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eifrig

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

eifrig

eifrig

Eifer m. ‘ernsthaftes Bemühen, leidenschaftliches Verfolgen eines Zieles’ gehört zu einer im Obd. seit Mitte des 14. Jhs. nachzuweisenden Wortfamilie (am frühesten bezeugt ist Eiferer m. ‘wer eifersüchtig ist’, mhd. eifrær), deren etymologische Herleitung unbekannt ist; gewöhnlich wird Zusammenhang mit dem dazu im Ablautverhältnis stehenden Adjektiv ahd. eibar, eivar ‘scharf, bitter, widerwärtig, heftig’ (8. Jh., wovon ahd. eivar n. ‘Bitteres, Erbitterung’, eivarī f. ‘Bitterkeit, Erbitterung’, beide um 1000), aengl. āfor ‘bitter, herb, heftig’ (zu ie. *ā̌i- ‘brennen, leuchten’?) angenommen; vgl. in jüngerer Zeit noch nsächs. und fachsprachlich eifer ‘bitter, scharf’. Das Substantiv Eifer, zuerst in der 2. Hälfte des 15. Jhs. für ‘Eifersucht’ (zu eifern als postverbale Ableitung?), findet durch Luthers Bibelübersetzung Eingang in die nhd. Literatursprache. Luther verwendet es mit der Bedeutung ‘aus Sorge und liebevoller Anteilnahme erwachsende zornige Erregung’ zur Wiedergabe von griech.-lat. zēlus und begründet diese Entscheidung ausdrücklich. Hieraus geht der heutige Gebrauch hervor, während der ursprüngliche Sinn ‘Eifersucht’ im 18. Jh. zurücktritt. – eifrig Adj. ‘mit Eifer tätig, emsig’ (15. Jh., anfangs und vereinzelt bis ins 17. Jh. in der Bedeutung ‘eifersüchtig’), im Frühnhd. meist eiferig neben Bildungen wie eiferisch, eifericht. eifern Vb. ‘heftig und mit blinder Leidenschaft für oder gegen etw. sprechen’ (frühnhd. ‘eifersüchtig sein’, Anfang 15. Jh.); im Unterschied zu Eifer (s. oben) behält eifern seinen tadelnden Beiklang, ebenso das jetzt geläufigere Verb sich ereifern ‘in Eifer geraten, sich erregen’ (17. Jh.); dagegen folgen die Verben nacheifern ‘einem Vorbild gleichzukommen suchen’ (16. Jh.) und wetteifern ‘jmdn. an Eifer überbieten wollen’ (17. Jh., aus um die Wette eifern) der semantischen Entwicklung des Substantivs. Eifersucht f. ‘Angst vor Zurücksetzung in der Liebe’, dann auch allgemeiner ‘Streben nach Alleinbesitz, Argwohn’; die Zusammensetzung (zum zweiten Glied s. Sucht) tritt im 16. Jh. an die Stelle von Eifer nach dessen Bedeutungswandel (s. oben); dazu eifersüchtig Adj. (17. Jh.) für älteres eifrig (s. oben).
2175 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Eifrigadj., adv.

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Eifrig , — er, — ste, adj. u. adv. Eifer habend, zeigend. 1) Zornig, im höchsten Grade unwillig. »Der Herr dein Gott ist…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    eifrig

    Goethe-Wörterbuch

    eifrig -ff- B2,119,15 Röderer [Herbst? 73] ; 250 von 350 Belegen adv, 51 Belege superl, dabei öfter ‘auf das E-ste’; etw…

  3. modern
    Dialekt
    eifrigAdj.

    Pfälzisches Wb.

    eifrig Adj. : wie schd., eifrich [verbr.]. Er lernt e. [verbr.]. Der Gaul isch e 'arbeitet willig' [ LA-Gommh ]. Südhess…

  4. Sprichwörter
    Eifrig

    Wander (Sprichwörter)

    Eifrig Allzu eiffrig bringet Hass, allzu gelind Verachtung. – Wirth, II, 74.

  5. Spezial
    eifrig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    eif|rig adj. 1 (fleißig) lezitënt (-nc, -a) 2 apascioné (-ná, -nada) 3 laborius (-sc, -iosa) 4 engajé (-já, -jada) .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit eifrig

3 Bildungen · 2 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

eifrig‑ als Erstglied (2 von 2)

eifriggesinnt

GWB

eifrig·gesinnt

* eifriggesinnt zu eifrig b γ 42 1 ,38,20 Üb:Monatsschr Böhmen [G/Varnhagen] Rüdiger Welter R. W.

EIFRIGKEIT

DWB2

eifrig·keit

EIFRIGKEIT f. mnd. īverichē i t. abl. von eifrig adj. 1 zu eifrig adj. 1. a eifersucht, erotisch ( oder zorn, zu eifrig adj. 2?) ⟨u1600⟩ mei…

eifrig als Zweitglied (1 von 1)

treueifrig

DWB

treu·eifrig

treueifrig , adj. , adv., im 17. jh. auszerordentlich häufiges wort, später überraschend schnell ungebräuchlich geworden, vorwiegend dem kan…