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breche

mhd. bis Dial. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
27 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Breche

Bd. 1, Sp. 943
Breche s. brechen f.: 1. Steinbruch, Stenbreche (-E-) Wippf-Biesf, sonst Bruch. — 2.a. Flachs- oder Hanfbreche Rhfrk, Mosfrk, Rip [Nfrk brāk; Sol (nfrk.) brEkə; Siegld brāx]. Die Breche ruhte auf vier Stempeln; zunächst lag ein Holzrahmen (Bock, Lad) auf, dessen vordere u. hintere Seite aus einem dicken Querbalken (Klutz) gebildet wurde. Die beiden Längsseiten bildeten zwei dünne, flache, messerartige Holzleisten (Spillən Eif). Zwischen diesen beiden liefen dazu parallel vom vorderen zum hinteren Klutz noch drei solcher Holzmesser in gleichen Abständen. Auf diesem Untergestell lag der Klöpfel (Klibbəl, Quetsch Eif, sonst Deckel, Schlägel). aus vier Holzmessern bestehend, die denen im Untergestell parallel liefen u. genau in ihre Lücken trafen. Vorn waren diese vier Messer auch durch ein Klutz verbunden u. hinten mit einer Querleiste, die gerundet war u. mit den seitwärts über die Messer ragenden Enden in zwei Scharnieren ging. Letztere bestanden aus Holz, waren im hinteren Klutz des Untergestelles eingelassen u. hiessen Ohre. Der Klibbəl war also hinten fest, aber in den Scharnieren beweglich, so dass er vorn auf u. nieder bewegt werden konnte. Dazu befand sich an seinem vordern Klutz ein rundes Holz, de Griff, Pack. Man nannte diese Breche auf dem Hunsr (woher auch die Beschreibung) Bock, während dort eine andere, weniger gute, deren Leisten oder Holzmesser aus einem Stück ‘gestemmt’ waren, Geiss genannt wurde. — Syn. Äuel Altk, SSieg, Nick Gummb, Micke Wippf. — He hat en Maul wie en Br.; du haschd e Maul wie die Eschringer Br. Saarbr. — b. die Brech Ort, wo der Flachs gebrecht wird, Brechkaule Birkf. — 3. übertr. a. grosser Mund (spöttisch) Verbr. En deht awer de Br. of Hunsr; er risst de Br.op bes an de Uhre Rip, Allg. Der hät en Br., do können sich drei Lenkele (Wippf-Lindlar) Jonge drenne zerschlagen on han [] noch Platz, ehr Pöngeln en en Eck ze setze Sülzt. — b. brEχ dicke, plumpe, faule Frauensperson Merz-Losh, Trier-Euren. — c. brEaxə alte Kuh Altk-Hellert.
2013 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brecheswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +13 Parallelbelege

    breche ( ahd. brechôm Graff 3,267 ). swv. er was ie zuo allen tugenden reht ûf die er gebrechet (?) was Pass. Germania 7…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brếche

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Brếche , plur. die -n. 1) Die Handlung des Brechens, ohne Plural; doch wohl nur in den Weinbergen, wo das Abbrechen …

  3. modern
    Dialekt
    Breche

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Breche Band 3, Spalte 3,160f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit breche

100 Bildungen · 47 Erstglied · 50 Zweitglied · 3 Ableitungen

breche‑ als Erstglied (30 von 47)

Brèche de Roland

Meyers

Brèche de Roland (spr. brǟsch' dȫ rolāng), s. Rolandsbresche .

brecheisen

DWB

brech·eisen

brecheisen , n. vectis ferreus moliendis foribus: die diebe waren mit brecheisen versehen und wusten zu öfnen.

brechel,

FWB

1. ›Vorrichtung, in der (im Mittelalter) Personen wegen sittlicher Vergehen zur Beschämung öffentlich ausgestellt wurden‹.; 2. ›Gerät zum Br…

brechelicheit

KöblerMhd

brech·elicheit

brechelicheit , st. F. nhd. „Brechlichkeit“, Zerbrechlichkeit Hw.: vgl. mnd. brēkelīchhēt* Q.: GrBrev (2. Hälfte 15. Jh.) E.: s. brechen (1)…

brechelīcheit

KöblerMhd

brechelīcheit , st. F. Vw.: s. brechelicheit*

brechen I

SHW

brechen I Band 1, Spalte 1087-1088

brechen II

SHW

brechen II Band 1, Spalte 1089-1090

brechende

KöblerMhd

brech·ende

brechende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. brechend, herausbrechend, zerbrechend Vw.: s. herze-, ūz- Q.: MüOsw (2. Viertel 15. Jh.) E.: s. brechen …

brechenen

KöblerMhd

brech·enen

brechenen , sw. V. nhd. scheinen, leuchten E.: s. breche W.: nhd. DW- L.: Hennig (brechenen)

brechenhaft

DWB

brechen·haft

brechenhaft , mancus, corporis labe insignitus, was sonst brechhaft, bresthaft: wann ich doch eins ie melden sol, wie das der Heinz sei prec…

brechenhaft(ig),

FWB

1. ›mit Mängeln behaftet, schad-, fehlerhaft‹; 2. ›mit einem körperlichen Gebrechen behaftet, gebrechlich, krank‹

brechenhaftic

KöblerMhd

brechenhaftic , Adj. nhd. „brechenhaftig“, mit einem körperlichen Gebrechen behaftet Q.: Chr (1449/1450), Eheb E.: s. brechen (1), haftic (1…

brechenhaftig

DWB

brechen·haftig

brechenhaftig , dasselbe: ob ieman prechenhaftig sei an seim leib. fastn. sp. 696, 9 ; er ist ein brechenhaftig man. H. Sachs III. 1, 82 c ;…

brechen I

RhWB

brechen I schw. Part. gəbręcht Rhfrk, Mosfrk; jəbrǫux (--) Prüm : Hanf, Flachs br., die Stengel desselben auf der Br. zerknicken, damit sic…

brechen II

RhWB

brechen II RhWBN Rhfrk -ęχ- ; Mosfrk -ę-, –E-, Eax-, Part. gebrǫx, –- ; Rip -E- [uSieg. LRip -ęi- ], Prät. -:x, ( -ō:-, Wippf -ū:- ), Part…

breche als Zweitglied (30 von 50)

abbreche

DWB

abbreche , f. emunctorium, geräth zum abbrechen des dochts, lichtschere, lichtputze. Keisersberg brösamlin 95 c ; der ist gar ein weiser man…

abebrëche

Lexer

abe·breche

abe-brëche swf. BMZ lichtscheere; âbrëch, abbreche Dfg. 201 c . 371 b ; lieht âbrechen ablimare Voc. 1482.

Apfelbreche

PfWB

apfel·breche

Apfel-breche f. : ' Gerät zum Obstbrechen ', gew. ein an einer Stange befestigter Ring mit aufsitzenden Zähnen oder Zacken und angehängtem B…

Bochbreche

RhWB

boch·breche

Boch-breche uWupp (veralt.) f.: Flachsbreche, unten mit zwei Leisten, die weit voneinander stehn, um die Stempel vorläufig zu brechen.

eidebreche

KöblerMhd

eide·breche

eidebreche , Adj. nhd. eidbrüchig Q.: Urk (1278) E.: s. eit (2), eiden, breche W.: nhd. DW2- L.: WMU (eidebreche N154 [1278] 4 Bel.), MWB 1,…

Eisbreche

RhWB

eis·breche

Eis-breche -bręχ Koch f.: Stelle an der Mos, wo das Eis widerstösst.

eisenbreche

DWB

eisen·breche

eisenbreche , f. osmunda lunaria, mondraute, ein stark zusammenziehendes wundkraut.

friedbreche

DWB

fried·breche

friedbreche , m. violator pacis, mhd. vridebrëche: dû fridebrëche, dû schuldic mort. MS. 2, 151 a ; ir vridebrëchen wiʒʒet, daʒ man iuch von…

gebreche

DWB

geb·reche

gebreche , n. subst. verb. zu brechen, eigentlich fortgesetztes brechen o. ä.; die jäger nennen so den ort, wo die wilden sauen gebrochen od…

Halsbreche

Campe

hals·breche

Х Die Halsbreche , d. Mz . ungew. was den Hals bricht, ein halsbrechendes, gefährliches Ding, Unternehmen, ein gefährlicher Ort, wo man leic…

handbreche

DWB

hand·breche

handbreche , f. mit der hand zu führende flachsbreche. Prechtl encyclopädie 23, 82 .

hantvridebreche

KöblerMhd

hantvride·breche

hantvridebreche , Adj. nhd. den Handfrieden brechend, das Friedensgelöbnis brechend Q.: Urk (1281) E.: s. hantvride, brechende W.: nhd. DW- …

herzebreche

KöblerMhd

herze·breche

herzebreche , M., F. nhd. Zerbrecher des Herzens, Zerbrecherin des Herzens Q.: MinnSeeleK (1278) E.: s. *herzebrechen? (1) W.: nhd. DW- L.: …

herzenbreche

KöblerMhd

herzen·breche

herzenbreche , Adj. nhd. herzbrechend Q.: LvReg (1237-1252) E.: s. herze (1), breche W.: nhd. DW- L.: Lexer 88b (herzenbreche), LexerN 3, 23…

Kiferbreche

RhWB

kifer·breche

Kifer-breche kivərbręχə uWupp 1870 f.: eine Flachsbreche, die unten vier Rippen hat, um den Stengel in feinere Stücke brechen zu können.

kniebreche

DWB

knie·breche

kniebreche , f. häufig als name steiler höhen oder bergwege, in Thüringen, im Erzgebirge, in der sächs. Schweiz, auch in Franken, z. b. bei …

māngebreche

KöblerMhd

māngebreche , sw. M. nhd. „Mondgebrechen“, Mondfinsternis Q.: KvMSph (1347-1350) (FB māngebreche) E.: s. māne, gebreche W.: nhd. DW- L.: Lex…

mūrbreche

KöblerMhd

mūr·breche

mūrbreche , st. F. nhd. „Mauerbreche“, Belagerungsgerät E.: ahd. mūrbrehha* 2, mūrbrecha*, st. F. (ō), Mauerbrecher; s. mūra, brehhan W.: nh…

Nudelbreche

Campe

nudel·breche

Die Nudelbreche , Mz. — n , eine Breche oder ein Werkzeug, vermittelst dessen der Nudelteig gebrochen oder durchgewirkt wird.

nuszbreche

DWB

nuszbreche , f. nuszknacker, nucifrangibulum ( theil 2, 342) Dief. 384 b . nov. gl. 266 a .

Ableitungen von breche (3 von 3)

gebreche

DWB

gebreche , n. subst. verb. zu brechen, eigentlich fortgesetztes brechen o. ä.; die jäger nennen so den ort, wo die wilden sauen gebrochen od…