produktiv -c-, -f GWB29,154,18
, Großschr GWBN5
2,293,1
; subst ‘das P-e’ 1
schöpferisch, fruchtbar, (unbewußt) hervorbringend, schaffend (tätig) a
im Zshg natürlicher Prozesse, gelegentl mBez auf physiologische Abläufe sowie in Hinblick auf Naturgesetze; mehrf im wiss Versuch die Vorstellung..zu einer gewissen merkwürdig p-en Zeit des Erdballs sei, nachdem die Natur die..Thiere stufenweis hervorzubringen versucht, da und dort..die Menschenart..hervorgetreten GWB32,182,21 ItR daß die Natur ewig p., bis in's Innerste göttlich..und keinem Alter unterworfen ist GWBB23,58,17 Reinhard 13.8.12 [
an der Berberitze] Staubpuncte..gewöhnlich an den Blättern vorjähriger Zweige..Blätter und Triebe des laufenden Jahres sind selten auf diese abnorme Weise p. GWBN6,191,9 VerstäubgVerdunstgVertropfg Der Gesang ist völlig p. an sich. — Naturell des äußern und Genie des innern Sinnes werden durchaus gefordert GWBN11,289,2 Tonlehre Schema [1810] daß das Gewahrwerden großer p-er Naturmaximen uns..nöthigt, unsre Untersuchungen bis in's Allereinzelnste fortzusetzen GWBB49,164,17 Humboldt 1.12.31 K N6,350,23 Morph N5
1,115,19 FarbSchatt N11,290,8 Tonlehre Schema [1810]
uö subst, iS einer Anlage, eines Vermögens zur Fortpflanzung; im Bild [
im alchemistischen Experiment] Kieselstaub..der aber keineswegs irgend etwas P-es in seiner Natur spüren ließ, woran man hätte hoffen können diese jungfräuliche Erde in den Mutterstand übergehen zu sehen GWB27,207,22 DuW 8 b
im Zshg geistig-künstlerischer Tätigkeit α
in den Natur- u Geisteswiss; insbes bei erkenntnistheoret Betrachtungen, auch ‘p-e Anschauung’; einmal ‘das P-e’ für Produktivität; bezogen auf literar u künstlerische Werke auch zugl iSv konstruktiv, positiv; mehrf ‘p-e Kritik’ [
mBez auf Naturwissenschaftler] zweierlei Arten..Die ersten, genial, p. und gewaltsam, bringen eine Welt aus sich selbst hervor.. GWBN4,25,8 FlH VI Newt Merkwürdig ward mir..wie die alte Neigung zur Botanik..sich wieder leidenschaftlich entwickelte, ja ich darf sagen, p. erwies GWBB44,288,6 Kanzl Müller [26.8.28] Dr. Eckermann. Lebhafte Unterhaltung über die Schwierigkeit sich in Besitz des p-en Einfachen [
vgl s v ‘einfach’ 4b] zu setzen GWBT11,36,2 v 22.3.27 Es gibt eine zerstörende Kritik und eine p-e. Jene ist sehr leicht..Die p-e Kritik ist um ein gutes Theil schwerer; sie fragt: Was hat sich der Autor vorgesetzt?.. GWB41
1,345,18u26 Carmagnola N13,451,8 Ausz aus Schelling,Syst transzIdealism N11,271,27 Purkinje,Sehen subj 40,88,27 Üb dtTheat
uö β
in Kunst u Literatur; wiederholt ‘jdn p. machen’, vereinzelt ‘sich gegen etw p. verhalten’; auch mit Bezugsverschiebung: ‘p-e Momente/Stunden/Tage’, ‘p-er Abend’ Der große Reiz, den das Theater für jeden Zuschauer hat, zeigt sich auch darin, daß es so manchen p. zu machen scheint, der eigentlich dafür gar kein Talent hat GWB45,167,10 RamNeffeAnm Jenes Gedicht [
‘Amyntas’] ist..gemacht, seit der Zeit aber ist mein thätiges, p-es Ich, auf so manche..Weise, beschränkt worden, daß es noch nicht wieder hat zur Fassung kommen können GWBB12,366,18 Schiller 29.11.97 In Jena..bin ich immer ein glücklicher Mensch, weil ich keinem Raum, auf dieser Erde, so viel p-e Momente verdanke GWBB16,11,3 Schiller 19.1.02 ich habe einige sehr gute p-e Tage gehabt GWBB2,226,5 Knebel 13.1.75 49
1,339,24 Handzeichngn 36,91,9 TuJ 1815 Gespr(FfA II 12,660,6) Eckerm 11.3.28 36,166,24 TuJ 1820
uö öfter von geistig-seelischer Verfaßtheit, als Quelle kreativer Tätigkeit; wiederholt ‘p-es Talent’, ‘p-e Sinnlichkeit’, mehrf ‘p-e (Einbildungs-)Kraft’, auch ‘das P-e’ (iSv Gestaltungsdrang), vereinzelt ‘p-er Sinn, Trieb’ uä [
mBez auf FVLPlessing] er hatte..alle seine Kraft und Neigung..nach innen gewendet und sich auf diese Weise, da er in der Tiefe seines Lebens kein p-es Talent fand, so gut als zu Grunde gerichtet GWB33,222,26 Camp die Einbildungskraft, diese ist zuerst nachbildend..Sodann ist sie p., indem sie das Angefaßte belebt, entwickelt, erweitert, verwandelt GWBB34,136,22 Knebel 21.2.21 [
die Situation junger Schweizer Dichter betr] ausgerenkte Maximen, halb verstandene Gesetze und zersplitterte Lehren..Für den, der etwas P-es in sich fühlte, war es ein verzweiflungsvoller Zustand GWB27,81,3 DuW 7 42,230,24 Zelter 21.6.27 27,299,27 DuW 10 22,180,22 Lj V 7
uö γ
in unspezifischer Verwendung; subst, iS eines allgemeinen schöpferischen Potentials, kreativen Impulses; einmal ‘das ursprünglich P-e’ Vom eigentlich Productiven ist niemand Herr, und sie müssen es alle nur so gewähren lassen GWB42
2,131,18 MuR(200) B42,102,10 Zelter 29.3.27 2
ertragreich, ergiebig, auch: nutzbringend, gewinnträchtig, (positiv) fortwirkend; meist übertr auf abstrakte Zusammenhänge In Amerika haben sie [
die Engländer]..große Neger-Kolonien angelegt, die sehr p. sind und jährlich einen großen Ertrag an Schwarzen liefern GWBGespr(FfA II 12,361,36) Eckermann 1.9.29 [
über Freundschaft] Die wahre, die thätige, p-e besteht darin, daß wir gleichen Schritt im Leben halten..und daß wir so unverrückt zusammen fortgehen.. GWB41
2,164,18 Üb:LiterarKonversationsbl Mich freut es, wenn mehrere Fliegen mit Einer Klappe geschlagen werden, und wenn eine Wohlthat auf mannigfaltige Weise p. ist GWBB19,463,22 ChStein 1.12.07 Man sollte sich..sagen, daß alles zu vermeiden räthlich ist, was man sich nicht im Genuß aneignen oder p., sich selbst und andern zur Freude, bethätigen kann GWBB41,193,27 Zelter 11.10.26 29,173,10 DuW 20 Gespr(FfA II 12,679,27) Eckermann 23.10.28
uö produktiv-gründlich
zu ‘produktiv’ 1bα GWBB42,197,1 Nees 24.5.27
→ GWB
im- GWB
re- GWB
un- GWB
ästhetisch-p. GWB
musikalisch-p. GWB
praktisch-p. Syn GWB
fruchtbar zu 1
fruchtreich schöpferisch schöpfungsvoll zu 2 ergiebig ersprießlich förderlich fördersam fruchtbarlich gehaltreich gehaltvoll gewinnreich günstig nützlich segenreich reich reichhaltig wirksam Katherina MittendorfK.
M.