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floete

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
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20 in 13 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Flöte

Bd. 1, Sp. 1079
Flöte 1. Auf der Flöte gewonnen, auf der Trommel von dannen. 2. Besser mit der Flöte regieren, als des Vogtes Peitsche führen. 3. Die Flöte klingt süss, aber weit süsser eine freundliche Rede. 4. Flaüten da sitt huole Pipen, kü'ern1 es kain Gelt. (Iserlohn.) – Woeste, 68, 74; hochdeutsch bei Simrock, 2568. 1) Sprechen, schwatzen. (Vgl. Frommann, IV, 269, 10; V, 138, 24.) 5. Fleuten sünd hale (hohle) Pîpen. – Richey, 63; Schütze, I, 326; Frommann, V, 427, 460; Bueren, 465; für Rastede: Firmenich, III, 26, 1. Um zu sagen: Damit ist's nichts, das ist Wind. Holl.: Fluiten zijn holle pijpen. (Harrebomée, I, 193.) 6. Ja, Fleuten, Fleuten, sünd dat ôk Pîpen1. (Oldenburg.) – Firmenich, I, 232, 32. 1) Der Volkswitz nimmt Fleiten oder Fleuten als Mehrzahl von Fleit (Fleuth), Flöte, und fügt scherzhaft erklärend hinzu: sind hohle Röhren. (Vgl. Frommann, IV, 131, 62.) – Verspottender Zuruf beim Mislingen einer Sache. 7. Kannst du die Flöte blasen, so lass den Kindern ihre Pfennigpfeifen. 8. Was Flöte und Geige gewonnen, das holt der Teufel mit der Trommel. Frz.: Ce qui vient de la flûte retourne an tambour. (Lendroy, 762.) Dies französische Sprichwort hat nach Lendroy folgenden Ursprung. Mouret von Avignon war schon in einem Alter von 20 Jahren der ausgezeichnetste Flötenspieler seiner Zeit und dabei höchst liebenswürdig und einnehmend. Die Herzogin von Maine ernannte ihn daher zu ihrem Kapellmeister und kurze Zeit darauf zum Musikdirector am italienischen Theater mit einem Jahrgehalt von 5000 Livres. Mouret vergass sich aber eines Tags gegen die Herzogin so sehr, dass sie ihn sofort entliess und seine Stelle mit dem Sohne eines Trommelschlägers vom Regiment besetzte und ihm alle Einkünfte des Vorgängers liess. Als mehrere Personen das Unglück Mouret's beklagten, ohne den Grund davon zu wissen, bemerkte ein Witzling: »Was mit der Flöte kommt, geht mit der Trommel fort.« Dieser Ausspruch gefiel so, dass er in ein Sprichwort überging, um zu sagen, dass dasjenige, was auf eine verdächtige Weise erworben wird, kein Glück bringt. Holl.: Wat fluit en vedel vergaderen, wordt door de trommel weêr versmeerd. (Harrebomée, I, 192.) 9. Wer nicht Flöte blasen kann, muss Zither spielen. 10. Das ist eine alte Flöte. 11. Die deutsche Flöte spielen. – Wurzbach II, 336. So sagten im Mittelalter die Franzosen, um tüchtiges Zechen zu bezeichnen. Es war nämlich damals eine lange Art von Gläsern verbreitet, welche von den Franzosen Flöte genannt wurden. Die Deutschen erschienen nun als tüchtige Flötenspieler, da sie diese Flöten oft genug an den Mund setzten. Frz.: Boire comme un templier. – Jouer la flûte de l'Allemand. 12. Mit der Flöte regieren. Mild herrschen. – »In meinen Träumen«, sagt der Tatarenkhan Krim-Girai zu dem Gesandten Friedrich's des Grossen, Freiherrn von Goltz, »hab' ich oft die sanfte Flöte Euers Friedrich zu mir herüberschallen hören, und dann dacht' ich stets: das Abendland muss glücklich sein, wo die Könige mit der Flöte regieren können.« (Vgl. Krim-Girai von Th. Mundt, Berlin 1855.) 13. Seine Flöte stimmen. Seine Massregeln nehmen, sich anschicken, sich auf etwas gefasst machen. 14. Wie eine Flöte ohne Klappen. (Altgr.) Von geist- und herzlosen Menschen.
3226 Zeichen · 71 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Flöte

    Adelung (1793–1801) · +11 Parallelbelege

    1. Die Flöte , plur. die -n, ein Büschel Wolle, welchen die Kardätsche abnimmt, S. 2 Flethe.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Flöte

    Goethe-Wörterbuch

    Flöte überwiegend im dichterischen Werk a für die Schnabel- od Blockflöte, die ‘sanfte, süße F.’ (Flauto dolce), auch fü…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Flöte

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Flöte (ital. Flauto , franz. Flûte , engl. Flute ), eins der ältesten Holzblasinstrumente ohne Zungen (vgl. Blasinstrume…

  4. modern
    Dialekt
    Flöte

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Flöte [Flêt Str. ; Flét K. Z. Betschd. — Demin. Flêtali Heidolsh. ; Flétl Kindw. ] f. 1. Flöte, wie nhd. Str. K. Z. ‘Alt…

  5. Sprichwörter
    Flöte

    Wander (Sprichwörter)

    Flöte 1. Auf der Flöte gewonnen, auf der Trommel von dannen. 2. Besser mit der Flöte regieren, als des Vogtes Peitsche f…

  6. Spezial
    Flöte

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Flö|te f. (-,-n) 1 ‹mus› fabló (-los) m. 2 flaut (-uc) m. ▬ Flöte spielen soné le fabló.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit floete

167 Bildungen · 77 Erstglied · 88 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von floete 2 Komponenten

flo+ete

floete setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

floete‑ als Erstglied (30 von 77)

flöteln

PfWB

floet·eln

flöteln schw. : ' musizieren ', vgl. PfWB flöten . Uf Fließbabier fleetelt de Hans [ Glückstein 86].

flötena

LDWB1

floet·ena

flötena [flȫ·te·na] f .sg. 1 Gewimmel (von Menschen) n . 2 Eile f. , Hast f ., Hektik f ., Hastigkeit f ., Hetze f . ( → LDWB1 prescia). ▬ a…

flötenansatz

DWB

floeten·ansatz

flötenansatz , m. modus applicandi labiis tibiam: wir sagten ihm früher selber, er blase sein leben gern auf einer harm oder trauerflöte ab,…

Flötenarnöldchen

RhWB

Flöten-arnöldchen Köln n.: früher ein stadtköln. Original, das mit der Flöte bettelte; auch einer, der fast immer pfeift.

flötenbaum

DWB

floeten·baum

flötenbaum , m. philadelphus coronarius, pfeifenbaum, nnl. fluitenboom, wilder jasmin.

flötengehen

Pfeifer_etym

floeten·gehen

flötengehen Vb. ‘verlorengehen’; im Nd. seit dem 16. Jh. nachweisbar (s. unten), seit dem 18. Jh. in hd. Texten belegt. Die Herkunft ist ums…

flötengesang

DWB

floeten·gesang

flötengesang , m. wer wird von der liebegirrenden taube oder von der schmachtenden nachtigall den aufschwung des adlers oder den flötengesan…

flötenglas

DWB

floeten·glas

flötenglas , n. schmales champagnerglas: zweimal muste ich geschwind hintereinander die flötengläser reihe herum füllen, um dem tobenden sch…

Flötengöbbel(chen)

RhWB

Flöten-göbbel(chen) Köln n.: Wasserweck mit eingebackener tönerner Pfeife.

flötenhauch

DWB

floeten·hauch

flötenhauch , m. wie der nachhall eines flötenhauches. Tiedge elegien 1, 81 ; wenn ihr gesang wie junger west am rosenstrauche der harfe fol…

Flötenholz

RhWB

floeten·holz

Flöten-holz Aach , Eup , Mettm-Vohwinkel , Kemp-Süchteln Lobberich , Mörs-Rheinbg ; -tjəs- Klev , Rees n.: Weiden-, Ebereschen- u. Rosskasta…

flötenjubel

DWB2

floeten·jubel

flötenjubel m. (zu DWB2 1 ): 1832 Bechstein arabesken 44. ⟨v1945⟩ Kolmar w. (1955)67.

Flötenkäse

RhWB

floeten·kaese

Flöten-käse RhWBN (s. S.) -tə- Rip, Nfrk; -t- Kref , Kemp-Hüls ; -tjəs- Klev-Calcar m.: 1. Quarkkäse, mit Milch, Salz, Kümmel, Pfeffer; so b…

Flötenkerl

RhWB

floeten·kerl

Flöten-kerl m.: 1. Lumpensammler (der sich auf der Strasse durch Fl.blasen bemerkbar machte) Elbf , Rees . — 2. Lügner Heinsb-Saeffelen .

flötenklage

DWB

floeten·klage

flötenklage , f. die flötenklagen stiegen von dem festen grabe auf in das abendroth. J. P. Hesp. 3, 253; als die flötenklagen des blinden au…

flötenkonzert

DWB2

floeten·konzert

flötenkonzert n. (zu DWB2 1 ): 1752 Quantz flöte 251. 1972 Kempowski uns geht’s ja noch gold 282.

floete als Zweitglied (30 von 88)

Altflöte

Adelung

alt·floete

Die Altflöte , plur. die -n, eine Flöte, die den Alt bläset; zum Unterschiede von einer Discant-Tenor- und Baßflöte.

Bassếtt-Flöte

Adelung

bassett·floete

Die Bassếtt-Flöte , plur. die -n, in der Musik, eine Flöte, welche um eine Quinte niedriger ist, als eine Alt-Flöte, und unten ein Schloß ha…

Báßflöte

Adelung

bass·floete

Die Báßflöte , plur. die -n, eine Flöte, welche noch um eine Quinte niedriger ist als die Bassett-Flöte.

Blockflöte

Pfeifer_etym

block·floete

Block m. ‘Brocken, Klotz’ (Plur. Blöcke), ‘aus Teilen zusammengefügtes Ganzes’, vgl. Häuser-, Notizblock (Plur. Blöcke, Blocks), übertragen …

buchsflöte

DWB

buchs·floete

buchsflöte , f. tibia buxea: buchsflöuten oder schwäglen, multifori tibia buxi. Maaler 80 d .

discantflöte

DWB

discant·floete

discantflöte , f. eine quarte oder quinte niedriger als das flageolet, und eine quinte höher als die alt- und bassetflöte.

doppelflöte

DWB

doppel·floete

doppelflöte , f. 1 1. bei den alten zwei flöten die man in den mund steckte und wovon mit jeder hand eine gespielt ward. bildlich, das schma…

Feinflöte

Campe

fein·floete

○ Die Feinflöte , Mz. die — n , eine kleine Pfeife, womit man Vögel lockt, die Vogelpfeife (Flageolet ). Kinderling. S. C. Verdeutschungswör…

Ferkensflöte

RhWBN

ferken·s·floete

Ferkens-flöte f.: 1. a. Fl., Pfeife, womit der Schweinehändler auf dem Markte die Käufer anlockte Aach-Eschw , Jül . — b. Kinderflöte. — 2. …

Fingerflöte

RhWB

finger·floete

Finger-flöte -vlt MGladb-Rheind f.: einfaches Röhrchen, das unten mit einem Finger zugehalten wird.

Flachflöte

Adelung

flach·floete

Die Flachflöte , plur. die -n, eine Art Orgelpfeifen, mit breiten Labiis, und einem engen Aufschnitte, welche unten ein wenig zugespitzt sin…

geflöte

DWB

gef·loete

geflöte , n. fortgesetztes flöten: ein gefiedel, geflöte, geblase, gepauke. Engel 12, 246 ; der nachtigall geflöte. Gries ged. 1, 132 .

glasflöte

DWB

glas·floete

glasflöte , f. : fleute d'Allemagne nennen die Franzosen ein hohes und enges trinckglas, welches bey uns eine glasflöte oder ein baszglas he…

Ableitungen von floete (2 von 2)

geflöte

DWB

geflöte , n. fortgesetztes flöten: ein gefiedel, geflöte, geblase, gepauke. Engel 12, 246 ; der nachtigall geflöte. Gries ged. 1, 132 .

urflöte

DWB

urflöte , f. , ur- C 4 c: die amseln bliesen des herrgotts u. R. H. Bartsch bittersüsze liebesgesch. 279 . —