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Gediegen

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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13 in 13 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Gediegen adj, adv

Bd. 2, Sp. 250b
Gediegen, adj. u. adv. nach Ad. eigentlich das Mittelwort der vergangenen Zeit von gedeihen. Man bedient sich dieses Wortes für derb, dicht, rein, besonders im Bergbaue. Gediegenes Gold, Silber, Zinn, welches von der Natur in reiner Gestalt erzeugt ist; zum Unterschiede vom Erze, in welchem das Metall noch mit allerlei fremdartigen Theilen vermischt ist. I weiterer Bedeutung nennt man Geräthe, von gediegenem Golde oder Silber, die durchaus, ihrer ganzen Masse nach von reinem Golde und Silber, und welche nicht bloß vergoldet oder versilbert sind (massiv). So auch von andern Dingen, die durch und durch aus denselben Theilen bestehen und dabei derb, fest sind. — es schließt fünf einzelne Nägel Fest mit gediegenem Horne der Huf — Voß. — — und schnell — Harscht der Bach und im See heulet gediegner Frost. Ders. Uneigentlich. ◬ Rein, echt lauter, gehaltreich. »Des Mannes gediegenes Verdienst.« C. Wo jede That der Edlen lautres Gold, Gediegen jedes Wort, und wie im Feuer Geprüft der Ritter Brudertreue war. Blumauer. (Ih) Weiß, daß gediegne Weisheit aus euch redet. Schiller. »Ein gediegener Kopf,« welcher gediegene Kenntnisse, Grundsätze hat. Ungen. 2) ◬ Dauerhaft, fest. »Ein gediegener, eiserner Schlaf.« Kosegarten. »Gediegene Gesundheit.« Ders. So auch die Gediegenheit, besonders in uneigentlicher Bedeutung, für Reinheit, Gedrungenheit, Kräftigkeit  Die Gediegenheit seiner Schreibart. »Ire Rede sollte mehr Gediegenheit haben.« Jen. Lit. Zeitung.
1471 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gediegen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    ge-diegen part. s. gedigen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gediegen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Gediegen , adj. et adv. welches eigentlich das Mittelwort des Zeitwortes gedeihen nach einer härtern Aussprache ist, für…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gediegen

    Goethe-Wörterbuch

    gediegen abgekürzt ‘ged.’ N13,420,8 MinGeol Plp 1 von Metallen, bes Gold, Silber: rein, lauter, massiv, von Natur aus od…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gediegen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gediegen , Metall, das als Mineral mit andern Mineralien unvermischt und höchstens damit mechanisch verbunden ist.

  5. modern
    Dialekt
    Gediegen

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Gediegen Band 3, Spalte 3,1681

  6. Spezial
    gediegen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ge|die|gen adj. 1 (vornehm) nobl (-i, -a) 2 (gründlich, solide) solid (-ig, -a), a funz 3 ‹fig› (rechtschaffen) onest (-…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gediegen

3 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gediegen

ge- + diegen

gediegen leitet sich vom Lemma diegen ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gediegen 2 Komponenten

gedie+gen

gediegen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gediegen‑ als Erstglied (2 von 2)

gediegene

FWB

1. ›Dienerschaft, Dienstmannschaft‹.; 2. ›Untertanen, das einfache Volk, die Masse des Volkes‹.

gediegenheit

DWB

gediegen·heit

gediegenheit , f. subst. zu gediegen, bei Stieler 313 puritas, soliditas ( von metall ) und mansuetudo, comitas, humanitas ( zu gediegen 3, …

Ableitungen von gediegen (1 von 1)

ungediegen

DWB

ungediegen , adj. adv. , scheint schriftsprachlich wenig entwickelt, obwohl es durch ungediegenheit ( s. u. ) als gegentheil von gediegen 1 …