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gedeihen

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 10 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
38
Verweise raus
62

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

gedeihen

gedeihen

gedeihen Vb. ‘wachsen und zunehmen, sich gut entwickeln’, ahd. githīhan (10. Jh.), mhd. gedīhen ‘geraten, Fortschritte machen’, aengl. geþēon, mnd. gedīen, mnl. ghedīen, nl. gedijen, got. gaþeihan sind Präfixbildungen zu einem (im Nhd. untergegangenen) Simplex ahd. thīhan (8. Jh.), mhd. dīhen ‘wachsen, geraten, Fortschritte machen’, asächs. thīhan, aengl. þēon, mnd. mnl. dīen, nl. dijen, afries. thīgia, got. þeihan. Die Verben schließen sich an die Wurzel ie. *tenk- ‘(sich) zusammenziehen, fest, dicht werden’ an, zu der auch verwandtes dicht (s. d.) gehört. Der n-Ausfall im Germ. (ursprünglich germ. *þinhan, *þenhan) hat zu Ersatzdehnung des Stammsilbenvokals geführt; vgl. noch den Plur. Prät. aengl. þungon sowie das Part. Prät. aengl. geþungen. Auf grammatischen Wechsel von h und g weist (wie die genannten aengl. Formen) auch das Part. Prät. ahd. githigan, mhd. gedigen, das heute noch in dem isolierten gediegen Part.adj. ‘rein, echt, dauerhaft, solide’ weiterlebt (ahd. githigan ‘bejahrt, vollkommen, ernst’, 9. Jh., mhd. gedigen ‘reif, gehaltvoll’), während das h im Part. Prät. nhd. gediehen durch Ausgleich mit dem Präsens eingetreten ist. – Gedeih m. ‘das Gedeihen’ (15. Jh.), nur noch in der Wendung auf Gedeih und Verderb(en) ‘unter allen Umständen, bedingungslos’, wohl aus nordd. Rechtssprache, vgl. mnd. gedy und verderf. Gedeihlichkeit f. (Anfang 17. Jh.), später bezeugtes gedeihlich Adj. ‘ersprießlich, fördernd’ voraussetzend.
1454 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gedeihen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Das Gedeihen , des -s, plur. car. der Infinitiv des vorigen Zeitwortes, als ein Hauptwort gebraucht, die Zunahme, der Wa…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gedeihen

    Goethe-Wörterbuch

    gedeihen in Br u Schr der Frühzeit auch -ey(h)-, Zusammenschr Inf ‘wohlgedeihn’ B33,387,14 . Von rund 370 Belegen 68 mal…

  3. modern
    Dialekt
    gedeihenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ge-deihen st. : wie schd., gedeihe (gədaiə) [verbr.]; vgl. geraten , (sich) machen. Subst.: Gedeihe, Gedeihes. Ich drink…

  4. Sprichwörter
    Gedeihen

    Wander (Sprichwörter)

    Gedeihen 1. Es gedeiht nicht jeder Hühnerschmaus. 2. Gedeyet einer, so gedeyet er einem gantzen Geschlecht, verdirbt er,…

  5. Spezial
    gedeihen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ge|dei|hen (gedieh, gediehen ) vb.intr. 1 (wachsen) crësce (crësc, chersciü) 2 (reifen) madorí (-rësc) 3 (gelingen) gara…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gedeihen

4 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gedeihen

ge- + deihen

gedeihen leitet sich vom Lemma deihen ab mit Präfix ge-.

gedeihen als Zweitglied (3 von 3)

angedeihen

DWB

ange·deihen

angedeihen , proficere, gelangen, zu theil werden: das wird mir noch angedeihen, eine tracht schläge soll ihm schon angedeihen, urspr. an ih…

Rechtgedeihen

DRW

recht·gedeihen

Rechtgedeihen, n. zu gedeihen (III) Gericht stehets einem jeden frei ..., ob er sich an einem rath ..., ehe und zuvor sie ans rechtgedeien b…

Ableitungen von gedeihen (1 von 1)

ungedeihen

DWB

ungedeihen , verb. , nicht gedeihen Rädlein 977 b ; Krünitz 196, 238 . nicht zunehmen an fleisch, mager bleiben Höfler 95 a . sonst unüblich…