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Bleichen

ahd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
30 in 22 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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82
Verweise raus
77

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Bleichen

Bd. 1, Sp. 1062
Bleichen, verb. reg. welches in doppelter Gattung üblich ist. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, bleich, d. i. weiß werden, besonders von der Luft und Sonne weiß gemacht werden. Die Leinwand, das Wachs hat noch nicht genug gebleichet. Ein schwarzer Mohr, der aber wieder gebleichet hat, Weiße. In figürlicher Bedeutung sagt Hagedorn von dem Weine: Und wär es auch der beste Wein, Der an der Mosel bleichet, d. i. an der Sonne reifet. 2. Als ein Activum, eine weißere oder bleichere Farbe verschaffen; besonders durch Hülfe der Luft und Sonne weiß machen. Leinewand, Wachs, Knochen, Haare u. s. f. bleichen, sie an die freye Luft legen, damit selbige alle Unreinigkeiten verzehre, und die wahre weiße Farbe zum Vorscheine komme. Vergebens bleicht man einen Mohren, Vergebens straft man einen Thoren, Gieseke. Aber auch vermittelst anderer Mittel. Eisen bleicht man mit Scheidewasser und Zinn, wollene Tücher oder Zeuge mit Seife oder Kreide und Indigo oder Schwefel, die Seide mit Seife und Schwefel. Die Gärtner bleichen Endivien und Sellerie, wenn sie selbige an einem von der Luft und Sonne verschlossenen Orte ziehen, um sie weißer und angenehmer auf den Tisch zu liefern. Anm. Ottfried gebraucht B. 2, Kap. 14, V. 211 bleichen Ein Mahl von dem weiß werden, d. i. Reifen des Getreides. Das Nieders. bleken, Schwed. bleka, Angels. blaecan, ablican, Engl. bleach, kommen mit dem Hochdeutschen überein. Herr Ihre will dieses Wort nicht zu bleich rechnen, weil es auch in allen[] Slavonischen Mundarten angetroffen wird, also wohl zunächst aus dem ehemaligen Scythien herstammen müsse. Allein daraus scheinet wohl nichts zu folgen. So fern dieses Wort ein Neutrum ist, gehet es im Oberdeutschen irregulär, ich blich, geblichen; welche Conjugation noch das zusammen gesetzte verbleichen behalten hat. S. auch Erbleichen.
1828 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    bleichen

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +3 Parallelbelege

    bleicha¹AWB f. ō-(oder n-)St., nur in Gl. des 9. u. 10. Jh.s: ‚Schminke, stibium‘ (aisl. bleik[j]a). 175 bleh – bleihS17…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bleichenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    bleichen stn. dâ bî er disiu wort sprach sunder alleʒ bleichen Pass. 209,75.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bleichen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Bleichen , verb. reg. welches in doppelter Gattung üblich ist. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, bleich, d. …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    bleichen

    Goethe-Wörterbuch

    bleichen Für G ist die ‘Entziehung’ von Farbe im Zshg seiner Beschäftigung mit der Farbenlehre von großem Interesse, woz…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bleichen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Bleichen , die natürliche Farbe eines Stoffes z.B. Leinwand, Wolle, Baumwolle, Seide, Papier, Wachs, Knochen u.s.w. entf…

  6. modern
    Dialekt
    bleichen

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    bleichen Band 2, Spalte 2,1236

  7. Spezial
    bleichen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    blei|chen I vb.tr. (besonders Hanf auf der Wiese) pliscé (-scia) II vb.intr. (verblassen, verwelken) smarí (-rësc), stla…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bleichen

17 Bildungen · 2 Erstglied · 11 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von bleichen 2 Analysen

blei + -chen

bleichen leitet sich vom Lemma blei ab mit Suffix -chen.

Alternativen: bl+-ei+-chen

bleichen‑ als Erstglied (2 von 2)

Bleichen der Pflanzen

Meyers

Bleichen der Pflanzen , die Unterdrückung der Chlorophyllbildung durch Entziehung des Lichtes. Da die im Dunkeln sich entwickelnden hellgelb…

bleichen II

RhWB

bleichen II -ei- Köln schw.: beim Spiel Partner sein; doch s. Rip plēχtə = pflichten (s. d.).

bleichen als Zweitglied (11 von 11)

abbleichen

DWB

abbleichen , colorem amittere, die farbe verlieren: abgeblichen stehn die hügel. transitiv, ausbleichen: es ist abgebleicht. sie kannten kau…

ausbleichen

DWB

aus·bleichen

ausbleichen , decolorem fieri, verbleichen: die farbe blich aus, ist ausgeblichen; der flecken bleicht aus.

entbleichen

DWB

ent·bleichen

entbleichen , 1 1) pallidum reddere: es geht dir oft ein stich durch dein herz, du must oft bei dir selbs schamrot werden, wann dir deine bö…

erbleichen

DWB

erb·leichen

erbleichen , praet. erblich, pallescere, erblassen. das ahd. erblîchan hatte noch, gleich dem einfachen blîchan (2, 97) die bedeutung von sp…

gebleichen

KöblerMhd

geb·leichen

gebleichen , sw. V. nhd. bleichen Q.: Urk (1265) E.: s. ge, bleichen W.: nhd. DW- L.: WMU (gebleichen 88 [1265] 1 Bel.)

verbleichen

DWB

verb·leichen

verbleichen , n. substantiver infinitiv, pallor, mutatio vultus. Steinbach 1, 131 .

Ableitungen von bleichen (4 von 4)

entbleichen

DWB

entbleichen , 1 1) pallidum reddere: es geht dir oft ein stich durch dein herz, du must oft bei dir selbs schamrot werden, wann dir deine bö…

erbleichen

DWB

erbleichen , praet. erblich, pallescere, erblassen. das ahd. erblîchan hatte noch, gleich dem einfachen blîchan (2, 97) die bedeutung von sp…

gebleichen

KöblerMhd

gebleichen , sw. V. nhd. bleichen Q.: Urk (1265) E.: s. ge, bleichen W.: nhd. DW- L.: WMU (gebleichen 88 [1265] 1 Bel.)

verbleichen

DWB

verbleichen , n. substantiver infinitiv, pallor, mutatio vultus. Steinbach 1, 131 .