-baum Band 4, Spalte 349-350

Lindenfels

SHW

Linden-fels Band 4, Spalte 349-350

Lindenholz

SHW

Linden-holz Band 4, Spalte 349-350

linde als Zweitglied (30 von 31)

slinde

KöblerMhd

*slinde , sw. M. nhd. Verschlinger Vw.: s. bluot- E.: s. slinden (1)

bluotslinde

MWB

bluot·s·linde

bluotslinde swM. ‘Blutsäufer’ her waz zur helle kumftic / [...] an die gewalt der blutslinden HeslApk 10842 MWB 1 909,47; Bearbeiter: Plate

blīlinde

KöblerMhd

blī·linde

blīlinde , st. F. nhd. „Bleilinde“ (?), Bleierz? Q.: ErzIII (1233-1267) (FB blīlinde), Feldb E.: s. blī, linde W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 3…

būrlinde

KöblerMnd

būr·linde

būrlinde , F. nhd. Dorflinde E.: s. būre, linde (1) L.: MndHwb 1, 374 (bûrlinde)

gelinde

DWB

gel·inde

gelinde , f. gelindheit, weichheit, wie linde f. ( s. d., ahd. lindî lenitas Graff 2, 240 ): ich hab mich etlich mal mit des frawenzimmers n…

graslinde

DWB

gras·linde

graslinde , f. , tilia platyphyllos Scop., die auch frühlinde, sommerlinde, wasserlinde genannt wird. der name vielleicht daher, dasz sie fr…

hoikensplinde

KöblerMnd

hoikensplinde , N. Vw.: s. hoikensplinde*

hoykensplinde

KöblerMnd

hoykensplinde , N. Vw.: s. hoikensplinde*

Lachlinde

Wander

lach·linde

Lachlinde Eine heilige Lachlinde. ( Breslau. ) Eine fromme, überhaupt sanft und edelthuende Weibsperson.

mastlinde

DWB

mast·linde

mastlinde , f. die gemeine groszblättrige linde, wasserlinde oder graslinde, ' in einigen gegenden '. Adelung.

oberblinde

DWB

ober·blinde

oberblinde , f. , holländ. bovenblinde, bei älteren schiffen das an einer kleinen stange am auszenende des bugspriets angebrachte segel ( im…

ostlinde

DWB

ost·linde

ostlinde , f. die späte im august ( s. ost 1) blühende linde, nordd. ost- und augustlinde. Nemnich 2, 1462 . Pritzel-Jessen 403 .

plīlinde

KöblerMhd

plīlinde , sw. F. Vw.: s. blīblinde

rauchlinde

DWB

rauch·linde

rauchlinde , f. für rauhlinde, ulmus campestris, die gemeine breitblätterige ulme oder rüster.

schmerlinde

DWB

schmer·linde

schmerlinde , f. groszblätterige linde, augustlinde, wegen ihres weichen holzes, auch specklinde genannt, zum unterschiede von der kleinblät…

selpblinde

KöblerMhd

selp·blinde

selpblinde , sw. M. nhd. der von Geburt an Blinde Q.: Mar (1172-1190) (FB selpblinde) E.: s. selp, blinde W.: nhd. DW-

sigelinde

MNWB

sigel·inde

(sigelinde) „laureola, sutebast, ogelinde ” (l. cigelinde ?) Dief. 97. Vgl. singelinde.

singelinde

MNWB

singe·linde

singelinde „alipiades cingelinde ” (Dief. 85), l. sigelinde ? —

steinlinde

DWB

stein·linde

steinlinde , f. : dort kommt er, ... dort oben bei der st. Auerbach 1, 29 ; eine mächtige st. streckt einen gewaltigen ast über den dämmerig…

unlinde

DWB

-linde , adv. , gth. v. lind 5: volkslieder 657 Uhland; Melissus psalm. 38, 2 . selten u. veraltet. —

wasserlinde

DWB

wasser·linde

wasserlinde , f. die sommerlinde, tilia grandifolia Ehrh. Döbel jägerpractica (1754) 4, 31 . Nemnich 4, 1462 . —

zigelinde

DWB

zigel·inde

zigelinde , f. , seidelbast, daphne mezereum, s. zeiland m. ( sp. 512) und Marzell wb. d. dt. pflanzenn. 2, 31 .

zouberlinde

Lexer

zouber·linde

zouber-linde stf. er kam undr ein zouberlinde, diu benam im den sin Wolfd. D. VII, 216.

Ableitungen von linde (4 von 4)

Belinde

GWB

Belinde weibl Vorname; verhüllend für Lili Schönemann, wohl in Anspielung auf Erscheinung u Lebenssphäre 1) : als Titelfigur des Ged ‘An Bel…

erlinde

BMZ

erlinde swv. mache weich. dich êren, frowe, erlinden kan diu flinseherten herzen Gfr. lobges. 35.

gelinde

DWB

gelinde , f. gelindheit, weichheit, wie linde f. ( s. d., ahd. lindî lenitas Graff 2, 240 ): ich hab mich etlich mal mit des frawenzimmers n…

unlinde

DWB

-linde , adv. , gth. v. lind 5: volkslieder 657 Uhland; Melissus psalm. 38, 2 . selten u. veraltet. —