Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gediegen
gediegen , fest, tüchtig, trocken, geronnen u. ä. 1 1) es ist eigentlich das part. praet. zu gedeihen, urspr. mit kurzem vocal ( daher eben das -g), mhd. gedigen, ahd. gadigan, alts. githigan, s. unter gedeihen I, b. im 15. 16. jahrh. auch getigen (2, b. 4), das meint aber eigentlich tigen ( s. digen), d. h. mit t- für gd- nach sp. 1606 fg. mnd. gedegen, auch bei Luther, s. 3 , e. 6. 1@a a) daher als adj. und part. nebeneinander z. b. im 16. jahrh.: von verwesung der gedigenen erz, so ir akmi ( griech. ἀκμή , wol als alchymistisches kunstwort ) und volstendige kraft erreicht und dahin gediegen…