günstig subst gelegentl Kleinschreibung (zB GWBB11,136,6), wiederholt Zusammenschreibung ‘allzugünstig’ (zB GWB36,243,20) — Mit rund 1200 Belegen in einem breiten u differenzierten Bedeutungs- u Gebrauchsspektrum ein zeittypisches Wertungsadjektiv; dabei ist die im heutigen Sprachgebrauch vorherrschende Bedeutungskomponente ‘billig, preiswert’ in G-s Sprachschatz nur in Ansätzen vorhanden (s Punkt 4a); er verwendet für diese Bedeutung überwiegend noch das heute obsolete ‘wohlfeil’ (151 Belege). 1 gnädig, huldvoll (gesinnt u wirkend); gunstvoll, (jdm) gewogen a als Attribut einer auf das Leben des Menschen einwirkenden göttlichen Macht (überwiegend im Kontext der antiken Mythologie) bzw willkürlich od blind waltender unpersönlicher Schicksalskräfte wie Geschick, Glück, Zufall, Dämonen uä In der [antiken] Tragödie geschieht sie [die Katharsis] durch eine Art Menschenopfer, es mag nun wirklich vollbracht oder unter Einwirkung einer g-en Gottheit durch ein Surrogat gelös’t werden, wie im Falle .. Agamemnons GWB412,248,22 Zu Aristot,Poetik [mBez auf die Kunst der Weissagung im antiken Rom] wenn man von g-en Göttern durch Vögelflug und Eingeweidegestalt treuen Rath und Warnung zu erhalten glaubte GWB411,363,2 Üb:Knebel,Lukrez [Pylades zu Orest:] Jeder Augenblick ist theuer, | Und unsre Rückkehr hängt an zarten Fäden, | Die, scheint es, eine günst’ge Parze spinnt GWBIph2 1340 [in Anspielung auf die Befreiungskriege gegen Napoleon] ich .. trage die Unbilden des Tages mit Heiterkeit, damit bey so großem Unheil das Schicksal mir g. bleibe und mir auch an dem neuen Heile meinen Antheil vergönne GWBB24,124,10 Sartorius 24.1.14 K Um das Stück [‘Faust’] zu vollenden, werd ich mich sonderbar zusammennehmen müßen. Ich muß einen magischen Kreis um mich ziehen, wozu mir das g-e Glück eine eigne Stäte bereiten möge GWBB8,305,19 CarlAug 8.12.87 GWBFaust II 9665 GWBNatT 2858 GWB2,250 Sprichw 598 uö bes im Briefwechsel mit Schiller speziell mBez auf die (erbetene, erhoffte) Gunst der Muse(n) als Anregung für das (beiderseitige) dichterische Schaffen Ich bin neugierig ob Ihnen die Muse g-er war, und ob sie mir vielleicht auch in diesen letzten Tagen [in Jena] noch etwas bescheren mag GWBB16,115,9 Schiller 17.8.[02] GWBB14,126,22 Schiller 9.7.99 GWBB12,55,21 Schiller 1.3.97 uö b mit punktueller Komponente idVbdgn ‘g-er Moment, Augenblick’, ‘g-es Nu’, ‘g-e Stunde’, ‘mit g-em/g-en Stern(en)’ uä die Begünstigung eines (mythischen) Geschehens, einer (historischen, geschäftlichen) Unternehmung, eines (künstlerischen, wissenschaftlichen) Projekts, einer persönlichen Begegnung uä durch eine best schicksalhafte glückliche Konstellation betonend Faust gelangt zu der Versammlung der Sibyllen. Wichtige Unterhaltung; g-er Moment GWB152,190,23 Faust II Plp [vgl dazu: von dem horoskopischen Augenblick begünstigt steigen sie sämmtlich schweigend hinunter GWB152,210,243f Helena Plp 123.1] [der Kaiser zu seinem Staatsrat:] Ihr sammelt euch mit g-em Sterne, | Da droben ist uns Glück und Heil geschrieben GWBFaust II 4763 [Meph:] Krieg oder Frieden. Klug ist das Bemühen | Zu seinem Vortheil etwas auszuziehen. | Man paßt, man merkt auf jedes g-e Nu. | Gelegenheit ist da, nun, Fauste, greife zu! GWBFaust II 10238 Ich weiß, daß mir nichts angehört, | Als .. jeder g-e Augenblick, | Den mich ein liebendes Geschick | Von Grund aus läßt genießen GWB1,103 Eigentum 4 GWB28,151,8 DuW 12 GWBFaust II 10500 GWBB43,325 Ficinus 11.9.27 K Var [>gewogenen eigenh GWBB43,59,20] GWBN6,417,32 MetamIns GWBHermDor VIII 64 uö c aus der Perspektive des Begünstigten: idVbdgn ‘g-es Omen, Zeichen’, ‘g-e Vorahnung, Vorbedeutung, Vorsehung’ uä iS einer Glück bzw Erfolg verheißenden Fügung; einmal subst [Wilhelm auf der Sternwarte] da fiel ihm Jupiter in die Augen, das Glücksgestirn .. er nahm das Omen als g. auf GWB24,182,18 Wj I 10 Ein Reiher tönt durch die finstere Nacht vorüber. Ulysses nimmt’s auf als g-es Zeichen GWB411, 287,10 Ilias Auszug 10 [Technik, zum Gnomen u zur Geognosie gewandt:] Bethätigt weiter glückliche Bereitung | An dieses Tages günst’ger Vorbedeutung! GWB4,287 Die ersten Erzeugn dStotternhSaline 92 GWB16,255 Maskenz 1818 Prol 120 GWBFaust II 10626 GWBB44,223,22 Meyer 25.7.28 GWB33,38,23 Camp GWB28,227,18 DuW 13 uö 2 (jdm, einer Sache) wohlgesinnt, geneigt (sein), auch Wertschätzung einschließend a als Gesinnung u Verhalten des Herrschers od einer hochgestellten Persönlichkeit; im Komplimentierstil von G-es offizieller Korrespondenz mehrf in formelhaften Wunsch- od Ergebenheitsadressen aus dem Königreiche, dessen höchster Herrscher [Ludwig I vBayern], wie ein Stern erster Größe, g. über meinen Schicksalen waltet GWBB47,69,25 Kanzl Müller 21.5.30 [August Wilhelm] Schlegeln kann die Professur [in Jena] wohl nicht fehlen, der Herzog ist ihm wegen der Shakespearischen Übersetzung g., es ist auch schon beyfällig deshalb nach Gotha communicirt GWBB13,150,6 Schiller 16.5.98 Mögen Ew. Majestät, besonders zu ruhiger Tafelstunde, unter deren beneidenswerthen Genossen auch meiner g. gedenken GWBB45,242,1 Ludw I vBayern [14.4.29] K GWBB32,214,14 Maria Paulowna 29.3.20 GWBB46,235,24 Cotta 13.2.30 GWBB48,139,12 Beuth [4.3.31] K uö b im persönl Verhältnis als Ausdruck freundschaftlich-wohlwollender Geneigtheit u Anteilnahme, vielfach ‘jdm g. sein’ iSv jdm zugetan sein, nur vereinzelt mit erotischer Komponente; attr idVbdgn ‘g-e Aufnahme’, ‘g-er Empfang’ bzw adv ‘g. aufnehmen, empfangen’ uä auch abgeblaßt iSv freundlich; einmal mit pejor Akzentuierung iS einer parteiischen Bevorzugung Bey allem was ich vornehme frage ich Ew. Excellenz immer im Geiste, und glaube, nach so vielen Jahren glücklichen Mitlebens, immer geneigten Rath und g-e Zustimmung zu finden GWBB29,202,7 Voigt 19.6.18 der gute Hausfreund [Johann Kaspar Schneider, kurbayrischer Rat und Agent in Frankf] .. war mir ohnehin höchst g., weil ich mir seinen Messias so zu eigen gemacht hatte, daß ich ihm .. große Stellen davon vortragen konnte GWB26,227,26 DuW 4 In das thätige Leben jedoch sowohl als in die Sphäre der Wissenschaft trat ich eigentlich zuerst als der edle Weimarische Kreis mich g. aufnahm GWBN6,99,20 BotanStudien [1831] Die höchst g-e Aufnahme dortiger Freunde [in Rom] genoß er [G-s Sohn August] mit erhöhter Reizbarkeit GWBB48,108,5 Mylius 3.2.31 K alles war lauter Parteilichkeit [beim Theater-Publikum gegenüber den Schauspielern]. Wem man g. war, der gefiel, und man war dem nicht g., der zu gefallen verdiente GWB22,19,21f Lj IV 2 GWB27,266,13 DuW 9 GWB131,166 Prol 6.10.94 Vs 45 GWBB22,313,12 Flies 31.3.12 K GWBReinF XI 368 [Reinke de Vos: hadde .. leff] uö einmal in Reihung mit den verwandten Adjektiven ‘gnädig, freundlich, gütig, mild, wohltätig’ GWB412,258,25 Üb:Shakesp,Hamlet mehrf in Briefschlußformeln wie ‘(sich) zu g-er Teilnahme, zu g-em Andenken empfehlend’, ‘auf g-e Teilnahme vertrauend’ uä der ich mich zu g-em und freundschaftlichem Andenken bestens empfehle GWBB16,93,12 BSFHerda [18.6.02] K [Korr B30,264] GWBB27,93,26 Voigt 13.7.16 uö c attributiv zu einer urteilenden Instanz iS einer (erhofften od bereits gewährten) beifällig-anerkennenden bzw zustimmenden Rezeption (vor allem künstlerischer u wiss Leistungen), insbes im Hinblick auf die Resonanz von G-s eigenen Schriften; sehr häufig in der konventionellen Vbdg ‘g-e Aufnahme (wünschen, erbitten, empfehlen, versprechen)’, wiederholt in den metonym Wdgn ‘g-es Ohr (leihen)’, ‘g-en Blick (schenken)’, ‘mit g-en Augen (ansehen)’ uä; mehrf im formelhaften Anruf an den ‘g-en Leser’, einmal ‘An die G-en’ als Titel eines Widmungsgedichts für G-s Werkausgabe von 1800 [betr die Veröffentlichung der ersten Fassung von G-s Roman ‘Wilhelm Meisters Wanderjahre’] Einem nächstens anklopfenden Wanderer g-e Aufnahme erbittend GWBB34,268,6 CWFritsch 29.5.21 October .. Erwartung wie Egmont angekommen und wie er aufgenommen worden [bei den Weimarer Freunden] .. November .. G-e Erwiederung Egmonts GWB32,467,4 ItR Plp Im wissenschaftlichen Fache werde ich durch eine einsichtsvolle und g-e Recension meiner Hefte zur Morphologie und Naturwissenschaft in der Jenaischen Literaturzeitung Nr. 101 wieder aufgefordert GWBB37,63,9 Cotta 11.6.23 [betr G-s Polemik gegen Newtons Versuche zur Spektralanalyse des Lichts] Was wir sonst noch gethan und geleistet, um zu unserm Endzweck zu gelangen, darüber wird uns der g-e Leser und Theilnehmer selbst das Zeugniß geben GWBN2,115,4 FlP 193 GWBB14,235,3 Schiller 17.12.99 GWBB20,86,12 Zelter 22.6.08 GWBB10,345,19 Lichtenbg [7.12.95] K GWB1,12 Titel uö d sehr häufig in der präd Vbdg ‘einer Sache g. sein’ iSv positiv gegenüberstehen, für etw eine besondere Vorliebe haben; in vergleichender Betrachtung auch: etw den Vorzug geben; insbes mBez auf die Einschätzung einer wissenschaftl Theorie od Methode, einer Kunstrichtung od -epoche, gelegentl auch einer Lokalität, einer Unternehmung uä Professor Hegel, der, meiner Farbenlehre g., mir darüber geistreiche Worte meldet GWBB35,146,19 Zelter 19.10.21 der Geschichte [der Farbenlehre] .. geziemt es vorzulegen, welche Art zu denken in dieser oder jener Zeit obgewaltet und welchen Erklärungsarten man deshalb in den verschiedenen Epochen g. gewesen GWBN52,383,2 Üb:Neumann Ich weiß, daß er [der frz Naturforscher Cuvier] der neuen deutschen Methode bey Behandlung der organischen Natur nicht ganz g. ist GWBB19,458,4 Reinhard 16.11.07 Lassen Sie ja den Garten nicht weg, ich bin dem Local sehr g., es ist außer der Anmuth auch noch eine sehr gesunde Stelle GWBB12,38,19 Schiller 11.2.97 GWBB41,98,7 Benecke 27.7.26 GWBN10,15,6 Porphyrartig [1812] GWBB28,243,9 CWHufeland Jul 17 K GWBB48,99,4 Zelter 29.1.31 uö 3 förderlich, hilfreich a iS einer aktiv fördernden Unterstützung durch eigene Tätigkeit od (häufig) indirekte (gesellschaftliche, politische, geistige) Einflußnahme; insbes die Förderung von künstlerischen, wissenschaftl od geschäftl Vorhaben u Projekten sowie persönlichen Lebensverhältnissen betreffend; mehrf subst mit resultativer Komponente iS eines dem Geförderten zugute kommenden Vorteils (in Berührung mit Punkt 4) Auch die übrigen höchsten theilnehmenden [Fürsten-]Häuser haben durch bisherige g-e Mitwirkung gezeigt .. daß auch sie Erwartungen und Hoffnungen von dieser Unternehmung [Ilmenauer Bergbau] fassen GWB53,163,15 EröffnGewerkentag 1791 Dagegen hoff ich, daß Sie Ihr wissenschaftliches Thun und Lassen, das auf mein Wesen und Treiben so g-en Einfluß hat, nicht ganz hintan setzen werden GWBB31,55,12 Schultz 8.1.19 [betr die finanzielle Unterstützung von Herders Söhnen durch den Großherzog] Ich bitte daher, wenn Sie etwas g-es beschließen sollten, durch mich die Nachricht geben zu lassen GWBB15,57,24 CarlAug 12.4.00 GWBB17,134,17 Krause 18.5.04 K GWB20,200,4 Wv II 1 uö häufig attr zu ‘Beschluß, Entscheidung, Entschließung, Urteil, Erklärung, Einleitung, Vortrag, Antwort’ uä speziell iS einer befürwortenden bzw zustimmenden Stellungnahme (meist einer obrigkeitlichen Instanz), insbes zu Bittgesuchen um Anstellungen, Beförderungen, Vergünstigungen, Vorrechte uä; in der Korrespondenz aus dem Jahre 1825 gehäuft mBez auf G-s Gesuch um die Privilegien für seine Ausg.l.H.; gelegentl abgeblaßt bei Zusagen auf eine Anfrage, Einladung uä Durch vermittelnde Gefälligkeit des HE. Grafen Beust Excellenz sind mir schon einige g-e Erklärungen wegen gebetener Privilegien [für die Ausg.l.H.] Ertheilung zugekommen GWBB39,343,3 Beust 23.4.25 K [betr Privileg für die Ausg.l.H.] indem .. in der achten Sitzung der hohen Bundesversammlung [der dt Bundestag in Frankf] .. ein g-er Vortrag eingeleitet worden, welcher denn auch eine allgemein beyfällige Zustimmung erhalten hat GWBB40,46,3 Gentz 11.9.25 [betr Anstellung von G-s Sekretär Kräuter als Akzessist an der Weimarer Bibliothek mit entsprechender Besoldung] Ew. Exzell. Haben mich, durch die so baldige als g-e Einleitung des vorliegenden Geschäftes, abermals zu lebhaftem Danck verpflichtet GWBB25,91,2 Voigt 23.11.14 GWBB47,183,11 Grüner 15.8.30 K GWBB21,31,5 Meyer 11.8.09 GWBB39,85,17 DtBundestag [11.]1.25 GWBB16,194,8 Zelter 10.3.03 uö b iS einer (passiv) fördernden Einwirkung: der Erreichung eines Zieles, Verwirklichung eines Vorhabens, dem Fortschritt in einer wissenschaftl Disziplin od Kunstgattung, der Entwicklung einer Persönlichkeit uä förderlich, dienlich (iGz hinderlich), die Voraussetzung dafür schaffend (nur präd mit Dat); mehrf im Hinblick auf die Vollendung der eigenen dichterischen Werke Freylich ist die Zeit diesem Studium [der Chemie] g-er, als irgend eine war. Das früher, mit großer Anstrengung, geöffnete Feld ist nun gereinigt und zeigt eine Aussicht ins Unendliche GWBB22,373,16 FAGEnde 23.4.12 K Diesen [geognostischen] Ansichten [im Flözbergbau] war die Wernerische Lehre [als Vertreter des Neptunismus] g., und ich hielt mich zu derselben GWBN9,259,11 VerschBekenntn [1829] [G arbeitete an der Endfassung seiner autobiograph Prosaskizze ‘Das Sankt Rochus-Fest zu Bingen’] Die große Ruhe und Abgeschiedenheit, in der man hier [in Bad Tennstedt] lebt, ist solchen Arbeiten sehr g. GWBB27,133,20 August 5.8.16 Prenzlau .. Diese kleine Stadt, wo .. wenig für die Kunst zu thun war, konnte der fernern Entwicklung der Fähigkeiten des jungen Künstlers [PhHackert] eben nicht sonderlich g. sein GWB46,110,17 Hackert GWBB45,21,9 Soret 11.10.28 GWBB24,26,20 Knebel 4.11.13 GWBB15,200,20 Schiller 18.3.01 GWB27,215,12 DuW 8 GWB36,76,10 TuJ 1812 uö 4 vorteilhaft (öfter mit persönl Dat bzw mit der Präp ‘für’) a jdm od etw (zB einer Entwicklung, einer (Lebens-)Situation, einem Projekt, Plan uä) zum Vorteil gereichend, einen Gewinn bringend; gelegentl abgeblaßt auch iSv (für jdn od eine Sache) positiv, zufriedenstellend; in einem weiten Gebrauchsspektrum sehr häufig attr zu ‘Umstände, Verhältnis(se), Wendung(en), Bedingung(en), Wirkung(en)’ uä; gelegentl auch präd ‘g. sein, scheinen’ bzw adv ‘g. wirken, zusammentreffen, vorschreiten’; vereinzelt ‘auf das/zum g-ste(n) (auslegen, gelingen)’ Im Reich der Natur waltet Bewegung und That .. Bewegung ist ewig und tritt bei jeder g-en Bedingung unwiderstehlich in die Erscheinung GWBN11,144,19 MuR(423) [mBez auf den Prozeß der Metamorphose] das ewig lockere Leben .. woraus die Möglichkeit hervorgeht, daß die Pflanzen sowohl in den g-sten als ungünstigsten Umständen sich entwickeln GWBN6,277,3 MetamPfl Wirkg 1830 [betr die definitive Anstellung CEFWellers bei der Jenaer Universitätsbibliothek] Verpflichtet für die dem vorliegenden Geschäft verliehene g-e Wendung habe die Ehre mich .. vertrauend zu unterzeichnen GWBB46,218,10 Schweitzer 21.1.30 K Es ist sehr sonderbar daß meine Lage, die im allgemeinen genommen nicht g-er sein könnte, mit meiner Natur so sehr im Widerstreite steht GWBB14,31,25 Schiller 6.3.99 GWBB44,8,14 FHMüller 27.2.28 K GWBB46,212,24 Adele Schopenhauer 16.1.30 GWBB39,253,13 Beust 22.7.25 GWB24,365,22 Wj II 7 uö einmal konkr ‘nicht g. springen’ im geol Kontext: mBez auf die mangelnde Spaltbarkeit des Quarzgesteins u die dadurch bedingte erschwerte Abtrennung des darin eingeschlossenen ‘wohl ausgebildeten’ Andalusitkristalls GWBB40,280,19 Leonhard 3.2.26 mehrf subst ‘ein, etwas, viel, nichts G-(st)es’, ‘das, alles G-e’; wiederholt ‘Alles G-e’ als (prägnante) Briefschlußformel Weil aber die Einsamkeit .. jederzeit für mich etwas sehr G-es hatte .. so schrieb ich an meinem Egmont fort GWB29,182,16 DuW 20 [in G-s Polemik gegen die Anhänger von Newtons Methode in seiner Spektralanalyse des Lichts] daß man nicht allein alles einer solchen Vorstellungsart G-e mit Leidenschaft festhält .. sondern auch das auffallend Entgegengesetzte zu seinen Gunsten auslegt GWBN4,41,16 FlH VI Alles Gute und G-e. In treuester Gesinnung .. J. W. v. Goethe GWBB42,247,7 Sömmerring 7.7.27 GWB20,119,25 Wv I 10 GWBB25,137,10 Cramer 8.1.15 K uö mBez auf kommerzielle Angelegenheiten mit der Bedeutungsnuance: einträglich, profitabel, subst ‘etwas G-es’ auch iSv etwas Preiswertes; insbes Verlagsofferten sowie den An- u Verkauf von Auktionsobjekten betreffend (selten) Mögen Sie mich .. mit der Nachricht erfreuen .. ob die Kupferstichauction g. für uns ausgefallen GWBB33,24,3 JFHSchlosser 10.5.20 K GWBB28,245,15 Cotta 6.9.17 GWBB29,45,7 Weigel 10.2.18 K uö als stehendes Beiwort zu ‘Wetter, Witterung, Klima, Jahreszeit, Himmel, Lüfte’ (iGz widrig); in präd Verwendung zT (in Berührung mit Punkt 3) mit dem Nebensinn von: förderlich, gedeihlich; die Vbdgn ‘g-e(r) Wind(e)’ mehrf (in bildhaften Vergleichen) übertragen auf begünstigte Lebensumstände, privilegierte Verhältnisse uä Seit fünf Wochen ist mir alles gelungen, das g-ste Wetter, der Genuß eines .. Frühlings GWBB33,47,1 Boisserée 26.5.20 Ich freue mich daß dieser Winter überhaupt Ihnen g. war, da er sich so schlecht gegen mich betrug GWBB14,29,5 Schiller 3.3.99 Glänzen sah ich das Meer, und blinken die liebliche Welle | Frisch mit g-em Wind zogen die Segel dahin GWB1,329 Vs 424 VenEpigr 96 ich bin wirklich, mitten im Continent, einem Schiffenden ähnlich, der bald von g-en Winden befördert, von Windstille gefesselt, von widerwärtigen retardirt, wo nicht gar verschlagen wird GWBB47,143,17 Willemer uFr 10.7.30 GWBB13,104,17 Christiane 30.3.98 GWBTgb 14.12.29 GWBIph2 420 GWB21,247,26 Lj III 2 uö b Vorzüge, Verdienste habend bzw zur Geltung bringend, sowohl hinsichtlich Charakter, Talent, Leistung u äußere Erscheinung einer Person als auch die Qualität eines Kunstwerks od Materials, einer Darstellung, eine begünstigte Lage uä betreffend; mehrf attr u präd zu ‘Zeugnis, Begriff, Eindruck, Schilderung, Anblick’ uä sowie adv idVbdgn ‘g. beurteilen, beschauen, schildern, darstellen, einführen, abspiegeln, aufstellen’ uä, vereinzelt ‘zum g-sten erscheinen’; wiederholt die Vbdg ‘g-es Vorurteil’ iS einer (unverdienten) Favorisierung Als Sie .. aus Italien zurückkehrten, faßte ich sogleich einen g-en Begriff von Ihrer Persönlichkeit und Kenntnissen GWBB32,198,4 Riemer 19.3.20 K [Empfehlungsschreiben für den 5. Sohn von Charlotte u JChKestner für dessen Niederlassung als Arzt in Frankf] der Doctor medicinae Kestner .. habe ich zweckgemäßer gefunden von seinen ehemaligen Lehrern glaubwürdige Zeugnisse zu erbitten, welche g. genug für ihn lauten GWBB16,352,18 WCLMoors 23.11.03 K Endlich gelangte denn das Gespräch zu den Verdiensten des Bräutigams, man schilderte ihn g. genug, wollte sich aber seine Mängel nicht verbergen GWB32,127,9 ItR Wenn wir irgend einen bedeutenden Reisenden auswärtigen Gönnern und Freunden zu empfehlen gedenken, so drückt man zuerst die Eigenschaften aus, die ihn g. einführen GWBB34,126,15 Knebel 14.2.21 eine Vase aus graugestreiftem Alabaster .. Der Stein, was seine Farbe betrifft, ist nicht g., aber seiner Materie nach desto mehr GWBB12,276,8 Schiller 30.8.97 GWB412,131,13 Üb:Salvandy,DonAlonzo GWB492,39,5 Igeler Monument GWBB16,366,18 Schelling 29.11.03 GWBN9,300,17 NatH uMorphH [für: most favorable] GWB46,206,12 Hackert TgbKnight uö die Vbdgn ‘g-e Beleuchtung, g-es (Himmels-)Licht’ mehrf speziell iS einer vorteilhaften, ‘glücklichen’ Beleuchtung von Kunstwerken bzw ihren Gegenständen (mBez auf deren gesteigerte ästhetische Wirkung durch den adäquaten Lichteinfall), vereinzelt auch für die Art des Beleuchtens bei (ent-) optischen Versuchen; einmal die Vbdg ‘g-e Ränder’ für die die Farbenentstehung begünstigenden Säume des prismatischen Bildes; die verbalen Vbdgn ‘in einem g-en Licht zeigen, darstellen, erscheinen’, ‘in ein g-es Licht setzen’, ‘ein g-es Licht werfen’, ‘mit g-en Farben schildern’ auch übertragen auf geistige Phänomene iS einer vorteilhaften, positiven Bewertung Dieselbigen Fenster .. gaben .. ein vortreffliches Licht zu Beschauung mahlerischer Kunstwerke. Soeben hatte Kniep verschiedene Aquarellzeichnungen .. eingesendet, die nunmehr bei dem g-sten Licht allen Theilnehmenden zu Freude und Bewunderung gereichten GWB32,320,12 ItR Nun ergriff ich bey unserer letzten Ausstellung [in der Gemäldegalerie in Weimar] die Gelegenheit sie [Gemälde des Adressaten] in ein g-es Licht zu setzen, wo sie denn auch von Hof und Publicum mit Antheil betrachtet wurden GWBB38,261,4 Carus 2.10.24 Shakespeare .. vorzügliche Männer beschäftigten sich, seine Geistesgaben im g-sten Lichte zu zeigen GWB28,71,28 DuW 11 tadelten mich gesetzte Männer, daß ich das Faustrecht [im Drama ‘Götz von Berlichingen’] mit zu g-en Farben geschildert habe GWB28,205,3 DuW 13 GWB32,320,27 ItR GWBN51,309,4 u 311,5 Entopt Farb 401820 GWBN52,348,23 Üb:Gren GWBB36,399,6 Boisserée [Okt 22?] K GWBB35,270,10 JGLenz 18.2.22 uö c für jdn od etw geeignet, jds Vorstellungen, Bedürfnissen uä gemäß (sein) bzw gelegen kommend, einem Projekt od einer Situation angemessen Sie [die Griechen u Römer in der Antike] waren ganz nahe zu der Eintheilung [der Farben] gelangt, die auch wir als die g-ste angesehen haben GWBN3,116,15 FlH II Nun werde gern .. das Möglichste zu seiner [Gf Sternbergs] Unterhaltung beytragen .. Das von Wien angekündigte Werk [2. Heft von Johann Baptist Emanuel “Pohl’s Bekanntmachung seiner Pflanzenausbeute in Brasilien”] reicht gewiß einen g-en Stoff dar GWBB42,210,17 CarlAug 7.6.27 K Gegenwärtig senden wir ein .. artiges, gutes Kind [die Malerin Louise Seidler] nach München, um dort, als am g-sten Orte, ihr Künstler-Talent auszubilden GWBB28,161,9 Jacobi 3.7.17 GWBB19,448,20 Schmaling 2.11.07 K GWBB29,303,23 Voigt 4.10.18 GWBA(N13, 338,5) Promem 22.11.12 GWBB44,4,17 Sternbg 2.3.28 uö sehr häufig iVbdg mit zeitlichen Begriffen wie ‘Augenblick, Zeitpunkt, Zeit(en), Tag, Stunde, Gelegenheit’ uä mit punktueller Komponente iSv genau passend, richtig, opportun; mehrf superl Gerade diese Gedichte sind es, welche Wielands Ruhm am meisten verbreiteten .. denn alle diese Werke traten wirklich zur rechten und g-en Zeit hervor GWB36,325,13 Zu brüderlAndenkWielands 1813 Noch nie ist ein Zeitpunkt g-er gewesen als der gegenwärtige [für die Trennung des Schauspiels von der Oper] GWBB20,260,28 Voigt 9.12.08 Ihre Mitwirkung [bei der Auswahl u Anschaffung von Kunstobjekten] zu erbitten, hoffe nächstens g-e Gelegenheit GWBB45,150,20 Meyer 6.2.29 so wird man sich nicht verwehren, jene kühne Frage nochmals aufzuwerfen, ob nicht jetzt der g-e Zeitpunct sei, an den Fortbau eines solchen Werks [des Kölner Doms] zu denken GWB341,83,10 KuARheinMain GWBB13,255,16 CarlAug [19.8.98] K GWBB22,53,10 Gentz [28.2.11] K GWBB40,127,3 Grolmann 14.11.25 K uö speziell die Vbdgn ‘g-er Gegenstand, g-es Sujet’ iZshg mit den kunsttheoretischen Erörterungen in der Phase der Klassik (um 1800) zur Wahl des adäquaten Gegenstandes eines Kunstwerks Denn es muß sich die Kunst ja fast schon erschöpfen, um einem ungünstigen Gegenstande dasjenige zu geben, was ein g-er schon mit sich bringt. Bei den echten Meistern wird man immer bemerken, daß sie da, wo sie völlig freie Hand hatten, jederzeit g-e Gegenstände wählten und sie mit glücklichem Geiste ausführten GWB341,438, 5u8 ReiseSchweiz 1797 [G/Eckerm] Er [der gewählte Gegenstand] sollte für Mahler und Bildhauer gleich g. sein, damit beiderlei Künstler bei der Concurrenz gleiche Vortheile genössen GWB48,5,9 Preisaufg 1799 [Meyer/G] [betr Darstellung der Anbetung der Heiligen Drei Könige in der Malerei] Vergebens durchsucht man Geschichte, Fabel, Überlieferung und Legende, um einen gleich g-en, reichen, gemüthlichen und anmuthigen Gegenstand auszufinden, als den der sich hier darbietet GWB341,177,8 KuARhein Main GWB48,65,15 u 68,16 Kunstausstellg 1803 GWB491,15,7u12 Anz:KuARheinMain GWBB13,288,10 Dannecker 7.10.98 K uö 5 selten: jdm zusagend, angenehm (von Eindrücken, Erfahrungen) [von der Rhein-Main-Reise, aus Wiesbaden] Die Geschichte meiner Wanderungen theilt sich in zwey Epochen, eine g-e und eine Widerwärtige. Gute Wirckung des Bades, schönes Wetter, gemäße Thätigkeit .. dann kaltes Wetter, Carls Krankheit, worüber ich in Mismuth und Unthätigkeit verfiel GWBB26,42,4 Gfin Fritsch [17.?]7.15 Übrigens wünschen wir nichts mehr als Ihnen .. was unsere Gegend an Natur und Kunst G-es besitzt, vorzuzeigen GWBB26,347,21 Niebuhr 27.4.16 GWBB31,264,24 Schreibers 20.8.19 K uö Dorothea Weiss-Schäfer D.W.-S.