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EITEL

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

EITEL adj.

Bd. 7, Sp. 1186
EITEL adj.  (1) ahd. îtal, mhd. îtel. as. īdal, mnd. īdel; anfrk. īdil, mnl. idel, nnl. ijdel, ijl; afrs. īdel; ae. me. īdel, ne. idle. norw.n. schwed. idel sind aus dem mnd. entlehnt. für den von J. Grimm erwogenen anschluß an idg. *aidh- ‘brennen’ sprechen besonders die gr. r-bildungen αἰϑήρ ‘feurige luftregion, obere, reinere luft’ und ἰθαρός adj. ‘rein, heiter’. zu einer möglichen bedeutungsentwicklung zuleer’ über eitel 4 vgl. lauter adj.rein, ungetrübt’ und ‘nichts als’. (2) attributives mhd. îtel anstelle flektierter formen beruht in vielen fällen auf apokope nach -el, begegnet aber auch sonst, vor allem in bedeutung 4. jünger nhd. gilt die normale adjektivflexion. nur eitel 4 steht in der regel wie eine mengenbezeichnung unflektiert vor seinem zugehörigen substantiv. 1 leer. schon spätmhd. selten, seit anfang 16. jhs. nur noch in mundartnahen texten. noch heute mdal. wmd., vor allem lux. a von gefäßen und behältern, ohne inhalt; von gebäuden, räumen ländern u. dgl., menschenleer, öde, wüst; von stühlen u. ä., nicht besetzt; von büchern, nicht beschrieben: hs.A9.jh. danne quui dit: ih huuir fu in miin hūs danan ih uz fuor, enti quhoman fin dit ital hūs besmom ga cherit (Matth. 12,44) monsee fragments 7,14 H. 863/71 uf yrscrikta harto ther furisto ewarto, / sinan stual in alawar so liaz er italan thar Otfrid IV 19,44 E. ⟨u1230/50⟩ da vindes du dinen engel alze hant, / un vro stande bit einme idelen buͦch, / want du ne haddes der guden werke ingeine ruche, / die an deme buͦche solden geschriven stain lilie 12 DTM. 1514 in dem anfang beschuͦff gott hymel vnd erden, aber die erde was eytel vnd ler plenarium 114b. ⟨1739⟩ vom baßet verdirbt der beutel, / häuffeln macht den magen eitel t. arien 1,158 P. 1931 de sack as e[itel] rhein. wb. 2,100. 1950/4 ech hun en eidele mo (magen) lux. wb. 1,252b. b hungrig, nüchtern: 2.h12.jh. er sattete sele die itelen unde sele die hungerenten sattete er mit den guoten windb. psalter 2,205 K. ⟨1349/50⟩ witzig läut .. âzen und trunken fruo, daz der pœs luft den leib iht eitel fünd Konrad v. Megenberg b. d. natur 111 P. vgl. noch mdal. bair. und wmd. mir ist eitel (im magen) mir ist schlecht: 1955 Schatz tirol. mdaa. 1,145. 1969/75 pfälz. wb. 2,864. 2 übertragen, nichtig; heute weitgehend auf die höhere stilebene beschränkt. a in rein rationalem sinn. vergänglich, kraftlos; grundlos, trügerisch; nutzlos, unwirksam; meist auf abstraktes bezogen. α überwiegend attributiv und prädikativ: 863/71 thaz sin (Christi) tod ubar al ni wese in uns so idal Otfrid III 26,65 E.⟨u1170/80⟩ hs. 14.jh. manigeme iz liber, .. / daz man im zu hant versage, / dan er ein itele hoffenunge trage Wernher v. Elmendorf 350 ATB. 1291 daz chain min nachchome rehte oder ansprache dar an habe, vnd ob ieman .. hernach anspreche dar vmme, .. daz diu ansprache vͤppich ist vnd eitel corp. altdt. originalurk. 2,646 W. ⟨1438⟩ als der leichnam dez menschn kranck vnd eytell wirt so man im dy leiplichen speis .. verziehen ist Johannes v. Indersdorf betrachtungen 53 W. 1524 es ist alles gantz eytel, sprach der prediger, es ist alles gantz eyttel Luther bibel 10,2,108 W. ⟨1774⟩ ‘.. / was gott tut, das ist wohlgetan. / ..’ ‘o mutter, mutter! eitler wahn! / gott hat an mir nicht wohlgetan! / ..’ Bürger 1,119 W. 1855 die besorgnisse des furchtsamen greises waren eitel gewesen Giesebrecht kaiserzeit 1,1,20. 1969 was das denken einer generation hervorbrachte, muß nicht eitel gewesen sein, weil es in der nächsten nicht frucht trägt Sonnemann anthropologie 97. β weitaus seltener adverbial, unnütz, vergeblich, umsonst: ⟨14./15.jh.⟩ gottes nam .. nenn nicht unpilich also das du pey gottes namen nicht eytl swerst historienbibeln 1,226 LV. 1779 laßt mir dieses glück nicht, wie das gespenst eines geschiednen geliebten, eitel vorüber gehn Goethe I 39,364 W. 1932 hört auf, den heiligen namen eitel zu nennen Dörfler geschlecht 201. b im hinblick auf eine sittlich-religiöse wertordnung. α weltlich, wertlos, oberflächlich, ohne tieferen gehalt: ⟨790/802⟩ vvort italiv edo hlahtre kimahhiv nisprehhan (uerba uana aut risui abta non loqui) benediktinerregel 205,20 S. hs.2.h14.jh. das wir niht haben geistlicher wunnen, .. da von flúgit das herce hin vnd her vnd svͦchet ital gelúste franziskan. schrifttum 1,232 R. 1643 daß die manns-leute in der kirche vnder dem gebett den hut vor die augen gehalten, damit sie nicht jrgend verleytet wirden durch .. weltliche eytele dinge Moscherosch cura 95 HND. 1744 wenn ich nur bloß ein diener eitler ehre, / und mir mein eigennutz ein spruch der götter wäre J. E. Schlegel 1,82 Sch. 1948 (Hartmanns) absage an eitle, weltliche dichtkunst Kayser kunstwerk 45. β in bezug auf personen, töricht, leichtfertig, dem genuß ergeben; auch stärker abwertend, unzüchtig sündhaft, böse: u830 ther the quidit sinemo bruoder italo (racha) ther ist sculdig thinges Tatian 226,3 S. 1343/9 si .. haben nicht rûwe umme ire sunde und sint alsô îtel und alsô schalchaftic alsô bûzen der vasten dt. mystiker 1,101 P. ⟨1535⟩ fallen wir nu anderen goͤttern zu, so .. sind vnsere seelen eitele huren worden Witzel catechismus (Leipz. 1536) L 3b. ⟨1633⟩ so der heilige so stirbet, / was hofft ihm ein eitler wol / ..? Fleming ged. 1,271 LV. 1881 du bist ī[tel], wenn d’ das nüd tuest schweiz. id. 1,602. als leichtsinnig, mutwillignoch: 1931 rhein. wb. 2,100 f. 3 prahlerisch, hoffärtig, eingebildet, auf bewunderung bedacht die aus einer bedeutungsvariante von 2 b entwickelte nhd. hauptbedeutung: 8./9.jh. iactans uanus hromari pihaizzari edo ítál ahd. gl. 1,194,33 S./S.hs. 15.jh. dy besserunge was doch cleyne, wend dy lute kostlicher wordyn und iteler script. rer. pruss. 3,362. 1687 er soll den ruff eines berühmten nahmens, als ein eiteler und ehrgeiziger, der wohlfarth des gemeinen wesens nicht vorziehen Marschall Castiglione regier-kunst 75. 1814 das ganze französische volk hat sich in dem eitlen gedanken gefallen, die große nation zu seyn Nemesis 1,150 L. 1949 schon früh war er, ohne im geringsten eitel zu sein, unerschütterlich vom wert seiner persönlichkeit .. überzeugt Diesel jahrhundertwende 119. speziell, eingebildet auf sein äußeres, auf bewunderung seines äußeren bedacht: 1720 da ein prediger für eitel gehalten wird, der alle moden mit machen wil Ch. Wolff thun 398. 1789 der eitle pfau Goethe I 2,88 W. 1976 ab acht is es aus. da fangn se an, frolleins zu wern; da wern se eitel Schnurre ich brauch dich 168. 4 vollständigkeit, einheitlichkeit und ausschließlichkeit kennzeichnend. diese lediglich dem mnd. geläufigere, im nl. nur vereinzelt, im engl. gar nicht begegnende bedeutung erscheint 2. hälfte 13. jhs. in volkstümliche elemente enthaltenden texten, dominiert im 16. jh., tritt im laufe des 18. zurück und wird von Adelung wb. (1774)1,1638 alsin der guten schreibart der hochdeutschen veraltetbezeichnet. etwa gleichzeitig wiederbelebt, ist sie, vor allem in der hauptverwendung 4 c β, seit ende 18. jhs. in gewählter schriftsprache wieder in gebrauch. die normale nhd. entsprechung ist lauter. a vollkommen, ganz und gar. α meist, vor allem mhd., adverbial vor adjektiven: ⟨M13.jh.⟩ er wirt von mir bestanden, und ŵære er îtel stehelîn rosengarten 60 H. 1768 ist der gegenstand des lochsteinischen buches eitel weltlich und zeitlich .. warum haben dann ganze allgemeine heilige kirchenräthe diesen gegenstand ihren berathschlagungen .. zugedacht? Trautwein Stofel C 2b. 1840 wenn um eine alte mauer die schlingpflanzen wuchern, sieht es eitel schön aus Alexis Roland 1,410. 1954 diesen ganzen ersten tag über waren wir eitel glücklich Feuchtwanger teufel 238. β attributiv vor allem in der frnhd. sehr beliebten verbindung bei eiteler nacht ‘in stockfinsterer nacht’: 1472/3 pey eytler nacht man in in ein merbelsteins wirdigs grabe leget Schlüsselfelder decameron 28 LV. 1717 da die armee bei eitler nacht in ordre de battaille gestellet worden d. grossen thaten Eugenius 41. b verhältnismäßig selten auch in der bedeutungin sich einheitlich, unvermischt’; attributiv und prädikativ: ⟨u1290⟩ sîn houpt wolt ich dir widerwegen / mit liehtem îtelm vînem golt Heinrich v. Beringen 6994 LV. u1493 man sol yn (branntwein) eitel trincken nicht / sunder mit einem kloren wein Folz reimpaarsprüche 42,164 F. 1678 nimb .. an statt der fritta rochettae, lauter oder: eitel frittam crystalli Geiszler Neri 137. 1935 dat is ‘n eiteln köm ‘unverdünnt’ Mensing schlesw.-holst. wb. 5,807. c für gewöhnlich im sinn von ‘bloß, lauter, nichts als’. α besonders älter mit vorangehendem artikel, pronomen, zahlwort oder adjektiv:⟨2.h13.jh.⟩ hs.u1430 das waßer was so rot von yrm blut das es alles ein ytel bluͦt scheyn Lancelot 1,475 DTM. 1528 so kan ym abendmal nicht schlechter eytel wein getruncken werden Luther w. 26,461 W. ⟨1938⟩ manche themen .. verkehren sich nicht in ihr eitles spiegelbild, sondern sie stülpen ihren sinn mit um Loerke ged. [1958]2,173. β in der regel aber wie eine mengenbezeichnung allein vor dem nicht selten adjektivisch bestimmten substantiv. den übergang zur mengenbezeichnung bekunden die bereits mhd., frnhd. überwiegende, nhd. grundsätzliche flexionslosigkeit und belege wie: 1610 den weissen (wein) welcher .. eitel tödtlicher suchten verursacht Guarinonius grewel 632. αα das zugehörige substantiv ist eine stoffbezeichnung, ein adjektiv- oder verbalabstrakt: ⟨1252/5⟩ diz hûs .., / mit golde sol ez sîn irleit, / gemâlet ez ouch wesen sol / mit ander varwe, daz stêt wol. / man mach von lîhten sachen / noch bezzer bilde machen, / dan man von îtelme golde muge Heinrich v. Krolewiz 175 L. v1496 in eitel falscheit grunt ir mut Folz meisterlieder 33,136 DTM. 1779 zwar meint .. ein alter landwirth, das ding sey eitel spielerey Musäus reisen (1778)3,194. 1969 vermutlich wird .. ob dieses erfolgs eitel freude geherrscht haben Perrault, rote kapelle 362. ββ das zugehörige substantiv steht im plur.: ⟨u1300⟩ der frouwen aber er verbot, / daz si dekeine ganzen brot / gebe armen luden me .., / wene idel stucke hl. Elisabeth 8036 LV. u1538 Stral-Sund .. ist eine sehr wol erbawte stat von eiteln zigelsteinen Kantzow chr. Pommern 2,256 G. 1755 so verwerflich es ist, eitel lange perioden in den schriften anzuwenden, eben so tadelnswürdig ist es, nichts als kurze perioden zu gebrauchen Justi anweisung 72. 1919 daß alle schlagworte .. von .. einem verzicht auf annexionen und kontributionen, abrüstungen, freiheit der meere eitel wahngebilde sind Ludendorff kriegserinn. 419.in verbindung mit münzbezeichnungen wie heller, taler dient eitel zur kennzeichnung eines nur in vollwertigen münzen der genannten sorte, nicht in geringer scheidemünze bestehenden geldbetrags: 1370 it. 800 haller eyteller haller .. von dez kaysers stiur wegen (Augsb.) chr. dt. städte 5,423. 1549 es sal e. l. auch der brautschatz an eitel dallern vnd golt werdenn Elisabeth v. Braunschweig-L. fürstenbrw. 50 M. γγ zu Eitel als eigenname, entstanden aus dem die einnamigkeit betonenden adjektiv, Eitel Friedrich im gegensatz zu Friedrich Wilhelm u. ä., s. Bach dt. namenkde. 1, § 342,5. Maak
11037 Zeichen · 293 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Eitel

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Eitel , eitler, eitelste, adj. et adv. leer, der Gegenwart anderer Dinge beraubt. 1. Eigentlich, im physischen Verstande…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    eitel

    Goethe-Wörterbuch

    eitel flekt auch nichtsynkopiert ‘eitele’ A Adj 1 sinnlos, nichtig, mehrf im Kontext mit ‘leer’ a vergeblich, unnütz; im…

  3. modern
    Dialekt
    eitel

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    eitel hd. nichtig: es ist alles eitel, seggt Salomo, donn künn hei nich mihr Schw Gad ; unwahr: dat (Sagen und ähnl.) is…

  4. Sprichwörter
    Eitel

    Wander (Sprichwörter)

    Eitel 1. Alles ist eitel, säd Salomon, as he dôrmit fârig 1 wier. – Hoefer, 887. 1 ) Fertig, zu Ende. 2. Es ist alles ei…

  5. Spezial
    eitel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ei|tel adj. 1 (selbstgefällig) vanitus (-sc, -tosa), sabe (sabi, sabia) zite (ziti, zitia) 2 cochet (-ec, -a) 3 (stolz) …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit eitel

61 Bildungen · 40 Erstglied · 19 Zweitglied · 2 Ableitungen

eitel‑ als Erstglied (30 von 40)

EITELBAR

DWB2

eitel·bar

EITELBAR adj. abl. von eitel adj. leer; trügerisch: ⟨u1360⟩ von mir selber bekenne ich, herr, .. das ich niht anders bin wenne .. ein eitelb…

Eitelbauch

GWB

eitel·bauch

Eitelbauch Name für ein junges gefräßiges Tier, eigentl: Leerbauch der Wolf, er hatte zwei Kinder, | E. [ Reinke de Vos: Ydelbalch ] hieß de…

Eitelberger von Edelberg

Meyers

Eitelberger von Edelberg , Rudolf , Kunstgelehrter, geb. 14. April 1817 in Olmütz, gest. 18. April 1885 in Wien, studierte in Olmütz und Wie…

eitelbürgerlich

DWB2

eitel·buergerlich

eitelbürgerlich adj. : 1768 die unglaubigen bürger .. wurden .. im sittlichen zwar christen, im eitelbürgerlichen aber .. heiden seyn Trautw…

eiteldarm

DWB

eitel·darm

eiteldarm , m. ventriculus inanis, nnl. ijdeldarm, leerdarm, einer, der immer hungrig ist.

eitelehre

DWB

eitel·ehre

eitelehre , f. vanus honor: zu falscher eitelehre. Luther 3, 25 ; in der eitelehre. 3, 50; es ist manch streit verloren, der sonst gewonnen …

eiteleitel

DWB2

eitel·eitel

eiteleitel adj. : dr. 1637 voll eitel-eitler eitelkeit / ist alles zeitlich glücke kirchenlied 1,462 a F./T.

Eitel-Friedrich

Meyers

eitel·friedrich

Eitel-Friedrich ( Eitelfriedrich ), alter deutscher Vorname (eitel = lauter, glänzend), findet sich besonders im Geschlechte der Grafen von …

eitelhände

DWB2

eitelhände adj. mit leerer hand: ⟨u1210⟩ Gottfried 4 7126R. 2 zu eitel 2. a zu eitel 2 a

eitelhaft

DWB

eitel·haft

eitelhaft , vanus: wofern diese ( trost ) gründe euch nicht gefallen, so verwerfet sie deswegen nicht, sondern habt sie für ein andermal zum…

eitelheit

DWB

eitel·heit

eitelheit , f. vanitas: also setzt uns auch der teufel für die nichtigkeit und eitelheit des evangelii. Melanchthon 2 Cor. 11. auch Melissus…

eitelig

FWB

1. ›rein, unvermischt, unverfälscht‹; häufig: ›echt, vollgewichtig, den vollen Wert habend‹ (von Geldstücken); 2. s. eitel (Adj.) 7.; 3. s. …

eitelisch

DWB

eitel·isch

eitelisch , inanis: lügen und eitelische gedanken spinnen. Reinike fuchs. Rostock 1650 s. 183.

eitelkeit

DWB

eitel·keit

eitelkeit , f. 1 1) vanitas, ματαιότης , nach der sechsten oder etwa fünften bedeutung des adj. eitel, mhd. îtelkeit. myst. 319, 10. Keisers…

eitelkeit

FWB

1. ›Leere; Hohlheit‹; in Texten der Mystik auch: ›Losgelöstheit, Enthobenheit von irdischer Einbindung, Verhaftung‹; 2. ›Nichtigkeit, Nutzlo…

EITELKEITSTEUFEL

DWB2

eitelkeit·s·teufel

EITELKEITSTEUFEL m. zuss. mit eitelkeit f. 3. die eitelkeit unter dem bilde eines den menschen zu ihr verleitenden teufels: ⟨1809/10⟩ zuweil…

eitellötig

DWB

eitellötig , levis ponderis: es seind die blawen enten mit ewern fabeln und eitellötige fallaciae. Paracelsus 1, 781 b .

eitelmacherin

DWB

eitel·macherin

eitelmacherin , f. mhd. îtelmecherinne, eine frau, die mit blick, rede, gewand männer an sich zieht. Berthold 389. 454 und in Göbels ausgabe…

eitelmut

DWB

eitel·mut

eitelmut , m. levitas animi: ich ehrte die grenzen meines geistes und kein eitelmut stolzen erforschens risz mich hin zu ihrer überschreitun…

Eitelmuth

Campe

eitel·muth

○ Der Eitelmuth , des — es, o. Mz. eitler Muth, d. h. eitle Gesinnung, Eitelkeit. »Wenn sie — mir — in meiner schimmerndsten That nur — männ…

eitel als Zweitglied (19 von 19)

bannreitel

DWB

bann·reitel

bannreitel , m. junger gehegter baumstamm, den man schont; auch ein mit dem beil gezeichneter baum, laszreis.

banreitel

Lexer

banre·itel

ban-reitel stm. hegreis, junger gehegter baumstamm. von banraiteln St. ( Warthausisches vogtbuch v. j. 1446). Schm. 3,50.

Bescheidenheitel

Wander

Bescheidenheitel Bescheidenheitel kommt um den Geldbeutel. Will sagen: Nur nicht zu blöde und höflich!

Bëttelmeitel

Idiotikon

Bëttelmeitel Band 4, Spalte 81 Bëttelmeitel 4,81

eingeschneitel

DWB

ein·geschneitel

eingeschneitel , n. insicia, ab eo quod insecta caro, farcimen, Schm. 3, 501 hat geschnätzel quisquiliae, 3, 497 geschnait, geschnaitelwerk.

hirnscheitel

DWB

hirn·scheitel

hirnscheitel , m. für hirnschädel: cranium hirnscheydel Dief. 155 a ; Alboinus hat diesen herrlichen sieg damit verderbet, dasz er des ersch…

mülmeitel

KöblerMhd

mülmeitel , st. N. nhd. Mühlmädchen, Getreide in die Mühle tragendes Mädchen Q.: StRFeldk (1399) E.: s. mül W.: nhd. DW- L.: Lexer 1 2224 (m…

pfeitel

KöblerMhd

pfeitel , st. N. nhd. „Pfeidel“, Hemd, Hemdchen ÜG.: lat. (sacrilis) Gl Vw.: s. krisem- Q.: Enik, HTrist (FB pheitel), Gl (Ende 12. Jh.), Ov…

pheitel

Lexer

pheitel stn. dem. zum vorig. Trist. H. Enenk. pfaidly Wolk. 63. 2,13.

scheitel

DWB

sche·itel

scheitel , f. , diminutivbildung zu scheite, f. in oberdeutschen mundarten, plur. im sinne von hobelspäne. Zingerle 50 a . Stalder 2, 305 . …

Schnappreitel

DRW

schnapp·reitel

Schnappreitel, m. ein Strafgerät zur Wassertauche, auf den Schnappreitel setzen hier wohl übtr.: im Ungewissen lassen vgl. Gießhübel wie vng…

Schnellreitel

DRW

schnell·reitel

Schnellreitel, m. ein Jagdgerät [dass] nicht schnure, schnellreithell, sennssen noch einige andere geuerliche vbung zu niederwerffung des wi…

schupfreitel

DWB

schupf·reitel

schupfreitel , m. ( ? vgl. reitel , theil 8, 767): item ain vogtherr mag in der vogty verbietten lassen ... hürdvallen schupfraittel und der…

Speitel

Idiotikon

spei·tel

Speitel Band 10, Spalte 603 Speitel 10,603

Taschenveitel

Wander

Taschenveitel Ein Taschenveit'l (Kerbmesser) ist kein Säbel. ( Steiermark. ) – Sonntag.

zweitel

DWB

zwei·tel

zweitel , n. , aus zweiteil ( s. d. ). 1 1) ein feldmasz: desz zweitel (15 ar ) neben dem weeg ( v. j. 1347) Alsatia (1862) 293; vgl. der he…

Ableitungen von eitel (2 von 2)

uneitel

DWB

uneitel Hermes herm. 1, 49 . —

vereitelung

DWB

vereitelung , f. : vereitelung eines planes.