Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
gaffen
gaffen
gaffen Vb. ‘neugierig starren’, mhd. gaffen, mnd. nd. mnl. gāpen ‘den Mund (staunend) aufsperren, mit offenem Munde (voll Verwunderung) sehen’ (vgl. ahd. geffida ‘Betrachtung’, 10./11. Jh.), nl. gapen ‘den Mund aufmachen, gähnen, gaffen, klaffen’, anord. gapa ‘den Mund aufmachen, schreien’ (woraus engl. to gape ‘gähnen, starren, offenstehen’). Vgl. anord. gap ‘gähnende Öffnung, Schrei, Ruf’ und wohl hier anzuschließendes jappen, japsen ‘mit offenem Mund nach Luft schnappen’ (s. d.), mhd. kapfen ‘verwundert schauen’. Verwandtschaft mit griech. cháskein (χάσκειν) ‘gähnen, klaffen’ und der Wortgruppe von gähnen (s. d.) ist wahrscheinlich. – vergaffen Vb. reflexiv ‘sich verlieben’, spätmhd. vergaffen ‘sich in starres Anschauen verlieren’. Gaffer m. ‘neugieriger Zuschauer’ (Anfang 15. Jh.).