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Fluß

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Fluß

Bd. 6, Sp. 731
Fluß, ein größeres fließendes Gewässer, das durch die Vereinigung mehrerer Bäche entsteht und im weitern Verlauf entweder selbst zum Strom wird, oder sich in einen Strom oder See, auch ins offene Meer (Küstenfluß) ergießt, oder in regenlosen Gebieten sich im Wüstensande verliert (Steppenfluß). Die Ursprünge der Flüsse sind Quellen. Die Quellen (s. Quelle) befinden sich an den Abhängen oder am Fuß eines Gebirges, auch in der Ebene, auf dem Boden von Seen, in Sümpfen, kurz überall da, wo das im Boden angesammelte atmosphärische Wasser an die Oberfläche tritt. Zum Strom wird der F., wenn er nach der Aufnahme mehrerer andrer Flüsse eine bedeutende Breite und Tiefe erlangt und größere Flußschiffe trägt. In der Regel führen die Flüsse ihren Namen aufwärts bis zu derjenigen Quelle, die von der Mündung am weitesten entfernt ist; doch gibt es viele Ausnahmen von dieser Regel. So wird der Inn als Nebenfluß der Donau betrachtet, obgleich er am Einmündungspunkt einen längern Lauf hinter sich hat und eine größere Wassermenge führt als die Donau. Ähnlich verhält es sich bei Moldau und Elbe, bei Missouri und Mississippi. Zwei etwa gleichwertige Quellflüsse nehmen mitunter nach ihrer Vereinigung einen neuen Namen an (so Fulda und Werra, die Quellflüsse der Weser). Zuweilen wird der Hauptstrom durch einmündende Nebenflüsse aus seiner Richtung abgelenkt (so die Rhone durch die Saone). Die größern Flüsse oder Ströme mit ihren gesamten Neben- und Zuflüssen bilden Stromsysteme oder Flußnetze. Der Landstrich, aus dem einem F. das Wasser aller Quellen zugeführt wird, heißt das Fluß-o der Stromgebiet, derjenige Teil desselben, der die ihm zugehörigen Quellen in sich faßt, sein Quellenbezirk. Die folgende Tabelle gibt (z. T. nach Wichmann) Stromlänge und Stromgebiet für die bedeutendsten Ströme der Erde an, wobei aber betont werden muß, daß selbst für gut erforschte, in Kulturländern liegende Ströme die Angaben bedeutend schwanken. Nur wenige Länder sind so musterhaft durchmessen wie Württemberg (vgl. Regelmann, Flächeninhalt der Flußgebiete Württembergs, Stuttg. 1883). Die gegenseitige Grenze zweier Stromgebiete nennt man die Wasserscheide. Sie wird bald durch höhere Gebirgszüge, bald nur durch niedrige Hügelreihen und flache Bodenerhebungen gebildet, ja mitunter verläuft sie auf Hochplateaus oder in sumpfigem Tiefland fast unmerklich. Hier und da kommen auch natürliche Verbindungen zweier Fluß- und Stromgebiete, sogen. Gabelungen oder Gabelteilungen (Bifurkationen), vor. Die berühmteste Bifurkation ist die des Orinoko, der bei Esmeralda einen etwa 450 km langen Arm, den Cassiquiare, zum Rio Negro und durch diesen zum Amazonenstrom entsendet. 400@@break In Italien ist der Arno durch die Chiana mit dem Tiber verbunden. In Deutschland entsendet die Haase, ein Nebenfluß der Ems, einen Zweig, die Else, die dem Stromgebiet der Weser angehört. Es spielt sich ferner in Süddeutschland eine die mitteleuropische Wasserscheide durchbrechende Bifurkation der Donau ab. Zwischen Immendingen und Möhringen in Baden, hart an der württembergischen Grenze, versinkt in zerklüfteten Jurakalken ein Teil des Donauwassers, in trocknen Jahren das ganze Wasserquantum, um, wie Knop durch Versenken großer Kochsalzmassen nachgewiesen hat, in 11 km Entfernung 160 m tiefer als die Quelle der Aach, die dem Bodensee zufließt, also dem Stromgebiet des Rheins angehört, wieder zutage zu treten. Mitunter, und zwar besonders in Kalkgebirgen (z. B. in der Schwäbischen Alb und in Krain), verschwinden die Flüsse auf einer Strecke ihres Laufes (Flußschwinde); so hat die Reka, die bei Duino mündet, einen unterirdischen Lauf von 38 km Länge (s. Artikel und Tafel »Höhlen«). Berühmt ist die sogen. Perte du Rhone bei Bellegarde unterhalb Genf, wo der 68 m breite Strom, im Engpaß von Lécluse bis auf 5 m zusammengedrängt, sich in einen engen Felsentrichter stürzt und dann etwa 50 m lang in einem von steilen Höhen eingefaßten und von Felsblöcken überdeckten Kanal fließt; ebenso bekannt sind die im verschlossenen Arkadien (bei Orchomenos, am Pheneossee, am Stymphalischen See) in Gebirgsspalten (Katavothren) verschwindenden Flüsse, deren Wasser erst weit entfernt im sogen. offenen Arkadien in starken Quellen (Ladon, Alpheios) wieder zutage tritt. Im Oberlauf haben die Flüsse ein bedeutenderes Gefälle als weiter unten; die Uferränder sind meist hoch und steil, die Flußbetten selbst schmal und oft sehr tief (s. Tafel »Talbildungen I«, Fig. 1 u. 2, u. Tafel II). Eine eigentliche Talsohle ist noch nicht vorhanden, und oft stürzt sich der junge Strom als Gießbach von Fels zu Fels, zahlreiche Wasserfälle (s. d.) bildend. Der Mittellauf des Flusses beginnt bei seinem Eintritt in das niedere Hügelland, wo sich die Berge mehr und mehr von den Ufern des Flusses entfernen. Dem verringerten Gefälle des Flusses entspricht eine verminderte Geschwindigkeit, und diese hat zur Folge, daß der F. nicht mehr auf dem kürzesten Weg dahinfließt, sondern in dem nachgebenden, von ihm selbst und seinen Nebenflüssen angeschwemmten Boden je nach dem größern oder geringern Widerstand, den er bei seiner Fortbewegung findet, größere oder kleinere Windungen (mäandrische Krümmungen oder Serpentinen) macht (vgl. Tafel »Talbildungen I«, Fig. 4). Große Krümmungen schneidet der F. manchmal später selbst wieder ab, indem er sich im angeschwollenen Zustand durch eine Landenge Bahn bricht, die nahegelegene Stellen seines Laufes trennt. Auf diese Weise entstehen Sandbänke, Inseln, Werder und Auen, die gerade für den Mittellauf größerer ozeanischer Ströme charakteristisch sind und an die Stelle des alten Laufes der Flüsse (Altwasser) treten. Die Technik weiß durch Stromregulierungen, durch Anlage von Kanälen und Durchstichen, welche die Krümmungen abschneiden, sowie durch Uferbauten dem Flusse sein bestimmtes Bett anzuweisen und dadurch die Benutzung der Flüsse auch in ihrem Mittellauf für den Verkehr zu erleichtern (s. Wasserbau). Selten, und fast stets veranlaßt durch den geologischen Bau des Untergrundes, finden sich im Mittellauf Einschnürungen des Bettes (Stromengen), soz. B. am Rhein bei Bingen und auch wohl in den sogen. Durchbruchstälern (s. Täler). Wo der Wasserspiegel eines Flusses kaum oder nur noch um weniges höher liegt als der Meeresspiegel, beginnt sein Unterlauf, der sich oft mannigfach gabelt und verästelt, ehe er sich ins Meer ergießt. Durch die dem Mittel- und Unterlauf eines Flusses eigentümlichen Windungen wird der Lauf desselben oft bedeutend verlängert, so daß bei geringer direkter Entfernung der Mündung von der Quelle die ganze Flußlänge doch beträchlich sein kann. Das Verhältnis zwischen jener direkten Distanz und der wirklichen Flußlänge kann als Maß für die größere oder geringere Entwickelung eines Stromes dienen. Man hat auch wohl eine Seitwärtsverschiebung der Flußläufe und die Verschiedenheit in der Gestaltung des rechten und des linken Ufers auf die Rotation der Erde und auf die Einwirkung der herrschenden Winde zurückführen wollen; indessen sind diese Einflüsse, obwohl sicher vorhanden, doch von einer im ganzen nur geringen Bedeutung. Die Wassermenge eines Stromes hängt ab von der Anzahl und der Größe seiner Nebenflüsse, also von dem Umfang und den meteorologischen Verhältnissen seines Stromgebiets, mithin von der Menge der atmosphärischen Niederschläge auf diesem Gebiet und von dem Klima und der Bodenbeschaffenheit, welche die Verdunstung mehr oder weniger begünstigen. Der Wasserstand der Flüsse ist daher wechselnd, zumal wenn ihre Quellen in Gegenden liegen, wo periodische Regen stattfinden. Am bekanntesten ist das Steigen und Fallen des Nils; aber auch der Senegal und der Kongo in Afrika, der Ganges und Brahmaputra in Asien, der Orinoko in Südamerika bieten ähnliche Erscheinungen dar. Kommt ein Strom aus dem Hochgebirge, das die Schneelinie überragt, so wird er am wasserreichsten sein, wenn der Schnee und das Gletschereis des Hochgebirges recht im Tauen begriffen sind. Den Wasserstand der Flüsse geben die sogen. Pegel an, d. h. vertikal in denselben aufgerichtete Maßstäbe mit einer von einem willkürlich bestimmten tiefsten Punkt beginnenden Einteilung, die bessern mit einem selbstregistrierenden Schwimmer versehen. An manchen Strömen, wo man dergleichen Messungen schon seit langer Zeit vorgenommen, wird eine allmähliche (häufig durch Entwaldung größerer Landstriche innerhalb des Stromgebiets und dadurch hervorgerufene andre klimatische Verhältnisse bedingte) Abnahme der Wassermenge bemerkt, die z. B. beim Rhein von 1808–38: 21 cm, bei der Oder (bei Küstrin) von 1745–1835: 40 cm, bei der Elbe (bei Magdeburg) von 1730–1830: 55 cm betrug. Auch läßt sich in gewissen Perioden ein Steigen, in andern Lustren eine Abnahme der Wassermenge beobachten. Die Geschwindigkeit, mit der ein F. fließt, ist von der Größe des Gefälles und von der Wassermenge abhängig; dabei wirkt die innere Reibung und die Reibung des Wassers an den Wänden des Strombettes hemmend. Bei Hochwasser, also bei größerer Tiefe und Breite des Wassers, ist die Strömung starker als bei gewöhnlichem Wasserstand. In ein und demselben Profil des Flusses ist die größte Geschwindigkeit dort, wo die bedeutendste Tiefe liegt, und verlangsamt sich nach dem Ufer zu. In vertikaler Richtung liegt der Punkt der größten Geschwindigkeit, wenigstens in tiefen Strömen, etwas unter der Oberfläche. Die Linien gleicher Geschwindigkeit (Isotachen) verlaufen also innerhalb des Querprofils eines Flusses im allgemeinen den Konturen des Flußbettes parallel. Schiffbare Flüsse haben bei mäßiger Strömung eine mittlere Geschwindigkeit von 0,63–1,25 m, bei schneller Strömung von 1,25–3 m in der Sekunde. Je schneller ein F. fließt, desto tiefer schneidet er in den Boden ein, desto beträchtlicher ist also die Erosion oder Auswaschung, die er hervorruft. Der F. wirkt namentlich in seinem Oberlauf und auch wohl noch in dem Mittellauf erodierend. Vermöge seiner Geschwindigkeit führt er die abgelösten Gesteinsstücke, diese aneinander abreibend und glättend, zugleich mit dem feinern Schlamm mit sich fort. Erst da, wo bei dem Austritt aus dem Gebirge in die Ebene das Gefälle und damit die Geschwindigkeit und die Transportfähigkeit des Flusses geringer werden, setzen sich die Gerölle ab, zuerst die schweren, dann auch die leichtern. In seinem Mittel- und Unterlauf ist daher der F. bei geringerer Geschwindigkeit weniger erodierend als aufschüttend, absetzend, tätig; er erhöht hier durch Geröll- und Schlammablagerungen allmählich sein Bett, und aus den immer weiter fortgeschobenen Geröllen und den darüber abgelagerten feinern Sedimenten bildet sich nach und nach eine trockne Talsohle, in der sich das Wasser durch seine in der Mitte am stärksten treibende Strömung sein Rinnsal, seine Stromrinne, offen erhalten hat (s. Tafel »Talbildungen I«, Fig. 4). Je näher der Mündung, desto mehr verliert der F. an Geschwindigkeit und an Tragkraft; er ist zuletzt nur noch imstande, Sand und seinen Schlamm mit sich zu führen, den er vor seinem Mündungsgebiet ablagert (vgl. Delta). Wo der F. im Laufe der geologischen Perioden sein Bett immer tiefer in den Untergrund eingeschnitten hat, haben sich wohl auch stufenförmige, dem Flußlauf parallel verlaufende Geröllablagerungen (Flußterrassen, s. Hochgestade) gebildet, von denen die höchste im allgemeinen die älteste, die tiefste die jüngste ist. Das Flußwasser enthält in der Regel weniger chemische und mehr mechanische Beimengungen als das Quellwasser. Ost trüben sein zerteilte schlammige Bestandteile die Flüsse, z. B. die Alpenflüsse, und sie werden erst klar, wenn in einem See, den sie durchströmen, jene Massen zum Absatz gekommen sind. Auch nach starkem Regen färbt sich das mächtiger anschwellende und dadurch tragfähigere Flußwasser durch mechanische Beimengungen. Am reinsten sind aus gletscherlosen Urgebirgen kommende Gewässer, daher ihre klare, grünblaue Farbe. Die Menge der vom Flußwasser gelösten und suspendierten Stoffe ist z. T. überraschend groß. So enthält das Wasser der Elbe bei Lobositz nahe an der böhmisch-sächsischen Grenze im Kubikmeter an fester Substanz in Grammen: 400@@break Die geologische Bedeutung der Flüsse für die Denudation des Festlandes erhellt, wenn man die jährliche Wassermenge eines Flusses mit dem Gehalt an gelösten und suspendierten Stoffen vergleicht. Für die Elbe bei Lobositz beträgt die jährliche Wassermenge nach Haslacher 6179 Mill. cbm, und es entführt demnach die Elbe aus Böhmen jährlich 563,463,000 kg suspendierter und 641,380,000 kg gelöster Stoffe, zusammen 1,205,843,000 kg. Die von dem Mississippi dem Golf von Mexiko während eines Jahres zugeführten festen Bestandteile würden, als eine zusammenhängende Ablagerung gedacht, eine englische Quadratmeile etwa 80 m hoch bedecken (vgl. Delta). Die Reuß führt dem Vierwaldstätter See jährlich durchschnittlich 150,000 cbm Geschiebe zu; jedes Quadratkilometer ihres Flußgebietes verliert also jährlich 242 cbm Material, wodurch seine Oberfläche in 4 Jahren 1 Monat um 1 mm erniedrigt wird. Die Anzahl der Jahre, die zur Abtragung von 1 mm im ganzen Flußgebiet nötig ist, beträgt nach Guppy beim Jantsekiang 12,.., Huangho 4,6, Peiho 84,7, Ganges 7,9, La Plata 98,4, Mississippi 20,1, Rhone 5,1, bei der Donau 23, Themse 32,2 und beim Po 2,4, Zahlen, die geeignet sind, eine Vorstellung von der großen geologischen Bedeutung der Flüsse als denudierenden Faktoren zu geben. In militärischer Hinsicht ist der F. ein Hindernis für den, der ihn überschreiten will, und zwar häufiger durch die Beschaffenheit des Ufergeländes, des Flußbettes etc. als durch den Wasserlauf selbst hinderlich. Als deckendes Fronthindernis ist der F. benutzbar vor Verteidigungs- und Vorpostenstellungen und vom Angreifer alsdann nur unter großen Verlusten zu überschreiten. Ein starkes taktisches Hindernis bildet er, wenn er nur auf Brücken oder durch Furten überschreitbar ist, und beim Rückzuge kann er verhängnisvoll werden. Festungen gewinnen durch ihre Lage an Flüssen an Bedeutung. – Über die auf die Flüsse bezüglichen Rechtsverhältnisses. Wasserrecht und Flumen publicum.
14080 Zeichen · 125 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Flúß

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Flúß , des -sses, plur. die Flüsse, von dem Zeitworte fließen. 1. Der Zustand, da ein Körper fließet; ohne Plural. 1…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Fluß

    Goethe-Wörterbuch

    Fluß vereinzelt, bes in der Frühzeit, -s(s), Pl auch -ß- A konkret Fließendes 1 (größerer) natürlicher Wasserlauf; öfter…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fluß

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Fluß , Mineral, soviel wie dichter Flußspat; in der Medizin soviel wie Rheumatismus; über Weißen F. s. d.

  4. modern
    Dialekt
    Fluss

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Fluss [Flùs U. W. ] m. rheumatisches Leiden. Unter Fl. versteht der Bauer eine Krankheit, die man weder heilen kann noch…

  5. Sprichwörter
    Fluss

    Wander (Sprichwörter)

    Fluss 1. Alle Flüsse laufen ins Meer. – Simrock, 2574; Körte, 1460. Frz. : Les rivières retournent à la mer. ( Leroux, I…

  6. Spezial
    Fluss

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fluss m. (-es, Flüsse) 1 rü (rüs) m. 2 ega (eghes) f. 3 (Abfluss) deflus (-sc) m. 4 ‹fig› movimënt (-nc) m. 5 ‹fis› flus…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fluss

218 Bildungen · 157 Erstglied · 60 Zweitglied · 1 Ableitungen

fluss‑ als Erstglied (30 von 157)

flußab

GWB

flus·sab

flußab [ Dämon des Kriegs: ] Vom Berg in’s Land, f. an’s Meer | Verbreite dich, unüberwindlich Heer! 16,342 Epimen 168 Syn flußabwärts Brigi…

flußabwärts

GWB

fluss·abwaerts

flußabwärts Bingen .. Ein Kahn führte uns f. die Strömungen 34 1 ,44,16 Rochusf 33,297,28 BelagergMainz uö Syn flußab Brigitte Mattausch B. …

Flußansicht

GWB

fluss·ansicht

Flußansicht [ betr Darstellungen des Frankf Mainufers ] B38,137,20 Marianne [9.5.]24 Brigitte Mattausch B. M.

Flußanwohnend

Campe

fluss·anwohnend

◬ Flußanwohnend , adj . u. adv . an einem Flusse wohnend. Uneigentlich von Bäumen, an den Flüssen wachsend. — Flußanwohnende Weiden zugleich…

Flußanwohner

Campe

fluss·anwohner

○ Der Flußanwohner , des — s , d. Mz . w. d. Ez. der an einem Flusse wohnet. Die Flußanwohner sind der Gefahr bei Überschwemmungen am ersten…

Flußartig

Campe

fluss·artig

Flußartig , adj . u. adv . einem Flusse ähnlich, die Art eines Flusses habend. S. Fluß 1) (1). Ein flußartiger Zufall (catarrhalischer, rheu…

Flußartige

GWB

Flußartige für rheumat Erscheinungen 1) Ich bin recht wohl. Die Hitze schafft alles F. weg und treibt was Schärfe im Körper ist nach der Hau…

flußauf

GWB

flus·sauf

flußauf [ Karlsbad ] weiter f. [Fluß auf Var, flußaufwärts weitere Var ] der Schloßberg N9,23,27 JMüllerSammlg 1807 Syn flußaufwärts Brigitt…

flußaufwärts

GWB

flussauf·waerts

flußaufwärts 34 1 ,8,16 Rochusf N9,336 JMüllerSammlg 1807 Var Syn flußauf Brigitte Mattausch B. M.

Flußbad

Adelung

fluss·bad

Das Flußbad , des -es, plur. die -bäder. 1) Eine Anstalt bey einem Flusse, zum Baden. 2) Das Baden in einem Flusse zur Wiederherstellung der…

Flußbartfisch

Campe

fluss·bartfisch

Der Flußbartfisch , des — es, Mz. die — e , ein Flußfisch, der zum Karpfengeschlechte gehört und vier Bartfäden hat; auch schlechtweg der Ba…

Flußbett

Campe

fluss·bett

Das Flußbett , des — es, Mz. die — en , Ad. die — bette , das Bette, der tiefe Raum zwischen beiden Ufern, in welchem das Gewässer eines Flu…

Flussblȫni

Idiotikon

Flussblȫni Band 5, Spalte 245 Flussblȫni 5,245

Flußbörs

Adelung

fluss·boers

Der Flußbörs , des -es, plur. die -e, die gewöhnlichste Art Börse, welche sich in Flüssen aufhält, Perca fluviatilis L. zum Unterschiede von…

Flußbrassen

Campe

fluss·brassen

Der Flußbrassen , des — s , d. Mz . w. d. Ez. eine Art in den Flüssen lebender Brassen (Cyprinus brama L .).

Flußbüchse

Campe

fluss·buechse

Die Flußbüchse , Mz. die — n , bei der Probekunst, eine hölzerne Büchse mit genau schließendem Deckel, worin Weinstein, Salpeter und gekörnt…

Flusschugleⁿ

Idiotikon

Flusschugleⁿ Band 3, Spalte 189 Flusschugleⁿ 3,189

Flußdorn

Campe

fluss·dorn

Der Flußdorn , des — es, Mz. die — e , eine Art Schwimmschnecke (Nerites ), deren Schale wie mit Dornen besetzt ist; auch Klappenschnecke .

fluss als Zweitglied (30 von 60)

Überfluss

RDWB1

Überfluss m zu allem ~ idiom. - ко всему прочему, ко всему, вдобавок ко всему идиом. , в довершение всего идиом. , в довершение всех неприят…

Ábflúß

Adelung

Der Ábflúß , des -sses, plur. die -üsse. 1) Das Abfließen des Wassers; ohne Plural. Der Ab- und Zufluß des Meeres, die Ebbe und Fluth. 2) De…

Amethyst-Flúß

Adelung

amethyst·fluss

Der Amethyst-Flúß , des -sses, plur. die -Flüsse, ein Fluß, d. i. gefärbter Krystall, der dem Amethyst an Farbe gleicht, unechter Amethyst.

Ánflúß

Adelung

Der Ánflúß , des -sses, plur. die -flüsse. 1) Die Handlung des Anfließens; ohne Plural. Der Anfluß des Wassers, des Baches, des Stromes. 2) …

Āugenflúß

Adelung

augen·fluss

Der Āugenflúß , des -sses, plur. die -flüsse, ein Fluß an den Augen. Ingleichen, der Fluß wässeriger Säfte aus den Augen, welche eigentlich …

Āusflúß

Adelung

aus·fluss

Der Āusflúß , des -sses, plur. die -flüsse. 1) Der Zustand des Ausfließens, ohne Plural. Der Ausfluß eines Stromes. 2) Der Ort, wodurch ein …

Bauchflúß

Adelung

bauch·fluss

Der Bauchflúß , des -sses, plur. die -flüsse, eine Krankheit, da die Speise unverdauet fortgehet; ein hoher Grad des Durchfalles, oder Durch…

Bếrgflúß

Adelung

berg·fluss

Der Bếrgflúß , des -sses, plur. die -flüsse, ein Nahme, welchen besonders zwey mineralische Körper führen. 1) Ein undurchsichtiger, weißer, …

Berýll-Flúß

Adelung

beryll·fluss

Der Berýll-Flúß , des -sses, plur. von mehrern Arten, die -Flüsse, ein durchsichtiger Spath, welcher dem Berylle an Farbe gleichet, oder auc…

Blēyflúß

Adelung

bley·fluss

Der Blēyflúß , des -sses, plur. die -flüsse, in den Naturalien-Cabinetten, ein Bleyerz, welches krystallinisch angeschossen ist. S. Adelung …

Blūtflúß

Adelung

blut·fluss

Der Blūtflúß , des -sses, plur. von mehrern Arten, die -flüsse, ein jeder Fluß des Blutes, d. i. starkes Bluten aus einer bereits von der Na…

Brunne(n)fluss

Idiotikon

Brunne(n)fluss Band 1, Spalte 1217 Brunne(n)fluss 1,1217

Bërgfluss

Idiotikon

Bërgfluss Band 1, Spalte 1217 Bërgfluss 1,1217

Būchfluss

Idiotikon

Būchfluss Band 1, Spalte 1217 Būchfluss 1,1217

Dúrchfluß

Adelung

durch·fluss

Der Dúrchfluß , des -sses, plur. inus. der Fluß des Wassers durch einen Ort.

Einfluß

Pfeifer_etym

ein·fluss

Einfluß m. ‘Einwirkung, Geltung’. Das in der Mystik aufkommende mhd. īnvluʒ wird neuerdings als Übersetzung von mlat. influentia (zu lat. īn…

Eīterflúß

Adelung

eiter·fluss

Der Eīterflúß , des -sses, plur. die -flüsse. 1) Der Fluß des Eiters, ohne Plural. Den Eiterfluß befördern. 2) Der Ort, die Bäule, aus welch…

Êrbflúß

Adelung

erb·fluss

Der Êrbflúß , des -sses, plur. die -flüsse, in dem Bergbaue, ein Fluß, welcher das Gebirge und die in demselben befindlichen Gänge abschneid…

Gíchtflúß

Adelung

gicht·fluss

Der Gíchtflúß , des -sses, plur. inus. außer von mehrern Arten, die -flüsse, bey den Ärzten, diejenigen Flüsse, welche die Gelenke der Glied…

Glāsflúß

Adelung

glas·fluss

Der Glāsflúß , des -sses, plur. von mehrern Arten, die -flüsse, ein jeder Körper, durch dessen Zusatz ein anderer in Glas verwandelt, oder d…

Hárnflúß

Adelung

harn·fluss

Der Hárnflúß , des -sses, plur. die -flüsse, der Fluß oder Abgang des Urines wider Wissen und Willen, Diamnes, Diabetes; ein Zufall, welcher…

Hāuptflúß

Adelung

haupt·fluss

Der Hāuptflúß , des -sses, plur. die -flüsse. 1) Der vornehmste Fluß eines Landes; ingleichen ein wichtiger Fluß oder fließendes Wasser. 2) …

Hyacinthen-Flúß

Adelung

hyacinthe·n·fluss

Der Hyacinthen-Flúß , des -sses, plur. die -flüsse, ein unechter, nachgemachter Hyacinth. Ingleichen ein gemeiner Krystall, welcher dem Hyac…

L_s;berflúß

Adelung

Der L_s;berflúß , des -sses, plur. doch nur von mehrern Arten, die -flüsse, eine aus der Verstopfung der Leber herrührende Art des Bauchflus…

Lippe (Fluss)

Wander

lippe·fluss

Lippe (Fluss) Lippe (Fluss). 1. Es de Lippe 1 klar un 'et Su'erlant swar, dann folget guet Wiär snar (schnell). ( Iserlohn. ) – Firmenich, I…

Lëberfluss

Idiotikon

Lëberfluss Band 1, Spalte 1217 Lëberfluss 1,1217

Ableitungen von fluss (1 von 1)

Verflúß

Adelung

Der Verflúß , des -sses, plur. car. von dem Zeitworte verfließen, die Endigung einer bestimmten Zeit und ihrer Theile, wofür auch Verfließun…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „fluss". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fluss/meyers?formid=F03796
MLA
Cotta, Marcel. „fluss". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fluss/meyers?formid=F03796. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „fluss". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fluss/meyers?formid=F03796.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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