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drek

mnd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Drek m.

Bd. 2, Sp. 240
Drek m. [verbr.] 1. Schmutz (auf der Straße, an Kleidern, an Schuhen, an Händen, in den Augenwinkeln usw.); Ausscheidung des Darms, Kot. Et is mi in’n Dräck fāl’n (Kr. TecklenburgTek Me). Nimm de ene Hand vuller Dräck un wünske di wat in de ännere, dann kik to, in wieke du dat beste häst (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || mehrf.). Twai Dreck in aine Hand, dann behälleste aine raine (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@BorlinghausenBh). Dreck fïeget den Magen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HattingenHt). An’n Dreck süht man all, wo de Spraohlen (Staren) hust (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@CoesfeldKf). — Ra.: Dräck fleoken unflätig fluchen (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). Fräch oasse Dräkk uppa Stroade sehr frech (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). He häf Geld ässe Dräck er ist sehr reich (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Dä kann Dreck freatten er kann selbst verschmutzte und verdorbene Speisen vertragen, er hat einen unempfindlichen Magen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). Hei gong met Dreck un Speck in’t Berre er ging unausgezogen, ungewaschen ins Bett (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@PlettenbergPl || mehrf.). De hew Dräck an de Holschk der hat sich etwas zuschulden[] kommen lassen, hat etwas zu verbergen (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@LavesumLa). He steck sine Nïesen in jedden Dräck er kümmert sich um alles, auch wenn es ihn nichts angeht (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || mehrf.). Inn’en Dräck reīden verderben (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). Hä hät sien Kah örndlik in’n Dreck geföht er ist (selbstverschuldet) in eine schwierige Situation geraten (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Hä hett dän Dreck bis öwer dä Ohren er ist sehr schmutzig, auch: er ist stark verschuldet, befindet sich in großen Schwierigkeiten (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@NiederstüterNs || mehrf.). He sitt bet öwer de Ohren in den Dreck dass. (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@WaderslohWl). He is ut’n Dreck schuotten er ist erwachsen geworden (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). Wi hebbt de Blagen noch nich ut’n Dreck die Kinder sind noch nicht herangewachsen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@OchtrupOc || mehrf.). Häi es bole ut’n gräwesten Dreck harut er hat bald die größten Schwierigkeiten überwunden (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa || mehrf.). Ek will d kain Dreck dropp schmīten das will ich nicht herabwürdigen, schlecht machen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Sw). Dräck trampen alte Skandale aufrühren (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). Öenen dürn Dreck töehn jmdn. verunglimpfen, Schlechtes über jmdn. erzählen (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@LüdenhausenLd || mehrf.). Du niemms den Dreck verkärt in’en Beck (Schnabel, Mund) sagt man, wenn jmd. etwas bewußt falsch versteht (Ennepe-Ruhr-KreisEnr HOLTHAUS). — Sprichw.: Bimm Uhtkehren finnt sick de Dreck (Ennepe-Ruhr-KreisEnr HOLTHAUS). Jäiden feage vör siene äigenen Dör, dann hiett ’e genaug Dräck daovör (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). Wai de Kōr in’en Dräck schuwen hiät, sall se auk wīr riut taihen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). Wer sik met Dreck affgiff, wärt met Schieten wosken (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@FrotheimFr || mehrf.). Wäa Schuid’n iutschikket, krech Dräkk teo Hius (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). De oein’n Schuid’n well jümma beda suin osse de anna Dreck (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). Je wieder man dän Dreck trätt, je wieder flügg he (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@DreierwaldeDr || mehrf.). Je mēr me den Dreck triet, je bredder dat ’e wert (HONC). Je mähr dat ’m ’n Dreck röhrt, je mähr stinkt hä (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh || mehrf.). Öijen Dreck stinket nich (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd || mehrf.). Wenn de Dreck tau Mist werd, well hai foihert sejn (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). — Berufsspott: Bat Timmerluie un Dokters verfusket, wärd met Dreck tausmieten (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@BalveBa). — Bauernregel: Fällt deï erste Sneï in Dräck, bliff deï ganze Winter eïn Gäck (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd). — 2. Abfall, Unrat, Schutt, Ausschußware. Wannerup (Maulwurf) schmet denn Dreck ut’n Hus (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@OstbevernOb). — 3. Kleinigkeit, unwichtige Angelegenheit. Föä sau’n Drǟik māke ’k mi nit bange (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 4. Unkraut. Dreck uttrecken (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HülstenHü). — 5. Nachgeburt bei der Kuh (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). — 6. Eiter [verstr. westl. Münsterl]. Zus.: → Dūwen~, Dǖwels~, Flē¹gen~, Fuᵉgel~, Geªde~, Gō²se~, Gō²seken~, Heiden~, Hō¹ner~, Höpper~, Jüᵉden~, Kiᵉr~, Kō¹~, Koffi~, Koªl~, Miᵉl~, Mūse~, Ō²gen~, Ōren~, Piᵉrde~, Poggen~, Slap~, Straten~, Swalwen~, Swīne~.
5522 Zeichen · 170 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    drekM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    drek , M. nhd. Dreck, Schmutz, Unrat, Abfall, Kehricht, Straßenkehricht, Kot, Schlamm, Morast Vw.: s. dǖveles-, dūven-, …

  2. modern
    Dialekt
    Drekm.

    Westfälisches Wb.

    Drek m. [verbr.] 1. Schmutz (auf der Straße, an Kleidern, an Schuhen, an Händen, in den Augenwinkeln usw.); Ausscheidung…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit drek

176 Bildungen · 106 Erstglied · 70 Zweitglied · 0 Ableitungen

drek‑ als Erstglied (30 von 106)

drē¹käntig

WWB

drē¹-käntig Adj. [verstr.] 1. dreiseitig, dreikantig, dreieckig. Draikentigen Haut Dreispitz (Hut) ( Kr. Iserlohn Isl Kr. Iserlohn@Iserlohn …

drē¹kǟsehō²ch

WWB

drē¹-kǟse-hō²ch Adj. [verstr.] 1. (sehr) klein. — 2. (subst.) kleiner Junge.

drekaftich

KöblerMnd

drek·aftich

drekaftich , Adj. Vw.: s. drekhaftich L.: MndHwb 1, 473 (drek[h]aftich)

Drē¹kant

WWB

drek·ant

Drē¹-kant m. [verstr.] 1. Dreikantfeile (beim Schmied oder Schuhmacher). — 2. Dreikantschlüssel ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel …

Drekarbēd

WWB

Drek-arbēd f. [verstr.] Dreckarboit ( Kr. Halle Hal Kr. Halle@Brockhagen Bh ) schmutzige, schwere, ungeliebte, niedere Arbeit.

Drekbūre

WWB

drek·bure

Drek-būre m. Dreckbouern Mehlschwalbe (Hirundo urbica) ( Kr. Bielefeld Bie Gh).

dreken

LothWB

dreken s. dricke n u. drucke n .

Dreker

LothWB

Dreker I s. Dricker.

Drekfeªger

WWB

Drek-feªger m. Handfeger ( Kr. Höxter Höx Sm).

Drekfinke

WWB

drek·finke

Drek-finke m. Sperling ( Kr. Soest Sos Kr. Soest@Klotingen Kl ).

drekgelt

KöblerMnd

drek·gelt

drekgelt , N. nhd. Lohn für die Abfuhr des Unrats in der Stadt, von den Bürgern zu entrichtende Zahlung für die Entsorgung des Unrats Hw.: s…

drekhaftich

KöblerMnd

drekhaftich , Adj. nhd. dreckig Hw.: s. dreklīk E.: s. drek, haftich L.: MndHwb 1, 473 (drek[h]aftich), Lü 84b (dreckaftich)

Drekhāmel

WWB

drek·hamel

Drek-hāmel m. schmutzige Person (Schimpfw.) ( Kr. Meschede Mes Sr).

Drekhar

WWB

drek·har

Drek-har n. unsauberes Haar ( Ennepe-Ruhr-Kreis Enr Ho).

Drekhō¹k

WWB

drek·hok

Drek-hō¹k m. schwer zu putzende Ecke, in der sich der Schmutz sammelt (WMWB).

drekhōp

KöblerMnd

drek·hōp

drekhōp , M. nhd. Dreckhaufe, Dreckhaufen E.: s. drek, hōp W.: s. nhd. Dreckhaufe, Dreckhaufen, M., Dreckhaufe, Dreckhaufen, DW 2, 1358? L.:…

Drekkǟrl

WWB

Drek-kǟrl m. Dreckskäärl schmutzige, charakterlich schlechte Person (WMWB).

Drekkāre

WWB

drek·kare

Drek-kāre f. Dreckkorn ( Kr. Lemgo Lem Kr. Lemgo@Alverdissen Al ) Karre, mit der Dreck transportiert wird.

drekkāre(n)

MNWB

drek·karen

drekkāre(n) , -karre , m. , Dreckwagen, -karren zur Abfuhr des Unrats. —

Drekkeªwer

WWB

Drek-keªwer m. Dräckkawel Mistkäfer ( Kr. Warburg Wbg Si).

drekken

WWB

drek·ken

drekken V. 1. eitern. Dat Swēr (Geschwür) dreckt ( Kr. Steinfurt Stf Ar ). — 2. (von Kühen) Fluß aus der Scheide geben nach dem Kalben. De K…

Drekkerīe

WWB

Drekkerīe f. Dräckeruige Durchfall ( Kr. Bielefeld Bie Kr. Bielefeld@Deppendorf Nd ). drekkerig → WWB drekkig .

drekkeste

KöblerMnd

drek·keste

drekkeste , F. Vw.: s. drekkiste Son.: örtlich beschränkt

drekkig

WWB

drekkig Adj. [verbr.] 1.1. schmutzig, verschmutzt, verschmiert, trübe; unsauber, ungewaschen, ungepflegt. Dä Liepel is ganz drekig ( Kr. Bri…

drek als Zweitglied (30 von 70)

Dradrek

WWB

dra·drek

Drad-rek [Bor] Drootreck ( Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt Bor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@Hemden He ) Einfriedung aus Holzp…

dü̑velsdrek

MNWB

duvel·s·drek

dü̑velsdrek, m. , 1. Teufelsdreck, ferula, asa foetida. 2. etw. Verächtliches. —

Dǖwelsdrek

WWB

duewel·s·drek

Dǖwels-drek m. [verstr.] 1. Zugsalbe (Heilmittel). — Wortspiel: Füör 3 Pennege Döüwelsdreck verlangere de Buersfrau. Geit nit, siet de Appet…

dûvendrek

MNWB

duve·n·drek

dûvendrek , m. , Taubenmist (auch in der Medizin angewandt); zur Bezeichnung von etwas Nichtigem, die Verneinung verstärkend , nicht ênen d.

dūvendrek

KöblerMnd

dūvendrek , M. nhd. Taubendreck, Taubenmist E.: s. dūve (2), drek W.: s. nhd. Taubendreck, M., Taubendreck, DW 21, 170? R.: nicht ēnen dūven…

dǖvelesdrek

KöblerMnd

dǖvelesdrek , M. nhd. Teufelsdreck, Verächtliches ÜG.: lat. ferula, asa foetida E.: s. dǖvel (1), drek W.: s. nhd. Teufelsdreck, M., Teufels…

Geªdedrek

WWB

Geªde-drek m. Giäedreck ausgejätetes Gartenunkraut ( Kr. Meschede Mes Br).

Gō²sekendrek

WWB

Gō²seken-drek m. Schmutz der Gosse ( Kr. Beckum Bek Al).

gōsedrek

KöblerMnd

gōsedrek , M. nhd. „Gänsedreck“, Gänsekot E.: s. gōs, drek W.: s. nhd. Gänsedreck, M., Gänsedreck, DW 4, 1268? L.: MndHwb 1/2, 136 (gôsedrek…

hundesdrek

KöblerMnd

hundes·drek

hundesdrek , M. nhd. „Hundsdreck“, Hundsexkremente ÜG.: lat. album graecum Hw.: s. hundeshōr; vgl. mhd. hundesdrec W.: s. nhd. Hundsdreck, M…

hōnesdrek

KöblerMnd

hōn·es·drek

hōnesdrek , M. nhd. Hühnerdreck, Hühnerkot E.: s. hōn (1), drek L.: MndHwb 2, 349 (hôn[e]sdrek)

hūsdrek

KöblerMnd

hūs·drek

hūsdrek , M. nhd. Abfall im Haushalt E.: s. hūs, drek L.: MndHwb 2, 394 (hûsdecker/hûsdreck)

Jūdendrek

WWB

juden·drek

Jūden-drek m. Hautausschlag auf dem Kopf (Frbg.) ( Kr. Bielefeld Bie Gh).

Kattendrek

WWB

katten·drek

Katten-drek m. [verstr.] 1. Katzenkot. Dat stinkt as Kattendreck stinkt heftig ( WmWb ). Aneene hangen as Kattendreck fest zueinanderstehen …

Koªlendrek

WWB

Koªlen-drek m. Kohlengrus ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Bo).

Kō¹drek

WWB

kod·rek

Kō¹-drek m. [verstr. (bes. Ravensbg Lippe)] Kuhdreck (auch als Hausmittel bei Brandwunden verwendet). — Sprichw.: Me sall kainen Kauhdreck m…

Koffidrek

WWB

Koffi-drek m. Kaffeesatz (Frbg.) ( Ennepe-Ruhr-Kreis Enr Oe).

kōdrek

KöblerMnd

kōdrek , M. nhd. Kuhdreck, Kuhmist, Kuhfladen Hw.: vgl. mhd. kuodrec E.: s. kō, drek W.: s. nhd. Kuhdreck, M., Kuhdreck, Kuhkot, DW 11, 2552…