lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

gediegen

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
16
Verweise raus
20

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

gediegen

gediegen

gedeihen Vb. ‘wachsen und zunehmen, sich gut entwickeln’, ahd. githīhan (10. Jh.), mhd. gedīhen ‘geraten, Fortschritte machen’, aengl. geþēon, mnd. gedīen, mnl. ghedīen, nl. gedijen, got. gaþeihan sind Präfixbildungen zu einem (im Nhd. untergegangenen) Simplex ahd. thīhan (8. Jh.), mhd. dīhen ‘wachsen, geraten, Fortschritte machen’, asächs. thīhan, aengl. þēon, mnd. mnl. dīen, nl. dijen, afries. thīgia, got. þeihan. Die Verben schließen sich an die Wurzel ie. *tenk- ‘(sich) zusammenziehen, fest, dicht werden’ an, zu der auch verwandtes dicht (s. d.) gehört. Der n-Ausfall im Germ. (ursprünglich germ. *þinhan, *þenhan) hat zu Ersatzdehnung des Stammsilbenvokals geführt; vgl. noch den Plur. Prät. aengl. þungon sowie das Part. Prät. aengl. geþungen. Auf grammatischen Wechsel von h und g weist (wie die genannten aengl. Formen) auch das Part. Prät. ahd. githigan, mhd. gedigen, das heute noch in dem isolierten gediegen Part.adj. ‘rein, echt, dauerhaft, solide’ weiterlebt (ahd. githigan ‘bejahrt, vollkommen, ernst’, 9. Jh., mhd. gedigen ‘reif, gehaltvoll’), während das h im Part. Prät. nhd. gediehen durch Ausgleich mit dem Präsens eingetreten ist. – Gedeih m. ‘das Gedeihen’ (15. Jh.), nur noch in der Wendung auf Gedeih und Verderb(en) ‘unter allen Umständen, bedingungslos’, wohl aus nordd. Rechtssprache, vgl. mnd. gedy und verderf. Gedeihlichkeit f. (Anfang 17. Jh.), später bezeugtes gedeihlich Adj. ‘ersprießlich, fördernd’ voraussetzend.
1454 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gediegen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    ge-diegen part. s. gedigen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gediegen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Gediegen , adj. et adv. welches eigentlich das Mittelwort des Zeitwortes gedeihen nach einer härtern Aussprache ist, für…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gediegen

    Goethe-Wörterbuch

    gediegen abgekürzt ‘ged.’ N13,420,8 MinGeol Plp 1 von Metallen, bes Gold, Silber: rein, lauter, massiv, von Natur aus od…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gediegen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gediegen , Metall, das als Mineral mit andern Mineralien unvermischt und höchstens damit mechanisch verbunden ist.

  5. modern
    Dialekt
    Gediegen

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Gediegen Band 3, Spalte 3,1681

  6. Spezial
    gediegen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ge|die|gen adj. 1 (vornehm) nobl (-i, -a) 2 (gründlich, solide) solid (-ig, -a), a funz 3 ‹fig› (rechtschaffen) onest (-…

Verweisungsnetz

42 Knoten, 33 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 2 Kompositum 29 Sackgasse 11

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gediegen

3 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gediegen

ge- + diegen

gediegen leitet sich vom Lemma diegen ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gediegen 2 Komponenten

gedie+gen

gediegen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gediegen‑ als Erstglied (2 von 2)

gediegene

FWB

1. ›Dienerschaft, Dienstmannschaft‹.; 2. ›Untertanen, das einfache Volk, die Masse des Volkes‹.

gediegenheit

DWB

gediegen·heit

gediegenheit , f. subst. zu gediegen, bei Stieler 313 puritas, soliditas ( von metall ) und mansuetudo, comitas, humanitas ( zu gediegen 3, …

Ableitungen von gediegen (1 von 1)

ungediegen

DWB

ungediegen , adj. adv. , scheint schriftsprachlich wenig entwickelt, obwohl es durch ungediegenheit ( s. u. ) als gegentheil von gediegen 1 …