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Geschöpf

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Campe
Anchors
9 in 8 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Geschöpf Das

Bd. 2, Sp. 334b
Das Geschöpf, des — es, Mz. die — e, alles was man schafft, hervorbringt. Das Flügelpferd der Dichter ist ein Geschöpf der Einbildungskraft. I dieser weitern Bedeutung wird 2 Cor. 5, 17; Gal. 6, 15, auch die in der Wiedergeburt hervorgebrachte neue Fertigkeit ein neues Geschöpf genannt. — Dann, ein jedes Wesen, das von Gott sein Dasein empfangen hat. Die Geschöpfe Gottes. Lebendige, vernünftige, unvernünftige, leblose Geschöpfe. Oft wird es auch in Scherz oder Spott von Personen gebraucht, deren Beschaffenheit man nicht näher bezeichnen, oder von welchen man geringschätzig sprechen will, wo dann auch besonders das Verkleinungswort gebraucht wird. »Sie wissen ja, was die Mannspersonen für stolze Geschöpfe sind.« Weiße. Ein ungefälliges, grobes Geschöpf. Das Verkleinungswort wird jedoch im gemeinen Leben auch in gutem Verstande gebraucht, wenn man z. B. ein niedliches Mädchen ein niedliches Geschöpfchen nennt. »Er sieht uns für Geschöpfchen an, die aus keiner andern Absicht da sind, als den Männern ein Vergnügen zu machen.« Lessing. Oft wird es auch von den verächtlichsten Personen, in Verbindung mit verschiednen Beilegungswörtern gebraucht (Creatur). Ein verächtliches, abscheuliches, niederträchtiges  Geschöpf. Uneigentlich, eine Person, die das, was sie ist, lediglich durch einen Andern ward und die deßwegen von diesem abhangt, meist auch mit einem verächtlichen Nebenbegriffe (Creatur). »Er that es nicht aus Wohlwollen, sondern um dich zu seinem Geschöpfe zu machen.« C.
1502 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geschöpf

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Geschöpf , des -es, plur. die -e, von dem Zeitworte schöpfen, welches ehedem für schaffen üblich war. 1) Ein jedes W…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geschöpf

    Goethe-Wörterbuch

    Geschöpf NomSg auch -e, Kleinschr N13,214,24 . Rund 500 Belege gegenüber 70 ‘Kreatur’; meist bezogen auf das natürlich G…

  3. modern
    Dialekt
    Geschöpfn.

    Pfälzisches Wb.

    Ge-schöpf n. : ' Gestalt ', Geschepp [ ZW-Wintb WD-Niedkch RO-Feilbg KU-Hachb HB-Mimb SP-Dudhf ], G(e)schepf [ Don-Bulke…

  4. Sprichwörter
    Geschöpf

    Wander (Sprichwörter)

    Geschöpf Es ist ke lieblicher Geschöpf, as so e Hexli wos jung is.

  5. Spezial
    Geschöpf

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|schöpf n. (-[e]s,-e) creatöra (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geschoepf

19 Bildungen · 11 Erstglied · 4 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von geschoepf

ge- + schoepf

geschoepf leitet sich vom Lemma schoepf ab mit Präfix ge-.

geschoepf‑ als Erstglied (11 von 11)

geschöpfchen

DWB

geschoepf·chen

geschöpfchen , n. kleines geschöpf: dies geschöpfchen ( eichhörnchen ), eine nusz eröffnend. Göthe 55, 321 ; junges geschöpf: wenns auch so …

geschöpfede

FWB

1. ›weltbezogene Tätigkeit‹; als Spezialisierung mit hinzukommender Metonymie: ›letztwillige Verfügung‹.; 2. ›Schöpfung als Handlung Gottes,…

geschöpfen

FWB

1. ›etw. (Flüssiges) aus oder in etw. schöpfen‹; ütr. auch vom Eingießen der Seele in den Körper gebraucht; 2. ›etw. erschaffen (von Gott ge…

geschöpfer

DWB

geschöpfer , m. schöpfer: vor dem hochwirdigen sacrament als irem geschöpfer und trost bitten die zwen teglich und nächtlich. volksb. v. kai…

geschöpflein

DWB

geschoepf·lein

geschöpflein , n. wie geschöpfchen: die freude, die mir an allen diesen kleinen geschöpflein ( meinen kindern ) zu haben gegeben ist. Wielan…

geschöpflos

DWB

geschoepf·los

geschöpflos , adj. : die ewige einheit wohnet in dem geschöpflosen abgrund aller dinge. Brentano 5, 390 .

Geschöpfnis

PfWB

geschoepf·nis

 Ge-schöpfnis n. : ' Erschaffung '. a. 1407: kummen zu dem ewigen leben do uß wir von gots geschöppniße kommen sin [J. G. Lehmann, DiplomGe…

Geschöpfsast

GWB

geschoepf·s·ast

Geschöpfsast in Anlehnung an die Vorstellung eines Stammbaums: Pl für die untereinander in Beziehung stehenden Untergliederungen der Schöpfu…

geschöpft

FWB

1. ›von Menschen gesetzte Ordnung‹; wohl auch: ›Gedanken, Betreiben, Sinnen und Trachten des Menschen‹.; 2. ›Schöpfung, Schaffung der Welt, …

geschoepf als Zweitglied (4 von 4)

Mißgeschöpf

Adelung

miss·geschoepf

Das Mißgeschöpf , des -es, plur. die -e, ein gutes im Hochdeutschen aber seltenes Wort, ein von der gewöhnlichen Gestalt abweichendes Geschö…

mitgeschöpf

DWB

mit·geschoepf

mitgeschöpf , n. was mit einem gemeinschaftlich erschaffen ist, mensch oder thier: wohlwollen und liebe für eines unserer mitgeschöpfe ... z…

nebengeschöpf

DWB

neben·geschoepf

nebengeschöpf , n. mitgeschöpf, mitmensch: wenn ich das glück meiner nebengeschöpfe befördern kann. Wieland 1, 169 ; eines deiner nebengesch…

wundergeschöpf

DWB

wunder·geschoepf

wundergeschöpf , n. , in vielfältiger anwendung. 1) von auszerordentlichen, staunenswerten bildungen im bereich der ( göttlichen ) schöpfung…

Ableitungen von geschoepf (4 von 4)

geschöpfe

DWB

geschöpfe , f. wie die schephe ( Ottokars reimchr. 12700 fg. Seemüller ), die schicksalsgöttin, die das loos des menschen schafft, vgl. myth…

Mißgeschöpf

Adelung

Das Mißgeschöpf , des -es, plur. die -e, ein gutes im Hochdeutschen aber seltenes Wort, ein von der gewöhnlichen Gestalt abweichendes Geschö…

ungeschöpf

DWB

ungeschöpf , n. , individuelle bildung Göthes, ungezieferliches ( s. un iv b ): rohr und binse, molch und salamander, ungeschöpfe tilgt sie …

Urgeschöpf

GWB

Urgeschöpf [bisher nicht publizierter Wortartikel]