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Drek

mnd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
8 in 3 Wb.
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2 von 16
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39

Eintrag · Westfälisches Wb.

Drek m.

Bd. 2, Sp. 240
Drek m. [verbr.] 1. Schmutz (auf der Straße, an Kleidern, an Schuhen, an Händen, in den Augenwinkeln usw.); Ausscheidung des Darms, Kot. Et is mi in’n Dräck fāl’n (Kr. TecklenburgTek Me). Nimm de ene Hand vuller Dräck un wünske di wat in de ännere, dann kik to, in wieke du dat beste häst (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || mehrf.). Twai Dreck in aine Hand, dann behälleste aine raine (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@BorlinghausenBh). Dreck fïeget den Magen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HattingenHt). An’n Dreck süht man all, wo de Spraohlen (Staren) hust (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@CoesfeldKf). — Ra.: Dräck fleoken unflätig fluchen (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). Fräch oasse Dräkk uppa Stroade sehr frech (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). He häf Geld ässe Dräck er ist sehr reich (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Dä kann Dreck freatten er kann selbst verschmutzte und verdorbene Speisen vertragen, er hat einen unempfindlichen Magen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). Hei gong met Dreck un Speck in’t Berre er ging unausgezogen, ungewaschen ins Bett (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@PlettenbergPl || mehrf.). De hew Dräck an de Holschk der hat sich etwas zuschulden kommen lassen, hat etwas zu verbergen (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@LavesumLa). He steck sine Nïesen in jedden Dräck er kümmert sich um alles, auch wenn es ihn nichts angeht (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || mehrf.). Inn’en Dräck reīden verderben (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). Hä hät sien Kah örndlik in’n Dreck geföht er ist (selbstverschuldet) in eine schwierige Situation geraten (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Hä hett dän Dreck bis öwer dä Ohren er ist sehr schmutzig, auch: er ist stark verschuldet, befindet sich in großen Schwierigkeiten (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@NiederstüterNs || mehrf.). He sitt bet öwer de Ohren in den Dreck dass. (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@WaderslohWl). He is ut’n Dreck schuotten er ist erwachsen geworden (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). Wi hebbt de Blagen noch nich ut’n Dreck die Kinder sind noch nicht herangewachsen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@OchtrupOc || mehrf.). Häi es bole ut’n gräwesten Dreck harut er hat bald die größten Schwierigkeiten überwunden (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa || mehrf.). Ek will d kain Dreck dropp schmīten das will ich nicht herabwürdigen, schlecht machen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Sw). Dräck trampen alte Skandale aufrühren (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). Öenen dürn Dreck töehn jmdn. verunglimpfen, Schlechtes über jmdn. erzählen (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@LüdenhausenLd || mehrf.). Du niemms den Dreck verkärt in’en Beck (Schnabel, Mund) sagt man, wenn jmd. etwas bewußt falsch versteht (Ennepe-Ruhr-KreisEnr HOLTHAUS). — Sprichw.: Bimm Uhtkehren finnt sick de Dreck (Ennepe-Ruhr-KreisEnr HOLTHAUS). Jäiden feage vör siene äigenen Dör, dann hiett ’e genaug Dräck daovör (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). Wai de Kōr in’en Dräck schuwen hiät, sall se auk wīr riut taihen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). Wer sik met Dreck affgiff, wärt met Schieten wosken (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@FrotheimFr || mehrf.). Wäa Schuid’n iutschikket, krech Dräkk teo Hius (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). De oein’n Schuid’n well jümma beda suin osse de anna Dreck (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). Je wieder man dän Dreck trätt, je wieder flügg he (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@DreierwaldeDr || mehrf.). Je mēr me den Dreck triet, je bredder dat ’e wert (HONC). Je mähr dat ’m ’n Dreck röhrt, je mähr stinkt hä (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh || mehrf.). Öijen Dreck stinket nich (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd || mehrf.). Wenn de Dreck tau Mist werd, well hai foihert sejn (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). — Berufsspott: Bat Timmerluie un Dokters verfusket, wärd met Dreck tausmieten (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@BalveBa). — Bauernregel: Fällt deï erste Sneï in Dräck, bliff deï ganze Winter eïn Gäck (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd). — 2. Abfall, Unrat, Schutt, Ausschußware. Wannerup (Maulwurf) schmet denn Dreck ut’n Hus (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@OstbevernOb). — 3. Kleinigkeit, unwichtige Angelegenheit. Föä sau’n Drǟik māke ’k mi nit bange (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 4. Unkraut. Dreck uttrecken (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HülstenHü). — 5. Nachgeburt bei der Kuh (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). — 6. Eiter [verstr. westl. Münsterl]. Zus.: → Dūwen~, Dǖwels~, Flē¹gen~, Fuᵉgel~, Geªde~, Gō²se~, Gō²seken~, Heiden~, Hō¹ner~, Höpper~, Jüᵉden~, Kiᵉr~, Kō¹~, Koffi~, Koªl~, Miᵉl~, Mūse~, Ō²gen~, Ōren~, Piᵉrde~, Poggen~, Slap~, Straten~, Swalwen~, Swīne~.
3570 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    drekM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    drek , M. nhd. Dreck, Schmutz, Unrat, Abfall, Kehricht, Straßenkehricht, Kot, Schlamm, Morast Vw.: s. dǖveles-, dūven-, …

  2. modern
    Dialekt
    Drekm.

    Westfälisches Wb.

    Drek m. [verbr.] 1. Schmutz (auf der Straße, an Kleidern, an Schuhen, an Händen, in den Augenwinkeln usw.); Ausscheidung…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit drek

153 Bildungen · 108 Erstglied · 45 Zweitglied · 0 Ableitungen

drek‑ als Erstglied (30 von 108)

drē¹käntig

WWB

drē¹-käntig Adj. [verstr.] 1. dreiseitig, dreikantig, dreieckig. Draikentigen Haut Dreispitz (Hut) ( Isl Is ). — 2. eigensinnig, trotzig, fr…

drē¹kǟsehō²ch

WWB

drē¹-kǟse-hō²ch Adj. [verstr.] 1. (sehr) klein. — 2. (subst.) kleiner Junge.

drekaftich

KöblerMnd

drek·aftich

drekaftich , Adj. Vw.: s. drekhaftich L.: MndHwb 1, 473 (drek[h]aftich)

Drē¹kant

WWB

drek·ant

Drē¹-kant m. [verstr.] 1. Dreikantfeile (beim Schmied oder Schuhmacher). — 2. Dreikantschlüssel ( Dor Wl ). — 3. Holz mit drei Kanten ( Min …

Drekarbēd

WWB

Drek-arbēd f. [verstr.] Dreckarboit ( Hal Bh ) schmutzige, schwere, ungeliebte, niedere Arbeit.

Drekbūre

WWB

drek·bure

Drek-būre m. Dreckbouern Mehlschwalbe (Hirundo urbica) ( Bie Gh).

dreken

LothWB

dreken s. dricke n u. drucke n .

Dreker

LothWB

Dreker I s. Dricker.

Drekfeªger

WWB

Drek-feªger m. Handfeger ( Höx Sm).

drekgelt

MNWB

drek·gelt

drekgelt , n. , Lohn für die Abfuhr des Unrats in der Stadt, eine von den Bürgern zu entrichtende Zahlung.

Drekhō¹k

WWB

drek·hok

Drek-hō¹k m. schwer zu putzende Ecke, in der sich der Schmutz sammelt (WMWB).

drekhōp

KöblerMnd

drek·hōp

drekhōp , M. nhd. Dreckhaufe, Dreckhaufen E.: s. drek, hōp W.: s. nhd. Dreckhaufe, Dreckhaufen, M., Dreckhaufe, Dreckhaufen, DW 2, 1358? L.:…

Drekkǟrl

WWB

Drek-kǟrl m. Dreckskäärl schmutzige, charakterlich schlechte Person (WMWB).

Drekkāre

WWB

drek·kare

Drek-kāre f. Dreckkorn ( Lem Al ) Karre, mit der Dreck transportiert wird.

drekkāre(n)

MNWB

drek·karen

drekkāre(n) , -karre , m. , Dreckwagen, -karren zur Abfuhr des Unrats. —

Drekkeªwer

WWB

Drek-keªwer m. Dräckkawel Mistkäfer ( Wbg Si).

drekken

WWB

drek·ken

drekken V. 1. eitern. Dat Swēr (Geschwür) dreckt ( Stf Ar ). — 2. (von Kühen) Fluß aus der Scheide geben nach dem Kalben. De Koh is noch nic…

Drekkerīe

WWB

Drekkerīe f. Dräckeruige Durchfall ( Bie Nd ). drekkerig → drekkig .

drekkeste

KöblerMnd

drek·keste

drekkeste , F. Vw.: s. drekkiste Son.: örtlich beschränkt

drekkig

WWB

drekkig Adj. [verbr.] 1.1. schmutzig, verschmutzt, verschmiert, trübe; unsauber, ungewaschen, ungepflegt. Dä Liepel is ganz drekig ( Bri Bk …

drek als Zweitglied (30 von 45)

dü̑velsdrek

MNWB

duvel·s·drek

dü̑velsdrek, m. , 1. Teufelsdreck, ferula, asa foetida. 2. etw. Verächtliches. —

dûvendrek

MNWB

duve·n·drek

dûvendrek , m. , Taubenmist (auch in der Medizin angewandt); zur Bezeichnung von etwas Nichtigem, die Verneinung verstärkend , nicht ênen d.

dūvendrek

KöblerMnd

dūvendrek , M. nhd. Taubendreck, Taubenmist E.: s. dūve (2), drek W.: s. nhd. Taubendreck, M., Taubendreck, DW 21, 170? R.: nicht ēnen dūven…

dǖvelesdrek

KöblerMnd

dǖvelesdrek , M. nhd. Teufelsdreck, Verächtliches ÜG.: lat. ferula, asa foetida E.: s. dǖvel (1), drek W.: s. nhd. Teufelsdreck, M., Teufels…

gōsedrek

KöblerMnd

gōsedrek , M. nhd. „Gänsedreck“, Gänsekot E.: s. gōs, drek W.: s. nhd. Gänsedreck, M., Gänsedreck, DW 4, 1268? L.: MndHwb 1/2, 136 (gôsedrek…

hundesdrek

KöblerMnd

hundes·drek

hundesdrek , M. nhd. „Hundsdreck“, Hundsexkremente ÜG.: lat. album graecum Hw.: s. hundeshōr; vgl. mhd. hundesdrec W.: s. nhd. Hundsdreck, M…

hōnesdrek

KöblerMnd

hōn·es·drek

hōnesdrek , M. nhd. Hühnerdreck, Hühnerkot E.: s. hōn (1), drek L.: MndHwb 2, 349 (hôn[e]sdrek)

hūsdrek

KöblerMnd

hūs·drek

hūsdrek , M. nhd. Abfall im Haushalt E.: s. hūs, drek L.: MndHwb 2, 394 (hûsdecker/hûsdreck)

kōdrek

KöblerMnd

kōdrek , M. nhd. Kuhdreck, Kuhmist, Kuhfladen Hw.: vgl. mhd. kuodrec E.: s. kō, drek W.: s. nhd. Kuhdreck, M., Kuhdreck, Kuhkot, DW 11, 2552…

minschendrek

KöblerMnd

minsche·n·drek

minschendrek , M. nhd. „Menschendreck“, Menschenkot ÜG.: lat. stercus humanum Hw.: s. minschenhār, minschenmes I.: Lüs. lat. stercus humanum…

mūsdrek

KöblerAhd

mūs·drek

mūsdrek , st. M. (a)? nhd. Mäusedreck, Mäusekot ne. droppings of mice ÜG.: lat. muscerda Gl Q.: Gl (1175) I.: Lüt. lat. muscerda? E.: s. mūs…

mūsedrek

KöblerMnd

mūs·e·drek

mūsedrek , M. nhd. Mäusedreck, Mäuseköttel Hw.: s. mūsehōr; vgl. mhd. miusedrec W.: s. nhd. Mäusedreck, M., Mäusedreck, DW 12, 1822? L.: Mnd…

ôrendrek

MNWB

oren·drek

° ôrendrek , m. : Sekret im Gehörgang, Ohrenschmalz , „austeria” (Dief. nov. 37).

ossendrek

MNWB

osse·n·drek

ossendrek , m. : Rindermist, (auch als Brennmaterial verwendet:) brûken ôk dörch mangel des torves ossen- und kôdrek den sê hübsch drȫgen in…

pērdedrek

MNWB

perde·drek

pērdedrek , ° pērdes- (Veghe 3 Schr. 365 u. Veghe ? Wyng. 394), m. (flekt. -ck- ): Pferdemist .

profêtendrek

MNWB

profeten·drek

° profêtendrek , m. : (nur in den Vbdgg.:) p. ēten/slûken etw. im voraus erkennen, etw. Verborgenes wissen, dewîle düsse nāsewîse Balaamsēse…

profētendrek

KöblerMnd

profēten·drek

profētendrek , M. nhd. „Prophetendreck“, im Voraus Erkanntes Q.: D. v. Soest ed. Löer 140 (1533) E.: s. profēte (1), drek L.: MndHwb 2, 1707…

pērdedrek

KöblerMnd

pērdedrek , M. nhd. „Pferdedreck“, Pferdemist Hw.: s. pērdesdrek E.: s. pērt (1), drek W.: s. nhd. Pferdedreck, M., Pferdedreck, Pferdemist,…

pērdesdrek

KöblerMnd

pērdesdrek , M. nhd. „Pferdedreck“, Pferdemist Hw.: s. pērdedrek E.: s. pērt (1), drek W.: vgl. nhd. Pferdedreck, M., Pferdedreck, Pferdemis…

rȫdendrek

MNWB

roden·drek

° rȫdendrek , rödden- , m. : Hundekot, -dreck, r. dê tô artsedîge der strotten hö̂rt den nim up de wîle hê versch is (Prompt. med. ed. Seide…

röddendrek

KöblerMnd

röddendrek , M. Vw.: s. rȫdendrek L.: MndHwb 2, 2176 (röddendrek)

rȫdendrek

KöblerMnd

rȫdendrek , M. nhd. Hundekot, Hundedreck, Hundeexkremente Hw.: s. rȫdendrēt, rȫdenhār Q.: Prompt. med. ed. Seidensticker 255 (1483) E.: s. r…