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Entstehen

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Adelung
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14 in 10 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Entstehen

Bd. 1, Sp. 1837
Entstehen, verb. irreg. neutr. (S. Stehen,) welches auf gedoppelte Art gebraucht wird. 1) Mit dem Hülfsworte seyn, seinen Anfang nehmen, in welchem Verstande es ein sehr allgemeiner Ausdruck ist, den Anfang des Daseyns einer jeden Sache auszudrucken, wenn Dinge zusammen kommen, wie sie vorher nicht beysammen waren. Es entstehet ein Gewitter. Die Wolken entstehen aus Dünsten. Es entstand eine heftige Feuersbrunst. Es entstand ein Gelächter, ein Geschrey, ein heftiger Wind. Daraus entstehet die Faulheit. Aus einem Irrthume entstehen viele andere. Daraus kann eine gefährliche Krankheit, ein großer Schaden, vieler Nutzen entstehen. Der daraus entstandene Schaden. Daher das Enstehen, denn die Entstehung ist in dieser Bedeutung nur in den Zusammensetzungen Entstehungsart, u. s. f. üblich. Stehen hat in dieser Zusammensetzung die allgemeinste Bedeutung des Seyns, ent aber des Anfanges. 2) Mit dem Hülfsworte haben, mangeln, fehlen, mit der dritten Endung der Person. Das kann mir nicht entstehen. Was entstehet dir? Ich werde die mit meinem Rathe nicht entstehen. In Entstehung des Rathes. Herr, meine Pflicht kann niemahls dir entstehen, Schleg. Im Hochdeutschen kommt es in dieser Bedeutung nur selten, und größten Theils nur im Infinitive vor; im Oberdeutschen ist es von einem größern Gebrauche. Das Glück hat allen entstanden. Es entstehet den Vätern an Hülfe. Ent hat hier die Bedeutung der Entfernung und figürlich der Beraubung. Mich duhte der sommer wolt entstan, Ulrich von Guotenberg, d. i. aufhören. Man sagte ehedem auch, sich einer Sache enstehen, sich derselben begeben, entschlagen. Si entstat so menger eren sich, der von Gliers. Notker gebraucht für entstehen, fehlen, entweren, entwerden, welches noch jetzt in Niedersachsen üblich ist.
1771 Zeichen · 34 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Entstehen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Entstehen , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Stehen ,) welches auf gedoppelte Art gebraucht wird. 1) Mit dem Hülfsworte s…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    entstehen

    Goethe-Wörterbuch

    entstehen knapp 2000 Belege; selten Prät -stund(en), zB AA117,20 Werth 1 II B(GOE-THE1,138) Lauhn 22.10.06 sowie Konjunk…

  3. modern
    Dialekt
    entstehenst.

    Pfälzisches Wb.

    ent-stehen st. : wie schd., enstihⁿ (ęnšdīⁿ) [KU-Kaulb, verbr.].

  4. Sprichwörter
    Entstehen

    Wander (Sprichwörter)

    Entstehen Bald entstanden, bald vergangen. – Gruter, III, 8; Lehmann, II, 49, 2.

  5. Spezial
    Entstehen, der Literaturn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Entstehen , n der Literatur зарождение , ср литературы

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit entstehen

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von entstehen

ent- + stehen

entstehen leitet sich vom Lemma stehen ab mit Präfix ent-.

Zerlegung von entstehen 2 Komponenten

ent+stehen

entstehen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — entstehen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „entstehen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/entstehen/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „entstehen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/entstehen/adelung. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „entstehen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/entstehen/adelung.
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