Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
bleichen swV.
2 tr. ‘etw. bleichen, aufhellen; jmdn. erbleichen lassen’
1 intr. ‘bleich werden, verblassen’ (s.a. blîchen 2): si begunde harte blaichen Rol 8723; sin ougen wurden trube, / sin nase begunde bleichen: / daz was ein bitter zeichen Herb 10405; bleichen unde blîchen / begunde ir varwe unde ir lîp Tr 14318; Alysen varwe diu wart rot / und dar nach wider bleichen. / diz was der minnen zeichen Rennew 4655; diu rede im solher vorhte jach, / daz man in sêre bleichen sach RvEBarl 9114; daz ich vor scham iht blaiche WhvÖst 2447; in der ‘hœhe des berges’ dâ sint alliu dinc ‘grüene’ und niuwe; dâ sie vallent in zîtlicheit, dâ bleichent sie und valwent Eckh 3:249,3; der rubyn, clar carwunkel, / sardonycus, [...] / und der saphir [...] / der muz ken der wisheit bleychen Hiob 10863. – Part.Präs.: PsM H 22,1. – subst. Inf.: sunder (allez) ~ : PassI/II 209,75; NvJer 20032 2 tr. ‘etw. bleichen, aufhellen; jmdn. erbleichen lassen’ – mit Akk.d.S. : daz tuoch bleichet sî [Sonne] , daz ez wîz wirt Aneg 845; sich svͤln auch die blaicher chaines tuͦches underwinden ze blaichen wan daz die mezzere gemezzen habent StRAugsb 316,24. 69,27; swer mit vlize / an der genaden wize / daz cleit lange bleichit PassI/II 4,45; van ruwen ind van unwerde / wandelde yr de varwe / ind wart geschaffen dare / als eyn wys gebleichet doich KarlGalie 10365; geværwet gruͤn alsam ain gras / was der schilt mit kunst, / so daz des viures brunst / blaichet niht die gruͤn WhvÖst 3667; [Rechtes Verständnis zum Pilger: ] du strelest und bleichest yn [Leib] , / du spendelst und streichelst yn Pilgerf 5704; betrubnis wart mich angan / und daz antlitze bleichen Daniel 5955. 4579. – mit Akk.d.P.: si [ minne ] kann rotten und blaichen / von rechter liebi wib und man MinneR 439 1624
MWB 1 866,62; Bearbeiter: Tao