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Bescheidenheit

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
17 in 17 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Bescheidenheit

Bd. 1, Sp. 896
Die Bescheidenheit, plur. car. 1. * Das Vermögen, Gutes und Böses, Nützliches und Schädliches gehörig zu unterscheiden, Einsicht, Wissenschaft, Kenntniß. In dieser im Hochdeutschen veralteten Bedeutung heißt es noch 1 Petr. 1,5,6: in der Tugend Bescheidenheit, und in der Bescheidenheit Mäßigkeit, wo es im Griech. lautet, ἑν τη αρετη δε την γνωσιν. S. Bescheid. 2. Mäßigung der Begierde und Leidenschaft, so wohl, 1) Überhaupt. So wöll wir euch ein Sach sagen Darab ir billich werd tragen laid, Doch hof wir es bschech mit Bscheidenheit, Theuerd. Die Liebe trauert zwar, doch mit Bescheidenheit, Günth. Im Hochdeutschen ist diese Bedeutung ziemlich selten geworden. 2) Als auch, (a) Die Fertigkeit, seine Ansprüche auf Verdienst und darin gegründete äußere Vorzüge zu mäßigen. Die Bescheidenheit richtet sich genau nach dem Verdienste, das sie vor sich hat, sie gibt jedem was jedem gebühret; aber die schlaue Höflichkeit gibt allen alles, um von allen alles wieder zu erhalten, Less. Ein eitler Mann ist zwar höflich aber nie bescheiden, ebend. Aber wissen sie auch, daß die Bescheidenheit tadelnswürdig ist, bald man sie bis zum Mißtrauen gegen sich selbst treibet? Weiße. (b) Die Neigung und Fertigkeit, sich seines Rechtes nicht nach der Schärfe zu bedienen, seine gegründeten Forderungen zu mäßigen. Wie würdig ist diese liebenswürdige Bescheidenheit, deine übrige Tugend zu schmücken! Anm. Ehedem bedeutete dieses Wort auch noch, theils einen beschiedenen oder bestimmten Theil, theils aber auch eine Bedingung, wovon Frisch Beyspiele angeführet hat.
1567 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bescheidenheitstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    bescheidenheit stf. 1. verstand. diu dritte kraft heiʒet bescheidenheit rationale myst. 2,319,27. man sicht oft daʒ ein …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    beschêⁱdenhêⁱtf.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    beschêⁱdenhêⁱt , f. , 1. Bedingung, Bestimmung . 2. Einsicht, Weisheit, Klugheit, Wissen; Gesittung. 3. Bescheid, Auskun…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bescheidenheit

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Bescheidenheit , plur. car. 1. * Das Vermögen, Gutes und Böses, Nützliches und Schädliches gehörig zu unterscheiden,…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bescheidenheit

    Goethe-Wörterbuch

    Bescheidenheit etwa fünf Sechstel der rund 140 Belege in Bed 3; gelegentl ‘mit (..) B. 1 im Anschluß an ältere Bedeutung…

  5. modern
    Dialekt
    Bescheidenheitf.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Bescheidenheit f. Überlegung, Einsicht, Weisheit: 'da denn der Präceptor mit aller Vernunft und Bescheidenheit mit diese…

  6. Sprichwörter
    Bescheidenheit

    Wander (Sprichwörter)

    Bescheidenheit 1. Beschaidenhait ist vertriben zu Hof. – Agricola, II, 75-77. 2. Bescheidenheit ein schönes (das schönst…

  7. Spezial
    Bescheidenheit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Be|schei|den|heit f. (-,-en) 1 (Genügsamkeit) modestia (-ies) f. 2 (Einfachheit) scemplité (-s) f. 3 (Mäßigung) moderazi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bescheidenheit

5 Bildungen · 2 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von bescheidenheit 3 Analysen

be- + scheidenheit

bescheidenheit leitet sich vom Lemma scheidenheit ab mit Präfix be-.

Alternativen: be-+scheiden+-heit bescheiden+-heit

bescheidenheit‑ als Erstglied (2 von 2)

Bescheidenheitel

Wander

Bescheidenheitel Bescheidenheitel kommt um den Geldbeutel. Will sagen: Nur nicht zu blöde und höflich!

bescheidenheit als Zweitglied (2 von 2)

unbescheidenheit

DWB

unbescheiden·heit

unbescheidenheit , f. , gegentheil der bescheidenheit, abstract und concret, auch im plur. mhd. neben unbescheidenheit auch unbescheidenunge…

wolbescheidenheit

KöblerMhd

wolbescheiden·heit

wolbescheidenheit , st. F. nhd. enge Vertrautheit Q.: MinnerI (um 1340) (FB wolbescheidenheit) E.: s. wol (2), bescheiden, heit W.: nhd. DW-…

Ableitungen von bescheidenheit (1 von 1)

unbescheidenheit

DWB

unbescheidenheit , f. , gegentheil der bescheidenheit, abstract und concret, auch im plur. mhd. neben unbescheidenheit auch unbescheidenunge…