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Dǖwel

Dial. bis sprichw. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Dǖwel m.

Bd. 2, Sp. 391
Dǖwel m. [allg.] 1. Teufel, Satan, Widersacher Gottes. — Phras. Vbdg.: Düwel im Schopskled ein mit Teig umbackener Apfel (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@LütringhausenLü). Düwel sin Stoppnoal Libelle (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@NienborgNb). — Ra.: Up Düwel komm herut (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WennewickWw) in starkem Maße, überaus schnell, heftig, stark [verstr.]: He lügg up Düwel komm herut er lügt hemmungslos (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WennewickWw); hä friät op Düwel-komm-ruut er frißt sehr viel (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Hä jagt ’ne tom Düüwel er jagt ihn fort (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Hen Duiwel verklagen beichten (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr || mehrf.). Ick weït ’en Doǖwel derfan ich weiß nichts davon (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). Hai ies säo bange ase de Duiwel viärm Kruiße er fürchtet sich sehr (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). He is so schwatt äs ’en Dübel er hat ganz schwarzes Haupthaar (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@DreierwaldeDr || mehrf.). De kick äs ’n Düwel er sieht sehr zornig aus (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RhedebrüggeRb || (ähnl.) mehrf.). Dao kann de Düwel ’t Flöken van lährn er hat einen schlechten Charakter (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh || (ähnl.) mehrf.). Däi is diäm Düwel to schlecht dass. (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@BockumBo || (ähnl.) mehrf.). Hoi döcht ’n Duibel in’n Mōeze (→ Ärs) niks dass. (Kr. HöxterHöx Lü || mehrf.). Häi ess en Döibel iutn Tonöster sprungen dass. (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb || mehrf.); ... van ’n Häönen schrappet dass. (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). De es dem Düewel uet de Kiepe gesprungen dass., auch: er ist schlau, gewitzt (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HilbeckHi || mehrf.). He is den Düwel von’n Stett schrappt er ist durch nichts in Verlegenheit zu bringen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@HörstelHö). He is ’n Düwel von de Schüpp sprungen er wäre beinahe gestorben (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@OchtrupOc || mehrf.). Dai pessen buioin, ä wenn se de Duiwel in d’r Kuipe buioin druogen hä’ die Taugenichtse passen gut zusammen (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || (ähnl.) mehrf.). Hä gäiht met ’ne üm as dä Düwel met ’ner Bockhippe er ist grob und rücksichtslos (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Dei lüget diam Düwel en Bäin af er lügt hemmungslos (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@OesterauOa || ähnl. mehrf.). Hei hät ’n Duibel in’n Nacken er ist übermütig, auch: ihm ist nicht zu trauen (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@SpengeSg || mehrf.). He is d’r achter hier ässe de Dübel achter de arme Seele er will etwas unbedingt haben (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || (ähnl.) mehrf.). Hä stallt sük aan, as wann hä ’n Düwel op’t Küssen binnen woll er arbeitet hastig und unüberlegt (die krfr. Stadt WittenWit die krfr. Stadt Witten@WittenWi || mehrf.). Hä kann dä Düwel danzen sein er ist sehr reich (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RöllinghausenRö). Ik kām in Doǖwels Kücke ich bekam große Unannehmlichkeiten (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh || mehrf.). Hä studeert in däm Düwel sien Gebeattbauk er spielt Karten (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). Då is de Doǖwel laus da herrscht große Aufregung (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh || mehrf.). Maongs den Düwel ’n Kiärsken opfern gegen seine eigene Überzeugung handeln (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo || mehrf. westl. Münsterl). Den Düewel an de Wand moelen ein Unheil heraufbeschwören, indem man darüber spricht (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HattingenHt || mehrf.). Et es grade, at wänn de Döüwel op Stelten genk sagt man, wenn ein Unglück nach dem anderen kommt (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs || (ähnl.) mehrf.). In’ne Naut friett dä Düwel Flaigen sagt man, wenn sich etwas Unangenehmes nicht vermeiden läßt (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LimburgLb || mehrf.). Dätt waß annodotemol, bo de Duiwel näo en klainen Jungen waß sagt man, wenn jmd. bei seiner Erzählung nicht mehr weiß, wann etwas geschehen ist (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). De Düwels hätt Kermis in de Hölle sagt man, wenn es bei Sonnenschein regnet (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh || ähnl. mehrf.). De Dǖwel hiatt Hochtit dass. (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@AttendornAt || ähnl. mehrf.). Niu kümp de Duüwel iuden Sacke sagt man, wenn jmd. endlich seine Meinung, seine wahre Absicht zu erkennen gibt (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Speck iß ’n Düwel sien leiwste Friätten sagt man, wenn jmd. beim Essen nur die besten Sachen nimmt (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). ’n Engel väör sine Augen, ’n Düwel achter sinen Puckel sagt man von scheinheiligen Personen (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). Sä hät dat Evangeljum in dä Muule, oawer ’n Düüwel im Hiärten dass. (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Wu kümp deï Düwel an ’nen Papen? sagt man, wenn sich jmd. über eine unerwartet erreichte Sache wundert (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd || mehrf.), ... an suine Grossmudder? dass. (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.), ... anne Säile? dass. (Kr. IserlohnIsl Is || mehrf.). Do kasse „Düwel“ op seggen! das ist gewiß wahr (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Dat sall dä Düwel wïetten! das weiß niemand (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@StiepelSp || mehrf.). De Düwel hiät ’t Froagen opgebrach erwidert man auf die Frage: „Trinken wir noch einen?“ (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@GevelsbergGb). Gaoh met Guott, dann krigg di de Düwel nich! Geleitspruch beim Verabschieden eines Kindes (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). Dat dank di der Dǖwel! erwidert man auf eine (schlechte) Nachricht (Kr. BeckumBek Vh || mehrf.). Dübel naomoal! sagt man bei Erregung, Ärger oder starker Verwunderung (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@HoltwickHw || mehrf.). Dat dui de Duüwel! sagt man bei starker Verwunderung (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). Do schloe doch Gott ’n Duiwel däut! dass. (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd || mehrf.). Der Dübel jau! dass. (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Kr. HalleHal mie dä Düüwel! sagt man bei Verwunderung oder als Bekräftigung (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Deu schol de Döibel haln! sagt man bei starker Verärgerung (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb || (ähnl.) mehrf.). Gonk teo’n Duiwel! dass. (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@ReelkirchenRk || mehrf.). Gǫ in drai Duüwels Nāmen! dass. (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Lōup nao dūsent Dübel! dass. (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || mehrf.). — Sprichw.: Becker (wer) schriet tau Guoatt oahn Nout, diän schlött faker de Döiwel dout (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). Bekker mäuteg gäiht, es diam Düwel sin Helper (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || ähnl. mehrf.). Wä op äinmol wäd ’n rieker Mann, bie dem kloppet auk gähne dä Düüwel an (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Wey den Duiwel täum Frünne hiät, kann lichte in de Hölle kummen (Kr. BürenBür Kr. Büren@GrundsteinheimGr || mehrf.). Wä allet häwwen well, es ’m Düüwel sien Nohber (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Dei vör dei Hölle wohnet, mott sick den Düwel taun Frünne wohren man muß sich den Gegebenheiten anpassen (Kr. MindenMin Kr. Minden@WindheimWh || (ähnl.) mehrf.). Well ment, he heff de Härgott an de Beene, de heff ’n Dübel an’t Gatt (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Wä met’m Düwel föht, maut Postgeld betalen man muß für seine Verfehlungen auch die Konsequenzen tragen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HerdeckeHd || (ähnl.) mehrf.). Wecke eïn bäuse Wiif häv, deï häv den Düwel tou’n Schwauger (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd || mehrf.). Wänn et keunen Duiwel geuwe, wöre et in der Kerken langwüilig (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Wann de Wüiwer deot wasken un backen, hät seu den Duiwel in’n Nacken (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs || mehrf.). Wann de Düwel olt wödd, geht he up Söcke ein alter Übeltäter kennt sein Geschäft (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr || mehrf.). Wenn ’n vann’n Duiwel kürt, sitt ’e upper Hekedür (Tennentor) (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@CappelKa || (ähnl.) verbr.), ... dann is he dao (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr || (ähnl.) verbr.). Wenn de Duiwel stirwet, ies hai nao lange nit däod es ist nicht leicht, schlechte Angewohnheiten endgültig abzulegen (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). Wamme den Doǖwel an de Want målt, dann kümmet ’e (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh || mehrf.). Wann dä Düwel in dä Kiärke es, well hä auk fuortens op’n Priäkstauhl (die krfr. Stadt WittenWit die krfr. Stadt Witten@WittenWi || (ähnl.) mehrf.). Wenn de Düwel dat Piäd halt, laot he den Taum derbi halen (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl || mehrf.). Hätt de Deüwell den Bock halt, kann ’e auk de Zigge halen (Kr. WarburgWbg Rb). Giwst diu den Duiwel den lütken Finger, nimmt heu gluiks de ganze Hand (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs || mehrf.). Wo twiggerlei Globen ligget op en Küssen, do li’et de Düewel midden dotüschen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HattingenHt || mehrf.). Wo de Düwel nich kuemmen kann, dao schickt he ’n aolt Wief hen (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@EnnigerEn || mehrf.). Wo de Korden (Katzen) uppen Diske send, do sitt de Duüwel do unner (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). Bo use Herrgott ne Kerke hensettet, schitt de Döwel en Wertshus dernewen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi || mehrf.). Bo ne Kloppe im Hiuse ies, sittet de Duiwel op em Schuatstäin (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). Wor de Düwel schitt, dor schitt he up’n Haupen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@BorghorstBo || mehrf.). De Doiwel schitt ömmer oppen chrauten Haupen (Kr. BürenBür Kr. Büren@NiederntudorfNt || (ähnl.) verbr.). Wo Geld is, do is de Düwel, un wo nix is, do is he tweimol (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || (ähnl.) mehrf.). Bo Geld ies, ies de Duiwel terhäime (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Jedem dat siene, dann hät dä Düwel nix (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Wat di Gott gewwen heff, kann di de Düwel nich nemmen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr || (ähnl.) mehrf.). Wat denn Düwel eslaocken häff, kotzt he so licht neet weer ut (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo || mehrf.). Je hilliger dat Fest, je duller de Dübel (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@DreierwaldeDr || mehrf.). Je mehr de Duiwel hiät, je mehr hai begiert (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). Kühlken in de Backen, den Düwel in den Nacken (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || mehrf.). Krouse Hoare, krousen Sinn, de Duiwel sitt der midden drin (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@HerzebrockHb || verbr.). Vergnöget lierbet, selig sturben, hett denn Dübel dei Reknung verdurben (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@FrotheimFr || mehrf.). Aolle Kärls un junge Wiwer sind fäör’n Düwel Tidverdriwer (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). To Guod hinket dä Lüh, tom Düüwel laupet sä (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Junge Engel giet olle Duiwels (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). De Düwel sien Beßmoder was ok ne schöne Däine, as se noch junk was (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RamsdorfRd || mehrf.). ’n Düwel kann de Statt nech kott genaug awgebetten wern, he wässt ümmer wier noh (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh = ROTTMANN 16). Vör Geld kann man denn Dübel danzen seihn (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@HerfordHf || verbr.). Me kann dien Duiwel nit kaimen, wenn hai keine Haor op me Koppe hiät (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). Irren es menschlik, oawer verharren det Düwels (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). De ene is den ännern sin Düwel (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || mehrf.). Manns Moer is Frauen Düwel (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl || mehrf.). In’r Höllen ess de Duiwel düin Onkel (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Dei Döüwel es sou schlimm un schwatt nit, at hei emoalt wätt (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). Ne „Klopp“ iss ne Hilge in de Kiäk, ne Klappeï (Person, die in geschwätziger Weise über andere redet) up de Straot un ’n Düwel in’n Huse (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa || mehrf.). — Sagw.: Dat weffe stoen loeten, sagg de Duiwel, doe genk hei am Kruiße vorbui (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@WestereidenWe || mehrf.). Nu küemet de Sake in Schwung, saggte de Döüwel, doa har hei Guores Woard an ne Wippe hangen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Dat iäs mi dat Richtige, siägg de Düwel, da huoll ihm dä Pastor dat Krüz vüör (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@WattenscheidWa). Iet sind me schöene Monarchen, saggte de Düwel, doa soag hei ne Nunne met ’nem Bessenstielle ächter ’nem Poater hiärloupen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Dat gifft nicks, see de Duiwel, os heu been soll (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Dat beste Perd in de Midde, sagg de Düwel, do satt he sick tüssen twee Kloppen (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo || mehrf.), ... doa gong hei tüschen twei Papen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). Dat Kruut kenn ek, sagg de Düwel, do wass he in de Nïetteln sitten gohn (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@HerneHe || mehrf.). Et kümp män up de Gewurnheit an, säg de Dübel, un sett sick up dän gleinigen Uormen (Ofen) (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@DreierwaldeDr || mehrf.). Wo et sing, do sette di dale, mende de Düwel, dau settede he sick in ene vulle Immehüwen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || (ähnl.) mehrf.). Et gäiht op un diäl in d’r Welt, saggte de Duiwel, do saat hai op em Pumpenschwengel (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). Dat hewwe iek mi doch dacht, dat dai mi Unglücke brächte, sag de Duiwel, däo ha’ hai suinen Stät im Schriufstocke sitten (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). Maakt met de Saak es fäddig, sag de Düwel, dao harr hä sin Besmoer ’n Stiätt affknieppen (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh || ähnl. mehrf.). Man draf nix dür de Driete schliepen loaten, siägg dä Düwel, da kniep hä sien Bessmuor dän Stiärt af (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@WattenscheidWa). Wat aolt ies, dat ritt, sag de Duiwel, däo roit hai suiner Besmäoer en Aohr af (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). Dat Aller geyht vör, sach de Duiwel, do stott he seyne Mutter de Träppen runner (Kr. BürenBür Kr. Büren@GrundsteinheimGr || (ähnl.) mehrf.). Et ies taum Lachen, saggte de Duiwel, do kietelere sejne Schwejgermömme met’ter Mistfuarke (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Spoß mott süin, see de Duiwel, un keckel süine Grautmömmen mie der Mäßforken (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs || mehrf.). Alles met diär Moote, sache de Düwel, do dosch ’e seine Frau mit diär Ïelle (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@ImmeckeIm || mehrf.). Well ’t lank häff, de läött ’t lank hangen, sagg de Düwel, dao harr he sick ’n Wiesbaum an’n Stiätt bunnen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa || (ähnl.) mehrf.). Einfach, aber nüdlich, hadde de Duiwel saggt, do hadd ’e soinen Schwanß met groiner Farwen anstrieken (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@BrakelBr || ähnl. mehrf.). Me matt miet’r Mäode gohn, sag de Duiwel, däo ha’ hai sick dien Stät grain anstreken (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Alle Bibate (Hilfe) helpet wat, siä de Düwel, dau ait he Bottern mit de Högfuorken (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). Dat es en ander Kären, sagge de Düwel, do harre hei op en Museküöttel bïeten (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@ImmeckeIm). Dat dickste Enn kümp noch, sägg de Düwel, daor slöck he ’n Stellpott (Stieltopf) (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr || ähnl. mehrf.). Men mott sick te helpen wïeten, sach te Düwel, do bünn ’e sick de S-chōe mit’n Riägenwurm tō (Kr. SteinfurtStf Rh || mehrf.). Graut häöllt bi graut, har de Düwel secht, dao har he sin Moder dat Hiämd naiht met’n Klockenseel (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw). Vïel Gedrüüs un weinig Wull, sagg de Düübel, doar harr he ne Suegg scheert (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@WettringenWt || (ähnl.) mehrf.). Ouk de Flouh mat in de Hölle, saggte de Döüwel, doa jiukere hei siek (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Suorte bi Suorte, sagg de Düwel, do pock he nen Schuornsteenfiäger (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@HerneHe || mehrf.), ... dǫ stopped ’e sin Beßmöuer beï de ollen Weïwer (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || (ähnl.) mehrf.). — Dat Beste hüölt de Döüwel immer te eirste, saggte de Buer, gistern min Piärd, vandage min Wief (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || (ähnl.) mehrf.). De Duiwel holle, watt he nit in Hännen hält, saggte de Biuer, doa leit hei ennen struiken (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). Wann de Döüwel diän nit huoalt, brümme (warum) es hei dann doa? saggte de Buer van sinem Avkoaten (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Dau, wat diu wost, Duiwel, muine Soile kriste nit, sag de Knecht, däo stack hai suinen Kopp in’n Hoihäop (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Vandage goiht alls taum Duiwel, sag de Junge, däo ha’ hai suine Biwwel verluoren (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). — Rätsel: Wann is de Doǖwel nit terheïme? Wann en Affekåte begrāwen wǟrt, dann mott ’e folgen (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). — Abzählreim: Düwel woll sick ne Wottel schrappen, / wuss nech, wie he ’t Mess soll packen. / Vi, va, vum, der schnier he sick in’n Dum (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh = ROTTMANN 40). — 2.1. Dämon, böser Geist. — Ra.: Heu mäket Gesichte asse en Pöttken voll Duiwels er sieht sehr grimmig aus (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@HeldenHe || mehrf.). Dä es noch dusend Düwel schlimmer der ist noch viel schlimmer (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). — Sprichw.: Sind hundert Düwel dout, kuemet dousend Düwel wier (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs || mehrf.). Wemme eenen Dübel rutdriff, staoht 10 ännere vö de Düedn (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Et ies kein Duiwel säo schliem, aoder hai hiät suinen Üöwerduiwel es kann noch schlimmer kommen (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). — 2.2. Kinderschreck; personifizierte Warnung für Kinder, etwas zu unterlassen, zu meiden [verstr.]. In’n Soht (Brunnen) sitt de Dübel un luert up de lütken Kinner (Kr. MindenMin Kr. Minden@KutenhausenKh). — 3.1. Person. Ne aarmen Duiwel (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa) ein bedauernswerter, auch: mittelloser Mensch [verstr.]: Dai tüt dem armen Deuwel ouk noch et Fell üewer de Ohren (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RüblinghausenRü). En roen Deuwel eine rothaarige Person (Kr. MindenMin Kr. Minden@VennebeckVe || mehrf.), ne fossechen Däuwel dass. (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@WesternbödefeldWb || mehrf.), en swatten Düwel eine schwarzhaarige Person (die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@EickelWe || mehrf.). Ne windsken Däiwel ein eigensinniger Mensch, Angeber (Kr. IserlohnIsl Sü). Ne fiulen Döiwel sehr faule Person (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@WesternbödefeldWb). — Ra.: ›Kein Dǖwel‹ niemand [verstr.]: Mei helpet kein Deibel (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@KamenKa || mehrf.). Et is en Wehr, man kann kienen Dübel no buten jagen es ist sehr schlechtes Wetter (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@DreierwaldeDr). — Sagw.: Muin Kärel is de reinste Engel, sagte de Frugge, mänts dei Duiwel, dei suipet (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@BeleckeBe). — Wortspiel mit dem Sprichw.: „Wenn man vom Teufel spricht, ...“: Muine Frau kuiert vam Duiwel, se meint aower mui (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). — 3.2. ungezogener Junge [verstr. Mark]. — 4. Libelle (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@HörleHl). — 5. Schmarotzerpflanze: Würgel (Orobanche) (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). — 6.1. Gerät, mit dem in der Gießerei Eisenstücke zerkleinert werden (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). — 6.2. zur Befestigung von Balken und Mauern dienendes Eisen, dessen Quereisen (Achse) mit Widerhaken versehen ist (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RhonardRo = BRÖCHER 47). ⟨›Dǖwel‹ [allg.], Doiwel [verstr.], Daiwel [verstr.], Dowel [verstr.]. — Konsonantismus: -w- u. -b-⟩ ¶ Bed. 6.2.: Vgl. → Düᵉwel sowie RHWB 8,1146: Teufel Bed. 2bγγ (1162). Zus.: → Busk~, Drē¹~, Dze~, Fecht~, Flōr~, Freªte~, Fǖr~, Gummi~, Helle~, Hunderd~, Hūs~, Jāge~, Jāge-den~, Kartūfel~, Klappe~, Klawer~, Knē¹~, Kreit~, Lodder~, Middag~, Molken~, Mōr~, Muks~, Nīd~, Rīte~, Schūten~, Seißen~, Strīd~, Stǖr-den~, Sūp~, Wolken~.
15185 Zeichen · 382 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. modern
    Dialekt
    Düwelm., Akk., Akk.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Düwel Deuwel, Pl. -s m. der Teufel I. Aussehenund Namen A. Das Volk denkt sich den Teufel meist in schauriger Gestalt; e…

  2. Sprichwörter
    Düwel

    Wander (Sprichwörter)

    Düwel D'r Düwel scheisst net hi, as wu g'düngt isch. ( Rheinpfalz. ) Bei unverhofftem Glücksfall eines Reichen.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit duewel

186 Bildungen · 183 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von duewel 2 Komponenten

due+wel

duewel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

duewel‑ als Erstglied (30 von 183)

Düwelduze

MeckWB

Düwelduze m. Teufel (?) im Rätsel vom Spinnrad: dat hett de Düwelduze dan Wo. V. 1, 126 a.

düwelhaftig

MeckWBN

duewel·haftig

Wossidia düwelhaftig stark, gewaltig; in hd. Lautung: dit (eine Pfeife) snorkt deuwelhaftig Ha Hagenow@Redefin Red ; ganz up deuwelhaftig se…

Dǖwelken

WWB

duewel·ken

Dǖwelken n. [verstr.] 1. kleiner Teufel. — Phras. Vbdg.: Engelkes un Düwelkes Knabenkraut (Orchis) ( Stf Bo ). — Spez.: Düwelken im Glaszili…

düwelmässig

MeckWB

duewel·maessig

düwelmässig deubelmässig teufelmäßig, verteufelt: düwelmässig kolt Gü Gülz ; deubelmässigen tau Pass kamen: Bri. 5, 55; ne ... deubelmässige…

Düwelsafbitt

MeckWB

Düwelsafbitt m. 1. Teufelsabbiß, succisa pratensis, benannt nach dem Eindruck von Zähnen, den man an der Wurzel zu bemerken glaubte und dem …

Dǖwelsakker

WWB

Dǖwels-akker m. schlechter Acker ( Dor SCHLEEF). ~bänder → ~bänner .

Düwelsanbät

MeckWB

Düwelsanbät m. 1. wie das Vor. 1: Düfels-Anbeth Mantz. Ruh. 16, 67; Schill. Kr. 1, 18 a . 2. wie das Vor. 2 Schill. Kr. 1, 18.

Dǖwelsanbiᵉte

WWB

duewel·s·anbiete

Dǖwels-an-biᵉte m. [HPaderb Lst Mes] Duiwelsaanbiet ( Mes Br ) Teufelsabbiß (Knautia arvensis, Succisa pratensis).

Dǖwelsbänner

WWB

duewel·s·baenner

Dǖwels-bänner m. [bes. SWestf, sonst verstr.] 1. jmd., der den Teufel beschwört und ihn bändigt, Exorzist. — 2.1. furchtlose, waghalsige Per…

Düwelsbät

MeckWB

duewel·s·baet

Düwelsbät -bitt m. Teufelsabbiß, succisa pratensis: morsus diaboli 'Dvelsbethe' Chytr. 497; -bitt Monschr. 3, 820; Niem. Idiot. 5; Wred. Fl…

Düwelsbäuk

MeckWB

Düwelsbäuk f. Teufelsbuche Wi NKlost , dort wachsen vier Stämme aus einer Wurzel.

Düwelsbanner

MeckWB

duewel·s·banner

Düwelsbanner m. Teufelsbanner: Gry. Lb. 2, Aa 2 a ; 'Swartkünstener und Düvelsbanner' Slüt. F 2 a . Kü. 1, 383.

Dǖwelsbārd

WWB

duewel·s·bard

Dǖwels-bārd m. Duiwelsbort Weichholz, das trotz sorgfältiger Behandlung rauh bleibt ( Det Is).

Düwelsbarg

MeckWB

duewel·s·barg

Düwelsbarg m. Teufelsberg, häufig als FN.; von einem bösen Menschen heißt es: dee kümmt von 'n Düwelsbarg Nd. Kbl. 15, 46 b . Kü. 1, 383.

Düwelsbarm

MeckWB

duewel·s·barm

Düwelsbarm m. Teufelsbärme: 'mit Dvelsbarmen besudelt' Gry. Paw. P 1 b .

Dǖwelsbesme

WWB

duewel·s·besme

Dǖwels-besme m. Duibelsbessem Verdickung an Zweigen spez. bei Birken (Lippe OESTERH).

Dǖwelsbiᵉre

WWB

duewel·s·biere

Dǖwels-biᵉre f. 1. Beere des Faulbaums (Rhamnus frangula) [Münsterl]. — 2. gemeiner Schneeball (Viburnum opulus) ( Bek Öl ). — 3. schwarzer …

Dǖwelsbl

WWB

duewel·s·bla

Dǖwels-bla n. Düwelsblau Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) ( Kos Bu).

Dǖwelsblāge

WWB

duewel·s·blage

Dǖwels-blāge f.n. schlecht erzogenes Kind (WMWB). ⟨ Genus: -blāge f., -blāg n. ⟩

Düwelsblatt

MeckWB

duewel·s·blatt

Düwelsblatt n. Teufelsblatt; nur übertr. für die Spielkarten: Düwelsblärer Pfitzn.-K. 57.

Dǖwelsblō¹me

WWB

duewel·s·blome

Dǖwels-blō¹me f. [verstr.] 1. gelbblühende Saatwucherblume (Chrysanthemum segetum). — 2. Klatschmohn (Papaver rhoeas).

Düwelsbolten

MeckWB

Düwelsbolten m. Teufelsbolzen, Name der Schwanzmeise, aegithalos caudatus Schö Grev .

Düwelsbotter

MeckWB

duewel·s·botter

Düwelsbotter m. Teufelsbutter, die der Drak einem zubringt: de ett Düwelsbotter Wa Fed .

duewel als Zweitglied (2 von 2)

Jag'den-Düwel

MeckWBN

jagden·duewel

Wossidia MeckWB Jag'-den-Düwel n. 3. Keulenbärlapp, lycopodium clavatum: Jägendüwel Giese Pflanz. 34. Abweichende Lautung vielleicht unter E…

Seißendüwel

MeckWBN

seisse·n·duewel

Wossidia Seißendüwel m. Grannenruchgras, anthoxanthum puellii Dahnke Flora 18 b ; Arch. 1960, S. 138.

Ableitungen von duewel (1 von 1)

bedǖwelen

WWB

be-dǖwelen V. [Münsterl] 1.1. übertölpeln. — 1.2. betrügen. He hät mi bedüwelt ( Lhs Sm ). — 2. in Bestürzung, Verwirrung versetzen ( Mün Mü…